Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Die Herzchirurgen Deutschlands informierten auf einer Pressekonferenz anlässlich der 31. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie über neueste Heilverfahren und die Problematik der angeordneten Sparmaßnahmen. Die Zahl der Patienten in Deutschland, die an einer Herzerkrankung im Endstadium leiden, ist auf ca. 1 Million Patienten angestiegen und wird vermutlich weiter ansteigen. Das Überleben dieser schwerkranken Patientengruppe ist schlecht und mit der
Kit zielt auf spezifische Antikörper ab – Erhältlich nur in Australien und Neuseeland Das australische Unternehmen Rockeby Biomed hat einen Testkit für Pilzinfektionen entwickelt, der die Diagnosezeit von bisher drei Tagen auf drei Stunden reduzieren soll. Der Test wirkt nur bei Candida, einem Pilz, der zur Gattung der Hefen zählt, und sich schnell vermehrt. Normalerweise verhindert die gesunde Darmflora eine Vermehrung von Hefepilzen – gesetzt den Fall, die Immunabwehr ist geschwächt. C
Mit einem fremden Organ zu leben, kann eine große psychische Belastung bedeuten, denn die Organ-Empfänger bleiben chronisch krank. Doch die Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung von Wissenschaftlern der Freien Universität Berlin vermitteln der Eindruck, dass zumindest das Leben herztransplantierter Jugendlicher fast so verläuft wie das gesunder Heranwachsender. Im Rahmen eines zweijährigen Forschungsprojekts wurden Interviews mit sechs herztransplantierten Jugendlichen im Alter zwischen zwölf
Französische Forscher hoffen auf ähnliche Behandlung für Menschen Wissenschaftlern der Universität von Nizza ist es gelungen, mit Gentherapie Tumore in Ratten zu verkleinern. Die Forscher hoffen auf eine ähnliche Behandlung für den Menschen. Die Studie wurde im Journal “Gut” veröffentlicht. Britische Forscher stehen dem französischen Erfolg nicht unkritisch gegenüber, berichtet die BBC. Die Forscher injizierten modifizierte Tumorzellen unter die Haut von Ratten mit fortgeschrittenem
Eiweiß modifiziert Bildung von Eiskristallen im Speiseeis – Industriepartner gesucht Mit Eiweißen, die für Winterweizen einen Erfrierschutz darstellen, soll Speiseeis künftig cremiger werden. Das Getreide produziert spezielle Proteine, die das Wachstum von Eiskristallen in den Zellen regulieren. Dies berichtete Douglas Goff von der University of Guelph, in Canada, beim Treffen der Amerikanischen Gesellschaft für die Entwicklung in der Wissenschaft (AAAS) in Boston. Der Eiscreme-Experte i
Infineon Technologies stellt weltweit ersten Biochip zur elektronischen Analyse von Biomolekülen vor Er soll die bedeutend schnellere, einfachere und kostengünstigere Analyse von Biomolekülen, wie Nukleinsäuren oder Proteinen, in der klinischen Diagnostik und der patientenindividuellen Medizin ermöglichen. Die erste Generation von Biochips, die Infineon Mitte diesen Jahres anbieten wird, arbeitet mit einer aufwändigen optischen Analysemethode. Durch die nächste Generation, den voll elekt
Homunculus-Tagung mit führenden Forschern der Universität Heidelberg zum Thema künstlicher Mensch Homunculus, was wie eine Beschwörungsformel klingt, ist Goethes Bezeichnung für den künstlichen Menschen, den er in seinem Faust auferstehen lässt. Die alte Frage nach dem Homunculus ist heute unter dem Aspekt der Fortschritte in der Gentechnik und Humanmedizin besonders aktuell. Das Interdisziplinäre Symposium der Goethe-Gesellschaft Heidelberg bot zusammen mit der Literarischen Gesellschaf
Dr. Josef Priller (31) von der “Klinik für Neurologie” der Charité hat am 12. Februar 2002 den mit 6000 Euro dotierten Preis der “Novartis-Stiftung für therapeutische Forschung” für das Jahr 2002 erhalten. Die Auszeichnung, die seit dem Jahre 1992 an Nachwuchswissenschaftler verliehen wird, “die bereits durch herausragende Leistungen auf sich aufmerksam gemacht haben,” will Dr. Priller dazu verwenden, zu erforschen, in wieweit adulte Stammzellen aus dem Knochenmark in Gehirnareale, die durch Sch
Fünf Millimeter große Stücke im Bioreaktor schlagen wie menschliches Herz Wissenschaftlerinnen des Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge haben in einem gläsernen Bioreaktor Gewebestücke (“patches”) aus Herzzellen gezüchtet. Bisher hat der kleine Gewebelappen allerdings erst einen Durchmesser von rund einem halben Zentimeter und eine Höhe von weniger als einem Millimeter. Da dies als Implantat zu klein ist, ist er für medizinische Zwecke noch nicht einsetzbar. Jetzt ver
Erste und noch vorläufige Ergebnisse des Modellprojektes Mammographie-Screening in Wiesbaden und Rheingau-Taunus-Kreis Im Juli 2001 erfolgten die ersten schriftlichen Einladungen zur Teilnahme am Mammographie-Screening-Modell-Projekt in Wiesbaden und Rheingau-Taunus-Kreis. Bis zum Ende Dezember wurden die 50-69jährigen Frauen in den Regionen Schlangenbad, Bad Schwalbach, Waldems, Hohenstein, Wiesbaden-Mitte und Wiesbaden-Norderstadt eingeladen. Da es bis zum Abschluss der ersten Einl
Sie sind etwa 500 Millionen Jahre alt, kleiden sich gerne in kräftige Farben, kommen in einer unüberschaubaren Anzahl von Erscheinungsformen vor und leben bevorzugt am Meeresgrund. 9.000 verschiedene Arten sind bisher beschrieben, etwa 60.000 Arten werden vermutet. Es geht um marine Schwämme, die heute ursprünglichste Gruppe mehrzelliger Tiere. Bislang hat sich nur der eine oder andere Biologe mit diesen Vielzellern ausführlicher befasst. Inzwischen ist das Interesse der Wissenschaftler sozusagen “
Studie bei Mäusen bestätigt Gefahr von Koks für das Immunsystem Kokain beschleunigt den Ausbruch von den typischen Infektionen, an denen HIV-Positive Patienten erkranken. Das stellten Forscher der Universität von Los Angeles jetzt im Versuch mit Mäusen fest. Über den Grund der Tatsache rätseln die Wissenschaftler aber weiterhin. Die Studie wird im März im “Journal of Infectious Diseases” veröffentlicht, berichtet die New York Times heute, Freitag. “Kokain hat im Laborversuch 200 Mal
In Anerkennung seiner wissenschaftlichen Untersuchungen, die zur Entwicklung eines innovativen Bohrverfahrens für die Unfallchirurgie führte, hat der münstersche Mediziner Privatdozent Dr. Alexander Joist den Gerhard- Küntscher-Preis erhalten. Der als leitender Oberarzt an der Klinik für Unfall- und Handchirurgie des Universitätsklinikums Münster tätige Preisträger erhielt die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung im Rahmen der 65. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie. Der G
Forscher fordern verbesserte Strategien gegen Chlamydien- und Gonokokken-Infektionen Chlamydien- und Gonokokken-Infektionen, Auslöser für Harnwegsentzündungen, Tripper und andere Geschlechtskrankheiten, bleiben erschreckend oft unerkannt und somit unbehandelt. Forscher fordern Strategien für eine bessere Früherkennung und Behandlung, da chronisch unbehandelte Infektionen zu Folgeschäden wie Unfruchtbarkeit und Bauchhöhlen-Schwangerschaften führen können. Eine entsprechende Studie wurde i
Pflanzenforscher am Kölner Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung konnten vor kurzem jenes Protein identifizieren, das den Transport eines wichtigen Pflanzenwuchsstoffes reguliert. Die Ergebnisse sind in der neuesten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Nature vom 15.2.2002 publiziert. Bei dem Pflanzenwuchsstoff handelt es sich um das Hormon Auxin, das die durch Licht und Schw
Hoffnung auf effektive Medikamente gegen heimtückische Krankheit Einem britisch-amerikanischen Wissenschaftsteam ist es gelungen das Malaria-Genom zu entschlüsseln. Demnach besteht das parasitäre Plasmodium Falciparum-Genom aus 25 Mio. DNA-Einheiten mit 5.600 Genen. Das teilte die New York Times in ihrer Dienstag-Ausgabe mit. Mit Hilfe des genauen Wissens über das Malaria-Genom hoffen die Forscher auf ein baldiges effektives Medikament gegen die heimtückische Krankheit. Nach sechs Jah