Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Vom 26.01.- 02.02.2002 fand das Internationale Symposium für Anästhesie, Intensivtherapie, Notfallmedizin und Schmerztherapie in St. Anton am Arlberg, Österreich, statt, das zum zweiten Mal nach 2001 unter der Schirmherrschaft und wissenschaftlichen Leitung von Frau Professor Dr. Gabriele Nöldge-Schomburg aus der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie der Universität Rostock stand. Es nahmen 345 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, England, der Schweiz und Israel teil.
– Bislang einzigartig unter den Wirbeltieren – Eine Krötenart aus Pakistan überrascht die Zoologen: Sie besitzt einen dreifachen Chromosomensatz, kann sich aber trotzdem geschlechtlich fortpflanzen. Bislang sind keine anderen Wirbeltiere bekannt, die dieses Kunststück fertigbringen. Wissenschaftler vom Biozentrum der Uni Würzburg sowie von den Universitäten Halle-Wittenberg und Bochum stellen die exotischen Tiere in der kommenden Ausgabe der Zeitschrift “Nature Genetics” vor. Fast all
Dortmunder Max-Planck-Wissenschaftler entschlüsseln wichtige Protein-Transportfähre für den “Rangierbetrieb” durch die Membran des Zellkerns Eine wichtige Voraussetzung für das Leben von Eukaryonten ist ein unaufhörlicher und kontrollierter Stoffaustausch zwischen dem Zellkern und dem umgebenden Zellplasma (Zytoplasma). Der Nukleus einer Säugerzelle enthält etwa 4000 Kernporen, durch die jeweils etwa 400 Moleküle pro Sekunde transportiert werden. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für m
Mäusestammzellen bauen Gehirnzellen wieder auf Die britische Firma ReNeuron hat erste Erfolge in der Entwicklung einer Behandlungsmethode für Chorea Huntington Patienten erzielt. Transplantate von Mäusestammzellen in das menschliche Gehirn könnten den Koordinationsverlust und die mit der Krankheit assoziierte Hirnleistungsschwäche reduzieren. Die Firma hofft auf erste klinische Versuche in den USA Anfang 2003, berichtet “New Scientist” Chorea Huntington wird durch einen genetischen E
Modifiziertes Protein reduziert Risiko einer Überempfindlichkeitsreaktion Nach sechs Jahren Forschung ist es Wissenschaftlern der University of Melbourne gelungen, einen Impfstoff gegen Heuschnupfen und verwandte Allergien zu entwickeln. Der Impfstoff besteht aus einem gentechnisch veränderten Eiweiß aus Gräserpollen, der eine wirksamere und sichere Desensibilisierung als bisher ermöglicht. Heuschnupfen ist eine allergische Erkrankung, die sich in der Überempfindlichkeit auf ein Eiweiß v
Embryonen können außerhalb des weiblichen Körpers wachsen Ärzte haben ein künstliche Gebärmutter entwickelt, in der Embryonen außerhalb des Körpers der Mutter wachsen. Die Forscher sehen das als einen Durchbruch für die Behandlung von kinderlosen Frauen. Dies berichtet Robin McKie von der britischen Zeitung “The Observer”. Der Prototyp für die künstliche Gebärmutter wurde aus Zellen hergestellt, die Frauen aus dem Endometrium (Zellschicht, welche die Gebärmutter auskleidet) entnommen
MHH-Forscher sind an internationaler Arbeitsgruppe beteiligt Das Gen ATM spielt eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Brustkrebs, bietet jedoch möglicherweise auch neue Therapieansätze. Bei bis zu 20 Prozent aller Patientinnen mit einer Häufung von Brustkrebs in der Familie ist das ATM-Gen verändert, und mehr als die Hälfte der Frauen, bei denen dieses Gen mutiert ist, entwickelt vor dem 70. Lebensjahr einen Brustkrebs. Dies fand eine internationale Arbeitsgruppe um Dr. Georgia Chen
In Ulm entsteht ein Zentrum der Stammzellforschung 11,5 Mio. Euro für ein Life-Sciences-Gebäude Die Stammzellforschung und was damit zusammenhängt, also insbesondere ihre therapeutischen Aspekte, werden sich in den kommenden Jahren zu einem beherrschenden Thema entwickeln. Dabei reduziert sich die Bedeutung des Komplexes nicht nur auf die embryonalen Stammzellen, von denen in der Gegenwart soviel die Rede ist und deren Beforschung nach der Bundestagsabstimmung vom 30. Januar 2002 künftig
Noch bis vor wenigen Jahren setzten Rheumatologen bei der Behandlung entzündlich-rheumatischer Erkrankungen in erster Linie auf rein medizinische Maßnahmen – vor allem auf die medikamentöse Therapie. Deren Wirksamkeit ist unbestritten. Gegen die ständigen Schmerzen und die Entzündungen haben sich Cortison und nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) bewährt. Allerdings fordern solche Erfolge auch ihren gesundheitlichen Preis. Die langfristige Einnahme dieser Schmerzmittel kann zu starken Nebenwirkunge
Einsatz für therapeutische Zwecke in fünf Jahren möglich Forscher am Duke University Medical Center haben adulte Stammzellen in einem kleinen Fettdepot hinter der Kniekapsel gefunden. Diese Stammzellen konnten so programmiert werden, dass sie sich zu Knorpel, Knochen oder Fettzellen entwickeln. Die Wissenschaftler sehen darin ein großes Potenzial für therapeutische Zwecke. Das Forscherteam um Farshid Guilak von der orthopädischen Abteilung des Duke University Medical Centers hatte sch
Charité-Forscher finden neuen Ansatz zur Verhinderung von Wiederverschlüssen Die Aufdehnung verengter oder bereits vollständig verschlossener Herzkranzgefäße (Ballondilatation) ist ein seit 20 Jahren weit verbreitetes und erprobtes Verfahren. Kardiologen wenden es allein in Deutschland im Jahr etwa 180 000 mal an, um einen drohenden Herzinfarkt zu verhindern oder – nach bereits eingetretenem Infarkt – weiteren Schäden am Herzmuskel vorzubeugen. Leider haben die aufgedehnten Gefäße die
Wirkstoff Sildenafil regt nach Schlaganfall Wachstum von Gehirn-Nervenzellen an Das Potenzmittel Viagra wirkt nicht nur unter der Gürtellinie. Wie Michael Chopp auf der derzeit in Texas stattfindenden “International Stroke Conference” berichtet, regt das Medikament das Wachstum von Nervenzellen an und verbessert die Gehirnfunktion. Die Forscher gehen davon aus, dass Viagra jene Veränderungen im Gehirn fördert, die zur Wiederherstellung der Funktion beitragen. Die beobachtete Wirkung beru
Photorezeptoren unterscheiden sich in Lage und Aussehen von Stäbchen und Zapfen Seit beinahe 150 Jahre gelten für Forscher Stäbchen und Zapfen als die einzigen Fotorezeptoren im Auge – Zellen die Lichtenergie in elektrische Impulse umwandeln. Wissenschaftler der Brown University haben nun neue Zellen im Auge entdeckt, die wie Fotorezeptoren agieren und den 24-Stundenrhythmus mitzubestimmen scheinen. Die lichtempfindlichen Zellen könnten erklären, dass auch blinde Menschen ihre innere Uhr
Einsatz in Materialforschung, Medizin und Molekularelektronik Forschern des kalifornischen Scripps Research Institutes (TSRI) und des Skaggs Institute for Chemical Biology ist es gelungen, aus einem Pflanzenvirus einen Nano-Baustein zu entwickeln. An diese Virusvariante können gezielt Moleküle wie Metallpartikel, Proteine oder Farbstoffteilchen angehängt und damit Eigenschaften spezifisch verändert werden. Die Technik soll in Materialforschung, Medizin und in der Molekularelektronik zum
Prof. Günter Fuhr, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Biomedizinische Technik IBMT, ist einer der vier diesjährigen Philip-Morris-Preisträger. Mit seiner Berliner Wissenschaftlergruppe an der Humboldt-Universität hat er ein Verfahren entwickelt, mit dem einzelne Zellen schonend sortiert, charakterisiert und behandelt werden können. Das mikrometerkleine Zell-Labor ist ein wichtiges Instrument für die moderne Biotechnologie. Es ermöglicht, die Reaktion einzelner Zellen auf Medikamente oder Schads
Immunphänomene erklären nur einen Teil der Fälle von Multipler Sklerose. Es gibt auch degenerative Formen. Charité Forscher zweifach ausgezeichnet Die Multiple Sklerose (MS) ist weltweit die häufigste neurologische Erkrankung junger Erwachsener. Wahrscheinlich ist das Krankheitsbild, das durch ganz unterschiedliche Verläufe gekennzeichnet ist, auch auf verschiedene Ursachen zurückzuführen und das Erscheinungsbild der MS nur das phänomenologische Endprodukt dieser Vielfalt. Zu dieser