Ob Pflegeroboter, autonomes Fahren oder digitaler Zwilling – all diese Hightech-Anwendungen spielen beim neuen Mobilfunkstandard 6G eine wesentliche Rolle. Die ersten kommerziellen 6G-Netze sollen ab 2030 verfügbar sein. Schon heute erproben und entwickeln Forschende der Technischen Universität München (TUM) und der TU Dresden in den Initiativen 6G-life und 6G Zukunftslabor Bayern die grundlegenden Mechanismen der sechsten Mobilfunkgeneration. Ein Ziel ist es, ein vollständiges Kommunikationssystem mit Komponenten aufzubauen, die nur von deutschen Start-ups stammen. Weitere ausgewählte Projekte stellen wir hier vor….
Bund und Land fördern neue KI-Anlaufstelle für den Mittelstand / Wissing: „Schaffen bundesweites Netzwerk für KI“. Gemeinsame Pressemitteilung von BMDV, MWNI und DFKI Mit dem Anspruch mittelständische Unternehmen in allen Phasen der Umsetzung ihrer KI-Projekte aktiv und praktisch zu begleiten, ist das Projekt CRAI (Center of Research and development of trustworthy AI applications for mid-sized companies) am Deutschen Zentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Osnabrück gestartet. Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) und das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr,…
Technische Universität München kooperiert mit der Stiftung Pfennigparade. Die TUM und die Stiftung Pfennigparade haben eine Forschungszusammenarbeit für drei Jahre vereinbart. Der Fokus liegt auf Forschungen mit Menschen, deren Beweglichkeit eingeschränkt ist. Robotik und KI kann dazu beitragen, sie in ihrem täglichen Leben zu unterstützen. Diese Zusammenarbeit in der Forschung wurde von der Ethikkommission der TUM genehmigt. Robotik- und KI-Forschende der Technischen Universität München (TUM) werden künftig mit körperlich eingeschränkten und behinderten Personen der Stiftung Pfennigparade zusammenarbeiten. In den kommenden…
Neurowissenschaftler*innen zeigen wie die Feinmotorik neuronaler Prothesen verbessert werden kann. Forschende am Deutschen Primatenzentrum (DPZ) – Leibniz-Institut für Primatenforschung in Göttingen haben in einer Studie mit Rhesusaffen ein neuartiges Trainingsprotokoll für eine Gehirn-Computer-Schnittstelle entwickelt. Die Methode ermöglicht die präzise Kontrolle einer Handprothese, allein durch Nutzung von Signalen aus dem Gehirn. Erstmalig konnten Forschende zeigen, dass dafür hauptsächlich neuronale Signale wichtig sind, die im Gehirn die verschiedenen Haltungspositionen einer Hand steuern und nicht, wie bisher angenommen, die Signale, die die Geschwindigkeit…
Fraunhofer-Institute verbessern Defekterkennung bei Schweißnähten. Das International Center for Networked, Adaptive Production (ICNAP) der drei Aachener Fraunhofer-Institute stellt auf der Fachmesse SPS in Nürnberg vom 12. bis 14. November 2024 ein KI-gestütztes Analysesystem zur visuellen Qualitätskontrolle vor. In Halle 6, Stand 6-357 zeigt ICNAP, wie mithilfe von Deep Learning Schweißnähte an Batteriezellmodulen in Echtzeit auf Defekte überprüft werden können. Der Anwendungsfall, den die Forschenden auf der SPS-Messe in Nürnberg vorführen, zeigt die automatisierte Fehlererkennung an Schweißnähten von Batteriezellmodulen. Dafür wird…
Quantentechnologie ermöglicht berührungslose Prothetik-Steuerung. Ein Quantensensor, der Nervenimpulse berührungslos registrieren kann, er- öffnet neue Möglichkeiten in der Prothetik. Forschende am Fraunhofer IPA entwickeln gemeinsam mit dem Industriepartner Q.ANT den Prototyp einer Armprothese, die wie gesunde Gliedmaßen durch neuronale Befehle gesteuert wird. Eine Amputation verändert das Leben unwiederbringlich. Vieles, was vorher Routine war, muss neu erlernt werden. Hände und Arme sind Schlüsselorgane für eine unabhängige Interaktion mit unserer Umgebung. Im Laufe der Jahrhunderte haben Menschen verschiedene Strategien erprobt, um die Belastung…
Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihre Tätigkeiten mit digitalen Technologien zielgenau zu unterstützen. Geschäftsprozessmodelle spielen hierbei – insbesondere bei der Einführung entsprechender Informationssysteme – eine große Rolle. Gerade kleinere und mittlere Unternehmen tun sich bei der Erfassung und Verbesserung ihrer Prozesse allerdings oftmals schwer. Im Rahmen des Projektes KICoPro soll daher ein Chatbot-basierter Modellierungscopilot entwickelt werden, der die Möglichkeiten neuartiger großer Sprachmodelle zur Erfassung und Verbesserung von Prozessen in Unternehmen nutzt. Geschäftsprozessmanagement (GPM) gilt als wichtige Grundlage zur Erreichung…
Doktorand Jonathan Pirnay und Prof. Dr. Dominik Grimm von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) haben neue maschinelle Lernverfahren entwickelt, um komplexe diskrete Optimierungsprobleme mit Hilfe neuronaler Netze zu lösen. Die Grundidee ist, ein neuronales Netz nicht mit vorgegebenen Lösungen (Supervised Learning) oder Belohnungen (Reinforcement Learning) zu trainieren, sondern das Netz sich mit seinen eigenen Vorhersagen schrittweise selbst in einem iterativen Prozess verbessern zu lassen. Zu Beginn ist das neuronale Netz untrainiert. Indem das Netz kontinuierlich eigene Lösungen generiert und diese Lösungen…
Gute Grafik schafft die Atmosphäre, die Gamer und Gamerinnen emotional und gedanklich in die Welt eines Videospiels zieht. Bei der Technik dahinter hat ein Forschungsteam rund um den Studiengang Visual Computing der Hochschule Coburg in einer Kooperation mit dem Grafikkartenhersteller AMD aufsehenerregende Fortschritte erzielt: Unter anderem ist es zum ersten Mal gelungen, mit der neuen Grafikkartentechnologie Work-Graphs bei einem Prototyp eine detaillierte 3D-Szene innerhalb von Millisekunden zu bestücken. Inspiration dafür lieferte unter anderem der Coburger Weihnachtsmarkt. Nur virtuell auf dem…
Am 15. Januar 2025 erfolgt der Startschuss für die neue elektronische Patientenakte (ePA). Die darin geführten Daten müssen besonders gut abgesichert werden, denn es handelt sich zum Teil um hochsensible Gesundheitsdaten. Deshalb hat die gematik ein neues Sicherheitskonzept erstellt, das für ausreichenden Schutz sorgen soll. Ein Forschungsteam des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie SIT hat das Sicherheitskonzept jetzt überprüft und für angemessen befunden. Um den Besonderheiten der Telematik-Infrastruktur gerecht zu werden, machte das Team auch technische und organisatorische Verbesserungsvorschläge, die es…
TH Köln programmiert Steuerungssoftware. Die Oberflächenbearbeitung von Bauteilen durch Polieren, Entfernen von Kanten oder Schleifen ist zeitaufwändig und fehleranfällig. Um die komplexen Handgriffe schneller durchführen zu können, entwickelt die TH Köln gemeinsam mit der joke Technology GmbH eine Software zur Steuerung eines Roboters. Seine Bewegungen sollen die Handgriffe der Fachkräfte nachahmen. So können die Arbeiter*innen vor gesundheitlichen Risiken geschützt werden. Die maschinelle Unterstützung ist zudem ein Weg, um dem zunehmenden Fachkräftemangel zu begegnen. „Die manuelle Feinbearbeitung ist in vielen Industriezweigen…
EU-Projekt „MiCCrobioTAckle“ erforscht das Darmmikrobiom bei Krebs und fördert wissenschaftlichen Nachwuchs für die Mikrobiota-Medizin. Von Friederike Gawlik Das neue, von der EU geförderte internationale Forschungsnetzwerk „MiCCrobioTAckle“ wird die Rolle des Darmmikrobioms bei der Tumorkachexie untersuchen und neue Behandlungsansätze entwickeln. Zwölf Promovierende werden dabei von Forschung und Industrie umfassend zu Expert*innen der Mikrobiota ausgebildet. Das Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut (Leibniz-HKI) koordiniert das Konsortium und leitet das Projekt. Die Tumorkachexie ist ein schwerwiegendes Syndrom vieler Krebspatient*innen, welche nicht nur…
Forscher*innen der Universität Paderborn unterstreichen Vorreiterrolle in der Entwicklung lichtbasierter Quantentechnologien. Quantentechnologien verändern unser Leben. Die Erforschung kleinster Energieteilchen – der sogenannten Quanten – rückt Möglichkeiten in greifbare Nähe, die lange undenkbar schienen. Neue Konzepte sollen Lösungen für große Herausforderungen unserer Zeit liefern: für komplexe Zusammenhänge im Bereich der Energiewende, die Medikamentenforschung oder abhörsichere Kommunikation. Außerdem bilden sie die Grundlage für Quantencomputer, deren Potenzial selbst das der besten Superrechner übertrifft. Auch wenn Quantencomputer seit einigen Jahren Gegenstand intensiver Forschung sind,…
Post-Quantum-Sicherheitsalgorithmen in Hardware zu integrieren, galt bislang als Herausforderung. Ein Forschungsteam der TU Graz hat dafür eine einheitliche Hardware mit zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen entwickelt. Noch sind sie nicht Realität, aber in nicht allzu ferner Zukunft werden ausgereifte, leistungsstarke Quantencomputer zur Verfügung stehen. Sie werden Bereiche wie künstliche Intelligenz, Finanzmodellierung, Medikamentenentwicklung, Wettervorhersagen und Verkehrsoptimierung revolutionieren, bergen allerdings auch ein Risiko im Bereich der Cybersecurity. Ein rechenstarker Quantencomputer wird in der Lage sein, zahlreiche kryptographische Algorithmen zu brechen, die zur Absicherung der digitalen…
DFKI optimiert Systementwicklung mit hybrider KI und menschlichem Feedback. Die jüngsten Entwicklungen in der Robotik lassen die Vision von Robotern, die als persönliche Assistenten und Interaktionspartner für den Menschen komplexe Aufgaben übernehmen, in greifbare Nähe rücken. Forschende des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Bremen haben im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts M-Rock einen wichtigen Schritt in diese Richtung getan. Mit innovativen Ansätzen, die auf hybriden KI-Methoden und menschlichem Feedback basieren, ist es…
Forschungsteam gelingt in Dresden ultraschnelles Umschalten winziger Lichtquellen. Materialien, die extrem dünn sind und aus einer nur wenige Atomlagen dicken Schicht bestehen, versprechen zukunftsträchtige Anwendungen etwa für die Elektronik und die Quantentechnologien. Einem internationalen Team unter Leitung der TU Dresden ist mit einem Experiment am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) nun ein bemerkenswerter Fortschritt gelungen. Die Fachleute konnten in einem ultradünnen zweidimensionalen Material einen überaus schnellen Schaltprozess zwischen elektrisch neutralen und geladenen leuchtenden Teilchen hervorrufen. Die Arbeitsgruppe präsentiert ihre Resultate im Fachmagazin…