Informationstechnologie

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Innovative Algorithmen für eine nachhaltige und flexible KI

Die Entwicklung und der Einsatz künstlicher Intelligenz verschlingen jede Menge Ressourcen. Das neue BMBF-geförderte Forschungsprojekt COMFORT will das ändern. Verantwortlich dafür ist der Würzburger Mathematiker Leon Bungert. Keine Frage: Das Training von KI-Modellen und deren Betrieb in riesigen Rechenzentren kosten gewaltige Mengen an Geld und Energie. Rund sieben Milliarden Dollar soll beispielsweise der ChatGPT-Entwickler OpenAI nach Angaben des Handelsblatts im Jahr 2024 für das Training seiner Modelle ausgeben. Aktuellen Berechnungen nach soll ChatGPT außerdem allein für das Beantworten von Fragen…

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Neue Messmethoden zur Bestimmung der auditiven Kognition

Die Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL) arbeitet ab sofort mit einer neuen innovativen Software, die die Messung der auditiven Kognition ermöglicht. Da das Hören nicht ausschließlich durch die Ohren erfolgt, sondern ein komplexer kognitiver Vorgang ist, bilden herkömmliche Verfahren, wie eine Messung mittels Audiometrie, ihn nur in Teilen ab. Vielmehr findet das eigentliche Verstehen der gehörten Information im Gehirn statt. Die neue Software ermöglicht es, diesen Prozess der auditiven Wahrnehmung detailliert zu erfassen und zu analysieren und kann beispielsweise dabei helfen, die…

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Lichtmikroskopie: Computermodell ermöglicht bessere Bilder

Neue Deep-Learning-Architektur sorgt für höhere Effizienz. Die Lichtmikroskopie ist ein unverzichtbares Werkzeug zur Untersuchung unterschiedlichster Proben. Details werden dabei erst mit Hilfe der computergestützten Bildverarbeitung sichtbar. Obwohl bereits enorme Fortschritte erzielt wurden, gibt es bei der digitalen Verarbeitung weiterhin Entwicklungspotenzial. Ein neues Rechenmodell, das von Forschern des Center for Advanced Systems Understanding (CASUS) am HZDR und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin auf der Grundlage einer spezifischen Deep-Learning-Architektur entwickelt wurde, ist schneller als herkömmliche Modelle und erreicht dabei die gleiche oder…

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Mühelosere Bewegungen von Robotern

Neue Technologie ahmt Natur nach und macht Rhythmusgefühl berechenbar. Menschen und Tiere bewegen sich – ohne bewusst darüber nachzudenken – besonders ökonomisch, indem sie die Eigenschwingungen ihres Körpers nutzen. Ein neues Tool von Forschenden der Technischen Universität München (TUM) ist nun erstmals in der Lage, dieses Wissen für die effizientere Bewegung von Robotern zu nutzen. Vierbeiner, die sich im Schritt bewegen und langsam schneller werden, fallen irgendwann automatisch in den Trab. Der Grund dafür ist, dass es mehr Energie bräuchte,…

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WGP bringt bestehende KI-Lösungen in industrielle Anwendung

Auf ihrer Herbsttagung hat die WGP vergangene Woche in Kassel beschlossen die Professorinnen und Professoren, Künstliche Intelligenz und deren praktische Anwendung in der Produktion zu verstetigen und klar auszuweiten. Dafür schafft der Verein aus dem BMBF-geförderten Demonstrations- und Transfernetzwerk ProKI nach Ende seiner Förderphase schon ab Anfang 2025 ein eigenes WGP-internes Gremium. „Die Bedeutung der KI für innovative Fertigungsverfahren lässt sich nicht hoch genug einschätzen“, betont der WGP-Präsident Prof. Michael Zäh. „Wir werden mit den neu geschaffenen internen Strukturen künftig…

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Flexible Strahlformung-Plattform optimiert LPBF-Prozesse

Neuer Ansatz in der Strahlformung macht die additive Fertigung flexibler und effizienter: Das Fraunhofer ILT hat eine neue Plattform entwickelt, mit der Laser Powder Bed Fusion (LPBF) Prozesse individuell optimiert werden. Maßgeschneiderte Strahlprofile verbessern die Bauteilqualität, reduzieren Materialverluste und ermöglichen bisher nicht mögliche Skalierungen der Aufbaurate des Einzelstrahlprozess. Das Fraunhofer ILT stellt das derzeit im Aufbau befindliche Testsystem vom 19. bis 22. November auf der Formnext in Frankfurt am Main vor. Einige Studien haben bereits eindrucksvoll belegt, dass die Strahlformung…

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Warum einfache Algorithmen überraschend gut funktionieren

Forschung am ISTA zum Vergleich von Graphen. Graphen sind überall. In der diskreten Mathematik sind sie Strukturen, die die Verbindungen zwischen Punkten darstellen, ähnlich wie ein öffentliches Verkehrsnetz. Mathematiker:innen versuchen seit langem, Algorithmen zu entwickeln, mit denen sich zwei beliebige Graphen vergleichen lassen. Praktisch scheinen viele Algorithmen immer effizient zu sein, was theoretisch nicht garantiert ist. In einem neuen arXiv-Preprint entwickeln Forscher der Kwan Gruppe am Institute of Science and Technology Austria (ISTA) eine Methode, um zu verstehen, warum das…

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Neue Materialien für eine leistungsfähigere optische Datenübertragung

Der Europäische Forschungsrat (ERC) fördert das Forschungsprojekt ATHENS der Professoren Christian Koos und Stefan Bräse vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit einem Synergy Grant. Ziel ist es, optische Kommunikationssysteme leistungsfähiger und energieeffizienter zu machen. Dies ist besonders angesichts steigender Anforderungen an die Übertragung großer Datenmengen durch Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz (KI) relevant. Der ERC fördert ATHENS für sechs Jahre mit insgesamt 14 Millionen Euro. Das Projekt wird unter anderem am Karlsruhe Center for Optics and Photonics (KCOP) durchgeführt, das…

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Experte für verteilte Satellitensysteme

Kleine Satelliten, die Weltraummüll finden und einsammeln: Auf dieses Ziel arbeitet Mohamed Khalil Ben-Larbi hin. Er ist neuer Professor für Raumfahrtinformatik und Satellitensysteme an der Uni Würzburg. Die Menschheit hinterlässt ihren Müll auch im Weltraum: Ausrangierte Satelliten und Trümmerteile kreisen in großer Zahl um die Erde. Schätzungsweise 26.000 Schrottobjekte gibt es, die größer als zehn Zentimeter sind. Dazu kommen Millionen kleinerer Stücke. Und weil immer neue Satelliten gebaut werden, wächst der Schrotthaufen stetig an. Der Müll gefährdet Raumfahrtprojekte und funktionierende…

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Sicheres Messaging durch verteilte Nachrichten

TU-Forschende ermöglichen besseren Schutz für das Versenden sensibler Informationen. In der heutigen digitalen Welt ist es wichtiger denn je, die Sicherheit der Online-Kommunikation zu gewährleisten, insbesondere in Berufen, die auf Vertraulichkeit angewiesen sind, wie im Rechtswesen oder der Politik. Zwei Forschungsgruppen aus dem Profilthema Cybersecurity and Privacy an der TU Darmstadt haben mit EMC² (Encrypted Multi-Channel Communication) eine Methode entwickelt, die die Sicherheit von sensiblen Nachrichten erhöht, indem das Vertrauen auf mehrere bestehende Kommunikationskanäle verteilt wird. Das Team adressiert mit…

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Fundamentales Quantenmodell exakt nachgebaut

Ein Schritt näher zu Quantentechnologien: Quantentechnologien nutzen die ungewöhnlichen Eigenschaften der fundamentalen Bausteine der Materie. Sie versprechen Durchbrüche in der Kommunikation, der Rechenleistung, der Messtechnik und vieles mehr. Doch sind Quantenzustände fragil und deren Effekte schwer zu fassen. Entsprechend herausfordernd gestaltet sich die Forschung an realen Anwendungen. Empa-Forschenden und ihren Partnern ist nun ein Durchbruch gelungen: Sie konnten mit einer Art «Quanten-Lego» ein lange bekanntes theoretisches quantenphysikalisches Modell in einem synthetischen Material exakt nachbauen. Die kleinste Informationseinheit in einem Computer…

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Mit Robotern auf Du und Du

Forschungsverbund untersucht, wie sozial Roboter sein können. Roboter und KI werden immer wichtiger – in der Industrie, bei Dienstleistungen, in der Medizin und im privaten Umfeld. Die Bayerische Forschungsstiftung und ein bayerisches Konsortium aus der Wirtschaft investieren in den kommenden zwei Jahren gemeinsam fast vier Millionen Euro in den Forschungsverbund FORSocialRobots, der die sozialen Fähigkeiten von automatisierten Systemen und Robotern maßgeblich vorantreiben soll. Prof. Dr. Jörg Franke, Leiter des Lehrstuhls für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) übernimmt…

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Dekontamination im Team

ROBDEKON zeigt kollaborative autonome Robotersysteme. Schwere Baumaschinen und Roboter, die autonom die Umgebung kartieren, Objekte greifen und transportieren: Das Kompetenzzentrum ROBDEKON hat am 23. und 24. Oktober einem Fachpublikum seine Technologien der autonomen Dekontaminationsrobotik präsentiert. Rund 50 Expertinnen und Experten der Energie- und Altlastenbranche konnten die Roboter in Live-Demonstrationen erleben, selbst steuern und sich über den fortgeschrittenen Entwicklungsstand informieren. In diesem Jahr fand das Branchentreffen am Robotics Innovation Center des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Bremen statt. Vom…

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Große Entwicklungserfolge bei Quantencomputern

… auf Basis von Spin-Photonen und Diamant. Geringerer Kühlbedarf, längere Operationszeiten, kleinere Fehlerraten: Quantencomputer auf Basis von Spin-Photonen und Diamant versprechen wesentliche Vorteile gegenüber konkurrierenden Quantencomputing-Technologien. Dem vom Fraunhofer IAF koordinierten Konsortium des BMBF-Projekts »SPINNING« ist es gelungen, die Entwicklung Spin-Photon-basierter Quantencomputer entscheidend voranzubringen. Am 22. und 23. Oktober 2024 präsentierten die Partner die bisherigen Projektergebnisse im Rahmen des Mid-Term-Meetings der BMBF-Fördermaßnahme »Quantencomputer-Demonstrationsaufbauten« in Berlin. Sekundenschnell komplexe Probleme lösen, für die selbst moderne Supercomputer Jahrzehnte bräuchten – darin besteht das…

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Meereswissen mal zwei

Neue Transfer-Portale der DAM laden zum Eintauchen und Entdecken ein. Wie sehen Seegraswiesen unter Wasser aus und warum sind sie so wichtig? Welche Ökosysteme gibt es in der Tiefsee? Wie steht es um den Umweltzustand von Nord- und Ostsee? Und wie wird das Problem der Munitionsaltlasten im Meer gelöst? Die Antworten auf Fragen wie diese und viel mehr weiteres Wissen aus der deutschen Meeresforschung gibt es ab sofort in den beiden Transfer-Portalen „Interaktiver Weltozean“ und „Meere Online“ der Deutschen Allianz…

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Quan­ten­ex­pe­ri­men­te und Hoch­leis­tungs­rech­nen

Neue Methode ermöglicht komplexe Berechnungen innerhalb kürzester Zeit. Wissenschaftler der Universität Paderborn haben zum ersten Mal Hochleistungsrechnen (HPC, High Performance Computing) zur Analyse eines Quantenphotonikexperiments im großen Maßstab eingesetzt. Konkret ging es um die tomografische Rekonstruktion von experimentellen Daten eines Quantendetektors. Dabei handelt es sich um ein Gerät, das einzelne Photonen, also Lichtteilchen, misst. Dazu haben die Forscher u. a. neue HPC-Software entwickelt. Ihre Ergebnisse wurden jetzt im Fachmagazin „Quantum Science and Technology“ veröffentlicht. Quantentomographie an einem photonischen Quantendetektor im…

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