Geowissenschaften

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Forschungsexpedition: Klima- und Kulturwandel in der Ägäis

Heidelberger Geowissenschaftler leiten Fahrt des Forschungsschiffes METEOR in das östliche Mittelmeer. Wie haben sich Klima- und Umweltwandel auf frühe Kulturen des östlichen Mittelmeerraums ausgewirkt, und welche Folgen hatte die menschliche Besiedelung auf Ökosysteme an Land und im Meer? Um Forschungsdaten für die Beantwortung dieser Fragen zu sammeln, bricht das deutsche Forschungsschiff METEOR unter der Leitung von Geowissenschaftlern der Universität Heidelberg zu einer mehrwöchigen Expedition in die Ägäis und das Ionische Meer auf. Das internationale Forschungsteam wird dort Sedimentbohrkerne aus dem…

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Dem Gletschersee auf den Grund gehen

– erster Einsatz für KU-Forschungsboot. Zu Lande, aus der Luft – und nun auch zu Wasser: Geographen der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) weiten die Einsatzgebiete ihrer Forschungsarbeit aus. Zu ihrer Ausrüstung gehört nun auch ein Boot, das mit einem hochpräzisen Echolot ausgestattet ist. Damit kann der Untergrund von Seen, Flüssen und im Meer vermessen werden. Erstmals kam die Technik nun im Rahmen eines Forschungsprojektes im österreichischen Kaunertal zum Einsatz, wo KU-Wissenschaftler seit mehreren Jahren die Auswirkungen des Klimawandels untersuchen. Dr….

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Geologische Bohrmission im Inneren der Westantarktis

Eisschildstabilität in einer 2°C wärmeren Welt. Am 16. November bricht ein internationales Team von Forschenden und Bohrfachleuten von Christchurch (Neuseeland) aus in die Antarktis auf, um unter dem inneren Ross-Schelfeis bis zu 200 Meter in den Meeresboden zu bohren. Das Team will geologische Aufzeichnungen über sich verändernde Ablagerungen gewinnen, welche die Umweltbedingungen zum Zeitpunkt ihrer Entstehung in einer wärmeren Welt als heute widerspiegeln. Die Hoffnung ist, dass diese Aufzeichnungen wichtige Erkenntnisse über die Vergangenheit der Westantarktis liefern und wir so…

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Geothermie-Forschungsprojekt startet am KTB-Tiefenlabor

Dieser Tage startet die hydraulische Stimulation in heißem Gestein in vier Kilometer Tiefe im Tiefenlabor des Kontinentalen Tiefbohrprogramms (KTB) in Windischeschenbach/Oberpfalz. Das Feldexperiment ist Teil des Forschungsprojektes GEOREAL, das von Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ koordiniert wird. In diesen Tagen startet das Feldexperiment zum Forschungsprojekt GEOREAL im Tiefenlabor des Kontinentalen Tiefbohrprogramms (KTB) in Windischeschenbach/Oberpfalz. Dabei wollen Wissenschaftler:innen des Deutschen GeoForschungsZentrums (GFZ) Fragestellungen zur Durchlässigkeit des Gesteins im Kontext Tiefe Geothermie testen. Es werden neueste Forschungsansätze von hydraulischer Stimulation, also zur Injektion von…

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Wie ein Klimamodell eiszeitliche Klimaschwankungen abbilden und erklären kann

Internationales Team von Forschenden zeigt erstmals einen Mechanismus auf, der starke Klimaschwankungen während der letzten Eiszeit erklärt. Während der letzten Eiszeit, dem letzten glazialen Maximum vor rund 20.000 Jahren, unterlag das Klima im Nord-Atlantik viel größeren mehrhundertjährigen Schwankungen, als es in der jetzigen Warmzeit auf dieser Skala variiert. Darauf deuten Funde in Eis- und Ozeanbodenkernen hin. Forschende des MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften und des Fachbereichs Geowissenschaften der Universität Bremen sowie der Vrije Universiteit Amsterdam (Niederlande) haben nun zum…

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Neue Multisensor-Geomonitoring-Station überwacht Bodenbewegungen

Mitte Oktober haben Forschende der TU Bergakademie Freiberg eine neue Geomonitoring-Station auf der Halde des Forschungs- und Lehrbergwerks „Reiche Zeche“ in Betrieb genommen. Die High-Tech-Messgeräte liefern künftig lokale Daten für die Forschung – zum Monitoring von Bodenbewegungen, zur hochgenauen Ermittlung von Neigungen und Setzungen zur Deformationsanalyse, zur Positionsbestimmung von Lage und Höhe sowie als Anschlusspunkt für die Schachtlotung und Orientierung für untertägige Vermessungen. Nach über einem Jahr Planung und Antragsphase für die Baugenehmigung zur Errichtung einer Geomonitoring-Station auf der Halde…

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Alpengestein verrät Dynamik von Plattenbewegungen im Erdinnern

Wie sich Platten im Erdmantel bewegen und wie sich Gebirge bilden, ist nicht ganz leicht zu untersuchen. Spezielle Gesteine, die tief ins Erdinnere hinabgesunken und von dort wieder zurückgekehrt sind, können Antworten liefern. Einem internationalen Geologenteam ist es nun unter Federführung des Instituts für Geowissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt gelungen, einen Weißschiefer aus den Alpen mittels Computermodellierung so genau zu analysieren, dass sich eine bisherige Theorie über die Bewegung von Platten in Frage stellen lässt. Geowissenschaftler:innen untersuchen Gesteine in Gebirgsgürteln, um…

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Rätsel um historischen Tsunami entschlüsselt

GEOMAR-Forschende rekonstruieren Vulkanausbruch mithilfe von 3D-Seismik. Die Explosion des Unterwasservulkans Kolumbo in der Ägäis hat im Jahr 1650 einen Tsunami ausgelöst, von dessen Riesenwellen und gewaltigem Zerstörungspotential Zeitzeugen eindrückliche Berichte hinterlassen haben. Eine Gruppe von Forschenden unter der Leitung von Dr. Jens Karstens vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel hat den Krater nun mit Spezialtechnik vermessen und die historischen Ereignisse am Computer rekonstruiert. Dabei fanden sie heraus, dass nur die Kombination aus einer Hangrutschung, gefolgt von einer explosiven Eruption die…

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Rätsel um Kern des Mars gelöst

Der Marskern aus flüssigem Eisen ist kleiner und dichter als gedacht. Darüber gibt es eine Schicht aus flüssigem Mantelmaterial. Das schliessen ETH-​Forscher aufgrund von seismischen Daten der Sonde InSight. Vier Jahre lang registrierte die Nasa-​Sonde InSight mit ihrem Seismometer auf dem Mars Beben. Forschende an der ETH erfassten und analysierten die zur Erde übermittelten Daten, um die innere Struktur des Planeten zu bestimmen. «Obwohl die Mission bereits im Dezember 2022 beendet wurde, haben wir jetzt etwas sehr Interessantes entdeckt», sagt…

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Ändert sich der Jetstream?

Forschende der JGU analysieren den Jetstream und untersuchen, wie sich Änderungen auf mögliche Wetterextreme in Europa auswirken. Starkregen, Stürme und Hitzewellen – nach solchen Extremwetterereignissen heißt es oft, diese seien auf einen welligeren Jetstream zurückzuführen. Also auf Veränderungen des Starkwindfeldes, das in der oberen Troposphäre verschiedene Temperaturzonen und Luftdruckzonen ausgleicht. Doch ändert sich der Jetstream tatsächlich? Und wenn ja, wie und in welchem Ausmaß? „Viele Theorien stellen Vermutungen dazu an, was für den Jetstream zukünftig zu erwarten ist – allerdings…

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El Niño: Menschlicher Einfluss und natürliche Variabilität

Zwei aktuelle wissenschaftliche Studien unter der Leitung von Dr. Paul Wilcox vom Institut für Geologie an der Universität Innsbruck liefern neue Einblicke in die Dynamik des Erdklimas und fokussieren auf das El Niño-Phänomen. Die Ergebnisse zeigen, wie El Niño über längere Zeiträume auf natürliche Faktoren reagiert und unterstreichen die wachsende Rolle menschlicher Aktivitäten bei der Formung dieses klimatischen Phänomens seit den 1970er Jahren. El Niño bezeichnet die warme Phase des El Niño/Southern Oscillation-Phänomens (ENSO), einem der wichtigsten Klimaphänomene, das alle…

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ETH-Forschende untersuchen einen der dunkelsten Flüsse der Welt

Sie wollten den Kohlenstoffkreislauf des Kongobeckens erforschen und stiessen dabei auf einen der dunkelsten Schwarzwasserflüsse der Welt: den Ruki. Wieso das Wasser so dunkel ist und was dies über den CO₂-Haushalt des Flusssystems aussagt, beschreibt ein internationales Forschungsteam unter Federführung der ETH Zürich in der ersten Studie über den Dschungelstrom. Die Forschenden staunten, als sie auf den Ruki-​Fluss stiessen: Das Wasser dieses Stromes, ein Nebenfluss des mächtigen Kongo-​Flusses, ist so dunkel, dass man die Hand vor Augen nicht mehr sieht….

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Können Austernriffe dem Meeresspiegelanstieg standhalten?

Ein Kooperationsprojekt hat untersucht, ob sich Austernriffe und Muschelbänke an der deutschen Küste an den klimawandelbedingten Meeresspiegelanstieg anpassen können. Ein Forschungsverbund der Leibniz Universität Hannover (LUH), der Technischen Universität Braunschweig und dem Forschungsinstitut Senckenberg am Meer hat Austernriffe und Muschelbänke im deutschen Wattenmeer untersucht. Ziel war es, herauszufinden, ob sich Ausbreitung und Wachstum der Austernriffe den Tideverhältnissen anpassen können und sie sich infolgedessen an den derzeitigen Meeresspiegelanstieg adaptieren können. Austernriffe haben eine wichtige unterstützende Küstenschutzfunktion im Wattenmeer. Die Ergebnisse der…

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Die Vermessung der Stadt per Rad

In den kommenden Monaten wird ein ungewöhnliches Lastenrad in Würzburg unterwegs sein. Ausgestattet mit zahlreichen Sensoren ermöglicht es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Würzburg, wichtige Umweltparameter in einer hohen räumlichen Auflösung zu kartieren. Deutschlands Bevölkerung lebt überwiegend in Städten, für die eine enge Bebauung und eine hohe Bevölkerungsdichte charakteristisch sind. Verkehrsprobleme und urbane Hitzeinseln sind häufig damit einhergehende Begleiterscheinungen. Dabei zeigt sich allerdings eine hohe Variabilität: So ist der urbane Hitzeinseleffekt zwar grundsätzlich in hoch verdichteten Innenstädten stärker ausgeprägt, aber…

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Enger Zusammenhang innerhalb der Nordatlantik-Strömung nachgewiesen

Forschende der Universität Bremen und des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie haben Langzeitdaten der Atlantischen Umwälzzirkulation auf zwei Breitengraden miteinander verglichen und dabei einen statistischen Zusammenhang gefunden. Ziel war es, auf Basis von verankerten Beobachtungstationen zu ermitteln, wie sich die Atlantische Umwälzzirkulation über einen Zeitraum von 25 Jahren entwickelt hat. Diese Daten sollen künftig helfen, Klimamodelle zu verfeinern. Die Studie wurde jetzt im Magazin Geophysical Research Letters veröffentlicht. Temperatur und Salzgehalt sind – zusammen mit dem Wind – der Motor…

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Suche nach Schwarzen Rauchern im Roten Meer

Expedition M194 mit der METEOR startet zur Erforschung von Hydrothermalquellen. Es ist eine der unwirtlichsten Gegenden auf der Erde: Der Meeresboden in den tiefsten Tiefen des Roten Meeres, wo die Arabische und die Afrikanische Platte auseinanderdriften und zu Vulkanismus entlang der Spreizungsachse führen. Mit einer gemeinsamen Expedition wollen Forschende des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel und der saudi-arabischen King Abdullah University of Science and Technology (KAUST) jetzt erstmals systematisch nach Hydrothermalquellen im Roten Meer suchen, um das geologische System und…

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