Geowissenschaften

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Atmosphärenforschung im Atlantik wird ausgebaut

Präsidenten legen Grundstein für neues Laborgebäude auf Cabo Verde. Das internationale Cabo-Verde-Atmosphären-Observatorium (CVAO) wird weiter ausgebaut: Der Präsident der Republik Cabo Verde José Maria Neves und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier legten am Donnerstag den Grundstein für ein neues Laborgebäude auf São Vicente, einer der Kapverdischen Inseln vor Afrika. Die Insel im tropischen Atlantik hat sich den letzten Jahren zu einem internationalen Brennpunkt der Klimaforschung entwickelt. Das Atmosphären-Observatorium ist deshalb jetzt Teil der Europäischen Forschungsinfrastruktur ACTRIS geworden. Es wird von einem Konsortium…

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Intensität früherer Meeresströmung entschlüsseln

Neue Publikation: Forschende simulieren vergangene Meeresbedingungen in Beckenexperiment. Meeresströmungen steuern die Struktur des Ozeanbodens und den Transport von Sedimenten, organischem Kohlenstoff, Nährstoffen und Schadstoffen in der Tiefsee. Forschende des MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen haben bei Beckenexperimenten simuliert, wie Strömungen den Meeresboden formen und Sedimentablagerung kontrollieren. Damit möchten sie vergangene Meeresbedingungen rekonstruieren. Ihre Ergebnisse haben sie jetzt im Nature-Journal Communications Earth & Environment veröffentlicht. Nicht nur Proben aus dem Ozeanboden verraten Forschenden Details über vergangene Klimabedingungen,…

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Überleben auf dem Mars

Aggressive Weltraumstrahlung, eine toxische Atmosphäre, Temperaturen von durchschnittlich minus 65 Grad Celsius, ein sehr geringer Umgebungsdruck: Die Lebensbedingungen auf dem Mars sind alles andere als freundlich. Für das Überleben in  diesem extremen Umfeld forscht die Bremer Initiative „Humans on Mars“ an radikal neuen Lösungen, die auch den Menschen auf dem Planeten Erde zugutekommen sollen. Die zylindrische Form gleicht die Druckunterschiede am besten aus. © Jens Lehmkühler / U Bremen Research Alliance Zahlreiche Mitglieder der U Bremen Research Alliance sind mit…

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Neues Labor OLALA für Atmosphärenforschung

Optische Untersuchungen an Wüstenstaub für „schärfere“ Satellitenbilder. Eine neue Forschungsgruppe nimmt im September ihre Arbeit in Leipzig am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) auf: Die Nachwuchsgruppe um Dr. Moritz Haarig hat sich zum Ziel gesetzt, den Einfluss der komplexen Form von Mineralstaubpartikeln auf die Streuung von Licht zu verstehen, um so die Bedeutung des Mineralstaubs für Wetter und Klima besser vermessen zu können. „OLALA“ (Optical Lab for Lidar Applications – Optisches Labor für Lidaranwendungen) wird von der Leibniz-Gemeinschaft im Rahmen des…

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Rescue Permafrost

An Freier Universität Bozen wird an Lösungen zur Erhaltung des Permafrostes geforscht. Wie kann brüchig gewordener Boden in den Dolomiten gekühlt und damit gesichert werden? Im Projekts „Rescue Permafrost ” sucht ein Forschungsteam, darunter Forschende im Bereich technische Umweltphysik der Freien Universität Bozen (unibz), nach Lösungen, um das gefährliche Auftauen des Permafrosts zu verhindern. Dafür wurde in Bozen nun eine erste dynamische Analyse der Auswirkungen einer technologischen Lösung zur Kühlung der Bodentemperatur durchgeführt. Der Klimawandel stellt eine erhebliche Bedrohung für…

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Stabilitätsprüfung für Westantarktis

Mariner Eisschild nicht destabilisiert, aber möglicherweise auf Weg zum Kipppunkt. Die riesigen Eismassen der Antarktis scheinen weit weg zu sein, doch sie speichern genug Wasser, um den Meeresspiegel rund um den Globus um etliche Meter anzuheben. Ein europäisches Team von Antarktis-Forschenden hat nun die erste systematische Stabilitätsuntersuchung des antarktischen Eisschildes in seinem derzeitigen Zustand vorgenommen. Die Diagnose: Zwar gibt es bislang keine Anzeichen für einen sich selbst verstärkenden, unumkehrbaren Rückgang des Eisschildes, doch die bisherige globale Erwärmung könnte bereits ausreichen,…

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TROPOS-Messkampagne zur kleinskaligen Variabilität des Sonnenlichts

… in den USA erfolgreich abgeschlossen. Erstmals haben deutsche Forschende den Einfluss von Wolken auf kurzfristige Schwankungen der Sonneneinstrahlung in Nordamerika gemessen. Zum Einsatz kam dabei ein weltweit einmaliges Netz von Strahlungssensoren, das am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) konzipiert und gebaut wurde. Es war von Anfang Juni bis Ende August dieses Jahres in der flachen Prärie des mittleren Westens der USA im Einsatz. So genannte Pyranometer haben dabei das eingehende Sonnenlicht an 60 Standorten verteilt über einer Fläche von 6×6…

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Seismik in Schäftlarn im Landkreis München

Forschungsprojekt untersucht Klima- und Landschaftsentwicklung im Alpenraum. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG), das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) und die Ludwig-Maximilian-Universität München (LMU) führen vom 11.-20. September 2023 seismische Messungen in der Gemeinde Schäftlarn (Landkreis München) durch. Als Teil des internationalen Bohrprojekts „Drilling Overdeepened Alpine Valleys“ (DOVE) untersuchen sie im Rahmen eines Forschungsvorhabens Sedimente des dortigen Beckens, das durch den Isar-Loisach-Gletscher entstand. Ziel des Gesamtprojekts ist es, die Klima- und Landschaftsentwicklung im…

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Wenn der Ozean zur Kohlendioxidquelle wird

GEOMAR-Forscherin Ivy Frenger erhält ERC Starting Grant für ihr Projekt OSTIA. Mit einem Starting Grant in Höhe von 1,5 Millionen Euro fördert der Europäische Forschungsrat (ERC) in den kommenden fünf Jahren die Arbeit der Klimaforscherin Dr. Ivy Frenger vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel. Ihr Projekt OSTIA untersucht die Rolle des Ozeans bei der Abschwächung des Klimawandels und fragt, was auf lange Sicht mit den Emissionen und der Wärme geschieht, die der Ozean seit Beginn der Industrialisierung gespeichert hat….

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Bestandsaufnahme in Spitzbergens Fjorden

Gasemissionen bei Expedition „Fjordgas“ unter MARUM-Leitung im Fokus. Nicht nur entlang des Schelfes, sondern auch in den Fjorden Spitzbergens sickert Methan aus dem Untergrund. Solche Gasaustrittstellen genau zu untersuchen, ist das Ziel einer MARUM-Expedition, die jetzt startet. Bis Anfang Oktober sind die Forschenden unterwegs. Die Fahrt mit dem Forschungsschiff HEINCKE beginnt am 4. September und führt das elfköpfige Forschungsteam in die Fjorde vom norwegischen Svalbard. „Vor der Küste Svalbards wurden Gasaustritte bereits nachgewiesen, und nun wurden solche Systeme auch in…

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Nachhaltiges Lithium für viele Jahrzehnte

Mit bestehenden Geothermiebohrungen im Oberrheingraben könnte über mehrere Jahrzehnte zuverlässig Lithium gefördert werden, ohne dass diese Rohstoffquelle versiegt. Das zeigen aktuelle Datenanalysen von Forschenden des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Ihre Ergebnisse haben sie in der Fachzeitschrift Energies veröffentlicht (DOI: 10.3390/en16165899). Auf dem Weg zur Klimaneutralität braucht Europa viel Lithium für Batteriespeicher – es produziert bislang aber nur ein Prozent der weltweiten Fördermenge. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des KIT untersuchen deshalb Möglichkeiten, Lithium aus geothermischen Quellen zu gewinnen. „Theoretisch könnten bestehende…

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Ursache für ungewöhnlich hohe Temperaturen am Boden der Bornholm See

Am Boden des Bornholmbeckens in der zentralen Ostsee ist die Wassertemperatur in den letzten Jahrzehnten schneller angestiegen ist, als an der Oberfläche. Diese ungewöhnliche Entwicklung konnten Warnemünder Forschende nun mit einer zeitlichen Veränderung im Wasseraustausch zwischen Nord- und Ostsee erklären. Sie sorgt dafür, dass neben der raschen Temperaturerhöhung im Oberflächenwasser, die überall in der Ostsee festzustellen und auf die globale Klimaerwärmung zurückzuführen ist, auch im Tiefenwasser die Temperatur steigt. Die Forschungsergebnisse wurden nun in der renommierten Fachzeitschrift Geophysical Research Letters…

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Wenn Neptun mit Dominosteinen spielt

Wie der Südliche Ozean die globale Rückkopplungsstärke des Klimawandels steuert. In einer Studie von Kang et al. wird eine neue Hypothese für die anomale Verlangsamung der durchschnittlichen globalen Oberflächenerwärmung zwischen 1979 und 2013 aufgestellt. Die Forscher*innen schlagen vor, dass die beobachtete Abkühlung des Südlichen Ozeans, die oft mit La-Niña-ähnlichen Trends der Meeresoberflächentemperatur im Pazifik in Verbindung gebracht wird, während dieser Zeit teilweise zu einer negativeren globalen Rückkopplungsstärke des Klimawandels beigetragen haben könnte, die die globale Erwärmung reduziert. Dieser Effekt sollte…

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PHILEAS: HALO startet in Anchorage zu weiteren Messflügen

Im Projekt PHILEAS (Probing High Latitude Export of Air from the Asian Summer Monsoon) werden unter Leitung des Forschungszentrums Jülich und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz seit dem 6. August 2023 Messflüge mit dem Höhenforschungsflugzeug HALO durchgeführt. Damit wollen die beteiligten Wissenschaftler:innen bis Anfang Oktober den Einfluss des asiatischen Sommermonsuns auf das globale Klima untersuchen. Nach der ersten Kampagnenphase von Oberpfaffenhofen aus mit Flügen in den östlichen Mittelmeerraum und nach Nordeuropa ziehen sie eine positive Zwischenbilanz: Unter anderem zeigten die Messungen…

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Expedition zu Langzeitobservatorium vor Oregon

MARUM-Team birgt in Bremen entwickeltes Tiefsee-Observatorium. Wie viel Methan tritt aus dem Ozeanboden aus? Diese Frage steht im Fokus eines internationalen Projekts, an dem auch das MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen beteiligt ist. Jetzt zu Ende des M³-Projektes (Sonar-Monitoring von Methanaustritten am Meeresboden) startet eine Expedition zum Unterwasser-Observatorium vor der Westküste der USA mit dem Forschungsschiff THOMAS G. THOMPSON und dem Tauchroboter JASON. Methan wirkt als starkes Treibhausgas, wenn es in die Atmosphäre gelangt. Während die…

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Selten aber verheerend: Wenn Vulkane Tsunamis auslösen

Expedition nach Indonesien erforscht Hangrutschung des Anak-Krakatau. Vulkanausbrüche und Hangrutschungen haben das Potential zerstörerische Tsunamiwellen auszulösen. Um besser zu verstehen, welche Anzeichen einem Kollaps vorausgehen und gefährdete Vulkanregionen zu identifizieren, untersucht Professorin Dr. Morelia Urlaub vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel mit ihrem Team Inselvulkane auf der ganzen Welt. Auf ihrer jüngsten Expedition mit dem Forschungsschiff SONNE sammelt sie derzeit Daten am Anak Krakatau in Indonesien. Die Westflanke des Anak Krakatau rutschte im Dezember 2018 ins Meer. Der Tsunami, der…

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