Forschende des SLF haben detailliert Schneehöhen auf einer grossen Fläche kartiert. Das neue Verfahren liefert wichtige Grundlagedaten. Es muss nicht immer der Laser sein, manchmal genügt auch ein Fotoapparat. Forschende des SLF haben jetzt das Paradigma widerlegt, die Höhe der Schneedecke liesse sich aus der Luft lediglich mit Hilfe von Laserscannern genügend genau bestimmen, sagt Yves Bühler, Leiter der Forschungsgruppe Alpine Fernerkundung am SLF: «Wir waren selbst überrascht, dass wir Schnee mit Hilfe von Fotos aus dem Flugzeug in sehr…
Mit dem Einsatz von Drohnenbildern und Künstlicher Intelligenz (KI) haben Wissenschaftler:innen vom Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT) in Bremen eine Methode entwickelt, mit der jeder Baum in einem Wald beschrieben und seine Höhe und Durchmesser geschätzt werden können. Mithilfe dieser Methode wird es einfacher, biologische Inventare von Wäldern wie beispielsweise Mangroven zu erstellen und ihre gespeicherten Kohlenstoffvorräte zu bestimmen. Die Studie erschien kürzlich in der Fachzeitschrift „Remote Sensing“. Mangrovenwälder können große Mengen an CO2 und anderen Klimagasen als organisches Material…
Ein neues Modell hilft bei der Bewertung. Simulationen des Deutschen GeoForschungsZentrums zeigen, wie sich die chemische Qualität des Grundwassers im ghanaischen Pra-Becken entwickelt. Der Ansatz kann auf andere Gebiete übertragen werden. Das hydrogeochemische Modell für das Einzugsgebiet nutzt kombinatorische inverse geochemische Simulationen, um die chemische Entwicklung des Grundwassers entlang eines hypothetischen Fließweges zu erklären. Damit konnte eine Mineralzusammensetzung ermittelt werden, die sehr gut mit den Feldbeobachtungen übereinstimmt. Aufgrund zunehmender Verschmutzung der Flüsse spielen die Grundwasserressourcen eine entscheidende Rolle in der…
Mit Methoden des sogenannten Geoengineering könnte das Klima theoretisch künstlich beeinflusst und abgekühlt werden. Berner Forschende haben nun untersucht, ob man mit einer künstlichen «Abdunkelung der Sonne» das Abschmelzen des westantarktischen Eisschildes verhindern könnte. Die Resultate zeigen, dass die künstliche Beeinflussung nicht ohne Dekarbonisierung auskommt und hohe Risiken mit sich bringt. Gibt es eine Notlösung, mit der sich der Klimawandel aufhalten liesse? Unter dem Begriff Geoengineering werden technische Methoden, die das Klima künstlich beeinflussen, seit längerem diskutiert. Allerdings wurden sie…
Extreme Hitze und langanhaltende Dürren, anderswo Überflutungen: Insgesamt schwankt die kontinentale Wassermenge so stark, dass es auch zu deutlichen Fluktuationen des globalen Meeresspiegels kommt. Forschende der Geodäsie an der Universität Bonn haben durch die Kombination aus dem hydrologischen Modell WaterGAP mit GRACE-Satellitendaten einen neuen Datensatz erstellt, der die zeitlichen Veränderungen der Gesamtwasserverteilung auf den Landflächen der Erde über die vergangenen 20 Jahre genauer als alles bislang dagewesene darstellt. Die Ergebnisse werden nun im Journal of Geodesy vorgestellt. “Mit der neuen…
MARUM-Forschungsfahrt mit der METEOR startet. Hydrothermalsysteme in der Tiefsee, die wegen ihres charakteristischen Aussehens auch Schwarze Raucher genannt werden, sind ein Hotspot des Lebens. Die Schlote sind oft die einzige Nahrungsquelle, darum bilden sich hier Symbiosen zwischen Tieren und Mikroorganismen. Hydrothermalsysteme gibt es auch in flacheren Gewässern. Nahrungsknappheit gibt es nicht, weil Licht verfügbar und damit Photosynthese möglich ist. Dennoch gibt auch hier Mikroorganismen, die darauf spezialisiert sind, die Energie aus dem Inneren der Erde zu nutzen. Wie solche Hydrothermalsysteme…
Forschungsflugzeug HALO untersucht den Transport von Treibhausgasen und Aerosolen über dem Pazifik. Extreme Regenfälle des asiatischen Monsuns sorgen in Südostasien immer wieder für katastrophale Zerstörungen. Doch die Auswirkungen dieses großräumigen Wettersystems reichen weit über den indischen Subkontinent hinaus – etwa durch den Transport stark verschmutzter Luftmassen aus der bodennahen Atmosphäre in Südostasien bis in die untere Stratosphäre über Europa. Diesen Transport untersucht ein Team von Atmosphärenforscher*innen in den nächsten zwei Monaten im Rahmen der Messkampagne PHILEAS (Probing High Latitude Export…
Neue Studie zeigt: Vulkanismus vor 56 Millionen Jahren setzte mehr Methan frei als angenommen. Eine internationale Expedition mit dem Bohrschiff „JOIDES Resolution“ unter der Leitung von Professor Dr. Christian Berndt vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel und Professor Dr. Sverre Planke von der Universität Oslo bestätigt die Theorie, dass Hydrothermalschlote mit ihrem Methanausstoß für die globale Erwärmung vor rund 55 Millionen Jahren verantwortlich waren. Die Studie, die heute im Fachmagazin Nature Geoscience erscheint, zeigt, dass die unterseeischen Vulkanschlote damals…
Das Golfstromsystem spielt eine wichtige Rolle für das Klima. Deshalb wird die in den vergangenen Jahrzehnten beobachtete Abschwächung dieses Strömungssystems viel diskutiert. Dabei geht es um die Frage, ob die messbaren Veränderungen auf den Klimawandel zurückzuführen sind. Eine neue Studie von Wissenschaftler:innen des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel, die jetzt im Fachjournal Nature Communications erschienen ist, kommt zu dem Ergebnis, dass die gegenwärtig beobachtete Abschwächung zumindest teilweise noch als natürliche Schwankung nach einigen extrem kalten Labradorsee-Wintern in den 1990er-Jahren…
DFG-Schwerpunktprogramm zur „Dynamik der Erzmetallanreicherung“ geht in die zweite Runde. Wie entstehen Erzvorkommen? Wie entwickeln sie sich und wie lassen sie sich am besten – und vor allem nachhaltig – erschließen? Diese und weitere Fragen rund um die „Dynamik der Erzmetallanreicherung“ stehen im Zentrum des gleichnamigen DFG-Schwerpunktprogramms 2238 DOME. Nach erfolgreicher Evaluation wird die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) das seit 2020 laufende Programm nun für weitere drei Jahre mit rund 6,7 Millionen Euro fördern. Noch im Sommer 2023 starten 26 neue…
… für TROPOS vor Wiedereintritt in die Erdatmosphäre. Nach Abschluss einer sehr erfolgreichen Mission befindet sich der ESA-Satellit Aeolus auf dem Weg von 320 km Höhe zurück in die Erdatmosphäre. Während der Satellit normalerweise aufgrund der Erdanziehungskraft langsam fallen würde, versucht die ESA, Aeolus in einem kontrollierten Wiedereintritt zurück zu führen ( Mehr dazu via ESA: https://www.esa.int/Space_in_Member_States/Austria/Den_sicheren_Wiedereintritt_v… ). Die letzten Manöver für diesen Wiedereintritt finden gerade statt und können hier verfolgt werden: https://blogs.esa.int/rocketscience/2023/07/24/aeolus-reentry-live/ Aus diesem Anlass ein Rückblick auf wissenschaftliche…
Diamanten entstehen in über 150 Kilometern Tiefe im oberen Erdmantel. In einigen Bereichen der Erde werden sie bei vulkanischen Eruptionen eingebettet in Kimberlit-Magmen explosionsartig an die Erdoberfläche befördert. Dass diese Ereignisse rund 30 Millionen Jahre nach dem Auseinanderbrechen von Erdplatten auftreten, wie sie ablaufen und weshalb das auch in großen Entfernungen von den Bruchzonen passiert, erklärt eine aktuelle Studie im Fachmagazin Nature. Zu dem internationalen Forschungsteam gehören auch Sascha Brune und Anne Glerum vom Deutschen GeoForschungsZentrum (GFZ). Hintergrund: Diamantentstehung und…
Weltweit erstmals konnten Forschende die Form von Mikroorganismen aus der Frühzeit der Evolution vor 1,5 Milliarden Jahren studieren. Sie sind von herausragender Bedeutung für die Entwicklung des frühen Lebens. Forschende der TU Berlin, der Akademie der Wissenschaften der Ukraine, des Museums für Naturkunde Berlin sowie des Naturhistorischen Museums in Luxemburg haben auf Mineralien aus der Volyn-Quarzmine in der Nähe der Stadt Shitomyr (Ukraine) die bis jetzt ältesten, dreidimensional erhaltenen Mikrofossilien auf der Erde gefunden. Ihre ursprüngliche Form wurde dabei durch…
…regionale Sturmaktivitäten nehmen zu. Eine Veröffentlichung zu ersten Ergebnissen im Sonderforschungsbereich (SFB) zu Arktischen Klimaveränderungen hat es auf das Cover der renommierten Zeitschrift „Bulletin of the American Meteorological Society“ (Juli-Ausgabe) geschafft. Der SFB-Transregio unter der Leitung des Meteorologen Prof. Dr. Manfred Wendisch von der Universität Leipzig befindet sich derzeit in der zweiten Periode der Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Weitere Teilnehmer am SFB sind die Universität Bremen und die Universität zu Köln sowie das Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und…
Messmethode der TU Graz nutzt bestehende Glasfaserleitungen. Durch Veränderungen in der Wellenlänge von Lichtimpulsen in Glasfaserleitungen messen Forschende der TU Graz, wo Steine herabfallen, Hänge rutschen, Brände entstehen oder die Erde bebt. Hangrutschungen, Steinschläge und Bergstürze werden angesichts des sich wandelnden Klimas und der damit einhergehenden Änderungen in Böden und Gestein immer öfter zu einer realen Bedrohung für Mensch und Infrastruktur. Je früher und genauer hier Veränderungen und Gefährdungen erkannt und beobachtet werden können, desto besser lassen sich Schäden eingrenzen…
…wahrscheinlich wegen der Komplexität der beteiligten Prozesse. Strahlung bestimmt weitgehend, wie die Temperaturen auf den Kontinenten variieren, aber auch Verdunstung und turbulenter Wärmetransport spielen dabei eine Rolle. Diese Prozesse sind von Natur aus sehr komplex. Entsprechend eines neuen physikalischen Ansatzes folgen die beobachteten Temperaturen aber relativ einfachen und vorhersagbaren Mustern. In einer neuen Studie, die Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena jetzt in PNAS veröffentlicht haben, wurde bestimmt, welchen Einfluss die Verdunstung und der turbulente Wärmetransport auf die Temperaturen…