Geowissenschaften

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Wenn das Weltklima Schluckauf hat

Klimatische Veränderungen erfolgen meist über längere Zeiträume. In der letzten Eiszeit kam es jedoch innert weniger Jahre zu extremen Temperaturschwankungen. Forschende der Universität Basel konnten das Phänomen nun auch für die vorletzte Eiszeit belegen. In der jüngeren Erdgeschichte, dem sogenannte Quartär, gab es immer wieder Eiszeiten und Warmzeiten. Zu welcher Zeit welches Klima herrschte, können Forschende aus der Zusammensetzung von sogenannten Klimaarchiven ableiten. Im Falle der letzten Eiszeit vor 100’000 Jahren liefern insbesondere Eisbohrkerne aus Grönland detaillierte Daten für Forschende….

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Die Zukunft der Gletscher enträtseln

Geowissenschaftler der FAU erhält Emmy-Noether-Förderung in Höhe von 1,7 Millionen Euro. Eine Flutwelle rollt auf ein Bergdorf zu. In einer nahegelegenen Stadt wird das Wasser knapp. Was klingt wie ein Katastrophen-Film ist in den tropischen Anden Realität. Denn die Gletscher schrumpfen. Dr. Thorsten Seehaus, Dozent am Lehrstuhl für Geographie und Geowissenschaften an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), untersucht deshalb, wie sich Gletscher in den letzten 70 Jahren entwickelt haben und wie ihre Zukunft aussieht. Für das Projekt hat Seehaus eine Emmy-Noether-Förderung…

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Warum Olivin und Diamanten beste Freunde sind

Kaum ein Edelstein ist schwieriger zu finden als der Diamant. Geologinnen und Geologen der ETH Zürich und der Universität Melbourne haben nun einen Zusammenhang zwischen seinem Vorkommen und dem Mineral Olivin hergestellt. Das könnte die Suche nach Diamanten künftig erleichtern. Diamanten sind der beste Freund einer Frau, wie Marilyn Monroe vor 70 Jahren sang – und eine riesige Knacknuss für Menschen, die nach ihnen suchen. «Diamantenproduzenten wünschten sich manchmal, sie würden Gold, Kupfer oder einem anderen Rohstoff fördern, denn nichts…

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Wie stabil ist das Eisschild in der Antarktis?

Kölner Geolog*innen erforschen den Einfluss vergangener Klima- und Umweltveränderungen auf das Eisschild der Ostantarktis in heute eisfreien Landregionen. Ein Konsortium von deutschen Geowissenschaftler*innen erforscht in drei Expeditionen mit dem Forschungsschiff „Polarstern“ die Veränderungen des Ostantarktischen Eisschildes in der geologischen Vergangenheit. Davon wurde die zweite am 01. Februar 2024 abgeschlossen, die dritte ist noch bis Anfang April 2024 unterwegs. Die Forscher*innen stammen vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven, vom Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel (GEOMAR), sowie…

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Mit der Polarstern in die Antarktis

Geowissenschaftler:innen der TUD forschen im eisigen Süden. Wenn das deutsche Polarforschungsschiff „Polarstern“ am 6. Februar 2024 vom australischen Hobart aus zur Forschungsfahrt PS141 in See sticht, sind auch fünf Forschende der TU Dresden an Bord: Dr. Mirko Scheinert, Lutz Eberlein und Erik Loebel von der Professur für Geodätische Erdsystemforschung, Xabier Blanch Gorriz von der Juniorprofessur für Geosensorsysteme sowie die Studentin Marie Weber (5. Semester Geodäsie und Geoinformation). Gemeinsam mit internationalen Kolleg:innen führen sie Messungen durch, die helfen werden, die Entwicklung…

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Neues Wissen zur Eisschmelze in der Antarktis

Drei Expeditionen mit der POLARSTERN verbessern das wissenschaftliche Verständnis von Rückkopplungen zwischen Eis, Ozean und Atmosphäre in der Ostantarktis. Das Eis in dieser Region speichert Wassermassen, die den Meeresspiegel bei fortschreitender globaler Erwärmung über Jahrhunderte hinweg um dutzende Meter ansteigen lassen können. Die beiden aktuellen Reisen stehen unter Leitung von Kieler Forschenden: Anfang Februar übergibt Dr. Marcus Gutjahr vom GEOMAR an Professor Dr. Sebastian Krastel von der Universität Kiel. Die nun endende Fahrt brachte wertvolle neue Erkenntnisse und Daten –…

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Wie Wellen und Vermischung Küstenauftriebssysteme antreiben

Neue Erkenntnisse zur Produktivität vor Angolas Küste. Große Küstenauftriebsgebiete entlang der östlichen Ränder des Atlantiks und Pazifiks zählen zu den biologisch produktivsten Regionen des Weltozeans. Gewöhnlich hängt das mit den hier vorherrschenden Winden zusammen. Interessanterweise treten in einigen tropischen Regionen hohe Produktivitätswerte auf, selbst wenn die Winde schwach sind. Ein internationales Forschungsteam hat nun das Auftriebssystem vor der Küste Angolas untersucht und konnte zeigen, dass die Kombination von so genannten Schelfrandwellen und verstärkter Durchmischung auf dem Schelf für dieses Phänomen…

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Kosmische Bausteine des Lebens im Elektronenmikroskop entdeckt

Forschungsteam analysiert extraterrestrische Aminosäuren und andere organische Verbindungen in einem englischen Meteoritenfall zum ersten Mal ohne chemische Behandlung. Meteorite sind Bruchstücke von Asteroiden, die als Sternschnuppen ihren Weg auf die Erde finden und Infos zur Entstehung unseres Sonnensystems liefern. Ein Forschungsteam hat den sogenannten Winchcombe-Meteoriten mithilfe eines neuartigen Detektordesigns untersucht. Sie konnten erstmals stickstoffhaltige Verbindungen wie Aminosäuren und heterocyclische Kohlenwasserstoffe ohne chemische Behandlung in diesem Meteoriten nachweisen. Meteorite sind Bruchstücke von Asteroiden, die als Sternschnuppen ihren Weg auf die Erde…

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Der verräterische Sound der Vulkane

Analyse der Eruption auf Island 2021 zeigt Vorläufersignale. Methoden des Maschinellen Lernens und der Musikwissenschaft können helfen, Vorläufer und verschiedene Phasen von Vulkanausbrüchen in seismischen Signalen frühzeitig zu erkennen. Das haben Forschende um Zahra Zali und Fabrice Cotton vom Deutschen GeoForschungsZentrum (GFZ) und der Universität Potsdam anhand der Analyse der seismischen Signale vor und während des Geldingadalir-Vulkanausbruchs auf der isländischen Halbinsel Reykjanes im Jahr 2021 demonstriert. Ihre Studie ist im Fachmagazin Nature Communications Earth and Environment erschienen. Bevor Vulkane ausbrechen,…

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Gletscherschmelze zerstört wichtiges Archiv für Klimadaten

Im Rahmen der Initiative Ice Memory haben Forschende des Paul Scherrer Instituts PSI gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen der Universität Fribourg und der Universität Ca’ Foscari in Venedig sowie dem Institut für Polarwissenschaften des italienischen -Nationalen Forschungsrats (CNR) 2018 und 2020 gebohrte Eiskerne vom Corbassière-Gletscher am Grand Combin im Wallis analysiert. Ein Vergleich der beiden Datensätze aus Eisbohrkernen, der im Wissenschaftsmagazin Nature Geoscience veröffentlicht wurde, zeigt: Die Erderwärmung hat zumindest diesen Gletscher als Klimaarchiv weitgehend unbrauchbar gemacht. Aus dem Corbassière-Gletscher…

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Neue Puzzlestücke zur Rekonstruktion frühesten Lebens entdeckt

Forschungsteam weist komplexe mikrobielle Gemeinschaften in Ökosystemen der frühen Erde nach . Mikroorganismen waren die ersten Lebensformen auf unserem Planeten. Das zeigen morphologische und geochemische Spuren – etwa von ihnen hinterlassene Strukturen oder chemische Verbindungen – in 3,5 Milliarden Jahre alten Gesteinen. Es ist immer noch unklar, wann und wo das Leben auf der Erde entstanden ist und wann sich in den ersten mikrobiellen Gemeinschaften eine größere Artenvielfalt entwickelte. Indizien dafür sind schwer zu finden und oft umstritten. Forschende haben…

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Marine Extremereignisse und Naturgefahren in Europa verstehen

GEOMAR koordiniert zwei Verbundprojekte der jetzt gestarteten dritten Forschungsmission der Deutschen Allianz Meeresforschung und beteiligt sich an zwei weiteren. Im Januar 2024 startet die dritte Forschungsmission der Deutschen Allianz Meeresforschung (DAM) mareXtreme mit maßgeblicher Beteiligung des GEOMAR. Im Rahmen der Mission untersuchen rund 150 Wissenschaftler:innen aus insgesamt 29 Forschungseinrichtungen und Partnerorganisationen, wie das Risikomanagement für marine Extremereignisse und Naturgefahren verbessert werden kann. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert mareXtreme über drei Jahre gemeinsam mit den Wissenschaftsressorts der norddeutschen…

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Taumelnde Teilchen am Himmel

Winzige Partikel wie Eiskristalle oder Aschepartikel neigen zu Pendelbewegungen während sie durch die Atmosphäre herabsinken. In neuen experimentellen Beobachtungen konnten die Wissenschaftler*innen Partikel mit einer Größe von weniger als 1 Millimeter mit bisher unerreichter Genauigkeit verfolgen und daraus ein Modell entwickeln, das Vorhersagen über Luftschadstoffe oder Wettervorhersagen verbessern kann. Die Atmosphäre enthält viele winzige feste Partikel. Wissenschaftler*innen des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation (MPI-DS) und der Universität Göttingen untersuchten in Zusammenarbeit mit dem französischen Centre national de la recherche scientifique…

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Schlüsselfaktoren bei der Entstehung von menschgemachten Erdbeben

In einer neuen Studie, die in den ‚Proceedings of the National Academy of Sciences‘ veröffentlicht wurde, berichten Dr. Lei Wang und seine Kollegen aus der Sektion Geomechanik und Wissenschaftliches Bohren des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ zusammen mit Forschenden der Universität Oslo, Norwegen, über zwei Schlüsselfaktoren bei menschgemachten Erdbeben, so genannten Runaway Events: die Rauigkeit bereits bestehender tektonischer Störungen und die damit verbundene Spannungsheterogenität in geologischen Reservoiren. Die menschliche Nutzung des geologischen Untergrundes kann Erdbeben verursachen. Die Kontrolle dieser „induzierten Seismizität“ ist…

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Mondgestein mit einzigartigem Staub gefunden

Ein Forschungsteam der Universität Münster hat erstmals metergroße Felsen auf der Mondoberfläche entdeckt, die mit Staub bedeckt sind und vermutlich einzigartige Eigenschaften aufweisen – magnetische Anomalien beispielsweise. Die Erkenntnisse helfen dabei, Prozesse zu verstehen, die die Mondkruste bilden und verändern. Die Studie ist jetzt in dem Fachjournal „Journal of Geophysical Research – Planets“ erschienen. Der Mond unserer Erde ist fast vollständig mit Staub bedeckt. Anders als auf der Erde ist dieser Staub nicht durch Wind und Wetter glatt geschliffen, sondern…

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Zusammensetzung titanreicher Basalte auf dem Mond entschlüsselt

Internationales Forschungsteam misst isotopische Zusammensetzung lunarer Gesteine. Ein internationales Team aus Geowissenschaftlern von der Universität Münster und der Universität Bristol in England erklärt, warum ein Großteil des Mondes aus einzigartigen Gesteinen besteht, die auf der Erde so nicht vorkommen. Die Ergebnisse sind nun in der Fachzeitschrift „Nature Geoscience“ erschienen. Die dunklen Bereiche auf der Oberfläche des Mondes, die wir auch von der Erde aus erkennen können, bestehen aus Basalten. Sie sind auf dem ersten Blick den Basalten auf der Erde…

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