Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Heidelberger Max-Planck-Forscher präsentieren neue Methode, mit der man die biochemische Aktivität verschiedener Nervenzellen im Gehirn gleichzeitig beobachten kann
Wenn man die Aktivität neuronaler Schaltkreise im Gehirn beobachten will, so nutzte man bisher vor allem die elektrische Ableitung mit Mikroelektroden (patch-clamp-Technik). Doch diese Methode stößt an ihre Grenzen, will man Zellaktivitäten an vielen Stellen im Gehirn gleichzeitig erfassen. Wissenschaftler des Max-Planck-I
Der australische Feuerkäfer Merimna atrata kann sich für Waldbrände erwärmen: Er verfügt über einen Sensor, der besonders auf Infrarot-Strahlung anspricht, die von brennendem Holz ausgeht. Zoologen der Universität Bonn haben diesen “Sinn fürs Brenzlige” inzwischen kopiert und einen bionischen Waldbrand-Sensor entwickelt. Um Ideen wie diese geht es im deutschlandweiten Bionik-Kompetenznetz BIOKON II. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Initiative in den kommenden
In einer Advance Online Publication des Fachmagazins Nature Neuroscience beschreiben Marburger Forscher, wie die Teilung von Stammzellen im Gehirn durch den Botenstoff Dopamin beeinflusst wird. Bei der Parkinson-Krankheit ist ebendieser Botenstoff in unzureichender Menge im Gehirn der Patienten vorhanden. Die Entdeckung ist ein Schritt auf dem Weg, dem Nervenzellverlust bei Gehirnerkrankungen wie Parkinson eines Tages begegnen zu können, indem man das Gehirn so stimuliert, dass es verstärkt neue Nerv
Innovativer Ansatz gegen allergische Bronchialentzündung
Das allergische Asthma beruht auf fehlgeleiteten Reaktionen des Immunsystems gegen normalerweise harmlose Stoffe aus der Umwelt. Bisher waren die therapeutischen Maßnahmen im Wesentlichen auf die Bekämpfung der Symptome beschränkt. Die Medizinerin Katja Beier und ihr Team von der Berliner Charite ist allerdings auf der Spur einer neuen Therapie: Mit so genannten monoklonalen Antikörpern wollen sie genau die “T-Zellen” der Körper
Kopfschmerzen und Müdigkeit durch giftige Chemikalien
Manche Computerdisplays geben zu hohe Mengen der gefährlichen Chemikalie Phenol an die Raumluft ab. Dies hat eine Untersuchung der Landesgewerbeanstalt Bayern (LGA) ergeben. Von acht getesteten 17-Zoll-Monitoren lagen drei Röhrenmonitore deutlich über dem vom Berufsgenossenschaftlichen Institut für Arbeiterschutz (BIA) vorgeschlagenen Grenzwert.
Demnach darf ein Gerät nicht mehr als 100 Mikrogramm Phenol pro Stunde an di
Hunde sind wie Kleinkinder in der Lage, die Bedeutung unbekannter Wörter zu erraten und zu erlernen, belegt eine Studie des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie
Kleinkinder lernen ab dem zweiten Lebensjahr im Schnitt zehn neue Wörter pro Tag. Dabei lernen sie die Bezeichnungen von den Dingen in ihrer Welt nicht nur durch explizite Erläuterung, sondern auch, indem sie sich die Bezeichnung von Gegenständen im Ausschlussverfahren erschließen. Dabei ging man bish
Kernspintomographie-Studie zeigt, wie das Gehirn automatisch und unbewusst wichtige Wegmarkierungen in einer bestimmten Hirnregion abspeichert
Damit wir den richtigen Weg durch unsere Umgebung finden, müssen wir uns wichtige Informationen über die Wegstrecke merken. Doch bisher war nicht bekannt, wie unser Gehirn das bewerkstelligt. Gabriele Janzen und Miranda van Turennout vom Max-Planck-Institut für Psycholinguistik und dem FC Donders Centrum für Cognitives Neuroimaging in Nijmegen/
Im Bienenstock ist allein die Königin für die Vermehrung zuständig. Aber hin und wieder legen auch die Arbeiterinnen Eier. Allerdings werden diese schnell vernichtet – die Bienen fressen sie auf. Woran erkennen die Insekten die nicht-königlichen Eier, die nach den Gesetzen des Bienenstocks ja keine Daseinsberechtigung haben? Christian Pirk und Jürgen Tautz vom Biozentrum der Uni Würzburg beantworten diese Frage mit deutschen und südafrikanischen Kollegen in der neuesten Ausgabe des US-amerikanischen
Wissenschaftler entschlüsseln Genomsequenz des Archaebakteriums Picrophilus torridus
Wissenschaftler der Universitäten Göttingen und Hamburg haben die Genomsequenz eines Organismus entschlüsselt, der eine extreme Anpassung an saure Lebensbedingungen mit einem pH-Wert um 0 und gleichzeitig an hohe Temperaturen von um die 60 Grad Celsius aufweist und damit in “heißer Säure” überleben kann. Dabei handelt es sich um ein Archaebakterium, das aus der Bodenprobe einer ausgetrockneten heißen
Max Planck-Forscher ergründen mit Röntgenstrukturanalyse sowie halbsynthetischen “Hilfsproteinen” die molekularen Ursachen von Choroideremia
Rab-Proteine sind multifunktionelle “Lotsen” für Transportvorgänge innerhalb von Zellen. Mutationen in einzelnen Rab-Partner-Proteinen, wie dem Rab Escort Protein REP-1-Protein, führen zu schwerwiegenden Störungen, wie dem fortschreitenden Zerfall der Retina (Chroroideremia) beim Menschen. Wissenschaftler des Max-Planck-Institut für molekulare
RNS-Interferenz-Technik an Mäusen erfolgreich getestet
Die Gentherapie könnte Symptome von verheerenden Funktionsstörungen des Gehirns lindern. Dies berichtete die Forscherin Beverley Davidson von der Universität Iowa http://www.uiowa.edu/ im Rahmen einer Konferenz. Viele neurodegenerative Krankheiten entstehen, wenn das Gehirn Mutationsproteine aufbaut, die Symptome entwickeln, die sich fortlaufend verschlechtern. Diese Krankheiten, wie etwa die Huntington-Krankheit, von der circa 2
Der Göttinger Neurochirurg Privatdozent Dr. Hans-Christoph Ludwig, Abteilung Neurochirurgie (Direktor Prof. Dr. Michael Buchfelder) am Bereich Humanmedizin der Universität Göttingen hat in Zusammenarbeit mit der Katlenburg-Lindauer Firma LISA laser products ein neues Laserverfahren in der Neurochirurgie entwickelt. Das einzigartige chirurgische Lasersystem “RevoLix” der Firma LISA stellt eine Innovation auf dem Gebiet der minimal invasiven Weichgewebechirurgie dar. Aufgrund der Laserwellenlänge von
Meeresforscher in North Queensland haben einen Mechanismus der Kohabitation mehrerer Partner bei Korallen entdeckt, der diesen hilft, besser mit dem Wandel ihrer Lebensräume umzugehen. Die Untersuchung, die von der Genetikerin Dr. Madeleine van Oppen vom Australian Institute of Marine Science, sowie der Korallen-Biologin Prof. Bette Willis und der Studentin Angela Little von der James Cook University in Townsville durchgeführt wurde, bringt neue Hoffnung für Korallen in einer Zeit des weltweiten Rück
Copolymere aus einem knäuel- und einem stäbchenförmigen Block lagern sich zu riesigen Micellen zusammen
Beim Begriff Polymer denkt man meist an lange flexible Kettenmoleküle, die sich wie Spaghetti im Teller winden. Polymere können aber auch anders aufgebaut und eher starr sein, Seitenketten tragen, verästelt, sternförmig oder wie winzige Kämme und Flaschenbürsten aussehen. Einem Team aus Wissenschaftlern von den Universitäten Mainz und Aachen ist es nun gelungen, riesige molekulare
Klinische Implikationen derzeit noch nicht erforscht
Nur die Hälfte der von einem Chemotherapeutikum verabreichten Dosis kann von Krebspatienten tatsächlich aktiviert werden. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der University of Pittsburgh School of Engineering gekommen. Der Student Jason Fisher analysierte die Daten von 31 Krebspatienten, die 30 Minuten Infusionen mit dem Medikament Gemcitabine erhielten. Untersucht wurde, welcher Prozentsatz der Dosierung mit Medikamentkonzentratione
Studien bestätigen mehrfache Wirkungsweise der Statine
Das Cholesterin senkende Medikament Statin könnte auch vor verschiedenen Arten von Krebs schützen. Eine Studie, die in Israel durchgeführt wurde, kam zu dem Schluss, dass Patienten, die Statin nahmen, ein 51 Prozent niedrigeres Risiko hatten an Darmkrebs zu erkranken. Eine zweite Studie von der Michigan and Oregon Health and Science University zeigte einen ähnlichen Effekt des Medikaments auf Prostatakrebs.
Statine reduzi