Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Bei der Untersuchung von einem Gramm des Muchinson Meteoriten gelang den Wissenschaftlern Uwe Meierhenrich und Wolfram Thiemann von der Universität Bremen der Nachweis einer zweiten Klasse von Aminosäuren. Diesen Diaminosäuren wird eine zentrale Funktion bei der Entstehung des Lebens zugeschrieben.
Seitdem Watson und Crick 1953 die DNA als das genetische Material identifizierten und ihre einzigartige Informations speichernde doppelhelikale Struktur entdeckten, gibt es Spekulationen über den
Marburger Mediziner haben erforscht, wie das “Alarmsignal” Adenosintriphosphat (ATP) das Immunsystem in Aktion treten lässt und ihre Ergebnisse in der US-Fachzeitschrift PNAS veröffentlicht. Die Arbeit bestätigt die Hypothese, dass bei der Aktivierung des Immunsystems neben der Antigenerkennung und den Infektionssignalen noch ein dritter Mechanismus eine wichtige Rolle spielt: die Freisetzung von Alarmsignalen – normalerweise innerhalb der Zellen lokalisierter Substanzen – durch infizierte oder mech
Gehirn arbeitet parallel und mit Sicherheitsnetz – RUB-Forscher untersuchen Bewegungswahrnehmung – PNAS berichtet über Wechselspiel von Erregung und Hemmung
Bei der Wahrnehmung von Bewegungen spielen Erregung und Hemmung von Hirnnervenzellen eine große Rolle. Indem sie die hemmenden Mechanismen einzelner Neuronen ausschalteten, haben RUB-Biologen um Prof. Dr. Klaus-Peter Hoffmann herausgefunden, dass im primären Kortex nicht wie angenommen die Bewegungen nach Richtungen vorsortiert w
Transgener Träger inaktiviert Kokain in Rattenhirnen
Die Wissenschaft ist einer Heilung der Kokainsucht einen Schritt näher. Forscher haben eine Methode entwickelt, die die Wirkung der Droge im Gehirn vernichtet, so dass keine Euphorie erzeugt wird. Die Forscher hoffen, dass Abhängige weniger geneigt sein werden, die Droge zu nehmen, wenn der Kick ausbleibt. Das berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature.
Die Idee, das Kokain im Körper zu deaktivieren, ist nicht neu. Ein ents
Sport ist nach den Erkenntnissen der Wissenschaft das beste Mittel gegen beruflichen Stress. “Die Natur hat als Antwort auf Stress körperliche Aktivität vorgesehen”, sagt die Fitness-Expertin Jennifer Wade in der neuen Ausgabe der Hamburger Zeitschrift VITAL. Bewegung reduziert ihren Angaben zufolge die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin im Blut und fördert gleichzeitig die Bildung von Glückshormonen. Zehn Minuten Hüpfen und Laufen auf der Stelle sowie ein paar Stretching-Übungen sind allerding
Untersuchung wurde drei Jahre geheim gehalten
Greenpeace hat heute einen brisanten Untersuchungsbericht des Forschungszentrums für Milch und Lebensmittel in Weihenstephan/Bayern veröffentlicht: Weltweit wurde erstmals der Nachweis von gentechnischen Verunreinigungen in Milchproben erbracht. In der Milch eines Landwirts, der Gentech-Soja und Gentech-Mais verfütterte, fanden die Wissenschaftler Teile der Erbsubstanz dieser Pflanzen. Die Untersuchung wurde drei Jahre geheim gehalten. Gre
Das Rauchen verändert die Gene von Lungenzellen. Ein Team der Boston University hat erstmals nachgewiesen, dass Raucher andere genetische Muster in ihren Lungenzellen aufweisen als Nichtraucher oder jene, die aufgehört haben. Die Wissenschaftler hoffen, dass diese Muster für die Vorhersage eines Lungenkrebsrisikos eingesetzt werden können, da sie auch innerhalb der Raucher unterschiedlich sind. Einige dieser Muster weisen laut BBC auf eine größere Bedrohung hin als andere. Die Ergebnisse der Studie w
Wer mehr über die Ergebnisse der krankheitsorientierten Genomforschung und ihre Chancen zur Entwicklung neuer Therapien wissen will, sollte die neue Website www.ngfn.de besuchen. Hier präsentieren sich stets aktuell die Highlights der Forschung und alle interessierten Bürgerinnen und Bürger werden über die Arbeit des Nationalen Genomforschungsnetzes informiert.
Kaum ein anderer Forschungsbereich ist heute für unsere Gesellschaft so bedeutend wie d
Bei Männern ist das Hormon Relaxin ein Marker für die Sterblichkeit bei Dialysepatienten. Dabei gilt: Je höher die Konzentration des Hormons im Blut, desto wahrscheinlicher ist der Tod und zwar unabhängig von der Art der Niereninsuffizienz. Dies geht aus einer Untersuchung von Dr. Berthold Hocher und Mitarbeitern aus dem “Centrum für kardiovaskuläre Forschung” der Charité hervor. Die Wissenschaftler konnten die Ergebnisse ihrer Forschung soeben im renommierten Fachblatt “Circulation” ([2004] Band 109
Test soll frühere Erkennung ermöglichen
Wissenschaftler der National University of Singapore haben dem Tränen-Nasengang von 36 Patienten, die im April unter SARS Verdacht standen, Proben entnommen. Acht der Teilnehmer wurden später mit einer möglichen Erkrankung diagnostiziert. Das Team hat jetzt bekannt gegeben, dass Anzeichen von SARS in den Tränen von drei dieser Patienten nachgewiesen wurden. Sie schreiben im British Journal of Ophthalmology, dass diese Ergebnisse nahe legten, das
Naturheilkundliche Krebsambulanz am Uniklinikum Jena im erstem Jahr mit Riesenresonanz
Das erste Jahr des Bestehens der naturheilkundlichen Tumorambulanz am Jenaer Uniklinikum hat eines überzeugend gezeigt: Eine Integration der Naturmedizin in die Krebstherapie ist notwendiger denn je. Seit der Eröffnung der ersten Fachambulanz für Naturheilkunde in der Onkologie an einem Universitätsklinikum meldeten sich hunderte von Krebskranken aus ganz Deutschland in der Jenaer Klinik. “Der Zusp
In einer Studie über Kolostrumpräparate an der Massey University in Neuseeland haben Wissenschaftler herausgefunden, dass diese Nahrungsergänzungsmittel aus Vormilch das Immunsystem von Marathonläufern stärken können.
Die Forscherin Christine Crooks untersuchte männliche und weibliche Läufer im Alter von 25 bis 58 Jahren, die für den Rotorua Marathon 2002 trainierten. Die Läufer legten durchschnittlich 43 Kilometer in der Woche zurück, die weiteste Strecke betrug 105 Kilometer. Einer Hälfte
Künast: Kampf dem Übergewicht
Die deutsche Verbraucherministerin Renate Künast hat heute, Donnerstag, zu einem Kampf gegen die zunehmende Verbreitung von Übergewicht und Fettleibigkeit aufgerufen. In ihrer Regierungserklärung mit dem Titel “Eine neue Ernährungsbewegung für Deutschland” sprach die Ministerin von “alarmierenden Zahlen”. Neuesten Erhebungen zufolge seien etwa zwei Drittel der männlichen und rund die Hälfte der weiblichen Bevölkerung “leicht bis stark übergewichtig”. Eine
Bereits eine Dosis bietet Langzeitschutz
Ein Team des University College London hat mit Rituximbab ein Medikament getestet, das auf spezielle Zellen des Immunsystems abzielt. Die Ergebnisse legen nahe, dass eine einzelne Dosis ausreichend sein kann, um die Symptome bis zu 70 Prozent zu verringern. Eine weitere Studie der Glasgow Royal Infirmary hat nachgewiesen, dass cholesterinsenkende Statine wie Atorvastatin die Symptome ebenfalls reduzieren können. Die Ergebnisse der Rituximbab-S
Markteinführung soll neue Behandlungsära der Herzinsuffizienz einleiten
Medtronic vertreibt nun den Defibrillator InSync Sentry zur kardialen Resynchronisationstherapie (CRT-D) auch in Europa. Laut Angaben von Medtronic soll damit “eine neue Behandlungsära der Herzinsuffizienz” beginnen.
Der InSync Sentry ist weltweit das erste CRT-D-Gerät mit einer automatischen Überwachung des Flüssigkeitsstatus in der Lunge und Thoraxhöhle, das so programmiert werden kann, dass es Patien
Die Kontrolle des Zellzykluses und der Zelldifferenzierung sind von fundamentaler biologischer Bedeutung. Ein wichtiger Faktor ist dabei das Retinoblastom-Gen beziehungsweise dessen Protein. ETH-Forschende haben nun den Einfluss des Retinoblastom-Gens in Pflanzen untersucht. Dieses ist nicht nur wichtig für die Zellvermehrung, sondern auch für die Aufrechterhaltung des Differenzierungszustandes einer Zelle. Die Arbeit erscheint in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins “Nature”.
Kr