Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Die Lasertechnik hält Einzug in die Tropenbiologie: Marcus Stüben vom Biozentrum der Uni Würzburg hat eine neue Methode entwickelt, mit der er nun die afrikanischen Matabele-Ameisen erforschen will. Mit einem Endoskop verschafft sich der Doktorand Einblick in die Nester der Insekten. So hofft er die Geheimnisse zu lüften, die diese Ameisen immer noch bergen.
Die schwarzen, bis zu 19 Millimeter großen Matabele-Ameisen (Pachycondyla analis-Gruppe) jagen ausschließlich Termiten. Ihre Heimat is
Start eines neuen pflegewissenschaftlichen Forschungsverbunds
Ein Fünftel der Versicherten ist chronisch krank. Diese 20 Prozent verursachen dem Sachverständigenrat zufolge 80 Prozent der Kosten im Gesundheitswesen. Zeit also, den seit langem kritisierten Defiziten der Versorgung chronisch Kranker entgegen zu treten. Wichtigste kostentreibende Defizite sind die unzureichende Bedarfs- und Bedürfnisgerechtigkeit der Versorgung chronisch Kranker, die Fixierung auf somatische Probleme de
Wissenschaftler haben ein gentechnisch verändertes Virus eingesetzt, um gezielt Krebszellen zu infizieren, während gesunde Zellen unbeeinträchtigt bleiben. Dies macht möglicherweise den Weg frei für hochselektive virale Krebsbehandlungen.
Das Team von Cancer Research UK und der Queen Marys School of Medicine and Dentistry in London nutzten einen grundlegenden Unterschied im Verhalten von gesunden Zellen und Krebszellen aus. Nach einer Infektion schalten sich normale Zellen selbst ab,
Ascenion vermittelt Lizenzverträge mit Cellectis und DuPont
Die Ascenion GmbH hat für die Forschungseinrichtungen DKFZ, GBF, GSF und MDC erstmals eine klare rechtliche Grundlage für die Nutzung von Schlüsseltechnologien geschaffen, für die Cellectis SA und DuPont bzw. Bristol-Myers Squibb jeweils dominante Patentpositionen besitzen. Dabei geht es zum einen um die homologe Rekombination (Cellectis) und zum anderen um das cre / lox System (DuPont bzw. Bristol-Myers Squibb). Beide Metho
Widerlegung einer jahrhundertealten Theorie
Mäuse mit einer sehr hohen Stoffwechselrate leben weit länger als ihre trägen Artgenossen, haben britische Forscher herausgefunden. Die Forscher nehmen nun an, dass auch die menschliche Lebenserwartung mit Medikamenten, die den Metabolismus (Stoffwechsel) ankurbeln, verlängert werden könnte, berichten sie im Wissenschaftsmagazin Nature.
Die Stoffwechselrate ist jene Stufe, bei der der Körper Nahrung verbrennt, um Energie zu produzi
Funktionale Gelenke in Greiforganen sparen Hirnleistung und Energie
Einen Fuß vor den anderen – auch scheinbar einfache Bewegungen sind komplexe Koordinierungsaufgaben. Vor allem für die Handmotorik ist bekannt, dass zielgerichtete Bewegungen für das Gehirn aufwendige “Rechenleistungen” und hohen Energieverbrauch bedeuten. Können Tiere für einzelne Aktionen ihre Bewegungsmöglichkeiten reduzieren, um Energie zu sparen und trotzdem exakt Zupacken? Die Biologin Franziska Martin von der F
Neuerliche Warnung vor Tabakkonsum – Auch Pfeifenraucher sind gefährdet
Speichel schützt den Körper vor zahlreichen Krankheiten. Nun haben israelische Forscher festgestellt, dass Tabakrauch den schützenden Effekt des Speichels radikal verändert: Er wird zu einem tödlichen Cocktail und heizt die Bildung von Krebs im Mundraum an, berichten die Forscher im British Journal of Cancer.
Allein in Großbritannien erkranken jährlich fast 8.000 Menschen an Krebserkrankungen im Mundraum
Das so genannte Basalzellkarzinom – eine Form von Hautkrebs, die überwiegend im Gesicht auftritt -, gilt als gut behandelbar: Metastasen bildet dieser Tumor nur extrem selten. Bei bis zu einem Drittel der Patienten beginnt er nach der Operation jedoch erneut zu wuchern und kann dann doch noch gefährlich werden, wenn er “verwildert”. Dies lässt sich durch eine zweizeitige Operationsstrategie vermeiden, berichten Experten auf dem 54. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtsch
Verlorenes Knochengewebe kann heute sicher und mit geringen Komplikationsraten durch Transplantate ersetzt werden. Um Patienten die Transplantation in der Zukunft gleichwohl zu ersparen, loten Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen die Möglichkeiten von Stammzellforschung und Gewebezüchtung aus. Ihre neuesten Ergebnisse präsentieren mehrere Forschergruppen auf dem 54. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie in Aachen.
Bei Tumoren im Gesichtsbereich und in der Mun
Schwerpunktprogramm “Apoptose” der Deutschen Krebshilfe
Vom 1. bis 3. Juni 2004 findet in Bonn ein wissenschaftliches Symposium zum Schwerpunktprogramm “Apoptose” statt. Dieses Förderprogramm wird von der Deutschen Krebshilfe seit 1999 mit insgesamt rund elf Millionen gefördert. Die beteiligten Forscher beschäftigen sich mit dem programmierten Zelltod, der dafür sorgt, dass defekte Körperzellen absterben. Im Rahmen des Programms werden die molekularen Ursachen dafür weiter entschlüsse
Der Mensch hat circa 30 000 bis 40 000 Gene. Sie enthalten die Baupläne für die Proteine, die Baustoffe und Maschinen des Lebens. Damit sie nicht alle gleichzeitig aktiv sind, müssen Gene reguliert, das heißt an- und abgeschaltet, werden. Die Genregulation ist lebensnotwendig, damit sich ein Mensch gesund entwickeln kann und auch gesund bleibt. Als Genregulatoren fungieren Proteine, die sich an bestimmte Bausteine der DNA, aus denen die Gene aufgebaut sind, binden und damit aktivieren oder inaktivier
Magnetische Nanostäbe aus Gold und Nickel für die Trennung von Biomolekülen
Stäbchen aus Nickel und Gold – das hört sich nach Modeschmuck an, aber dafür sind die Stäbchen, um die es hier geht, mit ihren etwa 330 Nanometern Durchmesser viel zu klein. Wofür haben Chad A. Mirkin und sein Team von der Northwestern University in Evanston (USA) sich dann die Mühe gemacht, Nickelstäbchen mit Goldenden herzustellen? Für die Biowissenschaften: Die magnetischen Nanostäbe sollen bei der Trennun
160 Prozent mehr Asthma in 20 Jahren
Das Ansteigen von Allergien und Asthma steht laut den Ergebnissen einer neuen Studie in engem Zusammenhang mit der vermehrten Einnahme von Antibiotika. Durch die Einnahme von Antibiotika wird die natürliche Darmflora derartig gestört, dass das Immunsystem nicht mehr zwischen ungefährlichen Chemikalien und gefährlichen Attacken unterscheiden kann, berichtet der NewScientist.
In den vergangenen 20 Jahren ist die Asthmarate um 160 Prozent an
Neues Lübecker Verfahren hat herausragende Bedeutung für regenerative Medizin und Biotechnologie
An der Universität zu Lübeck wurde ein Durchbruch in der adulten Stammzellforschung erreicht. Privatdozent Dr. Charli Kruse vom Institut für Medizinische Molekularbiologie ist es mit seiner Arbeitsgruppe gelungen, aus differenziertem Gewebe tierischen und humanen Ursprungs mittels eines neuen Verfahrens Zellen mit Eigenschaften pluripotenter adulter Stammzellen zu isolieren.
Das
Konsumierte Menge hat direkten Einfluss
Wissenschaftler des Shanghai Cancer Institute haben nachgewiesen, dass soyareiches Essen das Gebärmutterkrebsrisiko verringern kann. Eine Studie mit 1.700 Teilnehmerinnen ergab, dass sich mit der Zunahme der konsumierten Sojamenge das Krebsrisiko entsprechend verkleinerte. Eine sojareiche Ernährung wurde bisher bereits mit einem verringerten Brustkrebsrisiko in Zusammenhang gebracht. Zusätzlich wurde angenommen, dass Östrogen bei Herzerkrankung
Füllungsmaterial für Hohlräume im Zahnimplantat Hauptverursacher von Verunreinigungen und Entzündungen
Bakterienbefall von Implantaten und damit verbundene Entzündungen des Gewebes entstehen hauptsächlich durch das Material, mit dem sie verschlossen werden. Zur Füllung am besten geeignet sind Stifte aus sogenanntem Guttapercha, einem kautschukähnlichen Stoff, der aus dem milchigen Saft des Gummibaumes gewonnen wird. Guttapercha-Stifte lassen sich nicht nur besonders einfach einführen