Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Erwärmter Schwanz als Warnung für die Angreifer
Angesichts einer angriffsbereiten Klapperschlange erstarrt so manches Opfer vor Angst. Nicht so die kalifornischen Erdhörnchen: Sie erhitzen ihren Schwanz, um die Schlange davor zu warnen, dass sie sich nicht kampflos geschlagen geben. Zum ersten Mal konnte nachgewiesen werden, dass die Nager ein Signal bewusst verwenden, nämlich eine Infrarot-Ausstrahlung oder Hitze, erklärt Aaron Rundus von der Universität Kalifornien in Davis, der die
Ein neues Forschungsprojekt am Lehrstuhl “Struktur und Chemie der Biopolymere” der Universität Bayreuth (Professor Dr. Paul Rösch) untersucht – insbesondere mithilfe der magnetischen Kernresonanzspektroskopie (nuclear magnetic resonance, NMR) – biophysikalische und chemische Grundlagen der Wirkungsweise von Substanzen, die gegen Prionenerkrankungen wie die Creutzfeldt-Jakob Krankheit (CJK) oder BSE eingesetzt werden können. Es wird erwartet, dass die Ergebnisse wesentliche Beiträge zur Entwicklung me
EpiGen-Schalter überführen Tumore
Für eine frühe Diagnose einiger Krebsarten machen sich deutsche Forscher der Universität des Saarlandes eine Eigenart der Tumoren zu Nutze. Die Tumore geben Zellen ins Blut ab. Diese Spur kann den Krebs überführen, da in diesen Zellen häufig spezielle Gene angeschaltet sind, die ein unkontrolliertes Wachstum der Tumorzellen ermöglichen. Diese neue Methode der Krebsfrüherkennung wird vom deutschen Bundesforschungsministerium mit 2,7 Mio. Euro geförder
Außer den roten und weißen Blutkörperchen, die für den Sauerstofftransport und die Immunabwehr im Körper sorgen, haben auch die Blutplättchen, die so genannten Thrombozyten, eine wichtige Funktion im Organismus. Neben ihrer großen Bedeutung bei der Blutungsstillung, spielen sie aber auch eine Schlüsselrolle bei der Entstehung von Gefäßerkrankungen. Für ihre Forschungsarbeiten, die international zu einem besseren Verständnis der Thrombozyten bei diesen Prozessen beigetragen haben, wurde die münstersc
Dr. Katja Beier von der Berliner Charité ist auf der Spur einer neuen Therapie gegen das allergische Asthma. Dafür erhält sie ein Stipendium der Novartis-Stiftung. Für die betroffenen Kinder ist es eine Qual: Ihre Lungen sind verengt und entzündet, sie husten und ringen nach Luft. Das allergische Asthma gilt inzwischen als häufigste Erkrankung im Kindesalter, aber auch Erwachsene sind zunehmend betroffen; alles in allem etwa vier Millionen Deutsche. Die therapeutischen Möglichkeiten b
Weiteres Medikament macht Resistenz rückgängig
Wissenschaftler des Baylor College of Medicine haben erforscht, warum manche Brustkrebsformen nicht auf eine Behandlung mit Tamoxifen ansprechen. Sie konnten nachweisen, dass mit Gefitinib ein anderes Medikament die Resistenz gegen Tamoxifen zerstören kann. Es wurde laut BBC nachgewiesen, dass Tamoxifen das Todesrisiko von Frauen mit fortgeschrittenem Brustkrebs über einen Zeitraum von zehn bis 15 Jahren um rund 15 Prozent verringern kan
In der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde in Großhadern werden seit etwa einem Jahr Ohrmuschelrekonstruktionen durchgeführt, die in ihrer Methode bundesweit bisher einmalig angeboten werden. Der Direktor der Klinik, Professor Dr. Alexander Berghaus, und sein Oberarzt Dr. Andreas Naumann stellen die fehlenden Anteile des Ohrmuschelgerüstes aus porösem Polyethylen-Material statt – wie sonst üblich – aus körpereigenem Rippenknorpel wieder her.
In Deutschland gibt es eine Ohrfehlbildun
Das neue Integrierte Projekt CANCERDEGRADOME wird unter dem vorrangigen Themenbereich “Biowissenschaften, Genomik und Biotechnologie im Dienste der Medizin” des Sechsten Rahmenprogramms (RP6) eingerichtet und soll dazu dienen, neue innovative Ansätze bei der Diagnose und Behandlung von Krebserkrankungen zu erforschen.
“Proteasen sind eine sehr vielschichtige und wichtige Gruppe von Enzymen, die 1,7 Prozent des menschlichen Genoms ausmachen. Die Aufgabe dieser Enzyme besteht darin, andere Pr
Präferenz für Vorderglieder trotz gleicher Funktionalität
Zoologen haben entdeckt, dass Oktopusse einen Lieblingsarm haben. Zum ersten Mal wurde bei den Kopffüßern eine Vorliebe bei der Wahl der Extremität für eine bestimmte Tätigkeit nachgewiesen. Die Tiere benutzen das zuverlässige Anhängsel erster Wahl bei der Erkundung eines neuen Schlupfwinkels oder Verstecks, erklärte Ruth Byrne von der Universität Wien bei dem jährlichen Treffen der Gesellschaft für das Verhalten von Tieren in
Mehr als drei Portionen täglich schützen vor Makulopathie
Das Essen von Obst schützt gegen eine altersbedingte Augenkrankheit, die zu einer Erblindung führen kann. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Brigham and Womens Hospital gekommen. Die Wissenschaftler begleiteten mehr als 118.000 Menschen über einen Zeitraum von 12 bis 18 Jahren. Jene, die drei oder mehr Portionen Obst täglich aßen, erkrankten 36 Prozent seltener an einer Makulopathie als jene, die weniger als 1,5 Port
Ein schweizerisches Unternehmen hat ein neuartiges Zellmodell entwickelt, das besonders im Rahmen von Medikamententests mit einem hohen Durchsatz für die Friedreich-Ataxie (FRDA) als eine typische Genkrankheit europäischen Ursprungs angewendet werden kann.
FDRA ist eine Krankheit, die durch vermehrte phänotypische Veränderungen, einen sehr langsamen Krankheitsverlauf und verschiedene Symptome wie zum Beispiel schwere Skoliosen und Missbildungen an den Beinen, die das Gehvermögen stark einsc
Bis heute galten neurodegenerative Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson sowie Amyotrophische Lateralsklerose (ALS) als unheilbar. Ein von der Europäischen Kommission finanziertes Programm hat sich dieser Herausforderung gestellt und sich auf die Untersuchung der für das Absterben und Überleben von Neuronen ausschlaggebenden Signalwege konzentriert. Die neu gewonnenen Informationen werden den Erwartungen zufolge einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung von innovativen Medikamententherapien leisten.
Durch den globalen Handel mit Lebensmitteln können bereits besiegte Krankheiten wieder aufflammen
Stoffliche Lebensmittel-Risiken, wie Dioxin- oder Acrylamidbelastungen, haben in der öffentlichen Wahrnehmung einen hohen Stellenwert. Aber es sind oft die mikrobiellen Risiken, die für die Gesundheit von größerer Bedeutung sind. Rund 2 Millionen Menschen sterben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation jährlich weltweit durch verdorbene Lebensmittel. Selbst im hoch-technisierten Deut
Testosteron gegen chronische Schmerzen
Männer sind weniger sensibel als Frauen, zumindest was Schmerzen betrifft. Forscher haben herausgefunden, dass das männliche Hormon Testosteron Beschwerden ausblendet. Sie glauben, dass dieser Toleranzeffekt Männern hilft, ihre Ausdauer bei Kämpfen zu behalten, wo das Testosteronniveau hoch ist. Das berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature.
“Wenn Männer weniger empfindlich auf Schmerz sind, ist die Bereitschaft zu kämpfen größer”, sagt
Nager-DNA gibt Aufschluss über Besiedlung Polynesiens
Die genetischen Informationen von Ratten geben Aufschluss über die Migration auf den Südsee Inseln Polynesiens. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftlerinnen der University of Auckland. Sie haben verschiedene DNA-Sequenzen von Ratten untersucht und miteinander verglichen, berichten sie in der renommierten Wissenschaftszeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences PNAS.
Es geht eigentlich um die Migrationsge
Erkenntnisse sollen auch für Tierzucht Verbesserungen bringen
Insgesamt 13 Mio. Euro Forschungsgeld seitens der EU ist für das Projekt “European Network for Pig Genomics”(PigNet), die Entschlüsselung des Schweinegenoms vorgesehen. Insgesamt sind 17 Länder an dem Forschungsvorhaben beteiligt, berichtet die Universität Göttingen. Ziel der Untersuchungen ist es, die Rolle der Gene bei Entwicklung, Wachstum, Gesundheit und Reproduktion zu entschlüsseln, um damit Erbkrankheiten aufzuspür