Klinische Implikationen derzeit noch nicht erforscht
Nur die Hälfte der von einem Chemotherapeutikum verabreichten Dosis kann von Krebspatienten tatsächlich aktiviert werden. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der University of Pittsburgh School of Engineering gekommen. Der Student Jason Fisher analysierte die Daten von 31 Krebspatienten, die 30 Minuten Infusionen mit dem Medikament Gemcitabine erhielten. Untersucht wurde, welcher Prozentsatz der Dosierung mit Medikamentkonzentrationen verbunden war, die die Aktivierungsfähigkeit des Körpers überstiegen. Es zeigte sich, dass rund 50 Prozent der Dosierung in aktive Metabolite umgewandelt wurden. Die restlichen 50 Prozent blieben sehr wahrscheinlich inaktiv und hatten daher wahrscheinlich keine Auswirkungen auf den Behandlungserfolg.
Der leitende Wissenschaftler Robert Parker erklärte, dass es überraschend sei, dass nur die Hälfte einer Dosierung in eine aktive Form umgewandelt werde. Aus diesem Grund seien alternative Formen der Verabreichung dieser Infusionen sorgfältig zu überprüfen. Zusätzlich seien die klinischen Implikationen dieser Ergebnisse genauer zu erforschen. Die Patienten erhielten Gemcitabine-Dosierungen von 650-950mg/m2 und wurden einem pharmakokinetischen Sampling unterworfen.



