Legionellen sind aerobe Bakterien, die natürlicherweise in geringer Zahl in allen Oberflächengewässern und im Grundwasser vorkommen. Von dort aus können sie trotz Wasseraufbereitung mit dem Rohwasser in Trinkwassersysteme und sonstige wasserführende Anlagen gelangen. Bei der Erfindung LegiGuard handelt es sich um ein vollautomatisches Minilabor zur qualitativen und quantitativen Bestimmung von Legionellen in wasserführenden Leitungen, z.B. für Trinkwasser. Das Gerät ist in der Lage ein definiertes Volumen aus dem zu prüfenden Wasserstrom zu entnehmen und die Menge an vorhandenen Legionellen zu ermitteln. Hierzu werden fluoreszenzmarkierte Immunobeads ver¬wendet, die einen einfachen Nachweis der Anwesenheit von Legionellen ermöglichen. Das Ergebnis wird dem Nutzer elektronisch direkt mitgeteilt und liegt in etwa 1,5 bis 2 Stunden vor.
Beta Laktone als neuartiger Antivirulenz Wirkstoff gegen Bakterien
Ein neu entwickeltes Verfahren zur Wasseraufbereitung ermöglicht die Investitionskosten und den Energieverbrauch für konventionelle Entsalzungsanlagen zu reduzieren. Das Verfahren bietet eine innovative, umweltfreundliche und energieeffiziente Lösung, welche sich neben der Meerwasserentsalzung auch für die Aufkonzentration von Prozesswässern aus der Öl- und Gasindustrie, dem Bergbau, der Galvanik oder der Nahrungsmittelindustrie bis hin zum Feststoffausfall (Zero Liquid Discharge – ZLD) eignet.
Zugeschnitten auf die Anforderungen aus der Praxis wurde am Institut für angewandte Nano- und optische Technologien der Hochschule Niederrhein (iNano),
Krefeld, der FoBt Sensor weiter entwickelt. Aufgrund des nichtelektrischen Messverfahrens ist der FoBt Sensor nicht nur in den klassischen betauungsgefährdeten Umgebungen einsetzbar,
sondern darüber hinaus auch in besonders sensiblen, explosionsgefährdeten Bereichen oder in der Nähe
von Hochspannung.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren werden zur Prozessintensivierung von Biogasanlagen adaptionsauslösende Substrate zur gezielten Vermehrung acetogener Mikroorganismen zu dosiert, die eine frühzeitige Adaption einer stabilen Biozönose einleiten. Das Verfahren führt zu einer wesentlichen Erhöhung der Raumbelastung. Ausgangsmaterialien können landwirtschaftliche Abfallstoffe sein, z. B. Gülle oder Weidegras, aber auch außerlandwirtschaftliche Abfallstoffe, z. B. Bioabfall, Speiseabfälle, Altfett und Klärschlamm.
Die vorliegende Technologie beschreibt ein Verfahren zum Aufbringen einer korrosions- und/oder verschleißhemmenden, metallischen Beschichtung auf der Innenmantelfläche eines metallischen rohrförmigen Körpers.
In Chirurgie und Orthopädie werden Metallimplantate zur Stabilisation in den Knochen eingesetzt und mit diesem verschraubt (Osteosynthese).
Intelli-Drill ist ein medizinisches Bohrverfahren mit integrierter Messung des Bohrkanals, um bei der Operation die exakt passende Schraubenlänge einzusetzen. Das Verfahren verwendet einen Körperschallsensor, der die verschiedenen Schwingungen beim Bohren durch unterschiedliche Schichten erfasst und parallel, mittels eines Sensors oder eines Laserabstandsmessers eine Wegemessung durchführt. Durch die Synchronisation der beiden Messungen kann die Länge des Bohrkanals präzise bestimmt werden. Damit kann die genau passende Schraubenlänge ausgewählt und sofort eingesetzt werden.
Das neue Verfahren verspricht weniger Revisionsoperationen und damit einen verbesserten Heilungsprozess, was für die Patienten zu kürzeren Klinikaufenthalten führt. Für Kliniken und OP-Teams verspricht das neuartige Verfahren Kosteneinsparungen durch einen geringeren Materialeinsatz von Schrauben sowie eine Reduzierung von Röntgenuntersuchungen während der OP.
Anhand erster Laborversuche wurden die beim Durchbohren eines Knochens auftretenden unterschiedlichen Schwingungen gemessen, aufgezeichnet und ausgewertet.
Anwendung: Medizintechnik
Ionische Flüssigkeiten bieten eine interessante Kombination von Eigenschaften: Sie leiten elektrischen Strom und sind als Lösungsmittel einsetzbar. Sie ermöglichen ökonomisch effizientere und umweltfreundlichere Verfahren zur Produktion und Reinigung von Pharmaka, Chemikalien und Brennstoffen. Durch die geeignete Wahl der Kationen und Anionen lassen sie sich für viele Anwendungen maßschneidern.
Aufgrund der hohen Temperaturen im Herstellungsprozess der ionischen Flüssigkeiten war eine verfärbungsfreie Herstellung bisher nicht möglich. Bisherige Versuche, ionische Flüssigkeiten verfärbungsfrei herzustellen, erlaubten entweder nur sehr niedrige Temperaturen, was jedoch die Reaktionsgeschwindigkeit stark herabsetzte oder machten zusätzliche Lösungsmittel oder nachgeschaltete Reinigungsschritten nötig.
Die Folgende Erfindung beschreibt ein verbessertes Herstellungsverfahren für imidazolium-basierte ionische Flüssigkeiten. Durch eine überstöchiometrische Menge an geeignetem Alkylierungsmittel wird die verfärbungsfreie Herstellung der Flüssigkeiten auch bei hohen Drücken und Temperaturen erreicht.
Gegenwärtig fallen ca. 700 Tsd. Tonnen Porenbeton-Abbruchmaterial (Porenbetonbruch) pro Jahr an. In den nächsten 20 Jahren wird das Aufkommen auf bis zu 1.5 Mio. Tonnen pro Jahr ansteigen. Porenbetonbruch muss heute deponiert werden.
Mit der vorliegenden Erfindung ist es erstmals gelungen, Mauersteine aus Porenbetonbruch herzustellen. Zur Herstellung des Steins wird das bekannte Rüttelpressverfahren nutzt, das auch zur Produktion von Betonpflastersteinen verwendet wird. Der Stein weist gute Wärmedämm- und Schallschutzeigenschaften auf.
Die Erfindung ermöglicht ein wirtschaftlich und ökologisch sinnvolles Recycling von Porenbetonabfällen und entspricht daher den neuen Grundanforderungen an Bauwerke und den wesentlichen Merkmalen von Bauprodukten (EU Bauproduktenverordnung).
Die Rezeptur und das Herstellungsverfahren wurden im Rahmen mehrerer Forschungsprojekte zu einem Prototyp weiterentwickelt. Die Steine wurden industriell gefertigt und in einer Versuchsmauer verbaut.
Die Mauer kann in der Materialprüfungsanstalt besichtigt werden. Mustersteine liegen als Anschauungsexemplare
bereit.
Die Erfindung ermöglicht die Herstellung komplexer Bifurkations-Gefäßprothesen aus degradierbaren Polymeren, die als temporäre Gerüststrukturen für körpereigene Zellen dienen. Die Gefäßprothese umfasst eine Materialstruktur, die nach Besiedlung mit körpereigenen Zellen sämtliche Funktionen des ursprünglichen Gewebes des Gefäßes besitzt und nicht als Fremdkörper wirkt.
Ein septischer Schock wird durch die Anwesenheit von Erregern in der Blutbahn eines Patienten verursacht. Viele dieser Erreger weisen bestimmte Oberflächenstrukturen auf, die vom Immunsystem erkannt und bekämpft werden. Das humane antimikrobielle Peptid (AMP) ist bereits für seine neutralisierenden Eigenschaften gegenüber dem Endotoxin LPS und verschiedenen behüllten Viren, wie HIV, CMV, EBV, bekannt. Außerdem ist das Peptid befähigt zwischen körpereigenen und körperfremden Zellen zu diskriminieren, sodass der Einsatz von höheren Dosen für die eigenen Zellen verhältnismäßig unbedenklich ist. Die Immobilisierung des Peptids an geeignete Träger-materialien unterbindet weitere unerwünschte systemische Effekte und sorgt für eine zusätzliche Stabilität des AMPs.
[Ref. HMZ108]
Am Institut für Flugzeugbau der Universität Stuttgart wurde ein flexibler Anpresswalzenmechanismus für Flechtmaschinen entwickelt, der auch bei Bauteilen mit kleinen Krümmungswinkeln oder größeren Querschnittsänderungen die Geflechtablage in der automatisierten Herstellung signifikant verbessert.
Beim Umflechten eines Flechtkerns sorgt dabei die flexible Lagerung der Anpresswalzen dafür, dass sich die Anpresswalzen sowohl an eine Schrägstellung als auch eine Querschnittsänderung des Flechtkerns anpassen, und am Flechtring eine konstante, genau definierte Kraft auf das Geflecht ausgeübt wird.
Im automatisierten Prozess übernimmt die Robotersteuerung der Flechtmaschine die Ansteuerung der Anpresswalzen. Die Geflechtablage bei Bauteilen mit variablem Querschnitt und Krümmungen wird dadurch – ohne manuelles Nachführen – signifikant verbessert.
Erfinder der Hochschule Aalen – Technik und Wirtschaft haben erstmals ein Kathodenmaterial entwickelt, bei dem die bauliche und stoffliche Trennung von Stromsammler und Kathodenmaterial entfällt. Darüber hinaus kann in dem einstufigen Bandgalvanikverfahren auf die Beimischung von Bindemittel und elektrisch leitfähigen Füllpartikeln verzichtet werden, was einen quantitativ deutlich höheren Anteil an Aktivmaterial in der Kathode ermöglicht. Li-Ionen- oder Li-Schwefel-Batterie können so effizienter betrieben werden.
Ein Schweizer Erfinder entwickelte und optimierte eine Drehverbindung in Leichtbauweise, die bei geringem Gewicht eine extrem hohe Tragfähigkeit erreicht und die Gefahr der Riffelbildung bei kleinen Schwenkbewegungen praktisch eliminiert. Durch die Kastenstruktur der Drehverbindung kann jede ihrer Komponenten optimal an unterschiedliche Anforderungen, wie beispielsweise Verschleißschutz des Innenringes und Korrosionsschutz des Außenringes, angepasst werden. Die über den gesamten Lagerumfang verteilten Gleitelemente sind bei Bedarf leicht auszuwechseln.
Stuttgarter Erfinder haben ein neues Konzept für Radial- oder Standardflechtmaschinen entwickelt, das sich durch eine zusätzliche Fadenpositioniereinheit nahe am Flechtzentrum auszeichnet. Das Positioniermodul bildet eine sekundäre Flügelradebene, die sich synchron mit der gängigen ersten Flügelradebene bewegt und die Position jedes einzelnen Fadens nahe am Flechtzentrum klar definiert. Damit ist die Grundvoraussetzung für eine automatisierte Fadenmanipulation geschaffen, die erstmals das Umflechten von Bauteilen mit stark variierenden Umfängen bei konstantem Flechtwinkel und gleichmäßiger Geflechtqualität ermöglicht.
Das Anwendungsgebiet der neuen Technologie liegt in der Materialprüfung polymerer Werkstoffe. Gegenüber dem Stand der Technik kann die vorgestellte Technologie die Herstellung polymerer Probekörper (z. B. Klebstoffe) deutlich vereinfachen und den Einfluss externer Parameter (z. B. Temperatur) auf den Prüfprozess auf ein Minimum reduzieren. Es existieren verschiedene Varianten, in die unterschiedliche Heiz- und/oder Kühlsysteme integriert sind. Weiterhin sind verschiedene Probenformen realisierbar, die in dem kreisförmigen Probenhalter hergestellt werden können.