Bei der Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt wurde bei der Untersuchung des Atomkerns Eisen-45 eine neue radioaktive Zerfallsart entdeckt: der Zwei-Protonen-Zerfall, bei dem gleichzeitig zwei Protonen aus dem Kern emittiert werden. Fast zeitgleich wurde in einem unabhängigen Experiment am französischen Institut GANIL in Caen dieselbe Beobachtung gemacht. Der Nachweis und die weitergehende Untersuchung dieses Phänomens werden unser Verständnis von der Struktur der Atomkerne und der
Statistische Untersuchungen des Gießener Physikers Prof. Dr. Armin Bunde und Kollegen belegen: Trends wie die globale Erwärmung werden in Klimamodellen offenbar überschätzt – Publikation in Physical Review Letters Die gute Nachricht zuerst: Die globale Erwärmung ist offenbar nicht ganz so gravierend wie vielfach befürchtet. Dies bedeutet zwar keine Entwarnung von wissenschaftlicher Seite, zeigt aber, dass kein Anlass zu Panikreaktionen und übertriebener Hektik bei politischen
Wissenschaftler finden mit dem Röntgensatelliten XMM-Newton in einem Quasar ungewöhnlich große Mengen dieses Elements
Wie kommt das Eisen in die Welt? Den Theorien der Astrophysiker zufolge wird es im Inneren von massereichen Sternen erbrütet und – wenn diese als Supernovae explodieren – ins All geschleudert. Dort vermischt es sich mit Materie, aus der wiederum neue Sterne entstehen. Auch unsere Sonne enthält als Stern einer späteren Generation einen gewissen Eisenanteil. Prof. Günther
Max-Planck-Wissenschaftler entwickeln neue Verfahren zur Altersdatierung / MaxPlanckForschung 2/2002 erschienen
Physikalische Methoden zur Altersbestimmung gehören zum Rüstzeug von Archäologen und Geologen. Jedes Verfahren hat seine eigene “zeitliche Reichweite” und seine speziellen Einsatzgebiete. Ein Team um Prof. Günther Wagner vom Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg hat zwei Methoden entwickelt, mit denen sich völlig neue Anwendungsfelder erschließen lassen: Mit der o
Rhythmische Auf- und Abbewegungen der Sonnenphotosphäre (des scheinbaren Sonnenrandes) sind seit etwa vier Jahrzehnten nachgewiesen. Jetzt stellten Wissenschaftler fest, dass auch in der Sonnenkorona – der Atmosphäre der Sonne – Schwingungen messbar sind. Das Problem der Aufheizung der Sonnenkorona und die damit verbundenen Fragen nach Ursachen und Auswirkungen heftiger solarer Stürme, die aus dieser Region stammen, gehören zu den derzeit interessantesten und schwierigsten Arbeitsgebieten de
Dem AIP Wissenschaftler Christian Vocks wurde am 12. Juni von der Max-Planck-Gesellschaft die Otto-Hahn-Medaille für seine Dissertation zum Heizungsmechanismus in der Sonnenatmosphäre verliehen. Warum ist die sichtbare Sonnenoberfläche ca. 6000 Grad heiß, die Sonnenatmosphäre, die sogenannte Korona, jedoch 1 Million Grad? Wie kommt es zu dieser extremen Aufheizung? Christian Vocks untersuchte als Stipendiat der Max-Planck-Gesellschaft in seiner Dissertation den bis heute noch
Forscher des Bonner Max-Planck-Instituts für Radioastronomie an Entdeckung des dreiatomigen Ammoniakisotops ND3 beteiligt
Schon auf der Erde sehr selten, ist der Fund dieses Moleküls im All eine echte Sensation: Astronomen des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie (MPIfR) in Bonn und des California Institute of Technology (CalTech) in Los Angeles haben im All das Molekül ND3 nachgewiesen. Es handelt sich dabei um ein sehr seltenes Isotop des Ammoniaks, bei dem alle drei Wasserst
Mit mehr als 15 Teleskopen weltweit nimmt ein internationales Team von Astronomen momentan das Innere eines ausgebrannten Sterns im Sternbild “Schlange” ins Visier. Die Forscher erwarten überraschende Erkenntnisse zum Sternentod – nicht zuletzt dank einer ausgeklügelten Kamera, die an der Universität Bonn entwickelt wurde.
Das Objekt der Begierde befindet sich im Sternbild “Schlange”: Der Stern V338 Ser, dessen Helligkeit im etwa achtminütigen Rhythmus schwankt. Der ausgebrannte Himmelskörp
Was haben Rennreifen der Formel 1 mit Fliegenfüßen gemeinsam? Diese scheinbar skurrile Frage lässt sich mit Hilfe der Physik beantworten: Sie sind weich und anschmiegsam und zudem dünsten beide eine mehr oder weniger klebrige Flüssigkeit aus. So werden Unebenheiten auf dem Asphalt oder – bei der Fliege – im Fensterglas ausgefüllt. Die Kontaktfläche wird größer und die Haftung dadurch verbessert. Diesen und anderen Phänomenen der Haftung ist Dr. Bo Persson aus dem Institut für Festkörperforschung
Herausforderungen der internationalen Spitzenforschung erfordern oftmals schnelle Entscheidungen in Politik und Verwaltung. Im Falle der Gravitationsphysik ist dies gelungen:
Der experimentelle Nachweis und die Analyse von Gravitationswellen gehört heute zu den größten Herausforderungen der modernen Physik. Weltweit gehen daher derzeit vier Gravitationswellendetektoren in Betrieb. Sie kooperieren miteinander, stehen aber auch im Wettbewerb – denn die Wahrscheinlichkeit für den dir
Astronomen schließen weltweit fünfzehn Teleskope zu einem “Gesamtteleskop” zusammen In den kommenden Wochen wird ein internationales Team von Astronomen, dem auch Dr. Stefan Dreizler und Sonja Landenberger-Schuh vom Institut für Astronomie und Astrophysik der Universität Tübingen angehören, mit mehr als fünfzehn Teleskopen Beobachtungen auf der ganzen Welt durchführen. Mit dem Datenmaterial von über einhundert Nächten wollen die Forscher Aufschluss über die innere Struktur eines einze
Max-Planck-Wissenschaftlern gelingt mit raffinierter Messtechnik neuer Einblick in das Kraftwerk der Zelle und in wichtige Details der zellulären Energieerzeugung Zellen, die Bausteine des Lebens, nutzen den universellen Energieträger Adenosintriphosphat (ATP), um ihre vielfältigen Aufgaben zu erfüllen. Bei der Synthese dieser zellulären Energiewährung spielt die Aufnahme und der Transport von Elektronen und Protonen durch bioenergetische Proteine eine große Rolle. Seit vielen Ja
Weltweit einmaliges Lasersystem an der Uni Oldenburg
Blitze von nur zehn Milliardstel Sekunde Dauer, aber von mehr als einhundert Millionen Watt Leistung liefert ein weltweit einmaliges Lasersystem, mit dem die Arbeitsgruppe Angewandte Optik am Fachbereich Physik der Universität Oldenburg experimentiert und das von Bund und Land mit fast 400.000 EURO finanziert wurde. Die grünen Lichtblitze entstehen aus ursprünglich unsichtbarem infraroten Licht und folgen so schnell aufeinander, d
Experiment des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik auf der “Taximission” zur Internationalen Raumstation dabei An der am 25. April gestarteten “Taximission” zur Internationalen Raumstation (ISS) ist auch das Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching mit seinem Plasmakristall-Experiment (PKE) vertreten. Unter Schwerelosigkeitsbedingungen sollen vom 1. bis zum 4. Mai in diesem kleinen Labor Versuche laufen, in denen die Einzelbewegungen der Plasmateilchen sic
Medieninformation der International Mathematical Union Neuer Wissenschaftspreis soll Mathematik als Schlüsseltechnologie fördern / Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro Mathematik ist eine bedeutende und uralte Kulturwissenschaft. Daran zweifelt niemand. Dass Mathematik auch eine treibende Kraft hinter vielen modernen Technologien ist, wissen zum größten Teil nur Fachleute. Mathematik ist in der Tat selbst eine Schlüsseltechnologie. Um das der Öffentlichkeit beispielhaft deutlich zu machen
Erstes Max-Planck-Institut in den neuen Ländern begeht zehnjähriges Jubiläum Festveranstaltung und Symposium über Nanostrukturphysik Das erste Max-Planck-Institut in den neuen Bundesländern, das Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik (MPI-MSP) in Halle, begeht am Freitag, dem 19. April 2002, feierlich sein zehnjähriges Bestehen. Das Institut wurde am 1. Januar 1992 – einer Empfehlung des Wissenschaftsrats zum früheren Akademieinstitut für Festkörperphysik und Elektronen