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Landwirtschaft & Umwelt

Hat Die Steinnelke Ein Rezept Gegen Den Klimawandel?

Eine Alpenpflanze könnte über den Schlüssel für ihr Fortbestehen in einem sich stetig erwärmenden Klima verfügen. Forschende der ETH Zürich haben nämlich den Ursprung von zwei uralten Genvarianten in der Pflanze geklärt. Diese Varianten steuern den Zeitpunkt des Blühens. Das Klima erwärmt sich immer schneller, besonders in den Alpen. Das fordert Organismen heraus. Wenn sie sich nicht in grössere Höhen ausbreiten, müssen sie sich an ihrem bisherigen Standort sehr rasch an höhere Temperaturen anpassen, oder ihre Populationen werden geschwächt und…

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Ökologie Umwelt- Naturschutz

Abbau biobasierter Kunststoffe im Boden

Mikrobengemeinschaft trotzt dem Klimawandel. Kunststoffe, die biologisch abbaubar sind – das klingt zunächst einmal gut. Doch wie sie im Boden abgebaut werden und welchen Einfluss der Klimawandel auf Abbauprozesse hat, darüber ist bislang noch sehr wenig bekannt. Bodenökolog:innen des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) haben nun in zwei Studien gezeigt, welche Mikrobengemeinschaft für den Abbau zuständig ist, welche Rolle dabei das Klima spielt und warum biologisch abbaubare Kunststoffe durchaus problematisch sein könnten. Plastik, das in Böden, Ozeane oder Binnengewässer gelangt, schadet…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Bewässerung von Stadtbäumen

Wasser sparen mit smarten Bewässerungssystemen… Frankfurter Pilotprojekt mit Beteiligung der Universität Hohenheim zeigt eventuelles Einsparpotenzial durch intelligente Bewässerungssysteme auf. Frankfurt möchte Vorreiter bei der wassersparenden Bewässerung von Stadtbäumen werden: Rund tausend Kubikmeter Wasser könnte die Stadt durch die Optimierung von Bewässerungsvorgängen junger Stadtbäume in Zukunft möglicherweise weniger verbrauchen. Das ist ein erstes Zwischenergebnis des Modellversuchs „Smarte Bewässerung“, den Forschende der Universität Hohenheim in Stuttgart zusammen mit der FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH und anderen Projektbeteiligten durchführen. Dabei erfasst ein…

Agrar- Forstwissenschaften

Neue Satellitendaten zeigen deutliche Waldverluste in Deutschland

NRW verliert fast 12% seiner Wälder, Sachsen-Anhalt über 10%: Die Naturwald Akademie hat gemeinsam mit der Remote Sensing Solutions GmbH einen online Waldmonitor veröffentlicht, der anhand von Satellitendaten die Entwicklung der Wälder in den Jahren 2016-2020 anzeigt. Die Geodaten veranschaulichen auf einer Deutschlandkarte wie viel Nadel- und Laubwald die einzelnen Bundesländer in den vergangenen trockenen Jahren verloren haben. Darüber hinaus ist zu erkennen, in welchen Regionen der Wald besonders gelitten hat und somit an Vitalität verloren hat. Aktuelle Daten stehen…

Agrar- Forstwissenschaften

Handbestäubung von landwirtschaftlichen Nutzpflanzen

Bedeutender als gedacht… Bestäuber sind unverzichtbar für die landwirtschaftliche Produktion. Allerdings kann Bestäubung auch ausfallen oder unzureichend sein, was zu geringeren Erträgen und schlechterer Qualität führen kann. Daher sind alternative Lösungen erforderlich. Die Handbestäubung, bei der Pollen manuell oder mechanisch auf die Blüte aufgetragen wird, kann die tierische Bestäubung ergänzen oder ersetzen. Forscherinnen und Forscher der Universitäten Göttingen und Hohenheim präsentieren nun die erste systematische Übersicht über die Handbestäubung von Nahrungsmittelpflanzen. Sie zeigen, dass Handbestäubung weltweit bei 20 Nutzpflanzen angewandt…

Geowissenschaften

Ein Schrecken ohne Ende

Studie mit Heidelberger Beteiligung zeigt, dass Supervulkane auch lange nach einem Ausbruch gefährlich bleiben. Zu den größten Katastrophen der Erdgeschichte zählen neben kosmischen Einschlägen supervulkanische Eruptionen wie die des Toba-Vulkans auf Sumatra (Indonesien) vor etwa 75.000 Jahren, deren Auswirkungen sich über ganz Südostasien und darüber hinaus erstreckten. Ausbrüche ähnlicher Größenordnungen sind nur aus Yellowstone (USA) und von wenigen weiteren Vulkanen weltweit bekannt, die innerhalb des aktuellen geologischen Zeitalters des Quartärs aktiv waren. Bisher wurde angenommen, dass sich die Biosphäre innerhalb…

Geowissenschaften

Vulkananalyse in Echtzeit

Neue lernende Algorithmen helfen, in Satellitendaten Oberflächendeformationen an Vulkanen zu erkennen. Das ermöglicht auch eine bessere Warnung vor Ausbrüchen. Explosive Vulkanausbrüche kündigen sich oft an: Die dynamischen Gas- und Magmaströme im Inneren des Berges verändern sich schon vorher merklich und bewirken unter anderem ein Heben und Senken der Vulkanoberfläche, das von Satelliten erfasst wird. Zur besseren Analyse und Interpretation dieser Beobachtungsdaten hat ein interdisziplinäres Team um Binayak Ghosh und Mahdi Motagh vom Deutschen GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ) Methoden des Maschinellen Lernens…

Geowissenschaften

Können Astronauten unbeschadet zum Mars fliegen?

Umfassende Simulationen von Forschenden um Yuri Shprits vom GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ) und der Universität Potsdam sowie Mikhail Dobynde vom Skolkovo Institute of Science and Technology (Skoltech) in Moskau zeigen, unter welchen Bedingungen eine Mission zum Mars machbar ist: Die gefährliche Weltraumstrahlung kann ausreichend gut abgeschirmt werden. Dafür darf der Schutzschild des Raumschiffs eine bestimmte Dicke nicht unter- und nicht überschreiten. Die Reise sollte zum Maximum des Sonnenzyklus gestartet werden und nicht länger als 4 Jahre dauern. Die Weltraumstrahlung ist eines…

Agrar- Forstwissenschaften

Satelliten messen Trockenstress bei Pflanzen

Bessere Ernteerträge… Mit einem Satellitensystem, das den Trockenstress von Pflanzen misst, haben zwei Forscher aus dem Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut, EMI, jetzt das Spin-off ConstellR gegründet. Die Technologie ermöglicht es der Landwirtschaft, die Bewässerung der Anbauflächen zu optimieren und damit den Ernteertrag zu steigern. Das erste Sensorsystem startet Anfang 2022 ins All, um an Bord der Internationalen Raumstation ISS installiert zu werden. Die Weltbevölkerung wächst und mit ihr der Bedarf an Nahrungsmitteln. Da die Ackerflächen begrenzt sind, muss die Landwirtschaft…

Geowissenschaften

Erdrutsche besser vorhersagen

Was der Blick in Gefährdungskarten aus der Schwäbischen Alb lehrt. Geoinformationssysteme kombiniert mit Statistiken vergangener Erdrutsche können die Wahrscheinlichkeit künftiger Abgänge lokal eingrenzen und Prognosen zuverlässiger machen. Das betonen Forschende der TU Freiberg, des KIT und der Universität Würzburg in einer aktuellen Studie zu Gefährdungskarten. Die zerstörerische Kraft von Erd- und Hangrutschen, die durch Starkregen hervorgerufen werden kann, zeigte sich deutlich bei den jüngsten Flutkatastrophen in mehreren Regionen Deutschlands und Europas. Vor dem Hintergrund der Diskussion um die Bewertung der…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Pionier in Folge

Flensburger Forschungsprojekt zu suffizienter Stadtentwicklung von Uni und Stadt wird fortgeführt. Mit rund 460 000 Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung die zweite Phase des Projekts „Entwicklungschancen und –hemmnisse suffizienzorientierter Stadtentwicklung“ (EHSS II). Seit dem 1. August 2021 widmen sich die Projektteilnehmenden von Stadt und Europa-Universität ganz konkret dem Vorhaben, den Hafen Ost in Flensburg als suffizienzorientiertes urbanes Quartier zu gestalten. „Das ist ein großer Erfolg für das transdisziplinäre Projekt“, betont die wissenschaftliche Projektleiterin Dr. Michaela Christ vom…

Agrar- Forstwissenschaften

Seltene Gersten-Mutation mit Potenzial

Wie wichtig das Wurzelsystem für die Höhe landwirtschaftlicher Erträge ist, wird häufig unterschätzt. Ob Wurzeln effektiv an Wasser und Nährstoffe herankommen, entscheidet auch darüber, wie widerstandsfähig wichtige Kulturpflanzen gegenüber Dürre und Klimawandel sind. Forschende der Universitäten Bonn und Bologna (Italien) haben eine Mutante in Gerste entdeckt und beschrieben: Ihre Wurzeln wachsen deutlich steiler nach unten als normalerweise. Diese Entdeckung bietet potenziell einen Ansatzpunkt für die Züchtung dürreresistenterer Sorten. Die Studie ist nun in PNAS erschienen. Gerste gehört zu den wichtigsten…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Gewässermonitoring aus dem All

Während Erdbeobachtungssatelliten des europäischen Copernicus-Programms ihre Kreise um die Erde ziehen, senden sie sehr viele Daten. Diese Informationen aus dem All sollen künftig für das Gewässermonitoring der Landesumweltämter nutzbar gemacht werden. Daran arbeiten Forscher:innen im Verbundprojekt „Erfassung der Wasserqualität und Wasserflächenausdehnung von Binnengewässern durch Fernerkundung“ (BIGFE) unter der Federführung des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ). Für das Monitoring von Küstenbereichen der Nord- und Ostsee werden Fernerkundungsdaten bereits routiniert und erfolgreich eingesetzt. Für die Überwachung von Binnengewässern ist das bislang noch nicht…

Geowissenschaften

Globale Klimakatastrophe der Triaszeit

Fossil-Fundstelle in Niederösterreich gibt tiefe Einblicke in die Erdgeschichte. Über 6.000 einzigartige Fossilien der alpinen Triaszeit wurden von NHM Wien-Paläontologen Alexander Lukeneder und Paläontologin Petra Lukeneder von der Universität Wien untersucht. Die Überreste sind Zeugen einer der größten Umweltkatastrophen der Erdgeschichte, der „Karnischen Krise“. Diese Phase zeichnet sich durch einen Klimawandel vor 233 Millionen Jahren aus, der zu einem gigantischen weltweiten Massensterben in den Meeren des Erdmittelalters führte. Die Ergebnisse wurden nun erstmals publiziert (Scientific Reports). Die Polzberg-Fundstelle Ein kleiner…

Agrar- Forstwissenschaften

Eine Zukunft der Milcherzeugung im Klimawandel

Weidemilcherzeugung in integrierten Marktfrucht-Futterbau-Systemen. Das Ziel der Klimaneutralität in Deutschland bis spätestens 2045 drängt auf die zügige Umsetzung wirksamer Maßnahmen zur Reduktion der Treibhausgas (THG)-Emissionen in allen Wirtschaftssektoren. Die Landwirtschaft trägt in Schleswig-Holstein mit etwa 20 Prozent erheblich zu den THG-Emissionen bei, wobei der intensiven Nutzung der Moore zur Milcherzeugung eine Schlüsselrolle zukommt. Es ist daher absehbar, dass die Milcherzeugung auf Moorstandorten unter erheblichen Druck geraten wird, wie es vor wenigen Wochen in einer Studie der Stiftung Klimaneutralität dokumentiert worden…

Agrar- Forstwissenschaften

Fichten- und Tannenwirtschaftswälder durch den Waldbau auf Trockenheit vorbereiten

In Mitteleuropa werden Trockenzeiten mit dem Klimawandel häufiger, doch manche heutigen Wälder können schlecht damit umgehen. Daten eines 30-jährigen Experiments zeigen nun, wie anfällig Fichten- und Tannenwirtschaftswälder auf Dürre sind. Der Waldbau kann aber ihre Resilienz gegen Trockenheit erhöhen, das heisst, wie rasch und gut sie sich davon erholen können. Dies berichtet ein von der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL geleitetes Forschungsteam im Fachjournal Global Change Biology. Wie gut können Wälder Trockenheit aushalten und was können Forstleute…

Geowissenschaften

Thwaites-Gletscher: Viel Erdwärme unter dem Eisstrom

Die Eismassenverluste des Thwaites-Gletschers in der Westantarktis verursachen rund vier Prozent des globalen Meeresspiegelanstieges. Dieser Anteil könnte weiter steigen, denn kaum ein anderer Eisstrom in der Antarktis verändert sich derzeit so drastisch. Fachleute führen dies bislang auf den Klimawandel und die Tatsache zurück, dass der Gletscher vielerorts auf dem Meeresboden aufliegt und somit für warme Wassermassen erreichbar ist. Mit geothermalen Wärmeströmen kommt jetzt ein dritter, bislang vernachlässigter Einflussfaktor kommt hinzu, wie Forschende des Alfred-Wegener-Instituts in Communications Earth & Environment berichten….

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