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Landwirtschaft & Umwelt

Hat Die Steinnelke Ein Rezept Gegen Den Klimawandel?

Eine Alpenpflanze könnte über den Schlüssel für ihr Fortbestehen in einem sich stetig erwärmenden Klima verfügen. Forschende der ETH Zürich haben nämlich den Ursprung von zwei uralten Genvarianten in der Pflanze geklärt. Diese Varianten steuern den Zeitpunkt des Blühens. Das Klima erwärmt sich immer schneller, besonders in den Alpen. Das fordert Organismen heraus. Wenn sie sich nicht in grössere Höhen ausbreiten, müssen sie sich an ihrem bisherigen Standort sehr rasch an höhere Temperaturen anpassen, oder ihre Populationen werden geschwächt und…

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Ökologie Umwelt- Naturschutz

Stand-up-Paddleboard aus nachwachsenden Leichtbau-Materialien

Plastikfreier Wassersport… Stand-up-Paddling hat sich zum Trendsport entwickelt. Herkömmliche Surfbretter bestehen jedoch aus erdölbasierten Materialien wie Epoxidharz und Polyurethan. Forschende am Fraunhofer-Institut für Holzforschung, Wilhelm-Klauditz-Institut, WKI wollen die Kunststoff-Boards durch nachhaltige Sportgeräte ersetzen: Sie entwickeln ein Stand-up-Paddle, das zu 100 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen besteht. Das ökologische Leichtbau-Material ist vielseitig einsetzbar, etwa beim Bau von Gebäuden, Autos und Schiffen. Stand-up-Paddling (SUP) ist eine naturverbundene Sportart, doch die Kunststoffboards sind alles andere als umweltfreundlich. In der Regel werden zur Produktion der…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

CO2 als Rohstoff für Kunststoffe und Co.

Kohlenstoffdioxid ist einer der Haupttreiber des Klimawandels – die Emissionen müssen daher künftig sinken. Einen möglichen Weg zur Kohlendioxid-Reduktion zeigen Fraunhofer-Forschende auf: Sie nutzen das Klimagas als Rohstoff, etwa für Kunststoffe. Dazu stellen sie aus Kohlendioxid zunächst Methanol und Ameisensäure her, die sie via Mikroorganismen zu Bausteinen für Polymere und Co. umwandeln. Bei der Verbrennung fossiler Rohstoffe gelangt verstärkt Kohlendioxid in die Luft. Mittlerweile ist die Kohlendioxid-Konzentration in der Erdatmosphäre bereits auf etwa 400 Parts per Million (ppm) gestiegen –…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Wie umweltfreundlich ist Papier aus Silphie-Fasern?

Basis für die Papierherstellung ist fast ausschließlich Holzzellstoff, ob als Frischfaser oder Deinking-Material. Eine andere – noch wenig bekannte – Pflanze könnte nun zu einem neuen, nachhaltigen Faserstoff-Lieferanten für die Papierherstellung werden: die mehrjährige Energiepflanze »Durchwachsene Silphie«. Fraunhofer UMSICHT erstellte für OutNature, einen Anbieter von Faser- und Papierprodukten auf Silphie-Basis, eine Ökobilanzstudie zu Papier aus Silphie-Fasern, untersuchte die potenziellen Umweltwirkungen von Silphie-Papier und verglich diese mit konventionellem Verpackungspapier aus Frischfasern. Primärer Rohstoff für die Papierherstellung ist Zellstoff, der aus Holz…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Klimawandel mit dem Ozean effektiver begrenzen

Erste Forschungsmission der DAM untersucht Meere als Kohlenstoffspeicher. Das Problem ist bekannt: Immer mehr Kohlenstoff gelangt aufgrund menschlicher Aktivitäten in die Atmosphäre. Die heizt sich auf. Das Klima ändert sich und mit ihm die Lebensbedingungen auf unserem Planeten. Der Ozean bremst diesen Prozess. Seine Wärme- und Kohlendioxidaufnahme ist aber zu langsam, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens erreichen zu können − selbst bei ambitionierter Klimaschutzpolitik und drastischer Emissionsreduktion. In der ersten, Anfang August gestarteten Forschungsmission der Deutschen Allianz Meeresforschung (DAM)…

Agrar- Forstwissenschaften

Mit Sonnenenergie angetriebene Mikroben – eine nachhaltige Proteinquelle

Mikroben spielen seit Jahrtausenden eine wichtige Rolle in unseren Lebensmitteln und Getränken – von Käse bis Bier –, aber ihr Einfluss auf unsere Ernährung könnte bald noch wichtiger werden. Die Welt steht vor Ernährungsproblemen, da die Bevölkerung wächst und gleichzeitig die Nachfrage nach ressourcenintensiven tierischen Produkten steigt. Wenn dieser Bedarf allein durch die konventionelle Landwirtschaft gedeckt werden soll, wird dies die Umwelt enorm belasten. Ein internationales Forscherteam hat nun gezeigt, dass die Verwendung von Solarzellen zur Produktion von mikrobiellem Protein…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Hochwasser: Gift aus dem Flussbett

Eine langfristige Gefahr durch Hochwasser wird häufig unterschätzt: Die reißenden Flüsse wirbeln Schadstoffe aus ihren Sedimenten auf, die von Umweltverschmutzungen vor Jahrzehnten oder Jahrhunderten herrühren. Solche Schadstoffe können nicht nur ökologische Schäden im Fluss verursachen. In Überschwemmungsgebieten können sich die Schadstoffe ablagern und Ackerpflanzen, Weidetiere und Menschen belasten. Darauf hat ein internationales Wissenschaftsteam in einer Übersicht zu wissenschaftlichen Untersuchungen von Hochwasserereignissen in der ganzen Welt hingewiesen. Die Arbeit ist im Journal of Hazardous Materials erschienen und unter Federführung der Goethe-Universität…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Wasser blau – Badestrand grün

Fadenalgen sind eine neue Bedrohung für klare Seen weltweit. Viele klare Seen der Welt sind von einem neuen Phänomen betroffen: In Ufernähe, wo Menschen spielen oder schwimmen, ist der Seeboden mit grünen Algenteppichen bedeckt. Es sind Massenansammlungen von Fadenalgen, die inzwischen sogar in abgelegenen Bergseen sowie in einigen großen Seen wie dem Lake Tahoe (USA) und dem Baikalsee (Russland) auftreten. Eine internationale Gruppe von Seenforscher*innen unter Beteiligung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) macht auf das Problem aufmerksam und…

Geowissenschaften

Der Puls des Toten Meeres

Forscher*innen aus einem interdisziplinären Team mehrerer Sektionen des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ haben zusammen mit Kollegen aus Hannover, Kiel und Padua zum ersten Mal einen direkten Zusammenhang zwischen der Abnahme des Wasserspiegels des Toten Meeres, der Verdunstung und der Landabsenkung in der Region nachgewiesen. Sie berichten darüber in der Fachzeitschrift Scientific Reports. Das Tote Meer schrumpft. Die Ursachen dafür sind vielfältig: Klimawandel trägt ebenso dazu bei wie menschliche Übernutzung der Ressource Wasser. Der sinkende Wasserspiegel hat eine ganze Reihe gefährlicher Folgen….

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Praxisnahe Traktor-Fahrzyklen (PTFZ) erleichtern die Messung realer Abgasemissionen

Neue Entwicklungsmethode für Prüfzyklen vorgestellt. Die Abgasemissionen von Traktoren bei Feldarbeiten sind aufwendig zu erfassen. Mit einer neu entwickelten Methode, mit Hilfe sogenannter Praxisnaher Traktor-Fahrzyklen (PTFZ), ist es jetzt möglich, den realen Motorbetrieb eines Traktors bei Feldarbeiten vereinfacht am Prüfstand nachzubilden. Damit lassen sich die Abgasemissionen unter wiederholbaren Bedingungen unabhängig von Witterung und Anbaugerät effizient bestimmen. Die Methode kann zur Entwicklung schadstoffarmer und klimafreundlicher Antriebe verwendet werden. Die Forschungsarbeiten wurden am Technologie- und Förderzentrum (TFZ) durchgeführt und in der Dissertation…

Geowissenschaften

Ein Gestein mit vielen Perspektiven

Die wechselvolle Geschichte des kambro-ordovizischen Alaunschiefers in Nordeuropa bietet Einblicke in Öl- und Gasbildung und Spuren des Lebens auf dem Mars. Der Alaunschiefer Nordeuropas hat nicht nur eine bewegte Entstehungsgeschichte, verbunden mit dem Mikrokontinent Baltika, er birgt auch großes Potential als Untersuchungsobjekt für zukünftige Forschungsfragen. Geologen rekonstruieren anhand des Gesteins Prozesse der Öl- und Gasbildung, und sogar mögliche Spuren vergangenen Lebens auf dem Mars lassen sich mit seiner Hilfe identifizieren. Forschende des Deutschen GeoForschungsZentrums Potsdam GFZ haben zusammen mit Kolleg*innen…

Geowissenschaften

Vermehrte Regenfälle im Sommer verändern den Kohlenstoffkreislauf in der Arktis

Arktische Flüsse transportieren mehr Nährstoffe und Kohlenstoff – mit potenziellen Auswirkungen auf Wasserqualität, Nahrungsketten und freiwerdende Klimagase. Arktische Flüsse werden zunehmend auch von Regen und nicht nur von Schneeschmelze gespeist. Das führt zu einer stärkeren Wechselwirkung der Gewässer mit Pflanzen und Boden – und damit zu einem stärkeren Eintrag von Nährstoffen, Kohlenstoff und anderem organischen wie anorganischen Material. Das zeigen Forschende um Joanne Heslop vom Deutschen GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ) und Casey Beel von der Queens University, Kingston (Kanada) in einer…

Geowissenschaften

Den Klimawandel in Grönland untersuchen

Ein internationales Team von 20 Forschenden wird die Veränderungen in der Meeresumwelt vor der grönländischen Westküste untersuchen. Los geht es am Samstag, den 17. Juli. Von der Hauptstadt Nuuk in Grönland aus brechen die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen zu einer dreiwöchigen Forschungsfahrt auf. Sie wollen erforschen, was die Veränderungen für die Fischerei bedeuten und für die Fähigkeit des Ozeans, Kohlenstoff aus der Atmosphäre zu speichern. Mit an Bord sind drei Forschende aus dem Helmholtz-Zentrum Hereon. An der Forschungsfahrt an Bord von…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Hecken sind Klimaschützer

Eine auf Ackerland neu angepflanzte Hecke von 720 m Länge kann langfristig die gesamten Treibhausgasemissionen, die ein Durchschnittsdeutscher innerhalb von 10 Jahren emittiert, kompensieren. Das zeigen Berechnungen im Rahmen einer Metastudie, die am Thünen-Institut für Agrarklimaschutz in Braunschweig durchgeführt wurden. Durch die Einlagerung von Kohlenstoff in der Biomasse der Hecke und als Humus im Boden können neue Hecken Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre aufnehmen und klimaunschädlich machen. „Für die Berechnungen haben wir alle verfügbaren Daten zu Humus und Biomasse in…

Agrar- Forstwissenschaften

Drohnen im Raps-Zuchtgarten

Multikopter werden zu Assistenten für die Pflanzenzüchtung „ausgebildet“. Im vom JKI koordinierten Verbundprojekt „Standards4DroPhe“arbeiten Forschende und das Bundessortenamt mit Züchtungsunternehmen zusammen, um den Einsatz von Drohnen für die Phänotypisierung im Feld voranzubringen. Gute zwei Monate liegt die Rapsblüte zurück. Jetzt im Juli ist die Ölfrucht reif für die Ernte. Die Kreuzungsarbeiten in den Zuchtgärten, in denen neue, optimierte Rapssorten entwickelt werden, die für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet sind, sind für diese Saison abgeschlossen. Um die Pflanzenhöhe und den Blühverlauf…

Agrar- Forstwissenschaften

Klasse und Masse – bei der Durchwachsenen Silphie stimmt alles

Mehrjährige Energiepflanzen bieten viele Vorteile für die Landwirtschaft: stabile Erträge ohne Erosionsrisiko oder Nährstoffauswaschung. Gleichzeitig tragen sie durch geringen Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel und unüblicher Pflege- und Erntezeiten zur biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft bei. Zu diesem Schluss kommen das Technologie- und Förderzentrum (TFZ) sowie die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), die in einem sechsjährigen Forschungsprojekt die Umweltparameter sowie das Ertragspotenzial von mehrjährigen Energiepflanzen untersucht hatten. Die Ergebnisse wurden jetzt im TFZ-Bericht Nr. 71 veröffentlicht. Die mehrjährigen Energiepflanzen Silphie, Sida, Switchgras, Riesenweizengras…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Neuartige Schlacken aus der Stahlindustrie als Ressource nutzbar machen

Im gerade gestarteten Verbundprojekt SAVE CO2 arbeitet Fraunhofer UMSICHT mit vier Partnern beider Industrien unter der Leitung des FEhS – Institut für Baustoff-Forschung e.V. gemeinsam daran, die zukünftig erzeugten Eisenhüttenschlacken für die Zement- und Baustoffindustrie weiterzuentwickeln und so auch in Zukunft CO2-Emissionen zu verringern und Ressourcen zu schonen. Das auf vier Jahre angelegte Projekt ist Teil der BMBF-Fördermaßnahme »KlimPro-Industrie« und verfolgt das Ziel, eine ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft aufzubauen und die Rohstoffabhängigkeit zu verringern. Stahl- und Zementindustrie sind eng miteinander verzahnt, um…

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