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Landwirtschaft & Umwelt

Hat Die Steinnelke Ein Rezept Gegen Den Klimawandel?

Eine Alpenpflanze könnte über den Schlüssel für ihr Fortbestehen in einem sich stetig erwärmenden Klima verfügen. Forschende der ETH Zürich haben nämlich den Ursprung von zwei uralten Genvarianten in der Pflanze geklärt. Diese Varianten steuern den Zeitpunkt des Blühens. Das Klima erwärmt sich immer schneller, besonders in den Alpen. Das fordert Organismen heraus. Wenn sie sich nicht in grössere Höhen ausbreiten, müssen sie sich an ihrem bisherigen Standort sehr rasch an höhere Temperaturen anpassen, oder ihre Populationen werden geschwächt und…

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Alle Neuigkeiten

Ökologie Umwelt- Naturschutz

MCC richtet CO2-Uhr auf neue Zahlen des IPCC aus

Methodische Weiterentwicklungen im Sechsten Sachstandsbericht: Das Restbudget für Emissionen ist geringfügig größer als bisher kalkuliert. Aber Klimafolgen noch gravierender. Im Einklang mit den jüngsten Daten des Weltklimarats IPCC ist die „CO₂-Uhr“ jetzt geringfügig revidiert worden. Sie tickt rückwärts, illustriert das verbleibende globale Restbudget für Treibhausgas-Emissionen und damit den Handlungsdruck für die Politik und ist zu finden auf der Website des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change). Demnach wäre das Restbudget für das Ziel, die…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

500 Millionen Messwerte zu Folgen des Klimawandels

Wie arktisch-alpine Pflanzen auf die Globale Erwärmung reagieren. Es ist die bislang umfassendste Studie ihrer Art: Forschende der Universität Bonn und der University of South-Eastern Norway haben untersucht, wie zwei charakteristische arktisch-alpine Pflanzenarten auf die Globale Erwärmung reagieren. Dazu haben sie fast 500 Millionen eigene Messdaten aus der Gebirgsregion Norwegens ausgewertet. Die Analysen zeigen, dass mögliche Konsequenzen des Klimawandels extrem stark von dem individuellen Standort der Pflanzen abhängen und vor allem laubwerfende Arten von einer Erwärmung profitieren werden. Als Folge…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Altreifen erneuern statt entsorgen

DBU-Projekt zu nachhaltigem Umgang mit Rohstoffen. In Deutschland fallen jährlich etwa 570.000 Tonnen Altreifen an, die größtenteils verbrannt oder zu Gummigranulaten und Gummimehl verarbeitet werden. Das kostet jedoch viel Energie und Material. Eine Alternative gibt es bereits: Runderneuerung macht alte Reifen wieder fit, wird aber nur selten genutzt. Das Netzwerk Allianz Zukunft Reifen (AZuR) will mit wissenschaftlichen Fakten für mehr Klarheit sorgen, das Image der Altreifen verbessern und Lösungen für einen nachhaltigeren Umgang mit ihnen finden. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt…

Anatomie einer Erdbebenserie

Studie zu Erdbeben nach Injektion von Gas in ehemaliges Ölfeld: Die Seismizität in der Castor-Gaslagerstätte vor der Küste Ostspaniens wurde durch Porendruckdiffusion und das Versagen vorgespannter Bereiche auf einer geologischen Störung in geringer Tiefe kontrolliert. Ein internationales Team unter der Leitung von Wissenschaftlern des Helmholtz-Zentrums Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ hat in Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen spanischer, italienischer und US-amerikanischer Institutionen eine neue wissenschaftliche Arbeit zur induzierten Seismizität in Europa in der Zeitschrift Nature Communications veröffentlicht. Die Studie konzentriert sich…

Geowissenschaften

Wie das Mittelmeer dem hohen Norden einheizt

Studie zeigt klimatische Zusammenhänge. Warmes Wasser, das vom Mittelmeer in den Atlantik strömt, könnte einen bedeutenden aber bisher übersehenen Anteil an der Erwärmung im nordatlantischen Raum haben. Zu diesem Schluss kommt ein Forschungsteam um Dr. Stefanie Kaboth-Bahr von der Universität Potsdam herausgefunden, dessen Studie nun in der Zeitschrift „Communications Earth & Environment“ erschienen ist. Die hohen nördlichen Breiten sind eine der empfindlichsten Regionen der Erde hinsichtlich der Auswirkungen der globalen Erwärmung, die durch anthropogene Treibhausgasemissionen verursacht wird. Tatsächlich sind das…

Agrar- Forstwissenschaften

Maisanbau nachhaltiger gestalten

Projekt NEffMais nimmt Stickstoffversorgung von Mais in den Fokus. Die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR) fördert das Projekt „Sensor- und modellgestützte Quantifizierung von N-Bedarf und N-Angebot zur Steigerung der N-Effizienz im Maisanbau (NEffMais)“ mit 1,2 Millionen Euro. Die Projektkoordination unterliegt der Abteilung Acker- und Pflanzenbau der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und wird von Professor Henning Kage geleitet. Der Praxis eine bessere Abschätzung des Stickstoffbedarfes von Mais und des Stickstoffangebotes im Boden an die Hand geben…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Mit Windenergieanlagen gegen Dürre, Waldbrände und Wasserknappheit

Der natürliche Wasserkreislauf funktioniert an vielen Stellen nicht mehr: Prof. Dr. Clemens Jauch will ihn wieder in Schwung bringen – mit wasserspeienden Rotorblättern und ganz viel Wind. Atmosphärische Bewässerung mit Windenergieanlagen – unter diesem Titel hat der Wind-Professor in seinem Forschungssemester die Idee entwickelt, über die Rotorblätter von Windenergieanlagen Wasser in die Atmosphäre zu bringen, wo es in Form von Wassertröpfchen oder Wasserdampf vom Wind verteilt wird. „Wir nutzen eine technische Komponente, die wir bereits haben, den Rotor von Windenergieanlagen,…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Korallenriffe effektiver vor dem Klimawandel schützen

Die Identifikation und Erforschung unterschiedlicher Mechanismen der Wärmetoleranz von Korallen werden helfen, die Korallenriffe der Erde besser vor den Folgen der Klimaerwärmung zu schützen. Die notwendigen Testverfahren sowie erste Ergebnisse beschreibt eine neue Studie unter Beteiligung der Universität Konstanz. Wärmetolerante Korallen besitzen unterschiedliche Mechanismen, um mit Hitzestress umzugehen. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie eines internationalen Forschungsteams mit Beteiligung des Konstanzer Biologen Prof. Dr. Christian Voolstra, die in der Fachzeitschrift Molecular Ecology erschienen ist. Die Forschenden kombinierten für ihre…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Landnutzung als Bedrohung und Chance für Hummeln

Biodiversität… Für Hummeln, die einen wesentlichen Beitrag zur Bestäubung von Nutzpflanzen leisten, verstärken Landnutzungsänderungen die Risiken, denen sie durch den Klimawandel ausgesetzt sind. Ein intelligentes Landmanagement dagegen könnte einige Arten stabilisieren. Das zeigen Langzeitsimulationen, die Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gemeinsam mit Partnern aus Italien durchgeführt haben. Ihre Ergebnisse haben sie in der Fachzeitschrift Global Change Biology veröffentlicht. (DOI: 10.1111/gcb.15780) Für Hummeln, die einen wesentlichen Beitrag zur Bestäubung von Nutzpflanzen leisten, verstärken Landnutzungsänderungen die Risiken, denen sie durch…

Geowissenschaften

Großes Sensornetz vermisst Erdschwingungen im Rheinland

Aus der Dynamik und Verteilung von Erdbeben will ein Forscherteam mehr über die geologische Struktur des Rheinlands erfahren. Dazu stellt es nun für ein Jahr rund 40 Seismometer in einem Umkreis von rund 10 Kilometern um die Gemeinde Eschweiler auf. »Das Rheinland gehört zu den aktivsten Erdbebenregionen in Deutschland«, erklärt Thomas Reinsch vom Fraunhofer IEG und Koordinator der gemeinsamen Messkampagne in der sechs regionale Institutionen zusammenarbeiten. »Hier kann man eine Menge über die Entstehungsprozesse lernen«, ergänzt Claudia Finger vom Fraunhofer…

Geowissenschaften

Grundwasservorkommen vor der Küste Maltas

Forschende entdecken Trinkwasser im Mittelmeer. Wasser gibt es auf unserem Planeten, genug, aber der weitaus größte Teil ist Salzwasser, dass als Trinkwasser ungeeignet ist. Gerade in trockenen Regionen der Erde wird sehr aktiv nach neuen Süßwasservorkommen gesucht. Ein internationales Team unter Beteiligung der Universität Malta und des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel hat jetzt starke Hinweise auf ein großes Grundwasservorkommen vor der Küste Maltas entdeckt. Die Ergebnisse Ihrer Untersuchungen sind jetzt in der internationalen Fachzeitschrift Geophysical Research Letters erschienen. Nur…

Agrar- Forstwissenschaften

Der Borkenkäfer wird aus dem Weltall beobachtet

Wissenschaftler wollen das Aufkommen des Käfers mit flugzeug- und satellitengestützter Fernerkundung in einem möglichst frühen Stadium erkennen. Teile der Fichtenwälder des Nationalparks Hunsrück-Hochwald hat der Borkenkäfer bereits in Kahlflächen und Geisterwälder verwandelt. Während im Kerngebiet des Nationalparks eine ungestörte Ausbreitung des Borkenkäfers toleriert wird, soll in den Randbereichen verhindert werden, dass er auf angrenzende Wälder übergreift und sie schädigt. Wissenschaftler der Universität Trier erforschen nun, ob sich das Aufkommen des Borkenkäfers (Buchdrucker) mithilfe satellitengestützter Fernerkundung erfassen lässt. Das Kooperationsprojekt der…

Geowissenschaften

Atmosphärenforschung in Deutschland wird deutlich ausgebaut

Nationaler Beitrag zur EU-Forschungsinfrastruktur ACTRIS wird künftig bessere Vorhersagen für Luftqualität, Wetter und Klima ermöglichen. Deutschland bekommt eine neue Infrastruktur zur Erforschung von Feinstaubpartikeln, Wolken und Spurengasen. Verteilt auf elf Einrichtungen wird dieser deutsche Beitrag zur EU-Forschungsinfrastruktur ACTRIS künftig bessere Vorhersagen für Luftqualität, Wetter und Klima ermöglichen. Der Aufbau dieser Infrastruktur wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in den kommenden acht Jahren mit insgesamt 86 Millionen Euro gefördert. In ACTRIS-D arbeiten viele Akteur:innen der deutschen Atmosphärenforschung zusammen –…

Geowissenschaften

Gletscherbewegungen im Web verfolgen

Frei zugängliches FAU-Gletscherportal zeigt, wie schnell Gletscher fließen. Fast überall auf der Erde schwinden die Eismassen. Die Geschwindigkeit, mit der Eis ins Tal transportiert wird, ist dabei ein Indikator für den Zustand der Gletscher. Aber auch kurzfristige Beschleunigungen und Vorstöße, sogenannte „Surges“, können von großer Bedeutung sein, wenn zum Beispiel Gletscherbäche aufgestaut werden und Überflutungsgefahr entsteht. Ein Forschungsteam der FAU hat nun ein Webportal aufgebaut, das für alle Gletscher außerhalb der großen Eisschilde die Eisbewegung bestimmt, und stellt es der…

Geowissenschaften

Die Geburt eines Ozeans

Die Theorie der Plattentektonik ist erst gut 50 Jahre alt. Wie genau die sich über Millionen von Jahre erstreckenden Prozesse beim Auseinanderbrechen eines Kontinents ablaufen, ist in vielen Details noch unbekannt. Ein internationales Team von Forschenden will im Sommer dieses Jahres im Rahmen einer Expedition des Integrated Ocean Discovery Programs (IODP) mit dem Forschungsschiff Joides Resolution umfangreiches Probenmaterial am Rande des norwegischen Schelfs erbohren. Die Expedition wird gemeinsam von Prof. Sverre Planke von der Universität Oslo und Prof. Christian Berndt…

Geowissenschaften

Tauender Permafrost lässt Methan aus der Tiefe entweichen

In einer Studie unter Federführung der Universität Bonn haben Geologen die räumliche und zeitliche Verteilung der Methankonzentration in der Luft Nordsibiriens mit geologischen Karten verglichen. Das Ergebnis: Die Methangehalte der Luft nach der Hitzewelle des vergangenen Jahres deuten darauf hin, dass verstärkte Gasaustritte aus Kalkstein stattfanden. Welche Auswirkungen hatte die Hitzewelle des Sommers 2020 in Sibirien? In einer Studie unter Federführung der Universität Bonn haben Geologen die räumliche und zeitliche Verteilung der Methankonzentration in der Luft Nordsibiriens mit geologischen Karten…

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