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Landwirtschaft & Umwelt

Hat Die Steinnelke Ein Rezept Gegen Den Klimawandel?

Eine Alpenpflanze könnte über den Schlüssel für ihr Fortbestehen in einem sich stetig erwärmenden Klima verfügen. Forschende der ETH Zürich haben nämlich den Ursprung von zwei uralten Genvarianten in der Pflanze geklärt. Diese Varianten steuern den Zeitpunkt des Blühens. Das Klima erwärmt sich immer schneller, besonders in den Alpen. Das fordert Organismen heraus. Wenn sie sich nicht in grössere Höhen ausbreiten, müssen sie sich an ihrem bisherigen Standort sehr rasch an höhere Temperaturen anpassen, oder ihre Populationen werden geschwächt und…

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Ökologie Umwelt- Naturschutz

Mikroplastik auf dem Acker vermeiden

Landwirte und Gärtner verwenden in vielen Ländern Mulchfolien, um ihre Ernteerträge zu steigern. Mit den Folien, die häufig aus Polyethylen bestehen, lassen sich Unkrautwachstum, Bodentemperatur und Wasserverbrauch kontrollieren. Das Problem: Das erdölbasierte Material ist nicht biologisch abbaubar. Nach der Saison müssen die Folienreste daher mit großem Arbeitsaufwand eingesammelt werden oder verschmutzen die Felder. Im Projekt NewHyPe entwickeln Fraunhofer-Forschende gemeinsam mit europäischen Partnern nachhaltige, biologisch abbaubare Mulchpapiere mit einer schützenden Hybridbeschichtung. Plastikmüll verschmutzt nicht nur die Meere, das Problem betrifft auch…

Geowissenschaften

Jungfernfahrt auf der Spur des Kohlendioxids im Ozean

Neuer autonomer Segler ergänzt Ozeanbeobachtungsnetzwerk. Ein signalrotes autonomes Mini-Segelboot kreuzt derzeit im tropischen Atlantik, um detaillierte Informationen zur Kohlendioxid-Konzentration an der Meeresoberfläche zu sammeln. Die segelnde Drohne, die im Rahmen des europäischen Projekts EuroSea und des BMBF-Projekts SAILDRONE unter Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel erstmals im Einsatz ist, soll die Ozeanbeobachtung im tropischen Atlantik verbessern helfen. Anhand ihrer Daten lassen sich auch zukünftige Veränderungen abschätzen und der Ozean besser schützen und nachhaltig nutzen. Wie schnell erwärmt sich der…

Agrar- Forstwissenschaften

Wie Buchenwälder nachhaltig bewirtschaftet werden können

Universität Göttingen und HAWK werten Satellitenbilder aus. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Göttingen und der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Göttingen (HAWK, Koordination) erforschen in einem Verbundprojekt weltweit Buchenwälder. Ein Team aus den Bereichen Geografie, Biologie und Forstwissenschaften legt dabei den Fokus auf den Vergleich von mitteleuropäischen Buchenwäldern (Fagus sylvatica L.) und mittelpatagonischen Südbuchenwäldern (Nothofagus spp.). Ziel ist, konkrete Vorschläge zu machen, wie die Wälder nachhaltig bewirtschaftet werden können. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten fördert das…

Geowissenschaften

Bombardement von Planeten im frühen Sonnensystem

Untersuchungen zum Asteroiden Vesta liefern neue Erkenntnisse zur Entstehung erdähnlicher Planeten. Der größte Asteroid unseres Sonnensystems – Vesta – war sehr viel früher einer umfangreichen Einschlagserie großer Gesteinskörper ausgesetzt als bislang angenommen. Zu dieser Schlussfolgerung kommen Forscher einer internationalen Kollaboration unter Beteiligung von Geowissenschaftlern der Universität Heidelberg und der Freien Universität Berlin. Ihr Befund beruht auf Analysen von Vesta-Meteoriten, numerischen Simulationen sowie Untersuchungen mit der Raumsonde „Dawn“ aus den Jahren 2011 und 2012 und bietet ein neues Bild von der…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Neue Kennzahlen und Konzepte für eine Kreislaufwirtschaft

Neue Konzepte für nachhaltige Produktions- und Konsummuster haben Forscherinnen des Bochumer Lehrstuhls für Produktionswirtschaft entwickelt. Am Beispiel der Fotovoltaik hat das Team um Prof. Dr. Marion Steven ein Wirtschaftsökosystem konzipiert, das eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft gewährleisten würde. Die Forscherinnen schlagen außerdem eine neue Kennzahl vor, um die Produktivität von Unternehmen unter Berücksichtigung von Umweltaspekten zu messen. Über ihre Arbeiten berichtet Rubin, das Wissenschaftsmagazin der Ruhr-Universität Bochum (RUB). Ziel der Kreislaufwirtschaft ist es, Materialien und Produkte möglichst lange zu nutzen, wiederzuverwenden, zu…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

So wird CO2 zur wertvollen Ressource

Wissenschaftler der Universität Tübingen beteiligt: Internationales Forschungszentrum arbeitet an Technologien, mit denen sich Kohlendioxid in neue Rohstoffe umwandeln lässt. Der Tübinger Umweltbiotechnologe Lars Angenent und sein Team sind an einem neuen Forschungszentrum beteiligt, das Technologien zur Abscheidung, Speicherung und Wiederaufbereitung von Kohlendioxid (CO2) entwickeln soll. Das interdisziplinäre Zentrum wird in den kommen Jahren von der dänischen „Novo Nordisk“-Stiftung mit 84,7 Millionen Euro gefördert. Angesiedelt an der Universität von Aarhus in Dänemark wird das Zentrum mit Angenents Team in Tübingen und…

Agrar- Forstwissenschaften

Mit Mobilfunk-Campusnetzen zu einer modernen und zukunftsfähigen Landbewirtschaftung

Der Feldtag „LANDNETZ trifft Feldschwarm® – Landwirtschaft von morgen, heute erleben“ präsentiert neue digitale Anwendungen in der Landwirtschaft und die Ergebnisse des Wachstumskerns Feldschwarm®, welcher mit der Veranstaltung am 23. September 2021 seinen Abschluss findet. Seit 2019 forschen Wissenschaftler:innen der TU Dresden gemeinsam mit dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) und dem Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI im Rahmen des Experimentierfelds LANDNETZ an neuen Technologien zur flächendeckenden drahtlosen Datenübertragung und Vernetzung als grundlegende Bedingung für eine…

Geowissenschaften

Der Zustand terrestrischer Ökosysteme lässt sich mit drei Schlüsselindikatoren erfassen

Ökosysteme erbringen vielfältige Dienstleistungen für den Menschen. Diese hängen von grundlegenden Ökosystemfunktionen ab, die sowohl durch das vorherrschende Klima und Artenvorkommen als auch durch menschliche Eingriffe beeinflusst werden. Ein großes internationales Forschungsteam unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie (MPI-BGC) in Jena hat drei Schlüsselindikatoren ermittelt, die die Funktionsweise terrestrischer Ökosysteme beschreiben: 1) die Fähigkeit, die Primärproduktivität zu maximieren, 2) die Effizienz der Wassernutzung und 3) der Wirkungsgrad der Kohlenstoffnutzung. Das Monitoring dieser drei Kennzeichen ermöglicht es, einzuschätzen, wie anpassungsfähig…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Den unsichtbaren Stress eines Waldes erkennen

Als Naturfreunde erkennen wir leicht, ob ein Baum krank oder schwach ist – zum Beispiel an der Verfärbung oder am Verlust von Blättern. Zu diesem Zeitpunkt sind die Schäden aber schon fortgeschritten und oft unumkehrbar. In einer neuen Studie zeigen Forschende der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL wie sich der Stress eines Baumes frühzeitig erkennen lässt. Dafür setzen sie Spektraldaten aus Drohnenfotos ein. Baumstress frühzeitig zu erkennen ist wichtig, um die zunehmenden Auswirkungen von Trockenheit auf unsere…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Insekten unter Wasser reagieren empfindlich auf Lichtverschmutzung

Lichtverschmutzung – also zu viel künstliches Licht zur falschen Zeit am falschen Ort – ist vermutlich ein Grund für das weltweite Insektensterben. Denn viele Fluginsekten sind lichtempfindlich und werden von künstlichen Lichtquellen wie von Staubsaugern angezogen und fehlen dann in ihrem Lebensraum. Dieser Effekt ist mittlerweile gut bekannt. Neue Forschungsergebnisse des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) zeigen, dass der Staubsaugereffekt auch unter Wasser gilt und dass die derzeitigen Strategien zur Verringerung der Auswirkungen der Lichtverschmutzung nicht weit genug gehen,…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Grasland in Gefahr

Graslandschaften sind weltweit Oasen biologischer Vielfalt und stellen eine Vielzahl von Leistungen für den Menschen bereit – darunter Nahrungsmittel, Wasserversorgung und die Speicherung von Kohlenstoff. Die Zukunft dieser Ökosysteme sieht jedoch düster aus, sollten keine Maßnahmen ergriffen werden, um die Degradierung der Grasländer aufzuhalten und ihre Renaturierung zu fördern. Ein internationales Expert*innenteam, unter der Leitung der Universität Manchester, schlägt in der kürzlich erschienenen Publikation eine Reihe von Strategien vor, um die weltweite Zerstörung von Graslandschaften zu stoppen und ihre Wiederherstellung…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Bäume verbessern das Stadtklima

Das Klima in der Stadt kann sich von dem in benachbarten Gemeinden deutlich unterscheiden. Das zeigt das Forschungsprojekt „Klimaerlebnis Würzburg“, für das ein Forschungsteam knapp vier Jahre lang Daten gesammelt hat. An Hitzetagen ist der Aufenthalt in Würzburgs City für manche Menschen eine Quälerei. Sie schwitzen und fühlen sich nicht mehr wohl. Im Umland lässt es sich hingegen gerade am späten Nachmittag oft besser aushalten. Der Temperaturunterschied kann enorm sein. „Im Projekt ‚Klimaerlebnis Würzburg‘ haben wir als höchsten Wert einen…

Agrar- Forstwissenschaften

Bestäubungsleistungen in der Landwirtschaft stärker in den Fokus

Der globale Rückgang von Bestäubern gefährdet die Vermehrung von weltweit 90 Prozent aller Wildpflanzen sowie den Ertrag von 85 Prozent der wichtigsten Nutzpflanzen. Bestäuber tragen zu 35 Prozent der weltweiten Nahrungsproduktion bei. Diese Leistung der Bestäuber ist besonders wichtig, um die Ernährung der weltweit mehr als zwei Milliarden Kleinbäuerinnen und Kleinbauern abzusichern. Ein Agrarökologe der Universität Göttingen weist darauf hin, dass deren Ertrag erhöht werden könnte, wenn Bestäuber gefördert würden. Der Beitrag ist in der Fachzeitschrift One Earth erschienen. Aktuelle…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Forschung zu Gesundheitsauswirkungen von Ultra-Feinstaub

An der Universität Rostock wurde ein neues interdisziplinäres, von der Europäischen Union (EU) gefördertes Forschungsprojekt zu den Gesundheitsauswirkungen von Ultrafeinstäuben aus Verkehrsemissionen gestartet. Das internationale Konsortium mit dem Namen ULTRHAS wird vom Norwegischen Institut für Gesundheit der Bevölkerung koordiniert. Beteiligt sind von Rostocker Seite die Lehrstühle für Analytische Chemie sowie Kolbenmaschinen und Verbrennungsmotoren. Weitere Partner sind das Helmholtz Zentrum München, die Universität der Bundeswehr in München, die University of Eastern Finland, die Université de Fribourg und das Finnish Institute for…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Den Ozean zum Verbündeten beim Klimaschutz machen

Feldexperiment auf Gran Canaria gestartet… In einem gerade begonnenen Feldexperiment auf Gran Canaria erforschen Wissenschaftler*innen aus sechs Nationen unter Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel, inwieweit der Ozean dabei unterstützen kann, mehr Kohlendioxid (CO2) aus der Luft aufzunehmen, und welchen Einfluss dies auf das Leben im Meer hat. Das Experiment findet im Rahmen des EU-Projekts Ocean-based Negative Emission Technologies (OceanNETs) statt. Das seit Juli 2020 laufende Projekt hat zum Ziel, eine integrierte Bewertung gezielter Maßnahmen zur CO2-Entnahme im Ozean…

Agrar- Forstwissenschaften

Wie Pflanzen Phosphat erkennen

Forschende der Uni Bonn und des IPK in Gatersleben identifizieren bisher unbekannten Mechanismus. Eine Studie der Universität Bonn und des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Gatersleben beleuchtet den Mechanismus, mit dem Pflanzen erkennen, ob der Nährstoff Phosphat in ausreichender Menge vorliegt. Diesen Mechanismus aktivieren Pflanzen auch, um Phosphat zu mobilisieren und aufzunehmen. Das Enzym ITPK1 spielt dabei eine besondere Rolle. Die Stoffgruppe der beteiligten Signalmoleküle reagiert sehr empfindlich auf Phosphat und die Regulation findet nicht nur in Pflanzen, sondern…

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