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Landwirtschaft & Umwelt

Hat Die Steinnelke Ein Rezept Gegen Den Klimawandel?

Eine Alpenpflanze könnte über den Schlüssel für ihr Fortbestehen in einem sich stetig erwärmenden Klima verfügen. Forschende der ETH Zürich haben nämlich den Ursprung von zwei uralten Genvarianten in der Pflanze geklärt. Diese Varianten steuern den Zeitpunkt des Blühens. Das Klima erwärmt sich immer schneller, besonders in den Alpen. Das fordert Organismen heraus. Wenn sie sich nicht in grössere Höhen ausbreiten, müssen sie sich an ihrem bisherigen Standort sehr rasch an höhere Temperaturen anpassen, oder ihre Populationen werden geschwächt und…

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Ökologie Umwelt- Naturschutz

Schädlinge mit Biodiversität statt Insektiziden bekämpfen

Nicht immer braucht es Pestizide: Forschende der Universität Zürich zeigen in einer umfangreichen Feldstudie, dass die Biodiversität innerhalb einer Pflanzenart zur Schädlingsbekämpfung genutzt werden kann. Denn Arten mit verschiedenen Genotypen arbeiten zusammen, um die Angriffe von pflanzenfressenden Insekten abzuwehren. Pflanzen interagieren mit den Individuen, die sie umgeben – genauso wie Menschen. Sind beispielsweise Personen im Umfeld anfällig für Infektionen, steigt das eigene Risiko sich anzustecken. Sind sie jedoch resistent, sinkt es. Das Gleiche gilt für Pflanzen: Wenn verschiedene genetische Typen…

Geowissenschaften

Giftgaseinsatz unter Mikroben

Kampf ums Eisen in den Ozeanen der frühen Erde. Team der Universitäten Tübingen und Bristol erforscht, welche Bakterien die Gesteinsablagerungen der gebänderten Eisenerze bildeten. Auf der frühen Erde enthielt die Atmosphäre noch keinen Sauerstoff; dennoch wurde das in den Ozeanen gelöste Eisen in gigantischen Mengen oxidiert und als Gestein abgelagert, zum Beispiel als gebänderte Eisenerze in Südafrika. Unlösliches Eisen scheiden verschiedene Bakterien über jeweils eigene Stoffwechselreaktionen aus: Die einen, die phototrophen Eisenoxidierer, gewinnen Energie, indem sie das Eisen mithilfe von…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Rohrleitungen aus Beton oder Kunststoff?

Was ist ökologisch besser: Fraunhofer UMSICHT erstellte im Auftrag des FBS (Bundesfachverband Betonkanalsysteme) eine Ökobilanzierung über die Umweltwirkungen von Abwasserrohrleitungen aus (Stahl-)Beton. Diese fungiert gleichzeitig als Verbands-Umweltproduktdeklaration (EPD-Environmental Product Declaration) und ist öffentlich über die ÖKOBAUDAT Datenbank zugänglich. Zusätzlich verglich Fraunhofer UMSICHT die Umweltwirkungen von der Rohstoffgewinnung bis zum Recycling von Entwässerungssystemen aus (Stahl-)Beton mit Rohrleitungen aus Kunststoffen. In der vergleichenden Ökobilanzierung ermittelten die Forschenden von Fraunhofer UMSICHT den Carbon Footprint von Abwasserrohren aus (Stahl-)Beton und vier Kunststoffarten (GFK, PVC,…

Agrar- Forstwissenschaften

Automatisierte Pheromonfalle für forstschädliche Schmetterlinge

Schmetterlinge sind allgemein beliebt, doch sind sie nicht immer gern gesehen in Wäldern, Parks und Gärten. Treten sie in Massen auf, stellen einige Schmetterlingsarten eine Gefahr für den Wald dar. In der Vergangenheit wurden vielerorts in Deutschland ganze Laub- und Nadelbestände kahlgefressen. Die Überwachung der Forstschädlinge ist daher besonders wichtig, um Waldflächen vor größeren Schäden zu schützen. Im Projekt DiMoTrap entwickeln Forschende des Fraunhofer IFF gemeinsam mit der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt eine digitale, automatisierte Pheromonfalle, die den Aufwand des bisherigen…

Geowissenschaften

Das Geheimnis der Amethyst-Gesteinsformationen von Uruguay

Internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Göttingen entwickelt neues Modell. Amethyst ist eine violette Quarzart und wichtige wirtschaftliche Ressource im Norden Uruguays. Amethyst-Gesteinsformationen entstehen in Lavaströmen, die aus dem Auseinanderbrechen Gondwanas stammen. Ihre Entstehung ist jedoch lange Zeit ein Rätsel geblieben. Ein Forschungsteam der Universität Göttingen fand heraus, dass sich diese Formationen bei niedrigen Temperaturen von 15 bis 60 Grad Celsius bildeten und schlug ein neues Entstehungsmodell vor. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Mineralium Deposita veröffentlicht. Die Forschenden arbeiteten…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Neues Recyclingverfahren für biobasierten Kunststoff

Kunststoffe, sogenannte Polymere, begegnen uns überall: in der Elektronik, der Kleidung, beim Sport und in der Freizeit – um nur einige Beispiele zu nennen. Zwar gibt es inzwischen biobasierte Materialien als „grünere“ Alternativen, deren Anteil an der weltweiten Kunststoffproduktion lag 2021 allerdings bei weniger als zwei Prozent – ein Bruchteil von insgesamt mehr als 390 Millionen Tonnen. „Die Zukunft der Kunststoffindustrie hängt im Wesentlichen von der Entwicklung nachhaltiger Polymermaterialien ab, die aus erneuerbaren Rohstoffen gewonnen werden und sich für ein…

Geowissenschaften

Suche nach Grundwasser in der Kalahari

Das südliche Afrika gehört zu den am meisten von Trockenheit betroffenen Gebieten auf der Erde. Im Projekt SeeKaquA hat ein internationales Forschungsteam unter Leitung des LIAG-Instituts für Angewandte Geophysik (LIAG) das Ziel, mit Hilfe modernster drohnengestützter Elektromagnetik tiefe Grundwasservorkommen in der Kalahari ausfindig zu machen. Das deutsch-afrikanische Projekt, an dem auch die Universität von Namibia, die Universität von Sambia, das SADC Groundwater Management Institute, die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe sowie die terratec Geophysical Services beteiligt sind, wird vom Bundesministerium…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Wie verändert die Zugabe von Gesteinsmehl das Leben im Meer?

Mehrwöchiges Experiment in dem Projekt Ocean Alk-Align startet erneut in der Kieler Förde. Gestern wurden in der Kieler Förde erneut zwölf schwimmende Versuchstanks, so genannte Mesokosmen, zu Wasser gelassen, um die ökologische Wirkung der Alkalinitätserhöhung zu untersuchen. Das Experiment ist Teil des internationalen Projekts Ocean Alk-Align und zielt darauf ab, zu verstehen, wie der Ozean durch die Zugabe von Mineralien mehr Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre aufnehmen kann. Da die drastische Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen allein nicht ausreichen wird, nationale und…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Von Klimawandel bis Umweltverschmutzung

Je unterschiedlicher die menschlichen Umwelteinflüsse, desto gravierender sind die Auswirkungen auf den Boden. Neue „Nature Communications“-Studie von Forschenden der Freien Universität Berlin zeigt Folgen von zahlreichen, gleichzeitig wirkenden Umwelt-Faktoren Ein Forschungsteam der Freien Universität Berlin hat herausgefunden, dass die Vielfalt und Unterschiedlichkeit menschlich verursachter Umweltfaktoren erheblich zur Verschlechterung von Bodeneigenschaften beiträgt. Dies geht aus einer neuen Studie hervor, die gerade in der Fachzeitschrift „Nature Communications“ veröffentlicht wurde. Link zur Studie: https://www.nature.com/articles/s41467-024-52511-2 Der menschenverursachte globale Umweltwandel (‚global change‘), zu dem nicht…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Atmosphärische Blockierung

…verzögert das Abschmelzen der größten Gletscherzunge Grönlands. Im Nordosten Grönlands befindet sich der 79° N-Gletscher. Er ist stark von der Klimaerwärmung bedroht ist: Warmes Wasser aus dem Atlantik lässt die Zunge von unten her abschmelzen. Forschende des Alfred-Wegener-Instituts haben nun jedoch herausgefunden, dass die Temperatur des Wassers, das in die Kaverne des Gletschers fließt, zwischen 2018 und 2021 abgenommen hat, obwohl sich der Ozean in der Region im Verlauf der letzten Jahrzehnte nachweislich immer mehr erwärmt hat. Grund hierfür könnten…

Agrar- Forstwissenschaften

Die Landschaft kühlen

Studie untersucht Effekte verschiedener Maßnahmen zur Klimaanpassung. Wo verbringen Menschen an heißen Sommertagen am liebsten ihre Zeit? Zum Beispiel am See oder im Wald, denn dort ist es merklich kühler. Diese Kühlungseffekte werden angesichts steigender Temperaturen durch den Klimawandel immer wichtiger. Im Journal of Environmental Management ist nun unter ZALF-Beteiligung eine neue Studie erschienen, die anhand der Modellregion Elbe-Elster in Brandenburg verschiedene Maßnahmen hinsichtlich ihrer Kühlwirkungen für die Landschaft bewertet. Die beschriebene Methodik und die Ergebnisse können auch als Entscheidungsgrundlage…

Agrar- Forstwissenschaften

Zukunft der Landwirtschaft

Autonome Maschinen mit großem Potenzial, Digitalisierung mit Hindernissen. Nach fünf Jahren neigt sich das Projekt Zukunftslabor Agrar (ZLA) dem Ende zu. Forschungseinrichtungen aus Niedersachsen, darunter das DFKI, untersuchten Aspekte der digitalisierten Landwirtschaft der Zukunft. Bei dem Konzept Spot Farming ist ein Feld keine homogene Fläche. Teile werden, zum Erhalt der Umwelt und zur Steigerung des Ertrags, unterschiedlich bepflanzt. Für die Bewirtschaftung sollen neuartige Maschinen wie Roboter zum Einsatz kommen. Im ZLA wurde die Technik näher betrachtet. Gleichzeitig ergibt eine Bestandsaufnahme:…

Geowissenschaften

Erdrutschgefahr – Siedlungsdruck

…führt zu höherem Katastrophenrisiko in Gebirgsregionen. Der Klimawandel wird – vor allem angesichts der weiter wachsenden Weltbevölkerung – das Katastrophenrisiko insbesondere für Menschen in Gebirgsregionen erhöhen. Eine unterschätzte Gefahr im Gebirge sind sich langsam bewegende Erdrutsche, die Gebäude und Infrastrukturen beschädigen und bei einem plötzlichen Einsturz viele Todesopfer fordern können. Immer mehr Menschen, die bei weiter zunehmender Bevölkerung auf steileren Hängen siedeln, sind dieser Gefahr ausgesetzt, wie Forschende der Universität Potsdam und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung in Zusammenarbeit mit internationalen…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Zirkulär wirtschaften für eine verantwortliche Regionalentwicklung

IAT begleitet Fab.Region Bergisches Städtedreieck. Kann zirkuläre Wirtschaft helfen, unser Wirtschaftssystem umweltverträglicher und sozial gerechter zu machen? Die „Fabrication City“ – kurz „Fab City“ ¬– kann (fast) alles, was sie konsumiert, selbst vor Ort produzieren. Rohstoffe werden rückgeführt, Überproduktion vermieden, Transporte werden reduziert und regionale Akteure eingebunden. Das EFRE-Projekt „Fab.Region Bergisches Städtedreieck“ möchte als erste Fab Region Deutschlands Transformationsprozesse zu einer co-kreativen, nachhaltigen zirkulären Wirtschaft vorantreiben. Das Institut Arbeit und Technik (IAT/ Westfälische Hochschule Gelsenkirchen) beteiligt sich an dem Projekt…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Jetzt aber Futter bei die Fische – umweltfreundlich, bitte!

Mit der Wahl der richtigen Lebensmittel kann man viel für die eigene Gesundheit tun – und auch zu einem mehr oder weniger umweltfreundlichen Konsum beitragen. Das gilt auch für Fische und ihr Futter. Am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) beschäftigen sich Forscherinnen und Forscher mit Futtermitteln für Aquakultur und Aquaponik. Ihr Ziel ist es, die Ernährung der Fische in der Aufzucht zu optimieren und gleichzeitig die Umwelt zu schonen. Heutzutage stammt mehr als die Hälfte des konsumierten Fisches nicht…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Baustoffe aus recycelten Materialien herstellen

TH Köln erprobt vollständigen Stoffkreislauf. Die Herstellung von Baustoffen zur Errichtung und Modernisierung von Gebäuden verursacht laut Naturschutzbund etwa acht Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland. Um den Ausstoß von Treibhausgasen und den Ressourcenverbrauch zu reduzieren, entwickelt die TH Köln im Projekt „ÖMoBau“ wiederverwendbare, modulare Bauteile, die vollständig aus recycelten mineralischen Reststoffen und Bauabfällen bestehen. Auf dem Lehr- und Forschungszentrum :metabolon soll mit den neuen Materialien ein Musterhaus gebaut werden. Im Technikum des Lehr- und Forschungszentrums :metabolon werden bisher deponierte Bau-…

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