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Landwirtschaft & Umwelt

Hat Die Steinnelke Ein Rezept Gegen Den Klimawandel?

Eine Alpenpflanze könnte über den Schlüssel für ihr Fortbestehen in einem sich stetig erwärmenden Klima verfügen. Forschende der ETH Zürich haben nämlich den Ursprung von zwei uralten Genvarianten in der Pflanze geklärt. Diese Varianten steuern den Zeitpunkt des Blühens. Das Klima erwärmt sich immer schneller, besonders in den Alpen. Das fordert Organismen heraus. Wenn sie sich nicht in grössere Höhen ausbreiten, müssen sie sich an ihrem bisherigen Standort sehr rasch an höhere Temperaturen anpassen, oder ihre Populationen werden geschwächt und…

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Alle Neuigkeiten

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Naturnaher Küstenschutz bei steigendem Meeresspiegel

Forschende der TU Braunschweig untersuchen die Wirkung von Lahnungsfeldern. Das Deichvorland mit seinen Salzwiesen spielt eine zentrale Rolle im vorbeugenden Küstenschutz an der Nordsee. Mit dem klimabedingten Anstieg des Meeresspiegels kann das Vorland jedoch nicht überall schnell genug mitwachsen. Lahnungsfelder können hier unterstützen. Die Wirkungsweise und Optimierung dieser Bauwerke untersuchen Wissenschaftler*innen der TU Braunschweig gemeinsam mit Partnern. Ziel ist es, Küstenschutzbehörden und Planer*innen Computermodelle an die Hand zu geben, mit denen sie die Auswirkungen von Bauwerksveränderungen und Meeresspiegelanstieg auf die…

Geowissenschaften

Wie ein Fjord in Grönland ein globales seismisches Signal erzeugte

Im September 2023 registrierten Erdbebenmessgeräte weltweit ein einzigartiges seismisches Signal, das stellenweise bis zu neun Tage lang sichtbar war. Verursacht wurde es durch einen massiven Erdrutsch im Dickson-Fjord in Grönland. Was diesen auslöste und warum das Signal so lange anhielt, haben Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und aus der ganzen Welt gemeinsam untersucht. Sie fanden heraus, dass die Quelle der Schwingungen das anhaltende Hin- und Herschwappen von Wasser in dem engen Fjord war. Die Forschenden zeigten auch den…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Neue Methode im Kampf gegen ewige Chemikalien

Forschende der ETH Zürich haben eine neue Methode entwickelt, um eine gefährliche Untergruppe von PFAS, sogenannte PFOS, abzubauen. Mit Hilfe von Nanopartikeln und Ultraschall könnte die Piezokatalyse zukünftig eine effektive Alternative zu bestehenden Verfahren bieten. In Kürze ETH-Forschende nutzen erstmals die Piezokatalyse, um die gefährlichen PFOS-Chemikalien im Wasser mithilfe von Nanopartikeln und Ultraschall abzubauen. Die Methode zeigt im Labor vielversprechende Ergebnisse, da 90.5 Prozent der PFOS-Moleküle in den Tests zersetzt wurden. Trotz des Erfolgs im Labor bleibt die Herausforderung, die…

Geowissenschaften

Expedition SO307 untersucht Geologie und Biologie des Madagaskar-Rückens

Auf der Suche nach dem Ursprung eines Unterwasser-Plateaus. Heute startet das Forschungsschiff SONNE zu einer Expedition in den südwestlichen Indischen Ozean. Vom 12. September bis zum 28. Oktober 2024 wird ein Team von 25 Wissenschaftler:innen unter der Leitung von PD Dr. Jörg Geldmacher vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel den Meeresboden südlich von Madagaskar erforschen. Im Mittelpunkt der Expedition SO307 stehen geologische und biologische Untersuchungen, die das Verständnis der Geologie und Biologie des Meeresbodens sowie des Meerwassers südlich von Madagaskar…

Geowissenschaften

Fels-Boccia am Hang

SLF-Forschende untersuchen, wie sich künstliche Steine auf rauem Untergrund bewegen, um Gefahrenhinweiskarten zu verbessern. «Oh, oh, der ist kaputt», sagt Joël Borner und schaut seinem Felsblock hinterher, hinunter ins Hauptertälli. Einen grossen, rot-orangen Betonklotz hat der Steinschlagexperte des SLF den gut 30 Grad steilen Hang von seiner Abwurfstelle nahe dem Weissfluhjoch bei Davos hinabstossen lassen, auf Kommando: «Wir starten in drei, zwei, eins, Start.» Auf seinem Weg hinab stiess der Block dann auf einen Felsen – und zersprang mit einem…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Gift als Mittel des Artenschutzes

Die Galápagos-Inseln kämpfen mit invasiven Arten. Um die zu kontern, greifen Artenschützer zu drastischen Mitteln. Eine Würzburger Biologin untersucht, wie sich heimische Eidechsen in der Folge einer solchen Aktion entwickeln. Bereits Charles Darwin bewunderte 1875 in seinem Werk A Naturalist’s Voyage Round the World die Einzigartigkeit der auf den Galápagos-Inseln vorkommenden Arten, insbesondere die der heute als Darwin-Finken bezeichnete Vogelgruppe. Neben diesen Vögeln, den berühmten Riesenschildkröten, Meerechsen oder Seelöwen beherbergt der rund tausend Kilometer westlich der ecuadorianischen Küste gelegene Archipel…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Wasserpflanzen managen: Warum Nichtstun auch eine Option ist

Wasserpflanzen in Seen und Flüssen bieten wichtige Rückzugsgebiete für Tiere, bringen Sauerstoff ins Wasser und entfernen Nährstoffe. Dennoch sie sind nicht überall beliebt: Manch einen stören sie beim Baden oder Wassersport, außerdem verändern sie die Hydrologie eines Gewässers. Treten Wasserpflanzen in Massen auf, werden sie daher häufig entfernt. Forscher*innen unter Beteiligung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) haben in Freilandexperimenten untersucht, warum es zu solchen Massenentwicklungen kommt und welche Folgen das Entfernen hat. Wie die Auswertung verschiedener Managementansätze zeigte,…

Geowissenschaften

Forschung im Glück

Das SLF erforscht Permafrost und Schnee in Bhutan auf über 5000 Metern Höhe und entwickelt zusammen mit der lokalen Bevölkerung Massnahmen zur Reduktion von klimabedingten Risiken der Bergwelt. Der Schweizerische Nationalfonds fördert das Projekt Cryo-Spirit. Fast zwei Jahre intensive Vorbereitung waren erforderlich. Jetzt ist es so weit: Am kommenden Samstag, den 14. September, wird Nadine Salzmann, Leiterin der Forschungseinheit Alpine Umwelt und Naturgefahren am SLF, nach Bhutan aufbrechen. In dem kleinen Königreich im Himalaya wird sie zahlreiche Experimente durchführen und…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Mit der richtigen 3D-Druck Einstellung zum innovativen Handschuh

Schutzhandschuhe, wie sie bei der Arbeit, im Sport oder im Alltag bei der Gartenarbeit eingesetzt werden, erhalten ihre schützende Funktion durch eine spezielle Beschichtung. Diese sorgt für Abriebbeständigkeit, macht das Material wasserdicht und beständig gegen Chemikalien oder Öl oder schützt sogar vor Schnitten und Stichen. Bislang werden vornehmlich Beschichtungen aus ölbasierten Polymeren, Nitrilkautschuk oder Latex eingesetzt. Durch innovative Technologien gelang es Wissenschaftlern an den Deutschen Instituten für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF), mit umweltfreundlichem Lignin in einem 3D-Druckverfahren eine robuste…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Fischsterben an der Oder 2022

Mikroschadstoffe verstärkten die Wirkung der Algentoxine. Es waren die Bilder des Sommers 2022: Tonnenweise trieben tote Fische, Muscheln und Schnecken auf der Oder. Bald war klar, was als Auslöser der Umweltkatastrophe galt: Eine Mischung aus überhöhtem Salzgehalt, hohen Wassertemperaturen, niedrigem Wasserstand und zu hohen Nährstoffeinträgen und Abwasser löste eine Blüte der Brackwasseralge Prymnesium parvum aus, deren Algentoxin Prymnesin auf Organismen tödlich wirkt. Ein vom UFZ koordiniertes Wissenschaftsteam sammelte damals Wasserproben und analysierte sie. Das Ergebnis: Hohe Konzentrationen organischer Mikroschadstoffe haben…

Geowissenschaften

Klimawandel besser verstehen

Forschende untersuchten Luftbewegung in der Arktis. Erstmals Erwärmung und Abkühlung der transportierten Luftmassen genau vermessen. Besonderheiten des arktischen Klimas wie die starke Reflexion der Sonnenstrahlen auf dem hellen Schneeuntergrund oder der niedrige Sonnenstand verstärken die globale Erwärmung in der Arktis. Forschende stehen jedoch immer wieder vor der Herausforderung, die dafür verantwortlichen klimatischen Prozesse für verlässliche Wettervorhersagen abzubilden. Wissenschaftler:innen der Flugzeugkampagne HALO (AC)³ ist es gelungen, die Bewegung der Luftmassen aus der und in die Arktis genau zu messen. So können…

Geowissenschaften

Der Geist des Gletschers

SLF-Doktorandin Patricia Asemann schreibt über ihre Arbeit auf dem Silvrettagletscher, schmelzendes Eis, Fallwinde und Nudeln mit Pesto. “Dancing in the moonlight” und Totos “Africa” tönen aus den Lautsprechern unserer Handys, während wir im Rhythmus der Musik den Silvrettagletscher hinaufsteigen. Die Aussicht auf die umliegenden Berge ist wunderschön, aber unsere Blicke sind stur auf das nächste Stück steilen, buckligen und etwas dreckigen Eises vor uns gerichtet, auf das wir unsere Steigeisen setzen. Eigentlich macht es ja Spaß, auf Gletschern herumzulaufen –…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

YESSS – Start für einjährigen Forschungsmarathon in der Arktis

Im arktischen Spitzbergen haben rund 20 Forschende von sieben deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen im August Ausrüstungen und Labore für das Polarforschungsprojekt YESSS eingerichtet. YESSS steht für Year-round EcoSystem Study on Svalbard. Unter der Führung des Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) soll YESSS neue Erkenntnisse zum Klimawandel bringen. Dafür wird ein kleines Forschungsteam – und das ist das Besondere – auch die langen, dunklen Jahreszeiten in der AWIPEV-Forschungsstation in Ny-Ålesund verbringen, der nördlichsten Siedlung der Welt. Es war…

Geowissenschaften

Unterwasserlawine mit gigantischen Auswirkungen entschlüsselt

Forschende der Universitäten Kiel und Liverpool haben eine der größten Unterwasserlawinen der Erde im Agadir Canyon vor der Küste Marokkos, einem der größten Canyons der Welt, erstmals umfassend von der Quelle bis zur Senke kartiert. Das so genannte Bed-5-Ereignis vor etwa 60.000 Jahren begann als relativ kleine Unterwasserrutschung mit einem Volumen von etwa 1,5 km³, wuchs im Canyon auf das Hundertfache an und bewegte sich über 2000 km in die umliegenden Tiefseebecken. Mit ihrer Studie konnten die Autoren widerlegen, dass…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Neue Messmethode entwickelt – Treibhausgas HFC-23

Eindämmung von Emissionen ist möglich. Forschende der Empa, der «University of Bristol» und der Niederländischen Organisation für Angewandte Naturwissenschaftliche Forschung (TNO) haben die Emissionen des potenten Treibhausgases HFC-23 aus der Herstellung von Teflon und Kühlmitteln untersucht. Ihre Studie zeigt: Die Eindämmungsmassnahmen wirken, werden aber nicht überall umgesetzt. Fluorkohlenwasserstoffe (FKW) sind potente Treibhausgase. Das stärkste davon ist Trifluormethan, auch bekannt unter dem Kürzel HFC-23. Ein Kilogramm HFC-23 in der Atmosphäre trägt so stark zum Treibhauseffekt bei, wie 12’000 Kilogramm CO₂. Bis…

Geowissenschaften

Neuer Ansatz für bessere Weltraum-wettervorhersagen

Das aus der Wettervorhersage bekannte Prinzip der Datenassimilation kann – auf Basis von Satellitendaten – die Prognose der Teilchendynamik im Elektronenringstrom um die Erde deutlich verbessern. Das hat ein Team um Bernhard Haas und Yuri Shprits vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ in einer Studie im Fachmagazin Nature Scientific Reports gezeigt. Zusammenfassung Im Zeitalter einer schnell wachsenden Flotte von Satelliten im Weltraum ist die genaue Vorhersage von Weltraumwetterphänomenen wie sturmartigen Verstärkungen von elektromagnetischen Feldern und Teilchenströmen unerlässlich, um die Satelliteninfrastruktur vor Schäden…

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