Geowissenschaften

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Meeresforscher erkunden Schlammschnellstraßen

Ein europäisches Forscherteam hat nachgewiesen, dass Schlamm über Spalte im Meeresboden in die Tiefsee transportiert wird. Der Schlamm häuft sich an im Oberlauf der Unterseespalten. Am Ende der Spalten stürzen Schlammlawinen in die Tiefsee. Wissenschaftler des niederländischen Instituts für Meeresforschung (NIOZ) erläuterten ihre Befunde auf einem internationalen Kongress vom 7. bis 10. April. Mit Bodenlandern, an Bord des Schiffs R.V. Pelagia, erforschten Forscher den Nazaré Canyon vor

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Kult oder Bestattung? Kopfüber vergrabenes Skelett gefunden

Alles andere als routinemäßig ist eine Ausgrabung unter der Regie des Lehrstuhls für Vor- und Frühgeschichte der Uni Würzburg verlaufen: In der Kreisgrabenanlage von Ippesheim (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) kamen die Überreste eines Menschen zutage, der vor ungefähr 6.700 Jahren kopfüber eingegraben wurde. “Wir haben den Schädel und die Hände gefunden. Der Rest des Skeletts ist durch die Jahrhunderte lange Beackerung und die damit verbundene Erosion verloren gegangen”, so Prof.

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Graduiertenkolleg erforscht Mechanismen der Evolution

Vor 210 Millionen Jahren erblickte eine neue Tiergruppe das Licht der Welt, die Evolutionsbiologen noch heute Rätsel aufgibt: Die Schildkröten. Ganz plötzlich, quasi aus dem Nichts, scheinen sie aufgetaucht zu sein; es wurden bis heute kaum Fossilien von Übergangsformen gefunden – ganz anders als beispielsweise bei Vögeln, deren Entwicklung aus den Reptilien inzwischen zahlreiche Fossilfunde von Zwischenformen belegen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG fördert an der Universität Bonn ein n

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In 85 Millionen Jahren "wuchs" der Harz um mehr als 4 Kilometer!

Vor rund 400-300 Millionen Jahren wurde das Variszische Gebirge in Europa aufgefaltet. Zu diesem großen Orogenzug gehören in Deutschland u.a. der Harz und das Rheinische Schiefergebirge. Während die geologischen Prozesse der Gebirgsbildung im Erdaltertum für den Harz mittlerweile relativ gut verstanden werden, sind die tieferen Ursachen für dessen jüngere Hebungsgeschichte, von der Oberkreide (85 Mio. Jahre) bis in die Gegenwart, es handelt sich hier um Hebungen von mehr als vier Kilometer, noch

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Geodynamisches Entwicklungsprofil – Untersuchung der miozänen Geodynamik der Ost-Alpinen Becken

Vor rund 24 Millionen Jahren begann das Zeitalter des Miozän, ein Abschnitt des Erdzeitalters, der zum Jungtertiär gehört und in dem sich eine ganze Reihe bedeutender Tiere, vor allem Säugetiere, und Pflanzen entwickelten. Robert Scholger vom Institut für Geophysik der Montanuniversität Leoben untersucht im Rahmen eines vom FWF geförderten Forschungs-Projektbündels, inwieweit sich geodynamische Prozesse auf die Ökosysteme und Umweltbedingungen in den Ostalpen des Miozäns auswirkten. Ziel des Projekt

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Vertrag für nationales Satellitenprojekt TerraSAR unterzeichnet

Staatssekretär Thomas: “Spitzenplatz für Deutschland in der Erderkundung” Mit dem neuen Satelliten TerraSAR sichert sich Deutschland einen weltweiten Spitzenplatz in der Erderkundung. Der Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Uwe Thomas, sagte anlässlich der Vertragsunterzeichnung für das nationale Projekt TerraSAR am Mittwoch in Bonn: “Die langjährigen hohen Leistungen der Radartechnologie bei Satelliten haben Deutschland international hohe Anerkennung geb

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"GEOSCHIFF" auf großer Fahrt – Bundesweites Ausstellungsprojekt startet in Potsdam

In Anwesenheit von viel Prominenz aus Wissenschaft und Politik wird am kommenden Mittwoch, den 10. April, die Ausstellung “Abenteuer Meeresforschung” in Potsdam eröffnet. Der Clou: Als Ausstellungsplattform dient ein 105 Meter langes und 9,50 Meter breites Binnenschiff. Das Projekt findet im Rahmen des “Jahres der Geowissenschaften” statt. Mit der Ausstellungseröffnung verbunden wird die Taufe des Schiffs, das anschließend als GEOSCHIFF bis Mitte September an Elbe und Rhein, Mosel und Ma

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Gammastrahlenausbrüche: die energiereichsten Explosionen im Universum

Röntgenteleskop der ESA beweist, daß Supernova geheimnisvolle Gammastrahlenausbrüche verursachen kann Gammastrahlenausbrüche sind die energiereichsten Explosionen, die je im Universum beobachtet worden sind. Sie sind auch eines der größten Geheimnisse der modernen Astronomie, da bisher nicht eindeutig nachgewiesen werden konnte, wodurch sie verursacht werden. Es gab lediglich zwei “Hauptverdächtige”: ein Zusammenstoß zwischen Neutronensternen – tote, äußerst dichte Sterne – oder der

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Uralter Unterkiefer in Patagonien gefunden

Er ist ganze zwölf Millimeter lang und bringt eine Lehrmeinung ins Wanken: der Unterkiefer eines Säugetiers aus der Jurazeit. Bisher vermuteten Paläontologen, dass sich die Gestalt des modernen Zahnbaus auf der Nordhalbkugel unserer Erde entwickelte, doch der Fund des fossilen Säugetierkiefers zeigt, dass unabhängig davon auch auf der Südhalbkugel mahlende Backenzähne entstanden. Über den Fund berichten die Paläontologen in “Nature”, Bd. 416. Das etwa 155 Millionen Jahre alte Fossil fand

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Envisat liefert erste Bildaufnahmen der Erde

Fotos zeigen Algenproduktion vor Westafrika
und
Eisberg-Abbruch-Region in Antarktis Knapp einen Monat nachdem die europäische Weltraum-Behörde ESA den Erdbeobachtungssatelliten Envisat ins All befördert hat (pte berichtete), existieren nun die ersten Aufnahmen. Wie die ESA berichtet, operieren die Satelliten funktionsgemäß. Die ersten Bildaufnahmen des ASAR-Radars und des Instruments MERIS zeigen Bereiche der Antarktis und Westafrikas. Envisat wurde gerade rechtzeitig in Betrieb

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Neue Messmethode zur genauen Datierung von Knochenfunden

US-Geochemikerin kann Alter von Fossilien ermitteln Eine amerikanische Geochemikerin hat eine neue Methode entwickelt, um Knochenfossilien zeitlich zu bestimmen und Fälschungen zu erkennen. Anhand der chemischen Zusammensetzung der Fossilien kann mit der neuen Messmethode der Entstehungszeitraum sehr genau festgestellt werden. Die chemischen Prozesse während der Jahrtausende langen Ruhe eines Knochens im Erdreich liefern zahlreiche Indizien auf die Geschichte der Fossilien. “Es ist wi

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Molekularbiologen auf bakterieller DNA-Suche in der Antarktis

Expedition auch zur Erforschung des industriellen Nutzens von polaren Mikroben Ausgerüstet mit einem tragbaren Kleinlabor sind Molekularbiologen in die Antarktis aufgebrochen. In einer 14-tägigen Forschungsexpedition sollen Gentests an Bakterien durchgeführt werden, berichtet die BBC heute, Freitag. Laut Forschern der University of Delaware werden erstmals DNA-Fingerprints von Bodenmikroben auf dem weißen Kontinent entnommen. Der Expedition sollen weitere Forschungsreisen zur Erhebung de

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Das Larsen – Schelfeis zerfällt

Freiburger Antarktisforscher beobachten den wärmsten Sommer seit langem Erneut haben Forscher weltweit den Abbruch einer riesigen Schelfeistafel am Ostrand der Antarktischen Halbinsel beobachtet. Wissenschaftler am Institut für Physische Geographie der Universität Freiburg untersuchen die Entwicklung von Gletscher und Eisflächen. Sie sind im Rahmen des internationalen Forschungsverbundes GLIMS (Global Land Ice Measurement from Space) verantwortlich für den gesamten Bereich der Antarktisch

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Der Glaziologe Dr. Wolfgang Rack über das Schelfeis der Antarktis

Eisberge, insgesamt so groß wie das Saarland (etwa 2600 Quadratkilometer), sind vor einigen Tagen vom nördlichen Larsen-Schelfeis an der antarktischen Halbinsel abgebrochen. Das ist ein natürlicher Vorgang, der jedoch durch eine starke regionale Klimaänderung beschleunigt wurde. Durch das aktuelle Ereignis ging außerordentlich viel Schelfeis verloren – Eis, das auf dem Meerwasser schwimmt, dem auf festem Grund aufliegenden Gletscher vorgelagert ist und diesen stabilisiert. Schelfeis bildet sich ste

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Viele Säuger stammen aus Asien

Globale Erwärmung war Startschuss für Säugetiere Wissenschaftler der Universität von Santa Cruz haben bei Untersuchungen von südchinesischen Fossilien beweisen können, dass verschiedene fleischfressende hundeartige Säugetierte in Asien auftauchten bevor diese in anderen Teilen der Erde gefunden wurden. Das berichtet das Wissenschaftsmagazin Science in seiner jüngsten Ausgabe. Vor 55 Mio. Jahren gab es auf der Erde eine kurze, intensive globale Erwärmung, die gewaltige Auswirkungen au

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Antarktis: Eisberg immenser Größe treibt im Südpazifik

Eisschelf in der Größe von Zypern vom Festland abgebrochen Ein Eisberg in der Größe der Insel Zypern (rund 3.300 Quadratkilometer groß) ist nach Angaben des amerikanischen “Snow and Ice Data Center” (NSIDC) http://nsidc.org vom antarktischen Festland abgebrochen. Der drohende Abbruch am “Larsen-B Schelf” wurde erstmals auf einem Satellitenbild Anfang März erkannt. “Das ist der größte Eisberg in einer Serie von Eisabbrüchen in der Antarktis seit mehr als 30 Jahren”, so das NSIDC. Der

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