Wissenschaftler und Techniker des Alfred-Wegener-Institutes für Polar- und Meeresforschung (AWI) haben am vergangenen Montag, den 18. Februar, die Kohnen-Station für den kommenden antarktischen Winter geschlossen. Die Temperaturen am Ort sanken auf inzwischen minus 30 bis 35 Grad Celsius bei Tage und minus 46 Grad in der Nacht. Dabei können die Maschinen nur noch mit sehr hohem zusätzlichem Aufwand arbeiten. Die Bohrung wurde bei einer Tiefe von 450,93 Meter unter der Oberfläche eingeste
Luftbildarchäologie kartographisch umgesetzt Virtuell durch eine Region Chinas in verschiedenen Zeitebenen zu reisen: dies ermöglicht ein Kartographisches Informationssystem von Dipl.-Geogr. Markus Oster, das auf der Learntec 2002 als “beste Lernsoftware” unter 187 eingereichten Projekten ausgezeichnet wurde (Preisgeld: 2.500 Euro). Oster entwickelte das Programm in seiner Diplomarbeit am Geographischen Institut der RUB (Betreuung: Prof. Dr. Jürgen Dodt). Das System bereitet die Projekter
Neue Nutzergemeinschaft mit deutscher Beteiligung erforscht die Ozonschicht bis 21 Kilometer Höhe Mit Beginn des “Jahres der Geowissenschaften 2002” wird die europäische Atmosphärenforschung gleich durch zwei bedeutende Instrumente aufgewertet: Zum einen steht mit dem russischen Höhenforschungsflugzeug “Geophysica” nun eine Plattform für die Erforschung der Stratosphäre bis in 21 km Höhe zur Verfügung. Zum anderen wird am 28. Februar dieses Jahres der europäische Umweltsatellit ENVISAT gestar
Göttinger Geophysiker publizieren Forschungsergebnisse im Wissenschaftsmagazin Science “Plattentektonik” heißt die weltweit akzeptierte Theorie, nach der die Lithosphäre der Erde – das ist die Erdkruste und der oberste, starre Teil des Erdmantels – in etwa 15 einzelne Platten zerfällt, die sich relativ zueinander bewegen. Die bisher gängigen Erklärungsmodelle für solche Plattenbewegungen müssen möglicherweise neu formuliert werden. Darauf deuten Messungen hin, die Göttinger Geophysiker du
Süßwassersee in der Antarktis entdeckt Die erste Österreicherin am Südpol, Birgit Sattler, ist in ihre Tiroler Heimat zurückgekehrt. Die Wissenschaftlerin, tätig am Institut für Zoologie und Limnologie der Universität Innsbruck, war seit Anfang Januar im Rahme der “Antarctica Meteorite Expedition 2002” am Südpol unterwegs. Sattler hat dabei einen bisher unbekannten Süßwassersee in der Antarktis entdeckt, berichtet die Wissenschaftsagentur SciNews Austria Sattlers Entdeckung wird “Lak
Internationales Forum zu Problemstellungen des Uranbergbaues, seiner Folgen in Bezug auf das Grundwasser und zur generellen Frage “Uran im Grundwasser” Mit dieser Frage setzen sich Wissenschafter und Fachleute aus der Praxis im September 2002 auf der Internationalen Tagung “Uranium Mining and Hydrogeology” (UMH III) auseinander. Dabei stellt nicht nur der Bergbau und der Umgang mit Uran ein Problem dar, denn es gibt auch natürliche Grundwässer mit bis zu 400 µg/l Uran pro Liter (Deutschl
Tintenfische dienen Paläontologen der Freien Universität Berlin als Untersuchungsobjekte. Cephalopoden – niemand kennt sie genau, aber sie sind in aller Munde. Und das im wortwörtlichen Sinne. Denn Calamari fritti hat schon fast jeder Mensch einmal in einem italienischen Restaurant genossen. Kalmar, Krake, Sepia und ihre Kollegen dienen aber nicht nur als Leckerei, sondern auch als Hauptdarsteller in Horrorfilmen wie “Das Monster aus der Tiefe”. Der Tintenfisch – von Legenden umwoben.
Der Aufbau eines bundesweiten Datenbanksystems zu Vegetation und Artenvielfalt steht im Mittelpunkt einer internationalen Tagung, die vom 13. bis 15. Februar 2002 an der Georg-August-Universität Göttingen stattfindet. Das Geographische Institut ist Gastgeber und Organisator des Workshops “Von der Pflanzensoziologie zur Biodiversitätsinformatik?”, zu dem das Bundesamt für Naturschutz (Bonn) einlädt. Rund 35 Fachleute werden Erfahrungen über bestehende Vegetationsdatenbanken austauschen und die Einri
Wissenschaftler der University of Rhode Island wollen mit einem 30 Meter Wellenbecken Erschütterungen simulieren, die durch Unterwasserbeben ausgelöst werden. Das Projekt dient dem besseren Verständnis von Tsunamis (Riesenwellen) und wird von der National Science Foundation mit 204.000 Dollar unterstützt. Bis zum Jahr 2003 will das Team um Stephan Grilli ein Computermodell entwickeln, das online Forschern, Rettungsteams und Tsunami-Warneinrichtungen als Simulations- und Vorhersagemodell dienen soll
LMU leitet internationales Forschungsprojekt zu Erbeben und Vulkanausbrüchen Die zuverlässige Vorhersage von Erdbeben und Vulkanausbrüchen bedeutet für die Forschung trotz großer Fortschritte in der Vergangenheit weiterhin eine große Herausforderung. Die Geowissenschaftler der Universität München intensivieren nun ihre Arbeit auf diesem Gebiet in einem breit angelegten Projekt: Erfolgreich haben sie sich um die Förderung des “Internationalen Qualitäts-Netzes Georisiken” (IQN) beworben, d
Deutsche Task Force Erdbeben untersucht Erdbeben bei Sultandagi — nur geringe Nachbeben Stärke Sechs auf der Richterskala hatte das Beben, das vor zwei Tagen die Region rund um Sultandagi, etwa 250 Kilometer südwestlich von Ankara, verwüstete. Die Behörden gehen derzeit von 43 Toten aus. Ein Fall für die Deutsche Task Force Erdbeben. Sie hält sich derzeit im Gebiet auf, um die Nachbeben zu registrieren und das Erdbeben wissenschaftlich auszuwerten. Der Leiter der Taskforce, der Seismolo
Stuttgarter Geologe an Forschung maßgeblich beteiligt Als wissenschaftliche Sensation bezeichnet der Geologe Manfred Krautter von der Universität Stuttgart die Entdeckung der großen Kieselschwamm-Riffe vor der Westküste Kanadas. Diese Hohltiere, die in einer Tiefe zwischen 165 und 240 Metern leben – hier herrschen ganzjährig Temperaturen zwischen vier und sechs Grad -, waren vor 160 Mio. Jahren in weiten Teilen der Erde häufig. Der Geologe, der 1999 mit der Erforschung der Kieselschwammr
Die Geographie-Institute der Universität Greifswald und der Humboldt Universität Berlin und das Müritz-Nationalparkamt erwarten vom 26. bis zum 28. 2. 2002 auf Schloss Hohenzieritz bei Neustrelitz etwa 100 Deutsche, Polen, Dänen und Niederländer zu einer Tagung zur “Entwicklung der Flüsse und Seen in Nordostdeutschland im Verlauf der letzten 20000 Jahre”. Im letzten Jahrzehnt gab es einen erfolgreichen Forschungsboom zur Erd- und Siedlungsgeschichte von Fluss- und Seenlandschaften Mecklenburg-Vo
Übersichtsartikel in Science Das Wissenschaftsmagazin Science rückt das Thema “Lebensraum Meereis” in seiner aktuellen Ausgabe auf die Titelseite. Dr. David Thomas von der University of Wales-Bangor und Dr. Gerhard Dieckmann vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) sind Verfasser des Übersichtsartikels “Antarctic Sea Ice – Habitat for Extremophiles”. Wir informieren hier kurz über die aktuelle Forschung der Arbeitsgruppe am AWI. Eine Übersetzung des Artikels finde
Warme Temperaturen in der Zeit der Dinosaurier im nordwestchinesischen Junggar-Becken Wörtlich übersetzt heißt Dinosaurier “schreckliche Echse”. Doch ihren Schrecken haben die imposanten Reptilien längst verloren, nur fossile Knochenreste zeugen noch von ihrer Existenz in der Zeit der mittleren Trias vor rund 230 Millionen Jahren und ihrem Aussterben zum Ende der Kreidezeit, vor etwa 65 Millionen Jahren. Für die Forschung sind die Überreste hochinteressant: die Knochen dienen zur Rekonst
Zwei im All stationierte Sensoren werten Infrarotspektrum im Nanobereich aus Huntsville/Alabama (pte, 29. Januar 02/15:46) – Mit Unterstützung zweier stationierter Sensoren im All ist es Forschern des Nationale Space Science & Technology Centers (NSSTC) erstmals möglich, die Verteilung von Gewittern weltweit aufzuzeichnen und regionale bzw. saisonale Veränderungen zu studieren. Mit dem Optical Transient Detector (OTD) und dem Lightning Imaging Sensor (LIS) können laut dem NSSTC http://ww