Die amerikanisch-deutsche Satellitenmission GRACE (Gravitiy Recovery And Climate Experiment) hat zu einem ersten herausragenden wissenschaftlichen Ergebnis geführt: der bisher genauesten Karte des Gravitationsfeldes unseres Planeten.
Aus Beobachtungen von nur wenigen Wochen während der Testphase der Instrumente konnten bereits Monate vor dem routinemäßigen Messbetrieb der Mission auf deutscher und amerikanischer Seite Schwerefeldmodelle berechnet werden, die entscheidend zur Entsch
Es ist bekannt, dass im Erdmantel riesige Mengen Kohlenstoff gespeichert sind, viele Zehnerpotenzen mehr als in der Erdatmosphäre, den Ozeanen und der äußeren Erdkruste zusammengenommen. Wie der Kohlenstoff im Erdmantel gespeichert wird, war lange Zeit umstritten. Ihre Forschungsergebnisse zur Löslichkeit von Kohlenstoff in Mineralen des Erdmantels haben die Tübinger Wissenschaftler Prof. Hans Keppler und Syvatoslav Shcheka vom Institut für Geowissenschaften zusammen mit einem Wissenschaftler des Ge
Neue Forschungsarbeiten von Wissenschaftlern in Großbritannien und Russland lassen darauf schließen, dass das Risiko eines katastrophalen großen Meteoriteneinschlags auf der Erde viel geringer ist, als bisher angenommen.
Nach der Studie, die von Philip Bland vom Imperial College London und Natalia Artemieva vom Institut für Dynamik der Geosphäre in Moskau durchgeführt wurde, dürfte ein verheerender Einschlag 50-mal seltener eintreten, als frühere Studien annehmen ließen.
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Vor 156 Millionen Jahren brach ein kleines Stück kontinentaler Kruste von dem Riesenkontinent Gondwanaland ab. Wohin der Mikrokontinent, der Argo-Land getauft wurde, trieb, war bis vor kurzem unbekannt. Forscher aus Bochum und Sydney haben den Kontinent jetzt in Burma wieder gefunden, wie NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND in seiner aktuellen Ausgabe berichtet (EVT 28.7.2003). Damit ist Argo-Land vom heutigen Nordwest-Australien bis nach Ostasien gedriftet.
Bislang wußten die Forscher nur, d
Das Institut für Meteorologie und Klimatologie der Universität Hannover hat ein Blitzortungssystem vom Typ SAFIR installiert und seit Anfang des Jahres im operationellen Betrieb. Das System registriert Blitzentladungen im Gebiet von Nordwestdeutschland und wird in einem nächsten Schritt an die vergleichbaren Systeme in den Niederlanden und Belgien angeschlossen, um so das Gebiet zu vergrößern, in dem die Blitze erfasst werden können. Da die Gewitterzüge häufig aus westlichen Richtungen kommen, si
Im Rahmen eines Gemeinschaftsprojektes der Kreisarchäologie Göppingen und dem Institut für Geowissenschaften der Universität Tübingen wurden seit Juli 2002 entlang der neuen Trasse der B 10 bei Eislingen (Landkreis Göppingen) umfassende Ausgrabungen vorgenommen.
Dabei konnten bislang die Reste von insgesamt neun Ichthyosauriern freigelegt und geborgen werden. Die Funde lassen sich den Gattungen Temnodontosaurus (“Schnittzahnsaurier”), Stenopterygius (“Schmalflosser”), sowie einer mögl
Forschungsprojekt “Weiterentwicklung von Geodiensten” will mobiles Informationssystem schaffen – Anwendungsgebiete: Raumplanung, Umweltschutz und Katastrophenvorsorge und andere Gebiete der Geowissenschaften
Geoinformationen bilden eine wichtige Ressource: Achtzig Prozent aller privaten und öffentlichen Entscheidungen haben einen Raumbezug – vom Bebauungsplan bis zur Umweltanalyse. Die Erfassung und Pflege der Daten vor Ort ist jedoch immer noch mühsam und wenig effizient. Wer heute
Ergebnisse einer deutsch-amerikanischen Arktis-Expedition zum Gakkelrücken stellen bisherige Vorstellungen über die Bildung neuen Meeresbodens in Frage
Unter dem Eis der Arktis erstreckt sich ein gewaltiger Gebirgszug, der Gakkel-Rücken, der mit Tälern, die bis zu 5.500 Meter unter die Meeresoberfläche reichen, und Gipfeln in einer Meerestiefe von 600 Metern mächtiger als die Alpen ist. Diese Nahtstelle der Kontinentalverschiebung im Nordpolarmeer und seine Entstehung zu erkunden, war
“Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist.” Wettervorhersagen sind heute in der Regel aussagekräftiger als diese alte Bauernregel. Irrtümer kommen trotzdem vor. Radarstationen warnen zwar früh vor Hagel oder Gewitter, messen aber die Regenmenge nicht hundertprozentig genau. Dr.-Ing. Markus Quirmbach entwickelte ein Modell, das Niederschläge präziser vorhersagt. Das Abwassersystem lässt sich somit rechtzeitig auf die Gefahr eines Überflutens vorbereiten. Seine Dok
Aus Untersuchungen an Erd- und Mondgestein sowie Meteoriten haben jetzt Geowissenschaftler vom Mineralogischen Institut der Universität Münster und vom Mainzer Max-Planck-Institut für Chemie die Entstehungsgeschichte des Mondes abgeleitet. Demnach ist der Erdtrabant vor 4,53 Milliarden Jahren durch die Kollision zwischen der Erde und einem Kleinplaneten entstanden. Er besteht zumindest zur Hälfte aus Erdmaterial (Science, 4. Juli 2003).
Der nächtliche Sternenhimmel hat die Menschheit schon
Riffkorallen als hochauflösendes, natürliches Klimaarchiv
Die Jahrhundertflut an der Elbe im vergangenen Jahr hat einer breiten Öffentlichkeit die Auswirkungen von Klimaänderungen in Mitteleuropa sehr bewusst gemacht. Denn dass sich das Klima ändert, steht außer Frage. In Afrika beispielsweise sind schon seit einigen Jahrzehnten Änderungen des Klimas durch die Veränderung der Wüstengürtel spürbar.
Systematische Wetteraufzeichnungen durch den Menschen existieren nur von weni
Als die treibende Kraft des Klimas auf der Erde haben der Bochumer Geologe Prof. Dr. Jan Veizer und der Israelische Astrophysiker Prof. Dr. Nir J. Shaviv (Hebrew University, Jerusalem) einen neuen Verdächtigen ausgemacht: Kosmische Strahlung (cosmic ray flux, CRF) könnte der Hauptmotor der Erwärmung und Abkühlung sein. Bei ihrem Auftreffen auf die Erdatmosphäre beeinflusst sie die Wolkenbildung und so den Wasserkreislauf der Erde. Die Forscher verglichen die Klimadaten der letzten 600 Millionen Jahre
Im Sommer 2001 bereiste das Forschungsschiff “Polarstern” des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) die Arktis, um eine Nahtstelle der Kontinentalverschiebung zu erforschen. Am Gakkel-Rücken, einem bis zu 3000 Meter hohen Gebirgszug tief unter dem arktischen Meereis, quillt heißes Magma aus dem Boden, bildet neuen Meeresboden und drückt damit die Kontinentalplatten von Nordamerika und Eurasien auseinander. Die Messergebnisse der AWI-Forscher und ihrer Kollegen, die am 26. Juni 2003 in zwei Artikeln in Nat
Neue Methode zur Bestimmung früherer Meeresspiegeländerungen – Bericht in “Nature”
Das Rote Meer ist mit dem offenen Ozean nur über eine 18 Kilometer schmale und 137 Meter tiefe Meerenge, die Straße von Bab el Mandab, verbunden. Dadurch machen sich Änderungen der Meeresspiegel-Höhe im Roten Meer extrem bemerkbar: Wenn der Meeresspiegel im Indischen Ozean sinkt, ist auch der Austausch der Wassermassen über die Meerenge vermindert. Dies führt dazu, dass das Wasser länger im Roten Meer
Weltraumwissenschaftler schauen in die Wolken.
Forscher von der Freien Universität Berlin entlocken den Wolken weitere Geheimnisse und veröffentlichen sie jetzt “live” im Internet. So stehen sie den Wetterdiensten sofort zur Verfügung. Sehen Wolken für unbefangene Beobachter einfach nur weiß oder schwarz aus, berechnen Prof. Dr. Jürgen Fischer, Dr. Lothar Schüller und Dipl.-Met. Peter Albert aus Satellitendaten, was im Innern der Wolke vor sich geht. Mit den berechneten Größen, wie
Starke Niederschläge und Hochwasser haben Mitteleuropa erst in der jüngsten Vergangenheit heimgesucht. Vor dem Hintergrund des globalen Klimawandels interessieren sich Geographen für die Frage, inwieweit extreme Witterungsereignisse sich in den kommenden Jahrzehnten ändern werden. Mit dieser Thematik befasst sich im Rahmen seiner Dissertation an der Uni Würzburg Matthias Nonnenmacher.
Nonnenmacher ist in der Arbeitsgruppe Klimaforschung am Institut für Geographie bei Prof. Dr. Jucundus Ja