Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Streitthemen zwischen Jugendlichen und Eltern Ordnung, Mithilfe im Haushalt und das Verhalten gegenüber den Eltern sind neben der Zukunftsplanung der Jugendlichen die konfliktträchtigsten Diskussionspunkte zwischen Eltern und ihren heranwachsenden Kindern. Die Heftigkeit der Streitigkeiten wird dabei von Faktoren wie Wohnverhältnissen, Berufszugehörigkeit der Eltern und der Existenz von Geschwistern kaum beeinflusst. Zu diesem Ergebnis gelangt Dr. Klaus Hoppig in einer Untersuchung, die
Forscher der RWTH Aachen entwickelt chirurgischen Faden,
der sich selbst verknotet und gewebeverträglich auflöst.
Knopfloch-Chirurgie ist die sanfte Operationsmethode der Zukunft: Durch winzige Schnitte führt der Arzt chirurgische Mini-Instrumente in den Körper ein und überwacht den Eingriff mit einem Endoskop. Dies schont die Patienten und hinterlässt kaum Narben. Allerdings ist es für den Arzt äußerst knifflig, in dem engen Operationsfeld komplexe Bewegungen auszuführen, wie
Fünf Jahre Knochenarbeit und 3,2 Mio. Euro Kosten Nach fünf Jahren Arbeit und mit rund 3,2 Mio. Euro Forschungsgeldern haben britische Forscher das Genom des Bakteriums Streptomyces coelicolor entschlüsselt, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature in seiner jüngsten Ausgabe. Das Bakterium Streptomyces coelicolor liefert mehr als die Hälfte der natürlichen Antibiotika. “Der Abschluss der Sequenzierung des Genoms ist ein Meilenstein für die Forschung an diesem wertvollen Organismus”,
BASF baut Neuanlage für Citral Die BASF baut am Standort Ludwigshafen eine neue Produktionsanlage für das Feinchemie-Zwischenprodukt Citral mit einer Kapazität von 40.000 Jahrestonnen. Die Inbetriebnahme ist für 2004 vorgesehen. Die World-Scale-Anlage ersetzt die bestehende Anlage für 10.000 Jahrestonnen Citral. Nach der Kapazitätserweiterung wird Citral die Produktionsplattform für Vitamin A und Vitamin E, für Carotinoide und eine vergrößerte Palette von Aromachemikalien. Die Erweiter
Um in Zukunft noch sicherer und schneller gute von bösartigen Tumoren in der Brust unterscheiden zu können, erproben Radiologen seit einiger Zeit eine neue Methode. Von diesem Magnetresonanz-Elastographie (MRE) genannten nicht-invasiven Verfahren versprechen sich Radiologen in schwierigen Fällen zusätzliche Informationen für die Diagnostik: Die MRE kann physikalische Gewebseigenschaften kartieren und als Schnittbild darstellen, erklären Experten auf dem Deutschen Röntgenkongress in Wiesbaden.
Computer-gestützte Diagnose Systeme gewinnen in der modernen Röntgen-Diagnostik an Bedeutung. Ihre intelligente Software ist darauf programmiert, minimale verdächtige Veränderungen zu erkennen und zu markieren. Hilfreich ist der “elektronische Hilfsgutachter” vor allem dann, wenn eine Zweitbefundung notwendig ist, um die Treffsicherheit der Diagnose zu erhöhen. Dies ist etwa bei der Mammographie zur Früherkennung von Brustkrebs der Fall. Die Elektronik soll den Radiologen (Röntgenarzt) nicht er
Mehrschicht-CT-System Mx8000 von Philips – eine neue Dimension in der Computertomographie Schneller ist keiner: Pro Sekunde fünf Zentimeter Anatomie Die Experten sprechen von einem Durchbruch in der medizinischen Bildgebung: Mit dem neuen Mehrschicht-Computertomographen Mx8000 von Philips ist es erstmals möglich, 16 Schichten gleichzeitig zu erfassen und damit die Meßgeschwindigkeit drastisch zu erhöhen. Patienten profitieren von deutlich kürzeren, präziseren und schonenderen Untersuchungen u
Humangenetiker von der Uni Würzburg haben ein neues Gen entdeckt, das ausschließlich in der Netzhaut des Auges aktiv ist. Es enthält den Bauplan für ein Protein, dessen Aktivitäten bislang ebenfalls völlig unbekannt sind. Jetzt wollen die Wissenschaftler dieses Protein genauer unter die Lupe nehmen, denn aller Voraussicht nach spielt es bei genetischen Erkrankungen der Netzhaut eine Rolle. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Projekt. Mit den Augen nimmt der Mensch einen wesen
Abteilung des Fraunhofer IGD von Prof. Georgios Sakas erhält Wolfgang-Müller-Osten-Preis 2002 Den diesjährigen Wolfgang-Müller-Osten-Preis zur “Förderung wissenschaftlicher Arbeiten auf dem Gebiet der Chirurgie” wurde gemeinsam den Städtischen Kliniken in Offenbach und der Gruppe des Fraunhofer IGD von Prof. Dr. Georgios Sakas verliehen. Die IGD-Wissenschaftler entwickelten gemeinsam mit den Ärzten im Rahmen eines Forschungsprojekts ein zukunftsweisendes Navigationssystem, das die intraop
Treffen von Vertretern der nationalen Kontaktstellen des “WHO Surveillance Programme for Control of Foodborne Infections and Intoxications in Europe” im BgVV “Die WHO und die EU müssen ihre Aktivitäten auf dem wichtigen Gebiet der Überwachung lebensmittelbedingter Erkrankungen koordinieren,” forderten die 60 Vertreter 46 Europäischer Staaten anlässlich des Treffens der nationalen Kontaktstellen (National Contact-Points) des “WHO Surveillance Programme for Control of Foodborne Infections
Lernvorgänge verändern die Grundstruktur der Sehrinde – Ergebnisse in ’PNAS’ Noch vor einigen Jahren glaubten Wissenschaftler, dass die Nervenzellen, die für Bewegung und Wahrnehmung verantwortlich sind, im erwachsenen Gehirn unveränderlich miteinander vernetzt seien. Inzwischen zeigte sich aber, dass sich die Organisation und Funktion unseres Gehirns lebenslang an äußere oder krankheitsbedingte Veränderungen anpasst. Dr. Ben Godde vom Institut für Medizinische Psychologie der Universität
In einer Veröffentlichung des wissenschaftlichen Journals “Angiogenesis” hat kürzlich Privatdozent Dr. Süleyman Ergün, Abteilung für Mikroskopische Anatomie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), einen neuen Mechanismus der Ausreifung von Blutgefäßen beschrieben. Die Laborexperimente für diese Arbeit wurden in enger Kooperation der beiden Arbeitsgruppen von Prof. Dr. Judah Folkman (Harvard Medical School, Boston) und Dr. Ergün in Zusammenarbeit mit Frau Dr. Nerbil Kilic, Medi
Krebskranke Zunge wird durch Halsmuskulatur ersetzt – Elektrische Stimulation soll Beweglichkeit verbessern Die operative Rekonstruktion der durch Krebserkrankung oder Unfall zerstörten Zunge gehört zu den bemerkenswertesten chirurgischen Leistungen des Universitätsklinikums Lübeck. Prof. Dr. med. Stephan Remmert, kommissarischer Direktor der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, ist für die Entwicklung des Verfahrens, bei dem Halsmuskulatur in den Rachen verlegt wird, mehrfach a
Bei Forschungsarbeiten am Institut für Pflanzenernährung in Zusammenarbeit mit dem Institut für Medizinische Virologie der Universität Gießen wurden Karotten gentechnisch so verändert, dass sie selbst einen Impfstoff gegen Hepatitis B bilden. Klinische Tests des Verfahrens stehen allerdings noch aus. Die akute Hepatitis (Gelbsucht) ist eine schwere Krankheit, die im Extremfall zum Tod durch akutes Leberversagen führt. Haupterreger ist in Deutschland das Hepatitis B-Virus. Ein noch größer
Bayer entwickelt neues Malaria-Medikament Hilfe für Entwicklungsländer geplant Bayer und das “Medicines for Malaria Venture” (MMV), eine von der Weltbank und privaten Stiftungen finanzierte Initiative der Weltgesundheitsorganisation (WHO), haben eine Vereinbarung zur Entwicklung eines neuen Malaria-Medikamentes auf Basis der Substanz Artemisone getroffen. Der neue Wirkstoff, für den Bayer die Patentrechte besitzt, entstammt einer Forschungskooperation mit der Hongkong Un
Vitamin D schützt vor Krebs, nicht nur vor Rachitis und Osteoporose, wie zahlreiche neuere Forschungsarbeiten zeigen. Zu diesem Thema wurde nun am Donnerstag und Freitag (3. und 4. Mai) in Homburg/Saar ein internationales Symposium abgehalten. Auf Einladung der Privatdozenten Dr. Jörg Reichrath (Hautklinik) und Dr. Michael Friedrich (Frauenklinik) und der jeweiligen Klinikdirektoren Prof. Dr. Wolfgang Tilgen (Hautklinik) und Prof. Dr. Werner Schmidt (Frauenklinik) berichteten die führenden Exper