Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Wenn Tiere lernen schlägt das Herz anders
In Dummerstorf nahe Rostock geht im Forschungsinstitut für die Biologie landwirtschaftlicher Nutztiere (FBN) eine Gruppe Zwergziegen ihrem Tagesgeschäft nach: ruhen, fressen, kämpfen. Ab und an geht ein Tier trinken. Dazu muss es einen “Lernstand” aufsuchen. Über der Tränke flimmert ein Computermonitor. Auf dem Bildschirm sind vier einfache geometrische Figuren angeordnet, neben jeder befindet sich ein Druckschalter, der mit einem Nasenstups
Aktivierung des Proteins LIGHT entscheidend
Wissenschaftler der University of Chicago haben sich das Immunsystem für die Bekämpfung im Körper versteckter Tumore zu nutze gemacht. Tierversuche mit Mäusen legen nahe, dass die Behandlung eines Tumors eine Immunreaktion auslöst, die auch auf das sekundäre Wachstum in anderen Bereichen des Körpers abzielt. Das Team hofft laut Nature Immunology, dass der gleiche Effekt auch bei Krebspatienten erzielt werden kann. “Es wurde gezeigt, dass di
Es ist der meistgenannte Verdächtige, wenn es um mögliche Auslöser der Alzheimer-Erkrankung geht: Das zelltoxische Protein Abeta, das regelmäßig in großen Mengen in der Hirnrinde von Betroffenen auftaucht. Bislang war jedoch unklar, ob es überhaupt in das Zellplasma gelangen und dort Schaden anrichten kann. Jetzt ist es Bonner Wissenschaftlern gelungen, das Alibi des kleinen Eiweißes zu erschüttern. Ihre Ergebnisse könnten sich als ein lang gesuchtes fehlendes Kettenglied für die Entstehung der Hirnk
Mit einem neuen Verfahren in der Ultraschall-Diagnostik ist es möglich, das schlagende menschliche Herz dreidimensional und in Echtzeit darzustellen.
Die Entwicklung in der Medizintechnik geht mit Riesenschritten voran. Ein neues Philips Ultraschall-System erlaubt jetzt Diagnosemöglichkeiten, die bis vor kurzem kaum vorstellbar waren: die dreidimensionale Visualisierung des schlagenden Herzes. Mit Live 3D Echo, so die Bezeichnung des Geräts, können komplexe Körperregionen wie Herzkla
Anhand einer neuen Methode werden Krebszellen selektiv zerstört während gesunde Zellen intakt bleiben.
Wissenschaftler des Weizmann Instituts haben Krebstumore in Mäusen zerstört, indem sie eine chemische Substanz benutzten, die auf natürliche Weise in Knoblauch vorkommt. Der Schlüssel zum Erfolg der Wissenschaftler liegt in der Entwicklung eines einzigartigen, zweistufigen Systems zum Einschleusen der krebszerstötenden Substanz in die Tumorzellen.
Allizin, so der Name die
Berliner Wissenschaftler klären Mechanismus auf
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Molekulare Genetik (MPIMG) in Berlin, der Charité und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch haben jetzt die Ursache dafür gefunden, weshalb Blutplättchen (Thrombozyten) zusammenklumpen und sich an geschädigte Blutgefäßwände heften. Dieser Mechanismus ist für die Blutstillung lebensnotwendig, kann aber auch zu lebensgefährlichen Blutgerinnseln (Thromben) mit der Fo
Ein Team von internationalen Wissenschaftlern hat einen Schnelltest für Chlamydia entwickelt, eine oft “unsichtbar” sexuell übertragene Krankheit, die die Hauptursache einer vermeidbaren Erblindung bei Neugeborenen in den Entwicklungsländern ist.
Das internationale Team mit Sitz an der Universität Cambridge im Vereinigten Königreich setzte sich aus zwei französischen, einem belgischen, einem italienischen und vier britischen Forschern zusammen. Sie kombinierten eine Reihe von Disziplinen,
Hemmung des letzten Schrittes zur Krebsinduktion
Johanniskraut, in Deutschland bereits zugelassen zur Behandlung leichter und mittelschwerer Depression und vielfach dafür erfolgreich verwendet, hat daneben aber noch zahlreiche andere Wirkungen. So ist von Forschern der Charité im Jahre 1999 seine Beeinflussung der Wirksamkeit verschiedener Medikamente beschrieben worden.(Clin Pharmacol Ther 66 [1999] 338-345). (x)
Jetzt hat das selbe “Institut für Klinische Pharmakologie” f
Diese Frage stand im Mittelpunkt eines internationalen Workshops mit 50 Teilnehmern aus 11 Ländern, der vom 8. bis 10. Dezember 2003 in Immenstaad am Bodensee stattfand. Der von der Forschungsgemeinschaft Funk in Kooperation mit der europäischen Forschungsaktion COST 281 und dem Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg organisierte Workshop hatte sich das Ziel gesetzt, aktuelle Ergebnisse von wissenschaftlichen Untersuchungen zu biologischen Einflüssen hochfrequenter elektromagnetischer F
Die RNA stand lange Zeit im Schatten der DNA und war vor allem bekannt als simples Botenmolekül. Die erst vor einigen Jahren entdeckten MicroRNAs versprechen eine neue Sicht auf die Genregulation. ETH-Forschende halfen mit, einen Teil der Bildung der MicroRNA in der Zelle und den damit verbundenen Transport aus dem Zellkern zu verstehen.
In der Mitte lag sie eigentlich schon immer. Doch lange wurde die RNA nur als Zwischending zwischen der DNA, dem Hort der Erbinformation, und den Proteinen
Nacktschnecken fressen andere Tiere nicht nur um sich zu ernähren, sondern auch um gewisse Eigenschaften der gefressenen Beute auf sich zu münzen. Nun hat ein Deutscher Forscher entdeckt, wie die Evolution eine solche Lebensform hervorgebracht hat, berichtet die Ruhr-Universität Bochum RUB.
Einige der Nacktschnecken fressen Algen, um ihr die Chloroplasten, das sind Pflanzenzellen, in denen die Photosynthese stattfindet, zu klauen und damit selbst Photosynthese betreiben. “Wasserschnecken sin
Max-Planck-Neurowissenschaftler haben Proteine in Nervenzellen entdeckt, die sowohl Sender als auch Empfänger sein können
Unser Gehirn ist plastisch – es kann sich fortlaufend verändern und an die Stärke von Reizen anpassen. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie haben jetzt eine neue Perspektive eröffnet, diese Plastizität des Gehirns zu verstehen. Sie haben erstmals entdeckt, dass eine bestimmte Kombination aus Liganden- und Rezeptorproteinen, die ei
Platzmangel spielt doch keine Rolle
Neuseeländische Wissenschaftler haben ermittelt, dass bei rund einem Prozent der Langstreckenreisenden möglicherweise gefährliche Blutgerinnsel entstehen. Das Team des Medical Research Institute of New Zealand testete rund 900 Passagiere vor und nach einem langen Flug. Neun Teilnehmer mit tiefer Beinvenenthrombose wurden ermittelt. Laut dem Fachmagazin The Lancet litten zwei Drittel dieser Personen unter medizinischen Problemen, die sie anfälliger m
Forscherteam aus drei Max-Planck-Instituten identifiziert ungewöhnliches Enzym in Nickel-Bakterien, dass das Klimagas Methan im Meeresboden entsorgt
Methan ist wie Kohlendioxid ein Treibhausgas. Es entsteht im Meeresboden in riesigen Mengen beim Verwesen organischen Materials und könnte als Gas in die Atmosphäre aufsteigen. Erst kürzlich hat man entdeckt, dass eine natürliche Barriere aus Mikroorganismen dies verhindert. Bei der Entschlüsselung dieses komplexen Prozesses der Methan-E
Mitochondrien sind Energie erzeugende Bestandteile höherer Zellen – und haben eine bewegte Vergangenheit. Sie sind hervorgegangen aus frei lebenden Bakterien, die von Einzellern vor etwa 1,5 Milliarden Jahren aufgenommen und dauerhaft in die Zellen integriert wurden. Mittlerweile könnten Mitochondrien nicht mehr eigenständig existieren, weil sie den Großteil ihrer ursprünglich vorhandenen Erbinformation DNA verloren haben. Die meisten Mitochondrien-Proteine werden nun von der DNA im Zellkern codiert
Die Immunschwäche AIDS lässt sich inzwischen mit effektiven Wirkstoff-Cocktails erfolgreich behandeln – leider mit der Gefahr gefährlicher Nebenwirkungen. Die eingesetzten Medikamente können dabei vor allem die Leber schädigen. Gerade für HIV-Infizierte, die zusätzlich an der Leberentzündung Hepatitis C leiden, galt die “hoch aktive antiretrovirale Therapie” (HAART) daher bislang als riskant – zu unrecht, wie Forscher der Universität Bonn nun in der aktuellen Ausgabe des renommierten Mediziner-Fachbl