Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Koreanische Schmerle könnte Stechmücken ausrotten
Die koreanische Schmerle ist in der Lage tausende Moskitolarven in winzigen Tümpeln zu vernichten. Die etwa zehn bis 15 Zentimeter großen Fische könnten der Malaria in Ostasien das Ende bereiten, zeigen sich Experten der American Society for Tropical Medicine and Hygiene beim jährlichen Treffen überzeugt, berichtet BBC-Online.
Das Konzept der Ausrottung der Malaria durch Fische ist einfach: Überall dort, wo die Insekten Brutpl
Neue Wirkstoffe benötigen für den Weg vom Labor in die Apotheke üblicherweise 10 bis 15 Jahre. Aufwendige Datenanalyse-Verfahren, an denen Experten der Grünenthal GmbH und des Forschungszentrums Jülich gemeinsam arbeiten, könnten die Entwicklungszeiten für Medikamente künftig deutlich verkürzen. Denn sie helfen den Pharmaforschern, Erfolg versprechende Arzneimittel-Kandidaten aus der Gesamtheit denkbarer Substanzen herauszufischen. Theoretisch kommen einige Millionen Substanzen als potenziel
Schön braun? – Schön blöd! Wissen kann Leben retten, das gilt ganz besonders für Hautkrebs, das sogenannte maligne Melanom. Keine andere Krebsart kann – auch vom Patienten selbst – so leicht früh entdeckt und damit rechtzeitig entfernt werden, dass eine echte Heilungschance besteht. Aufklärung über das richtige Verhalten in der Sonne ist deshalb sehr wichtig. Unter www.melanom.de bietet die Firma essex pharma, München, ein umfangreiches interaktives Informationsforum für Patienten zum Thema
Herzzentrum Bad Krozingen, Universitätsklinikum Freiburg und Techniker Krankenkasse starten Modellvorhaben in Baden-Württemberg
Jedes Jahr werden bei Erkrankungen der Herzkranzgefäße rund 26.000 Eingriffe am Herzen allein in Baden-Württemberg durchgeführt. Bei acht von zehn Patienten setzen die Ärzte dabei winzige Gefäßstützen, so genannte Stents ein. Diese Stützen sollen verhindern, dass sich die durch einen Ballon aufgedehnten Gefäße später wieder einengen. Bei jedem vierten Patien
Vom Reparaturwerkzeug für Gendefekte bis hin zur selbstaufbauenden Nanomaschine reichen die Möglichkeiten, die das Wissen um die Selbstreplikation kleinster chemischer Systeme eröffnet. Prof. Dr. Günther von Kiedrowski und Prof. Dr. Sabine Müller (Organische Chemie) arbeiten mit Nucleinsäuresequenzen, in deren Aufbau sie die gewünschte Funktion einprogrammieren. Über ihre Forschung berichten sie in ChemieRUBIN, der aktuellen Sonderausgabe des Wissenschaftsmagazins der Ruhr-Universität RUBIN.
Welche Farbmittel Künstler vergangener Jahrhunderte verwendeten, ist sowohl kunstgeschichtlich als auch für die fachgerechte Restaurierung eines Kunstwerks von entscheidender Bedeutung. Zur Beantwortung dieser Frage dienen die Analyse der Farbmittel am Objekt selbst und die Auswertung historischer Quellentexte zur Farbherstellung.
Das Institut für Restaurierungswissenschaft der Fachhochschule Köln besitzt eine umfangreiche Sammlung historischen Rezepturen, die auch über das Internet zugäng
Marine Biotechnologie mit 390.000 Euro aus Mitteln des Bundes und der EU gefördert
Lübecker Molekularbiologen sind die wissenschaftlichen Kooperationspartner des Projekts “Marines Kollagen”, für das der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein, Dr. Bernd Rohwer, jetzt den Zuwendungsbescheid überreichte. Die Förderung in Höhe von Euro 390.000,- stammt aus Mitteln des Bundes und der EU.
Projektträger ist die Firma “Coastal Research & Management” (CRM
Sehr viel versprechende Ergebnisse zeigen drei Phase-I-Studien mit einem neuen oralen Antikoagulans (Hemmstoff der Blutgerinnung), einem direkten Faktor-Xa-Hemmer, der von der Division Pharma der Bayer HealthCare AG entwickelt wurde. Diese Daten wurden auf der 45. Jahrestagung der American Society of Hematology in San Diego/USA vorgestellt.
Die Daten von zwei Studien zeigen, dass der orale Faktor-Xa-Hemmer – interner Projekt-Code BAY 59-7939 – eine abschätzbare koagulationshemmende Wirkung
Stressreaktionen sind stark personalisiert
Tiere mit einer angeborenen Angst vor dem Neuen haben nach einer neuen Erfahrung höhere Werte bei Stresshormonen und sterben deutlich früher als ihre mutigeren Verwandten. Eine Studie der University of Chicago ist zu dem Ergebnis gekommen, dass lebenslange Furchtsamkeit einen deutlich feststellbaren gesundheitlichen Tribut fordert. Es ist nicht bekannt, ob auch beim Menschen ein Zusammenhang zwischen Neophobie und Lebenserwartung besteht. Die
Beim Kampf gegen Hautkrebs spielt das Immunsystem eine maßgebliche Rolle. Den Patienten wird darum häufig Interleukin-2 verabreicht – ein körpereigener Botenstoff, der die T-Zellen des Immunsystems auf Trab bringt. Dieser Effekt tritt offenbar auch im Zuge einer Chemotherapie auf. Das haben Wissenschaftler von der Hautklinik der Uni Würzburg an Melanomen herausgefunden. Ihre Studie wurde von der Wilhelm-Sander-Stiftung (München) gefördert.
Interleukin-2 spielt im Immunsystem als Wachstumsfa
Eigentlich würde männlichen Wespenspinnen ein Fünf-Sekunden-Quickie reichen, um sämtliche Eier ihrer Herzdame zu befruchten. Dennoch dehnen sie den Akt häufig auf die fünf- bis zehnfache Länge aus – trotz Gefahr für Leib und Leben: Die Weibchen verlieren mit ihren Sexualpartnern nämlich schnell die Geduld und töten sie noch beim Geschlechtsverkehr. Die Männchen scheint das jedoch nicht zu schrecken; oft bleiben sie sogar noch nach ihrem Ableben mit den Weibchen verbunden. Spinnenforscher der Universi
Researchers at Purdue University have created scaffold-like patterns on the surface of a pigs retina, making templates out of molecular compounds called peptides that could promote the growth of transplanted healthy cells to treat age-related macular degeneration.
Macular degeneration destroys light-sensing cells in the retina. Researchers at other institutions have hypothesized that placing templates on the retina could enable transplanted cells to take hold and grow.
Biomedi
Neue Erkenntnisse von PD Dr. Barbara Kaltschmidt, Biowissenschaftlerin am Institut für Neurobiochemie der Universität Witten/Herdecke, führen zu einer differenzierten Betrachtung der Wirkungsweise des Genschalters NF-kB im Gehirn.
Schätzungen zufolge leiden allein in Deutschland 1,4 Millionen, meist ältere Menschen, an der tückischen Gehirnerkrankung Alzheimer, die mit dem schleichenden Verlust der Persönlichkeit einher geht. Durch Proteinablagerungen im Gehirn, sog. Plaques, können d
Es herrscht Alarm: Im Bein wurde ein Nerv verletzt, und nun rücken die Hilfstruppen an. Spezielle Fresszellen, die Makrophagen, räumen die Trümmer beiseite und schaffen so Platz für das Wachstum neuer Nervenfasern. Die Makrophagen spielen aber auch bei anderen Krankheiten des Nervensystems eine bedeutende Rolle, etwa bei der Multiplen Sklerose. Darum interessieren sich Forscher brennend für ihre Aktivitäten. Martin Bendszus und Guido Stoll von der Uni Würzburg können nun die Wege dieser Zellen direkt
Impfstoff basiert auf Adenovirus
Ein potenzieller SARS-Impfstoff hat die ersten Tests mit Affen erfolgreich abgeschlossen. Wissenschaftler der University of Pittsburgh und der Centers for Disease Control konnten nachweisen, dass das Immunsystem der Tiere auf die Impfung reagierte. Ihr Blut bekämpfte SARS im Reagenzglas erfolgreich. In einem nächsten Schritt wird laut BBC sicher zu stellen sein, dass immunisierte Affen auch eine reale Infektion abwehren können. Die Ergebnisse der Tests
Jede Operation ist eine Körperverletzung und als solche schmerzhaft – trotzdem muss kein Patient die Zähne zusammenbeißen: Vor dem Eingriff geplant und begonnen, können moderne Medikamente und Behandlungsmethoden dem Schmerz zuvorkommen. Das senkt nachweislich die Komplikationsraten und verkürzt die Verweildauer im Krankenhaus und beugt der Chronifizierung vor. Nach diesem Prinzip funktioniert z. B. die “Fast-Track-Surgery”, die bei Darmoperationen erfolgreich angewandt wird. Diesen und andere Wege