Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Groß angelegte klinische Studie unter Federführung Lübecker Urologen
Weltweit erstmals ist die Wirksamkeit eines Impfstoffes gegen Nierenzell-Krebs nachgewiesen worden: Bei den Patienten, die nach der operativen Entfernung des Tumors im Rahmen einer groß angelegten klinischen Studie mit dem neuen Impfstoff behandelt wurden, bildeten sich seltener Metastasen als bei Betroffenen, die nicht mit dem neuen Arzneimittel behandelt wurden.
“Unsere Studienergebnisse belegen, dass de
5-Jahres Endergebnisse einer wissenschaftliche Studie /Nierenzell-Krebs
Weltweit erstmals ist die Wirksamkeit eines Impfstoffes gegen Nierenzell-Krebs nachgewiesen worden: Bei den Patienten, die nach der operativen Entfernung des Tumors im Rahmen einer groß angelegten klinischen Studie mit dem neuen Impfstoff behandelt wurden, bildeten sich viel seltener Metastasen (Tochtergeschwulste) als bei Betroffenen, die nicht mit dem neuen Arzneimittel behandelt wurden. „Die Studienergebnisse
Wird eine Zelle im Gewebe des menschlichen Körpers geschädigt oder von Viren infiziert, kann ein Programm aktiviert werden, dass den geregelten Selbstmord der Zelle einleitet. Durch die Apoptose, wie der geregelte Zelltod unter Wissenschaftlern genannt wird, opfern sich unbrauchbare oder gar gefährliche Zellen, um das umliegende Gewebe zu erhalten oder zu schützen. Diese Umprogrammierung einzelner Zellen erscheint vernünftig, wenn man die Überlebenschancen des gesamten Lebewesens betrachtet. Erstaun
Bei der Entwicklung eines Embryos aus der befruchteten Eizelle müssen viele Prozesse zeitlich koordiniert ablaufen, damit die richtigen Zellen zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle sind. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen haben jetzt ein Protein entdeckt, das sowohl die Zellteilung im Zellzyklus als auch die Anlage der Wirbelsäule im Embryo beeinflusst. Mit dieser Doppelfunktion stellt es damit einen wirksamen Kontrollmechanismus dar, mit dem bei
Die ersten drei Lebensjahre kosten am meisten Energie
Coimbra (pte, 19. Februar 2004 15:22) – Portugiesische Forscher sind dem Babyspeck auf die Schliche gekommen. Von allen Tierarten bringen nämlich die Menschen die dicksten Jungen hervor. Im Vergleich mit anderen Neugeborenen haben die Babys des Homo sapiens vier Mal so viel Fett wie andere am Land lebende Spezies. Die portugiesischen Forscher glauben, dass die Fettschicht eine Notwendigkeit für die geistige Entwicklung ist, berich
“Türsteher” können ausgeschalten werden
Britische Wissenschaftler haben entdeckt, dass Krebszellen über eine ganze Reihe so genannter “Türsteher” verfügen, die verhindern können, dass Medikamente Tumore angreifen. Laut einer im European Journal of Cancer veröffentlichten Studie gehören diese Türsteher zu einem komplexen Abwehrsystem. Den Forschern gelang es die Türsteher-Moleküle auszuschalten und so den Behandlungserfolg wieder zu gewährleisten. Eine weitere in Nature publizierte Stu
Gentests ermöglichen individuelle Dosierung von Cyclosporin nach Transplantation / Weniger Abstoßungen und Nebenwirkungen
Wissenschaftler des Instituts für Immunologie und Ärzte der Medizinischen und Chirurgischen Klinik des Universitätsklinikums Heidelberg haben eine Methode entwickelt, die es erlaubt, den individuellen Grad der Immunsuppression schnell und präzise mittels Gentests zu bestimmen. Diese Arbeit ist in der jüngsten Ausgabe der amerikanischen Fachzeitschrift “Transplanta
Reaktion auf Medikamente deutlich früher nachweisbar
Ein neuer Gehirn-Scan informiert Ärzte früher über den Erfolg von Krebsbehandlungen. Damit wird es Wochen früher als bisher möglich festzustellen, ob Gehirntumore auf eine bestimmte Medikation ansprechen. Ein Team des britischen Institute of Cancer Research untersuchte die Wahrscheinlichkeit, dass Gliome auf das Medikament Temozolomide reagieren. Die so genannte Kernspinresonanz (NMR) wurde für dieses Einsatzgebiet entsprechend mod
Neues Verfahren markiert entscheidende Proteine
Wissenschaftlern der Uppsala Universität ist es erstmals gelungen, das Fortschreiten einer Alzheimererkrankung am lebenden Gehirn sichtbar zu machen und zu fotografieren. Bis jetzt waren Mediziner großteils auf die Untersuchung von Gehirnen Verstorbener beschränkt. Das neue Verfahren ermöglicht jene Proteine zu markieren, die für die gestörte Kommunikation zwischen den Gehirnzellen von Alzheimerpatienten verantwortlich sind. Dadurch sol
Noch im erwachsenen Alter wird unsere optische Wahrnehmung durch Lernprozesse im Gehirn optimiert, haben Tübinger Max-Planck-Wissenschaftler aufgedeckt
Durch die Vernetzung der Neuronen in den höheren kognitiven Regionen unseres Gehirns sind wir in der Lage, uns an Personen, Objekte oder Ereignisse zu erinnern. Dank der neuronalen Plastizität dieser Vernetzungen können wir uns auch immer wieder neue Inhalte merken. Forscher vom Tübinger Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik h
Einem internationalen Wissenschaftsteam ist es gelungen, den großen Wert des HDL-Cholesterins auf die Spur zu kommen: Dieses “gute Cholesterin” bewirkt nämlich einen Schutz gegen Gefäßkrankheiten. Bisher wussten die Forscher allerdings nicht, warum das HDL-Cholesterin positive Wirkung entfaltet, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin “Journal of Clinical Investigation”.
Markus van der Griet von der Berliner Charite und seine Kollegen aus Münster, Düsseldorf, Essen und Tokio haben die
Der heutige Nutzen des südamerikanischen Pfeilgifts Curare
Verschiedene Pflanzengifte, die die Indianer Südamerikas nutzten, wurden in Europa unter dem Sammelbegriff Curare bekannt. Bei deren wissenschaftlicher Untersuchung wurden dabei eher zufällig Anwendungsmöglichkeiten entdeckt, die Curare zu einem heute unentbehrlichen Stoff für die Medizin machten. Dr. Tobias Buzello hat sich am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Universität zu Köln mit der Historie und dem Poten
Bei der Entwicklung von Arzneimitteln sind viele toxikologische Untersuchungen nötig, um die Sicherheit der Medikamente zu gewährleisten. Das beinhaltet Tierversuche und kostet jede Menge Zeit und Geld. Ein ehrgeiziges Forschungsprojekt an der Uni Würzburg zielt nun darauf ab, dieses Verfahren zu beschleunigen. Dabei soll auch die Anzahl der Tierversuche schrumpfen.
Projektleiter Professor Wolfgang Dekant: “Wir wollen ein Testsystem entwickeln, mit dem sich frühzeitig feststellen lässt, ob
Interdisziplinäres Konzept zur Osteoporose-Therapie am Universitätsklinikum Heidelberg / Kyphoplastie richtet eingebrochene Wirbel auf
Knochenschwund und Arterienverkalkung sind “Volkskrankheiten” mit gemeinsamen Ursachen und Ansatzpunkten für eine wirksame Therapie. Die Behandlung durch mehrere Spezialisten kann die Lebenserwartung und Lebensqualität der Betroffenen erhöhen.
Bei einer Vortragsveranstaltung der Abteilung Stoffwechsel und Endokrinologie (Ärztlicher Direktor:
Impfstoff in biologisch abbaubaren Kugeln eingeschlossen
Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben einen DNA-Impfstoff in biologisch abbaubare Kugeln eingeschlossen. Sie lösen sich erst auf und setzen den Impfstoff frei, wenn sie an ihrem Bestimmungsort wie zum Beispiel den Lymphknoten angelangt sind. Im Fachmagazin Nature Materials schreiben die Forscher, dass dieses Verfahren wirkungsvollere Impfstoffe ermögliche, die Tumore direkt bekämpfen könnten. DNA-
Virtuelle Abläufe veranschaulichen biologische Prozesse
Beim jetzt gestarteten “EMI-CD”-Projekt beschäftigen sich Wissenschaftler mit der computergestützten Modellierung von Prozessen, die bei der Entstehung von komplexen Erkrankungen (Typ-II-Diabetes, Krebs) eine Rolle spielen. Forscher des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik verwenden hierzu experimentell gewonnene Daten, um daraus am Computer molekularbiologische Abläufe nachzubilden, deren Störungen zur Entstehung von Kran