Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Göttinger Max-Planck-Forscher zeigen, wie Schlüsselproteinen die Intensität chemischer Signale zwischen Nervenzellen modifizieren können
Dynamische Veränderungen an den Kontaktstellen zwischen Nervenzellen sind die Basis für die integrativen Leistungen unseres Gehirns, also Lernen, Gedächtnis und Denken. Doch bisher wußte man wenig darüber, auf welche Weise es die Nervenzellen schaffen, ihre Kommunikation untereinander einerseits sehr schnell ablaufen zu lassen, so dass Gedankenprozes
Drastischer Gewichtsverlust ohne Nebenwirkungen
Wissenschaftler des University of Texas Southwestern Medical Center haben mittels Gentherapie fettspeichernde Zellen in fettverbrennende Zellen verwandelt. Das neue Verfahren beruht auf dem Zusatz des Proteins Leptin. Im Versuch verloren Ratten ohne sichtbare Nebenwirkungen drastisch an Gewicht. Nach 14 Tagen wogen sie laut BBC statt 280 Gramm noch 207. Trotz einer zusätzlichen Futterreduzierung von 30 Prozent blieben die Tiere gesund un
Forscher vom Biozentrum analysierten Symbiose
Im Darm von Ameisen wohnen Lebewesen, deren Erbgut extrem klein ist: Es handelt sich um Bakterien mit nur 581 proteinkodierenden Genen, wie Forscher vom Biozentrum der Uni Würzburg mit spanischen Kollegen herausgefunden haben. Zum Vergleich: Frei lebende Bakterien haben 2.000 bis 6.000 Gene, die Taufliege 14.000. Der Mensch benötigt nach vorläufigen Schätzungen sogar mindestens 30.000 Gene.
Dass die Bakterien mit dem winzigen E
BMBF startet das Förderprogramm FUGATO
Erstmals entsteht ein umfassendes Genomanalysenetz für Gesundheit, Ernährung und Umwelt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Entschlüsselung der Genome von Nutztieren. Das Förderprogramm “Funktionelle Genomanalyse im tierischen Organismus” (FUGATO) soll helfen, biologische Vorgänge besser zu verstehen. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Gesundheit und des Schutzes von Nutztieren geleistet. Gleichz
Das Genom von Mensch und Tier ist durchsetzt von einer Vielzahl von viralen Elementen, die sich im Laufe der Evolution dort angesammelt haben. Glücklicherweise sind diese Elemente durch so genannte epigenetische Modifikationen (DNA-Methylierung, das Anhängen von Methylgruppen an die Cytosinreste der DNA) stillgelegt. In ihrer jüngsten Arbeit zeigen Francois Gaudet und Prof. Heinrich Leonhardt (beide Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, MDC, Berlin-Buch und Ludwig-Maximilians-Universität Mün
Viele menschliche Zelltypen können sich bewegen: Abwehrzellen jagen nach Infektionserregern, um sie zu fressen und zu verdauen; bei der Wundheilung wandern Reparatur-Zellen zur verletzten Stelle und bilden neue Gefäße. Krebszellen bewegen sich sogar, obwohl sie es gar nicht sollen, und können so fern von ihrem Entstehungsort Metastasen bilden. Wie die Zellbewegung reguliert wird, ist noch weitgehend unbekannt; modernste Mikroskopie-Methoden bringen aber zunehmend Licht ins Dunkel. In einem Workshop a
Weltweit erster Einsatz: Neuer “Stent” entfaltet sich von selbst – Heidelberger Neuroradiologen federführend bei internationaler Studie
In der Abteilung Neuroradiologie der Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg ist weltweit erstmalig ein neuer “intraarterieller Stent” zur Erweiterung eines Blutgefäßes im Gehirn eingesetzt worden, der sich selbst öffnet und dadurch vermutlich ein geringeres Risiko trägt, die Gefäßwand zu verletzen. Das neue Stentsystem soll das Gefäß länger off
Seelische Anspannung erhöht Tinnitus-Gefahr – Einschlafstörungen, Ängstlichkeit und Lebensunzufriedenheit wichtigste Faktoren
Seelisch-körperliche Anspannung ist vor allem Ursache für die sich mehr und mehr verbreitende Tinnitus-Krankheit. Vor allem Einschlafstörungen, Ängstlichkeit und Lebensunzufriedenheit fördern die chronische Entwicklung dieser Krankheit. Zu diesem Ergebnis gelangt eine Untersuchung, die Dr. Miriam Olderog unter der Leitung von Dr. Michael Langenbach an der Klin
Viele Tiere und Pflanzen sehr kalter Gegenden müssen verhindern, dass ihre Körperflüssigkeiten einfrieren, um zerstörte Zellmembranen und andere schwere Schäden zu vermeiden. Dazu synthetisieren sie körpereigene Frostschutzmittel. Zu den ersten entdeckten Gefrierschutz-Molekülen zählen bestimmte Glykoproteine (mit Zuckern verknüpfte Proteine) polarer Fische. Japanische Forscher haben diese Glykoproteine nun systematisch unter die Lupe genommen.
Die aus dem Blut polarer Fische isolierten Fros
Schon Hippokrates wusste: Baldrian beruhigt und fördert den Schlaf. Bislang war aber nicht bekannt, wie die Heilpflanze genau wirkt. Pharmazeuten der Universität Bonn haben nun einen Inhaltsstoff identifiziert, der wahrscheinlich für den sedierenden Effekt mit verantwortlich ist. Die Substanz aus der Gruppe der Lignane bindet an bestimmte Rezeptoren im Gehirn, die den Wach-Schlaf-Rhythmus steuern. Koffein wirkt auf den selben Rezeptortyp, bewirkt allerdings das Gegenteil. Die Forscher versuchen nun,
Weltweit einzigartiger Biomagnetometer der nächsten Generation wird am Uniklinikum Jena erprobt
Den weltweit einzigartigen Prototyp eines Biomagnetometers der nächsten Generation haben die Forscher des Biomagnetischen Zentrums (BMZ) im Neubau des Universitätsklinikums Jena in Betrieb genommen. Damit stehen dem Jenaer Forschungszentrum künftig drei statt der bisher zwei Geräte zur Verfügung. In die Entwicklung des neuen Geräte-Systems sind die langjährigen Erfahrungen der Jenaer Fors
Forscher der Monash University/Monash Medical Centre haben in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern des St. Vincents Hospitals in Sydney ein Protein in der Plazenta schwangerer Frauen nachgewiesen, das zur Vorhersage von Fehlgeburten genutzt werden könnte.
Laut Dr. Euan Wallace vom Monash Department für Geburtshilfe und Gynäkologie könnten die Forschungsergebnisse zu Therapien führen, die Fehlgeburten vermeiden helfen. Etwa zehn bis 15 Prozent aller Schwangerschaften enden in einer Fehlg
Ob jemand eine besondere Disposition für eine bestimmte Krankheit hat oder nicht, darüber können unter Umständen Gene und ihre Varianten (Mutationen) Einblick geben. Aber woher wissen Wissenschaftler, ob eine Sequenzvariante, also eine Änderung in der Reihenfolge der DNA-Bausteine, tatsächlich eine Rolle bei der Entstehung von Krankheiten spielt?
Bei einigen Krankheiten sind solche genetischen Ursachen bekannt. Mit der Entschlüsselung der Genome des Menschen und mehrerer Modellorganismen, w
Elektrochemische Gewinnung von Silicium: Neuer Ansatz für ein umweltfreundlicheres großtechnisches Verfahren?
Silicium spielt eine essenzielle Rolle für elektronische Bauteile wie Solarzellen und Halbleiterchips sowie für die Herstellung von Silikonen. Außerdem ist das Halbmetall ein wichtiger Bestandteil von Legierungen. Industrielle Verfahren zur Herstellung von elementarem Silicium beruhen heute zumeist auf der Reduktion von Siliciumdioxid (SiO2, Quarz) durch Kohlenstoff bei 1700
Internationale Experten durchkämmen Pazifikinsel nach neuen Heilmitteln
Zwei US-Forscher sind in den Dschungelwäldern der Insel Neuguinea auf der Suche nach neuen Wundermitteln gegen Tuberkulose, Krebs, Aids und anderen Krankheiten. Die International Cooperative Biodiversity Groups (ICBG) unterstützt das Projekt mit vier Mio. Dollar, da damit die reichen Regenwälder der Insel vor dem Abholzen bewahrt werden können, berichtet der PNG Post Courrier. Erst vor wenigen Tagen hatte die Umwe
First evidence of immune cells activation potential in infection, tumor control
Call it the immune systems version of nature versus nurture.
For years, scientists regarded natural killer cells as a blunt instrument of the bodys immune defense system. Born to kill, these cells were thought to travel straight from the bone marrow, where they are manufactured, to the blood, circulating there and infiltrating the sites of early tumors or infectious agents in t