Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Bisheriger Tatbestandshinweis auf Schüttelsyndrom wissenschaftlich unbewiesen
Gewisse blutende Augenverletzungen an Kleinkindern, die bisher als sicherer Hinweis auf eine Misshandlung galten, sind nicht notwendigerweise tatsächlich darauf zurückzuführen, berichten amerikanische Forscher. Das so genannte “Schüttelsyndrom”, das bei Babys zu schweren Verletzungen bis hin zum Tod führen kann, könne aus den Augenverletzungen nicht geschlossen werden, berichten sie im British Medical Journ
Rahmenwerk zur Tabakkontrolle schützt 4,5 Mrd. Menschen
In dieser Woche haben weitere zwei Staaten das Rahmenwerk zur Anti-Tabakkonvention in Genf unterzeichnet. Damit sind insgesamt 101 Staaten mit 4,5 Mrd. Menschen der Konvention zum Schutz vor Erkrankungen durch den Tabakmissbrauch beigetreten, berichtet die WHO. Mit der Konvention sollen die Menschen weltweit vor den Gefahren des Rauchens besser geschützt werden.
Jährlich sterben 4,9 Mio. Menschen an den Folgen des Tabak
Gehirnaktivität in hoher raum-zeitlicher Auflösung
Noch bevor wir etwas wahrnehmen, laufen unbewusst komplexe Hirnprozesse ab: In Sekundenbruchteilen breiten sich Aktivitätswellen in Nervenzell-Netzwerken aus, wird die Außenwelt im Gehirn abgebildet – doch für uns bleibt zunächst vieles unsichtbar. Junior-Professor Dr. Dirk Jancke (Kognitive Neurobiologie, Lehrstuhl für Allgemeine Zoologie und Neurobiologie der RUB) hat jetzt Unsichtbares sichtbar gemacht. Mit einem neuen optischen Ve
Heidelberger Wissenschaftler untersuchten den Fett-Transport im Darm und fanden ein mögliches Schlüsselgen für schwere Hautkrankheiten
Eigentlich wollten sie herausfinden, wie bestimmte Nahrungsfette aus dem Darm ins Blut wandern. Entdeckt haben die Wissenschaftler der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg in Zusammenarbeit mit Kollegen des EMBL Heidelberg, des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg und der Universität Regensburg, dass Mäuse, denen Fatp4 – ein Gen für den
Experten sehen Möglichkeiten von gefährlicheren Virenstämmen
Das Impfen von Geflügel in China und Indonesien birgt eine neue große Gefahr in sich, meinen Experten der WHO. Demnach könnten sich ausgerechnet aufgrund der Impfungen neue Virenstämme entwickeln, die auch dem Menschen gefährlich werden könnten. Der derzeitige Stamm H5N1 kann zwar von Vögeln auf den Menschen übertragen werden, nicht aber von Mensch zu Mensch, berichtet New Scientist.
Bis Mitte März hatte die WHO 1
Die Europäische Kommission stellt über einen Zeitraum von fünf Jahren 11,7 Millionen Euro für ein neues Integriertes Projekt bereit, dass die Identifizierung neuartiger Ansätze zur Vermeidung der Übertragung von HIV-1 zum Ziel hat.
Das European Microbicides Project (EMPRO) vereint 29 Einrichtungen aus Europa und den Entwicklungsländern und wird vom King’s College London in Großbritannien koordiniert. Die Initiative wird unter dem vorrangigen Themenbereich “Biowissenschaften, Genomik und Bi
Mikrobiozide als Alternative zur Impfung
Millionen Menschen weltweit könnten sich bald mit einem einfachen Gel oder einer Creme gegen HIV schützen. Experten berichten von rund 60 in Entwicklung befindlichen Mikrobioziden. 14 sind derzeit Gegenstand klinischer Tests. Gels oder Cremen werden innerlich angewendet und sollen das Virus am Eindringen in den Körper hindern. Im Vorfeld einer von 28. bis 31. März stattfindenden Konferenz erscheint es denkbar, dass diese Gels den Kampf gegen HI
Die Entwicklungsbiologie könnte eine neue Strategie für die Osteoporose-Forschung liefern. Vor kurzem schloss dazu das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) einen Lizenzvertrag mit ProSkelia Pharmaceuticals in Paris ab. Basierend auf Forschungsergebnissen von Professor Christof Niehrs, Leiter der Abteilung Molekulare Embryologie des DKFZ, will die Firma in den kommenden zwei Jahren nach neuen Wirkstoffen zur Behandlung von Knochenerkrankungen beim Menschen suchen.
Ziel des neuen Therapiean
Biologe der Universität Jena erforscht mit neuen DFG-Mitteln Artenvielfalt der Hundsrosen und ihrer Parasiten
Rosen, kaum ein Garten oder Park, den sie nicht schmücken. Als Sinnbild der Liebe inspirieren sie Dichter. Seit Jahrhunderten treiben sie Züchter an, immer neue Sorten zu kreieren. Auch Dr. Volker Wissemann interessiert sich für die Königin der Pflanzen, genauer für die ursprünglichen Wildrosen. Den Evolutionsbiologen von der Friedrich-Schiller-Universität Jena beschäftigt je
Verfallsrate bei älteren Menschen fünf Mal höher
Rauchen beschleunigt bei älteren Menschen den Verfall des Gehirns. Laut einer Studie von Erasmus MC ist die Verfallsrate fünf Mal höher als bei Menschen, die nie geraucht haben. Die in Neurology veröffentlichte Studie wies nach, dass Raucher, die aufhörten, ihren kognitiven Verfall deutlich verlangsamen konnten. Diese Ergebnisse widersprechen Forschungsergebnissen, die nahe legten, dass Nikotin eine positive Auswirkung auf das Gehirn ha
In Deutschland werden pro Jahr über 20.000 gefäßchirurgische Eingriffe bei Patienten durchgeführt, deren Halsschlagader verengt ist. “Leider ist viel zu wenig bekannt, dass sich diese Operationen vermeiden lassen, weil inzwischen wesentlich schonendere Kathetertechniken zur Verfügung stehen”, sagt Professor Peter Schanzenbächer. Der Kardiologe vom Klinikum der Universität Würzburg sieht hier dringenden Aufklärungsbedarf.
Die Halsschlagader leitet das Blut vom Herzen zum Kopf. Wenn sie zu s
Auch UVA-Strahlen verursachen DNA-Schaden
Eine bisher als harmlos eingestufte Art von Sonnenstrahlen verursacht Krebs. Eine Studie der University of Sydney geht davon aus, dass ein Sonnenschutz gegen UVA- und UVB-Strahlung notwendig ist. Die Wissenschaftler wiesen nach, dass UVA-Strahlen einen DNA-Schaden verursachen können. Diese Strahlenart verursacht eine Hautalterung aber keine Verbrennung. Die in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlichten Ergebnisse wid
Gedächtnisbildung passiert während Ruhephasen
Nach jüngsten Untersuchungen von Forschern der Universität Lübeck dient der Schlaf nicht nur zur Ruhe, sondern auch dazu, frisch Gelerntes im Gedächtnis zu festigen. “Schläft der Mensch, speichert sein Gehirn neue Informationen nicht nur, es verarbeitet sie auch”, so Jan Born. Diese und weitere Erkenntnisse über den menschlichen Schlaf sind ein Hauptthema auf der 30. Jahrestagung der Gesellschaft für Neuropädiatrie (GNP), die ab 25. März
Jenaer Urologen stellten moderne Methoden zur Behandlung von Harninkontinenz vor
Es ist eines der verschwiegensten Leiden: Die Inkontinenz oder Blasenschwäche. Und es ist ein vorwiegend weibliches Problem – etwa 10 bis 20 Prozent aller Frauen leiden mit den Jahren an einer schwächelnden Blase. Das reicht von leichten Formen wie der “nervösen” Blase mit häufigem Harndrang, einem unwillkürlichen Urinverlust bei Belastung bis zu schweren Problemen wie einem völligen Kontrollverlust über
Dräger Medical, A Dräger and Siemens Company, stellt auf dem Europäischen Kongress für Radiologie vom 5. bis 9. März in Wien das Infinity Patient Monitoring System™ vor. Das aus integrierter Hard- und Software bestehende Monitoringsystem ermöglicht einen umfassenden Zugriff auf elektronische Patientendaten für alle intensivmedizinischen Fachbereiche. So können Ärzte und Pfleger nicht nur Vitalparameter am Patientenbett überprüfen, sondern auch Labordaten, Medikation, Röntgen- und Ultraschallbilder so
Honigbienen können im Gehirn ihrer Nachkommen die Nervenverschaltung beeinflussen. Hierbei spielt die Temperatur, bei der sie den Nachwuchs aufziehen, eine wichtige Rolle. Das berichtet die Arbeitsgruppe des Neurobiologen Wolfgang Rössler vom Biozentrum der Uni Würzburg in der neuesten Ausgabe der US-amerikanischen Fachzeitschrift PNAS (Proceedings of the National Academy of Sciences).
Bevor aus den wurmähnlichen Bienenlarven erwachsene Tiere entstehen, wird eine zehn bis zwölf Tage dauernd