Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Widrige Lebensbedingungen können Auswirkungen auf die Anordnung wichtiger Bakteriengene haben. ForscherInnen der Universität für Bodenkultur Wien haben bei drei an erhöhte Temperaturen angepassten Bakterienstämmen festgestellt, dass Gene für eine optimale Umweltanpassung direkt hintereinander auf dem Genom liegen. Die Gene bewirken durch das Anhängen von Zuckern die gezielte Veränderung von Proteinen, die einen Schutzmantel aufbauen. In zwei vom Wissenschaftsfonds FWF geförderten Projekten werden der
BMBF-finanzierte Initiative organisiert klinische Erprobung eines im Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie entwickelten Impfstoff-Kandidaten mit höherer Wirksamkeit
Mit jährlich 2,5 Millionen Todesfällen und 9 Millionen Neuerkrankungen verursacht Tuberkulose (TB) neben AIDS die meisten Opfer unter den Infektionskrankheiten. Als Besorgnis erregend bezeichnet die WHO zum Welt-Tuberkulose-Tag am 24. März 2004 die Zunahme an Tuberkulose-Stämmen, die mit herkömmlichen Mitteln nicht me
Neuheiten in Sachen Vorsorge laufen der Koloskopie noch nicht den Rang ab
Jährlich erkranken in Deutschland rund 57.000 Menschen an Darmkrebs, etwa 30.000 sterben an dieser Krankheit – und das, obwohl dieser Krebs bei entsprechender Vorsorge nahezu hundertprozentig verhindert werden könnte. Deshalb nutzt die vom Felix-Burda-Verlag etabliere Stiftung “Lebensblicke” den März 2004 als Darmkrebsmonat , um erneut auf diese Problematik aufmerksam zu machen.
Im Mäuseversuch erfolgreich
Wissenschaftler des Walter Reed Army Institute of Research haben einen Impfstoff gegen die eingeatmete Form des tödlichen Giftes Rizin entwickelt. Bei Versuchen überlebten alle Mäuse, denen der Impfstoff auf die Haut aufgetragen wurde. Rizin ist 6.000 Mal giftiger als Zyanid und bereits in geringen Mengen tödlich. Spuren von Rizin wurden kürzlich im US Senat gefunden. Im vergangenen Jahr wurden fünf Personen verhaftet, nachdem die Chemikalie in einer London
Einen neuartigen Wirkstoff gegen bakterielle Krankheitserreger haben Wissenschaftler des Hans-Knöll-Instituts für Naturstoff-Forschung (HKI) gefunden. Die Substanz tötet auch solche Keime ab, die bereits gegen andere Antibiotika unempfindlich geworden sind. Diese so genannten multiresistenten Bakterien versetzen seit langem Mediziner gleich doppelt in Alarmbereitschaft: Von ihnen verursachte Infektionen sind gar nicht oder nur sehr schwer behandelbar und sie sind zudem in der Lage, die Resistenz an
Oft wird sie schlichtweg übersehen: eine Depression im Alter. Die Erkrankung kommt bei älteren Menschen zwar nicht öfter vor als bei jüngeren, doch ist sie noch schwieriger zu erkennen. Allzu häufig wird mangelnde Energie und Hoffnungslosigkeit bei betagten Menschen mit dem natürlichen Alterungsprozess erklärt. Zu wenig Betroffene und zu wenig Menschen in ihrer Umgebung erkennen hinter körperlichen und psychischen Beschwerden eine depressive Erkrankung. Damit erfolgt keine angemessene Therapie, und d
Mechanismen des Lernens vom Tiermodell auf den Menschen übertragen – Prozess bei chronischen Schmerzpatienten eventuell verselbstständigt
Die Wahrnehmung von Schmerzen als stärker oder schwächer kann durch ein vorangegangenes Schmerzereignis beeinflusst werden. Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zeigen in einer Veröffentlichung des renommierten Journal of Neuroscience, dass die – für die Wahrnehmung des Schmerzes verantwortliche – Übertragung elektrischer Impuls
US-Unternehmen stellt 15-Minuten-Test vor
Das kalifornische Unternehmen Biosite hat einen neuen Bluttest vorgestellt, mit dem innerhalb von nur 15 Minuten ein Schlaganfall angezeigt werden kann. Der Bluttest diagnostiziert Proteine, die vom Gehirn bei einem Schlaganfall freigesetzt werden. Klinische Untersuchungen sollen schon bald folgen, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist.
Das Unternehmen kündigte an, dass weitere Untersuchungen noch notwendig wären, ehe der
Das Euro Huntingtons Disease Network, koordiniert in Ulm
Mit dem Ziel, die Huntington-Krankheit (HK) genau zu erforschen, um auf der Grundlage dieses Wissens deren Verlauf beeinflussen bzw. das Auftreten von Krankheitszeichen in ein höheres Lebensalter zurückverlegen zu können, haben sich europäische Wissenschaftler und Ärzte im “EURO Huntingtons Disease Network” zusammengeschlossen. Die HK, auch als Chorea Huntington oder Veitstanz bekannt, ist eine vererbliche fortschrei
Bei Gelenkverletzungen infolge eines Traumas oder einer schicksalhaften Auslösung von Knorpel-Knochen-Segmenten (Osteochondrosis dissecans) liegen in der Regel umschriebene Oberflächendefekte bei ansonsten intakter Knorpelumgebung vor. Ähnliches gilt für lokalisiert degenerative Knorpelschäden. Meist sind jüngere, sportlich aktive Menschen davon betroffen.
Sind die Knorpelschäden groß, steigt das Arthroserisiko unabhängig vom Patientenalter um ein Vielfaches an. Durch eine begleitend
Europäische Studie im “New England Journal of Medicine” belegt Nutzen bei Bauchspeicheldrüsenkrebs / Chirurgische Universitätskliniken Heidelberg und Liverpool federführend
Patienten, die an einer Krebserkrankung der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) leiden, profitieren nach der Entfernung des Tumors von einer zusätzlichen Chemotherapie: Die Zahl der Patienten, die länger als fünf Jahre leben, wird dadurch mehr als verdoppelt. Dies ist das Ergebnis der größten internationalen Multicente
Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung fordert weltweit drei Mio. Tote
Weltweit leiden 600 Mio. Menschen an der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung COPD, bei drei Mio. verläuft die Erkrankung tödlich. Nach Angaben der WHO wird COPD im Jahr 2020 den dritten Platz der weltweiten Todesursachen belegen. Die Wissenschaftler der Österreichischen Gesellschaft für Lungenerkrankungen und Tuberkulose (ÖGLUT) haben im Rahmen des ersten “COPD-Konsensus” neue Behandlungsrichtlinien präsentiert
Neue Generation von PET-Geräten ermöglicht Früherkennung von neurodegenerativen Leiden wie Alzheimer-Demenz
Die frühe Diagnose von Alzheimer-Demenz und anderen Erkrankungen des Gehirns ist von großer Bedeutung, seitdem neue Wirkstoffe verfügbar werden, die helfen könnten, den Verlauf dieser anderenfalls unaufhaltsamen Krankheit zu verlangsamen. Neue Studien haben jetzt gezeigt, dass die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) das derzeit am besten geeignete Werkzeug für eine solche Dia
Ein Team des Paul Scherrer Instituts (PSI) und der ETH Zürich erforscht, wie sich Aerosolpartikel – also Feinstaub – aus gasförmigen Stoffen bilden. Dafür benutzen die Forschenden die kürzlich am PSI aufgebaute Smogkammer sowie eine Vielzahl analytischer Methoden, einschliesslich der Laser-Massenspektrometrie der ETH Zürich für die chemische Charakterisierung. Die Untersuchungen zeigten, dass Folgereaktionen im gebildeten Aerosol zu neuen Substanzen führen, die wesentlich weniger flüchtig sind als di
Remipeden sind kleine, augenlose Krebse, die erst 1979 entdeckt wurden. Bisher galten sie als besonders primitiv. Biologen der Ruhr-Universität und der Universität Ulm erbringen nun den Gegenbeweis: In einer Studie zeigen sie, dass die Strukturen des Gehirns hochkomplex sind und den Gehirnen von höheren Krebsen und sogar Insekten frappierend ähnlich sind. “Für die Zoologie könnte dies bedeuten, dass es die Krebse im herkömmlichen Sinne nicht gibt”, sagt Dr. Martin Fanenbruck (RUB). Vielmehr sei ein T
Zahlreiche Erkrankungen, vor allem aus dem rheumatischen Formenkreis, gelten als Autoimmunkrankheiten, die darauf beruhen, daß das Immunsystem der Patienten körpereigene Strukturen angreift. Das Wesen dieser Autoaggression wird indessen bisher nicht verstanden. In Kooperation mit Kristallographen der Freien Universität Berlin (Arbeitsgruppe Prof. Wolfram Saenger) und Immunologinnen der Universität Rom “La Sapienza” (Arbeitsgruppe Prof. Rosa Sorrentino) ist jetzt der Arbeitsgruppe um Frau Dr. Barbara