Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Neue Erkenntnisse über Krankheitsursachen erwartet – Einblick in die Evolution der Säugetiere
Nach der Entzifferung des Genoms des Menschen und der Maus hat ein internationales Wissenschaftlerkonsortium, an dem auch das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin- Buch teilnahm, jetzt das Genom der Ratte (BN-Ratte) als drittes Säugetiergenom nahezu vollständig entziffert und analysiert. An dem Projekt unter Federführung des Baylor College of Medicine in Houston/Texas (
Die Universität Bielefeld hat eine neuartige Methode entwickelt, um Proteine (Eiweißmoleküle) in Gelen färbe- und markierungsfrei sichtbar zu machen. Proteingele werden heute in der medizinischen Diagnostik, Proteomforschung und Molekularbiologie als Standardverfahren eingesetzt.
Durch das neuentwickelte Nachweisverfahren, das neueste laseroptische Verfahren und Kameratechnologien kombiniert, wird den Bedürfnissen in der breiten biomedizinischen Anwendung und auch in der molekularbio
Belying the popular notion of ferns as delicate, lacy relics surmounted by the evolution of flowering plants, biologists have presented evidence for a much different scenario. Their studies indicate that when flowering plants, or angiosperms, evolved some 144 million years ago, ferns took advantage of ecological niches in the new angiosperm forests to diversify into a far richer array of species.
The study offers a new insight into the critical period in evolution when the rise of flowering
Wissenschaftler der Victoria University of Wellington (VUW) in Neuseeland haben in Zusammenarbeit mit Forschern der australischen Griffith University herausgefunden, dass ein Gen, welches mit einem erhöhten Schlaganfallrisiko in Zusammenhang gebracht wird, auch mit einer der schwersten Formen von Kopfschmerzen, der Migräne mit Aura, in Verbindung steht. Ein einfaches Nahrungsergänzungsmittel könnte nun sowohl Abhilfe für zahlreiche Migräne-Patienten schaffen als auch zur Vorbeugung von Schlaganfällen
Gemeinnützige Hertie-Stiftung und Bereich Humanmedizin der Universität Göttingen kooperieren.
Das erste “Institut für Multiple-Sklerose-Forschung” in der Bundesrepublik ist jetzt in Göttingen offiziell eröffnet worden. Göttingen hatte sich im Jahr 2001 im öffentlichen Wettbewerb “Molekulare Neuroimmunologie der Multiplen Sklerose” der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung durchgesetzt und damit den Zuschlag für die Fördermittel der Stiftung in Höhe von bis zu 4,6 Millionen Euro erhalten, d
Bei Verdacht auf Bänderriss oder Hirntumor leistet die Kernspintomographie unersetzbare Dienste in der medizinischen Diagnostik. Für die Entwicklung des Verfahrens wurde daher auch im letzten Jahr der Nobelpreis für Medizin verliehen. Doch die Untersuchung ist teuer, denn ein ortsfester supraleitender Magnet, hochempfindliche Elektronik und hochqualifiziertes Bedienungspersonal erfordern den Weg in das Krankenhaus. Forschern an der RWTH Aachen ist es gelungen, den Kernspintomographen auf die Größe ei
Infektiologische Tagung am Samstag, 3. April, in Würzburg
Die HIV-Epidemie könnte in Deutschland eine neue Dynamik erhalten, warnt das Robert-Koch-Institut (Berlin): War bis Ende der 90er-Jahre die Zahl der Neuinfektionen stetig gesunken, so stieg sie von knapp 1.500 im Jahr 2000 auf 1.700 für 2003. Dieser bundesweite Trend lässt sich auch am Klinikum der Uni Würzburg nachvollziehen, wie der Infektiologe Hartwig Klinker im Vorfeld einer Tagung in Würzburg sagte.
Klinker leite
Berliner Max-Planck-Wissenschaftler und ihre amerikanischen Kollegen weisen “Sprach-Gen” bei Singvögeln nach
Mutationen im so genannten FOXP2 Gen führen bei Menschen zu einem spezifischen Sprachproblem, insbesondere bei der Artikulation und dem Sprachverständnis. Offensichtlich besitzt dieses Gen eine zentrale Funktion bei der Entwicklung der Sprachfähigkeit. Neurobiologen konnten nun zeigen, dass auch beim Gesangslernen von Vögeln FoxP2 eine Schlüsselrolle spielt. Die Wissenschaftle
SV40 in Tumoren nachgewiesen
Die Hinweise auf eine Verbindung zwischen einem Affen-Virus und einigen Krebsarten beim Menschen verdichten sich. DNA des Virus SV40 (Simian Virus 40) konnte in 33 von 55 Tumoren von Patienten nachgewiesen werden, bei denen kürzlich ein non-Hodgkin-Lymphom diagnostiziert wurde. Laut Felipe Samaniego vom MD Anderson Cancer Center wurde eine starke Verbindung gefunden. Jetzt stellt sich laut NewScientist die Frage, ob die Virus-DNA eine unbeteiligte Anwesen
Echoortende Fledermäuse beschallen Objekte in ihrer Umgebung mit Ultraschalllauten und werten die von den Objektoberflächen reflektierten Echos aus. Auf diese Weise erhalten sie in völliger Dunkelheit nicht nur Informationen über die Position eines Objekts im Raum, sondern auch über dessen dreidimensionale Struktur. Bislang war allerdings unbekannt, ob Fledermäuse auch chaotische Echos von großen, komplexen Objekten – etwa Bäume und andere Vegetation – sinnvoll verarbeiten können. Das Team um Privatd
Neu an der Universität Jena: Prof. Funke erforscht genetische Grundlagen komplexer Erkrankungen
“Snips und Chips”, darunter lassen sich die Forschungsaktivitäten von Prof. Dr. Harald Funke (51) subsumieren. Der Mediziner hofft an Hand von kleinen Variationen in unserem Erbgut Krankheitsrisiken vorhersagen zu können. Funke ist kürzlich zum Professor für Molekulare Hämostaseologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena ernannt worden. Die neue Professur ist vom Bundesministerium fü
Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Paul Scherrer Instituts (PSI) und der Universität Manchester hat ein Modellsystem entwickelt, mit dem die Bildung von Eiweissablagerungen im Reagenzglas studiert werden kann. Dazu verwenden die Wissenschaftler ein künstlich hergestelltes Miniprotein, das sich bei erhöhter Temperatur zu Fasern umlagert. Viele unheilbare Krankheiten zeichnen sich durch abgelagerte Proteinfasern aus.
Krankheiten wie Alzheimer, Creutzfeldt-Jakob oder Diabete
Wenn der Alltag zu einer Qual wird: Osteoporose und Tumorbefall können lähmende Dauerschmerzen an der Wirbelsäule auslösen. Im Kampf um Schmerzfreiheit und Mobilität hilft den Betroffenen ein modernes und schonendes Verfahren, die so genannte Vertebroplastie. Radiologen spritzen dabei in die betreffenden Wirbel einen speziellen “Knochenzement”. Die Radiologische Klinik des Universitätsklinikums Bonn ist eines der wenigen Zentren in Deutschland, das diesen schmerzlindernden Eingriff durchführt.
Bei schwerer chronischer Herzschwäche hilft kein normaler Schrittmacher mehr. Größere Geräte mit mehr Leistung wurden entwickelt, um Patienten wieder ein normales Leben zu ermöglichen. Das funktioniert zwar gut, die Sache hat aber einen Haken: Aufgrund des großen Energiebedarfs hält die Batterie nur ein Dreivierteljahr. Die nahe liegende Lösung: Wieder aufladbare Akkus, die per Induktion durch die Haut hindurch aufgeladen werden können. Das weltweit erste solche Gerät haben die Ärzte der RUB-Klinik f
Für Patienten mit Lebertumoren, die weder chirurgisch noch chemotherapeutisch erfolgreich behandelt werden konnten, zeigt ein neues Verfahren erfolgversprechende Aussichten: die Selective Internal Radiation Therapy (SIRT).
Anwendungsgebiete:
Bei chirurgisch nicht resektablen primären oder sekundären Lebertumoren werden in den letzten Jahren neben einer systemischen Chemotherapie zunehmend auch minimal-invasive Verfahren wie die transarterielle Chemoembolisation oder die perk
Deutlich geringere Spermienmengen produziert
Wissenschaftler der Queens University haben nachgewiesen, dass Männer, deren Vasektomie wieder rückgängig gemacht wurde, eine deutlich geringere Menge an Sperma produzierten. Auf einer Konferenz der British Fertility Society erklärten sie, dass Behandlungen gegen Unfruchtbarkeit bei solchen Männern weniger erfolgreich seien. Viele Männer wollten ihre Vasektomien rückgängig machen, um eine weitere Familie gründen zu können.