Medizintechnik

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Medizinische Bilddaten mit neuer Technologie einfacher und sicher analysieren und visualisieren

Medica 2023: In der Medizin fallen viele Daten an, etwa bei der Computertomographie. Auf dem Weg zur personalisierten Medizin sind sie wichtig. Verfahren der Künstlichen Intelligenz, wie zum Beispiel das maschinelle Lernen, lernen mit ihnen dazu und helfen, Diagnosen und Therapien künftig individuell zu zuschneiden. Solche Techniken sind aber noch mit Unsicherheiten behaftet. Ein Forscherteam aus Kaiserslautern und Leipzig arbeitet an einem System, das medizinische Daten automatisch analysiert und visualisiert, auch deren Unsicherheiten. Auf der Medizintechnikmesse Medica in Düsseldorf stellt…

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Entwicklung eines Netzhaut-ähnlichen Biochips

Ein internationales Team unter der Leitung der Jülicher Forscherin Francesca Santoro hat einen intelligenten Biochip entwickelt, der die Netzhaut des Auges nachahmt. Mit solcher und ähnlicher Bioelektronik hofft das Team, Fehlfunktionen im Körper und im Gehirn korrigieren zu können. Der Chip – eine Gemeinschaftsarbeit von Wissenschaftler:innen des Forschungszentrums Jülich, der RWTH Aachen, des Istituto italiano di tecnologia und der Universität Neapel – wird in „Nature Communications“ vorgestellt. Die Verschmelzung von Mensch und Maschine ist der Inbegriff einer Science-Fiction-Erzählung. In der…

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Piezokeramik verkürzt Wurzelbehandlungen

Bei der Wurzelbehandlung müssen Zahnärztinnen oder Zahnärzte mit einer Feile tief in die Wurzelkanäle eindringen, um entzündetes Gewebe zu entfernen. Die rotierende Feile verklebt häufig und muss periodisch gereinigt werden. Forschende des Fraunhofer-Instituts für Keramische Technologien und Systeme IKTS haben einen piezokeramischen Stapelaktor entwickelt, der die Rotationsbewegung mit einer Schwingungsbewegung überlagert. Die Feile verklebt nicht so oft, für Patientinnen und Patienten ist die Behandlung schneller zu Ende. Die Technologie lässt sich auch für weitere medizinische Anwendungen nutzen. Das Fraunhofer IKTS…

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Menschliche Gefäße aus dem 3D-Drucker

Durch eine Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft können am Institut für Technische Chemie der Leibniz Universität Hannover entwickelte Gefäßprothesen optimiert werden. Um Thrombosen und Gefäßverschlüssen entgegenzuwirken, kommen bereits heute Gefäßimplantate zum Einsatz. Synthetisch hergestellte Gefäß-Implantate sind für Patientinnen und Patienten jedoch mit Risiken verbunden: Sie können sich durch Plaques und Thrombosen verschließen oder sich infizieren. Eigenvenenimplantate sind demgegenüber aber gerade bei Gefäßpatienten selten verfügbar. Das Team von Prof. Dr. Cornelia Blume vom Institut für Technische Chemie der Leibniz Universität Hannover (LUH)…

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Ferngesteuerte Robotik für Operationseinsätze

Welches Potenzial eröffnen 6G und KI? Den Ärztemangel und seine Folgen für die Patientenbetreuung bekommen wir bereits zu spüren. Können mobile Operationsroboter helfen, Versorgungslücken zu minimieren? Dieser Frage gehen Forschende der RPTU und des Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) nach. Sie verbinden Ansätze aus der Robotik mit KI-Methoden unter Einsatz des künftigen Mobilfunkstandards 6G. Ihr Ziel: Eine Analyse, die Potenziale von ferngesteuerter Robotik für Operationseinsätze aufzeigt und Anforderungen an KI und Kommunikationsnetze definiert. Auf der Medizintechnikmesse Medica in Düsseldorf…

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Neue biologische Mitralklappenprothese verspricht längere Haltbarkeit

Europa-Premiere: Prof. Dr. Jan Gummert, Direktor der Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie, und sein Team am Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, setzen 56-jährigem Patienten erstmals eine biologische Herzklappe ein, die dank neuer Technologie besser als bisher vor Kalkablagerungen schützen soll. „Das oberste Ziel aus herzchirurgischer Sicht ist es immer, eine erkrankte Herzklappe zu reparieren“, sagt Professor Dr. Jan Gummert, Direktor der Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie am Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen. „Es gibt…

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Innovation in der Nuklearmedizin

PET-Signale in Gehirntumoren erstmals auf zellulärer Ebene entschlüsselt. Münchner Forschende haben ein neues Verfahren entwickelt, das erstmals die Signale radioaktiver Stoffe in Zellen im Gehirn mittels der Positronen-Emissions-Tomografie (PET) sichtbar macht. In einer Studie, die in Science Advances veröffentlicht ist, haben sie die Methode auf das Glioblastom, den tödlichsten Hirntumor, angewendet, um damit die Aktivität der Immunzellen analysieren zu können. Die neue Methode und die Ergebnisse sind von großer Bedeutung für die Diagnostik und Therapie-Entwicklung von Hirntumoren sowie für neurologische…

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KI erkennt Hautkrebs-Metastasen in Lymphknoten

Dermatologe des UKB erhält DGDC Publikationspreis 2023. Privatdozent Dr. Philipp Jansen, Oberarzt der Klinik für Dermatoonkologie und Phlebologie am Universitätsklinikum Bonn (UKB), wurde jetzt von der der deutschen Gesellschaft für Dermatochirurgie (DGDC) der Publikationspreis 2023 verliehen. In Rahmen einer multizentrischen Studie entwickelte der Dermatologe erfolgreich eine KI-basierte Methode zur Erkennung von Melanom-Metastasen in Lymphknoten-Schnitten. Dies neuen Erkenntnisse wurden bereits in der Fachzeitschrift „European Journal of Cancer“ veröffentlicht. Bei über die Lymphbahnen streuendem schwarzen Hautkrebs ist damit zu rechnen, dass sich…

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Neues KI-Werkzeug für die Hirntumordiagnostik

Ein Team am Forschungszentrum Jülich hat einen Deep-Learning-Algorithmus entwickelt, mit dem sich Hirntumore auf PET-Scans automatisch erkennen und bewerten lassen. In einem Bruchteil der Zeit erzielt die KI dabei vergleichbare Ergebnisse wie ein erfahrener Arzt, berichtet das Team im Journal of Nuclear Medicine.   Bei der Erstdiagnose und während der Behandlung ist es wichtig, die Ausdehnung und das Volumen eines Gehirntumors möglichst genau zu bestimmen. Kann der Tumor operiert werden? Spricht er auf die Behandlung an oder wächst er weiter?…

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MHH-Chirurgie testet „natürlichste Form der mechanischen Herzunterstützung“

Weltpremiere: Neues, für Patienten schonenderes System erhält den Pulsschlag. Auf dem Weg zu einer schonenderen mechanischen Herzunterstützung haben die Herzchirurgischen Kliniken der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und des Freeman Hospital in Newcastle upon Tyne (Großbritannien) weltweit den ersten fünf Menschen mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz ein neuartiges, bahnbrechendes System zur Kreislaufunterstützung kurzzeitig eingesetzt. Bei der reBEAT genannten Herzunterstützungstechnologie handelt es sich um eine Neuentwicklung des Münchener Start up-Unternehmens AdjuCor. Es besteht aus einem extrem dünnen, für jede Herzgröße individuell gefertigten Kunststoffbeutel, der…

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Implantation: Neuartiger Herzschrittmacher ohne Elektroden

Modell ist klein, langlebig und birgt alle Funktionen in einer Kapsel. Wenn das Herz zu langsam schlägt, kann der Einsatz eines Herzschrittmachers notwendig sein. Das Gerät funktioniert wie ein Taktgeber, der den Herzschlag wieder in einen normalen Rhythmus bringt. Die Klinik für Kardiologie und Angiologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) bietet als eine der ersten Kliniken in Deutschland die Implantation des neuen innovativen Herzschrittmachers AVEIR VR an. Das Modell ist mit vielen Vorteilen verbunden: Es hat keine Elektroden, es kann…

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OP-Roboter HUGO RAS

… kommt erstmals in Deutschland in der Urologie zum Einsatz. Das Universitätsklinikum Dresden nimmt High-End Operations-Roboter in Betrieb. Der Roboter wird bundesweit erstmals in der Urologie eingesetzt und eröffnet Chancen für Ausbildung und Recruiting. Deutschlandweit gibt es nur vier weitere Standorte mit dieser Ausstattung. Erstmals in Deutschland hat ein Team in der Urologie den OP-Roboter HUGO RAS der Firma Medtronic eingesetzt. Seit dem 17. Oktober ist das High-End-Gerät am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden im Einsatz. Hauptsächlich kommt der Roboter…

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Neuartige Bildgebung durch Weiterentwicklung von Röntgenquellen

Projektförderung durch Joachim Herz Stiftung. Ob beim Zahnarzt oder Orthopäden: Röntgenuntersuchungen zählen zu den häufigsten Diagnostikverfahren. Durch die Forschung von Dr. Theresa Staufer und ihrem Team soll ein kompaktes Röntgensystem weiterentwickelt werden, das spezielle Analysen in der biomedizinischen Forschung deutlich einfacher umsetzbar und damit zugänglicher machen soll. Gefördert wird das Projekt durch das neue Förderprogramm „Innovationsakademie für angewandte Infektionsforschung“ der Joachim Herz Stiftung. Mithilfe der sogenannten Röntgenfluoreszenz können Immunzellen in lebenden Organismen nachverfolgt und neue Erkenntnisse zu Entzündungskrankheiten gewonnen werden….

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Spezialsonden verbessern Ultraschall bei Menschen mit Adipositas

Studie prüft Qualität der Ultraschallbilder bei Leber- und Nierenuntersuchung. Ultraschall wird zur Diagnostik vieler Erkrankungen im Bauchraum genutzt. Eine aktuelle Studie der Universitätsmedizin Leipzig mit Unterstützung des Helmholtz-Instituts für Metabolismus-, Adipositas- und Gefäßforschung (HI-MAG) zeigt, dass Adipositas die Qualität des Ultraschalls bei Leber- und Nierenuntersuchungen beeinträchtigt. Zudem wird deutlich, dass durch den Einsatz von Hochleistungssonden die anatomische Darstellung per Ultraschallbild bei diesen Patient:innen verbessert werden kann. Die Ergebnisse sind im Fachmagazin “Scientific Reports” publiziert worden. Die Ultraschalluntersuchung der Bauchorgane spielt…

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Mukoviszidose-Forschung

„Elektronische Nasen“ können helfen, wenn das Sputum fehlt. Mukoviszidose-Patienten, die mit CFTR-Modulatoren therapiert werden, produzieren kaum noch Sputum. Für die Betroffenen ist dies eine große Erleichterung – die mikrobiologische Diagnostik auf bakterielle Erreger in den tieferen Atemwegen ist dadurch jedoch erschwert. Die AG um Dr. Sybelle Goedicke-Fritz (Klinik für Allgemeine Pädiatrie und Neonatologie, Universitätsklinikum des Saarlandes) forscht zum Einsatz „elektronischer Nasen“ und der Ionenmobilitätspektrometrie, um die häufigsten CF-Lungenkeime (Mukoviszidose:Cystische Fibrose,CF) anhand von volatilen organischen Verbindungen in der Ausatemluft der Patienten…

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Herzinfarkt: Weg zu neuer Therapie

Trotz immer besserer Therapiemöglichkeiten bleibt der Herzinfarkt in Deutschland mit rund 45.000 Verstorbenen (im Jahr 2021) eine der häufigsten Todesursachen. Eine jetzt im European Heart Journal veröffentlichte Studie der Kardiochirurgischen Forschungsgruppe am Deutschen Herzzentrum der Charité (DHZC) weist nun einen Weg hin zu einer neuen Therapie: Die Forschenden konnten im Tiermodell erstmalig nachweisen, dass die katheterbasierte Applikation von sogenannten „extrazellulären Vesikeln“ in die Herzkranzgefäße nach akutem Herzinfarkt zu einer verminderten Narbenbildung und einer verbesserten Herzfunktion führt. Extrazelluläre Vesikel (EV) sind…

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