In einer Veröffentlichung des wissenschaftlichen Journals “Angiogenesis” hat kürzlich Privatdozent Dr. Süleyman Ergün, Abteilung für Mikroskopische Anatomie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), einen neuen Mechanismus der Ausreifung von Blutgefäßen beschrieben. Die Laborexperimente für diese Arbeit wurden in enger Kooperation der beiden Arbeitsgruppen von Prof. Dr. Judah Folkman (Harvard Medical School, Boston) und Dr. Ergün in Zusammenarbeit mit Frau Dr. Nerbil Kilic, Medi
Krebskranke Zunge wird durch Halsmuskulatur ersetzt – Elektrische Stimulation soll Beweglichkeit verbessern Die operative Rekonstruktion der durch Krebserkrankung oder Unfall zerstörten Zunge gehört zu den bemerkenswertesten chirurgischen Leistungen des Universitätsklinikums Lübeck. Prof. Dr. med. Stephan Remmert, kommissarischer Direktor der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, ist für die Entwicklung des Verfahrens, bei dem Halsmuskulatur in den Rachen verlegt wird, mehrfach a
Bei Forschungsarbeiten am Institut für Pflanzenernährung in Zusammenarbeit mit dem Institut für Medizinische Virologie der Universität Gießen wurden Karotten gentechnisch so verändert, dass sie selbst einen Impfstoff gegen Hepatitis B bilden. Klinische Tests des Verfahrens stehen allerdings noch aus. Die akute Hepatitis (Gelbsucht) ist eine schwere Krankheit, die im Extremfall zum Tod durch akutes Leberversagen führt. Haupterreger ist in Deutschland das Hepatitis B-Virus. Ein noch größer
Bayer entwickelt neues Malaria-Medikament Hilfe für Entwicklungsländer geplant Bayer und das “Medicines for Malaria Venture” (MMV), eine von der Weltbank und privaten Stiftungen finanzierte Initiative der Weltgesundheitsorganisation (WHO), haben eine Vereinbarung zur Entwicklung eines neuen Malaria-Medikamentes auf Basis der Substanz Artemisone getroffen. Der neue Wirkstoff, für den Bayer die Patentrechte besitzt, entstammt einer Forschungskooperation mit der Hongkong Un
Vitamin D schützt vor Krebs, nicht nur vor Rachitis und Osteoporose, wie zahlreiche neuere Forschungsarbeiten zeigen. Zu diesem Thema wurde nun am Donnerstag und Freitag (3. und 4. Mai) in Homburg/Saar ein internationales Symposium abgehalten. Auf Einladung der Privatdozenten Dr. Jörg Reichrath (Hautklinik) und Dr. Michael Friedrich (Frauenklinik) und der jeweiligen Klinikdirektoren Prof. Dr. Wolfgang Tilgen (Hautklinik) und Prof. Dr. Werner Schmidt (Frauenklinik) berichteten die führenden Exper
Mit bildgebenden Verfahren, etwa der Magnetresonanz-Tomographie, lassen sich biologische Prozesse auf zellulärer Ebene sichtbar machen. Wissenschaftlich erprobt werden die Verfahren, die sich noch im Experimentierstadium befinden, derzeit in der Diagnostik von Krebserkrankungen und bei der Kontrolle von Gentherapien. Denn hilfreich sind solche Verfahren generell in allen Bereichen, in denen zelluläre Veränderungen möglichst frühzeitig entdeckt werden müssen. Das molekulare Imaging gehört zu den The
Die Integration der Radiologie in die Notfallversorgung im Schockraum rettet Leben. Dies belegt eine Studie des Klinikums der Universität München-Innenstadt. “Ein Radiologe sollte daher in jedem Traumazentrum dem Notfallteam angehören. Ebenso nötig ist eine streng standardisierte und aufeinander abgestimmte Diagnostik und Therapie”, betonen Experten auf dem Deutschen Röntgenkongress in Wiesbaden. Pro Jahr werden schätzungsweise 33.000 schwerverletzte Patienten in deutsche Kliniken eingeliefe
Wie der Datenfluss in den Kliniken der Zukunft gesteuert wird, können die Besucher des Deutschen Röntgenkongresses schon heute erleben: In drei virtuellen Krankenhäusern sind tatsächliche, kommerzielle Computersysteme unterschiedlicher Hersteller zusammengeschaltet, um den Informationsfluss von der Aufnahme bis zur Entlassung eines Patienten zu demonstrieren. Mit ihren international eingebundenen Aktivitäten werden die Radiologen so zu den Schrittmachern eines vernetzten Gesundheitswesen. J
Technische Fortschritte bei Röntgen- und CT-Geräten, medizinische Leitlinien und eine strenge Indikationsstellung für Röntgenuntersuchungen tragen inzwischen dazu bei, dass die durchschnittliche Strahlenbelastung der Bevölkerung sinkt. Auch die Magnetresonanz-Tomographie, jenes bildgebende Verfahren, dass ohne ionisierende Strahlung auskommt, hat daran zunehmend Anteil. Dies spiegelt sich im Programm des Deutschen Röntgenkongresses in Wiesbaden. Die Magnetresonanz-Tomographie (MRT) ist ein
Rund 70 Prozent aller medizinischen Diagnosen stützen sich auf eine Untersuchung mit bildgebenden Verfahren. Die verschiedenen Methoden – von der einfachen Röntgenuntersuchung über CT bis hin zur Magnetresonanztomographie – liefern inzwischen neue, mehr und damit bessere diagnostische Informationen ohne zusätzliche Strahlenbelastung. Dies betonen Experten auf dem Deutschen Röntgenkongress in Wiesbaden. In der Bildgebung vollzieht sich seit einiger Zeit ein tief greifender Wandel: Die Schnitt
Ein ultramodernes Diagnosesystem wurde am 03.05.2002 an der Radiologischen Klinik der Universität Bonn in Betrieb genommen: Der weltweit erste Typ eines neuartigen Hochfeld-Magnetresonanz-Tomographen, der sowohl für die klinische Anwendung am Patienten als auch für die klinische und grundlagenorientierte Forschung völlig neue Möglichkeiten eröffnet. Der Philips-Konzern hat der Universität das mehrere Millionen Euro teure Gerät zur Verfügung gestellt; die Radiologische Klinik hatte sich dabei geg
Um das mögliche Risiko einer Infektion mit infektiösen Eiweißen (Prionen) bei Mandeloperationen zu vermeiden, sterilisieren HNO-Ärzte ihre chirurgischen Instrumente mit aufwändigeren Verfahren. “Eine reine Vorsichtsmaßnahme”, betonen die Mediziner anlässlich der Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie in Baden-Baden. “Es ist nicht auszuschließen”, warnt die vom Robert-Koch-Institut ins Leben gerufene Expertenkommission “Task For
Patienten mit Erkrankungen im Hals-Kopf-Bereich werden, so hoffen die Forscher, in Zukunft von den vielfältigen Möglichkeiten der modernen Regenerationsmedizin zu profitieren. Über deren Einsatzmöglichkeiten und Stand diskutieren Experten vom 8. bis 12. Mai auf der 73. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie in Baden Baden. In Deutschland erkranken jährlich etwa 13.000 Menschen an Karzinomen in der Kopf- und Halsregion. Insbes
Erstmals haben deutsche Richter Konzertveranstalter für die Hörschäden einer Besucherin haftbar gemacht. Fachärzte begrüßen auf der Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie in Baden-Baden vom 8. bis 12. Mai das Urteil. Sie fordern die Begrenzung des Schallpegels für Walkmen, Diskotheken und Konzerte. In die Annalen der Pop-Musik ging der Auftritt der Gruppe “NSync” am 1. März 1997 in Trier zwar nicht gerade ein. Aber in die
Heilungschancen von Patienten mit Gehirntumoren verbessern Die Heilungschancen von Patienten mit einem Glioblastom sind nach wie vor schlecht: Diese bösartige Krebserkrankung des Gehirns führt trotz Behandlung oft innerhalb eines Jahres zum Tod. Forscher an der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Tübingen untersuchen, warum Glioblastomzellen so widerstandsfähig sind. Die Deutsche Krebshilfe unterstützt das Forschungsvorhaben mit rund 107.000 Euro. Glioblastome sind die bösa
Die Behandlung eines zu hohen Blutdrucks sollte frühzeitig begonnen werden, um Schäden an Herz und Gefäßen zu verhindern.
Prof. Dr. Kim Sutton-Tyrrell von der University of Pittsburgh, erläuterte neueste Forschungsresultate zur Prävention von Herzerkrankungen jetzt auf der Jahrestagung der American Heart Association.
In der umfassenden Studie, die sich vor allem mit dem systolischen (also dem oberen) Wert des Blutdrucks beschäftigte, untersuchten Sutton-Tyrrell und Kollegen