Biowissenschaften Chemie

Biowissenschaften Chemie

Mit Illusionen auf dem Weg ins "Unbewusste"

Gehirnaktivität in hoher raum-zeitlicher Auflösung

Noch bevor wir etwas wahrnehmen, laufen unbewusst komplexe Hirnprozesse ab: In Sekundenbruchteilen breiten sich Aktivitätswellen in Nervenzell-Netzwerken aus, wird die Außenwelt im Gehirn abgebildet – doch für uns bleibt zunächst vieles unsichtbar. Junior-Professor Dr. Dirk Jancke (Kognitive Neurobiologie, Lehrstuhl für Allgemeine Zoologie und Neurobiologie der RUB) hat jetzt Unsichtbares sichtbar gemacht. Mit einem neuen optischen Ve

Biowissenschaften Chemie

Maus im Hautpanzer

Heidelberger Wissenschaftler untersuchten den Fett-Transport im Darm und fanden ein mögliches Schlüsselgen für schwere Hautkrankheiten

Eigentlich wollten sie herausfinden, wie bestimmte Nahrungsfette aus dem Darm ins Blut wandern. Entdeckt haben die Wissenschaftler der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg in Zusammenarbeit mit Kollegen des EMBL Heidelberg, des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg und der Universität Regensburg, dass Mäuse, denen Fatp4 – ein Gen für den

Biowissenschaften Chemie

Königin der Pflanzen "steht Modell" für die Evolutionsbiologen

Biologe der Universität Jena erforscht mit neuen DFG-Mitteln Artenvielfalt der Hundsrosen und ihrer Parasiten

Rosen, kaum ein Garten oder Park, den sie nicht schmücken. Als Sinnbild der Liebe inspirieren sie Dichter. Seit Jahrhunderten treiben sie Züchter an, immer neue Sorten zu kreieren. Auch Dr. Volker Wissemann interessiert sich für die Königin der Pflanzen, genauer für die ursprünglichen Wildrosen. Den Evolutionsbiologen von der Friedrich-Schiller-Universität Jena beschäftigt je

Biowissenschaften Chemie

Bienen steuern die Entwicklung des Gehirns durch Brutwärme

Honigbienen können im Gehirn ihrer Nachkommen die Nervenverschaltung beeinflussen. Hierbei spielt die Temperatur, bei der sie den Nachwuchs aufziehen, eine wichtige Rolle. Das berichtet die Arbeitsgruppe des Neurobiologen Wolfgang Rössler vom Biozentrum der Uni Würzburg in der neuesten Ausgabe der US-amerikanischen Fachzeitschrift PNAS (Proceedings of the National Academy of Sciences).

Bevor aus den wurmähnlichen Bienenlarven erwachsene Tiere entstehen, wird eine zehn bis zwölf Tage dauernd

Biowissenschaften Chemie

Protein & Zucker – ein bewährtes Überlebensrezept bei Bakterien

Widrige Lebensbedingungen können Auswirkungen auf die Anordnung wichtiger Bakteriengene haben. ForscherInnen der Universität für Bodenkultur Wien haben bei drei an erhöhte Temperaturen angepassten Bakterienstämmen festgestellt, dass Gene für eine optimale Umweltanpassung direkt hintereinander auf dem Genom liegen. Die Gene bewirken durch das Anhängen von Zuckern die gezielte Veränderung von Proteinen, die einen Schutzmantel aufbauen. In zwei vom Wissenschaftsfonds FWF geförderten Projekten werden der

Biowissenschaften Chemie

Neuartigen Wirkstoff gegen bakterielle Krankheitserreger

Einen neuartigen Wirkstoff gegen bakterielle Krankheitserreger haben Wissenschaftler des Hans-Knöll-Instituts für Naturstoff-Forschung (HKI) gefunden. Die Substanz tötet auch solche Keime ab, die bereits gegen andere Antibiotika unempfindlich geworden sind. Diese so genannten multiresistenten Bakterien versetzen seit langem Mediziner gleich doppelt in Alarmbereitschaft: Von ihnen verursachte Infektionen sind gar nicht oder nur sehr schwer behandelbar und sie sind zudem in der Lage, die Resistenz an

Biowissenschaften Chemie

Geschärfter Blick ins kranke Gehirn

Neue Generation von PET-Geräten ermöglicht Früherkennung von neurodegenerativen Leiden wie Alzheimer-Demenz

Die frühe Diagnose von Alzheimer-Demenz und anderen Erkrankungen des Gehirns ist von großer Bedeutung, seitdem neue Wirkstoffe verfügbar werden, die helfen könnten, den Verlauf dieser anderenfalls unaufhaltsamen Krankheit zu verlangsamen. Neue Studien haben jetzt gezeigt, dass die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) das derzeit am besten geeignete Werkzeug für eine solche Dia

Biowissenschaften Chemie

Megamoleküle durch Sonnenlicht

Ein Team des Paul Scherrer Instituts (PSI) und der ETH Zürich erforscht, wie sich Aerosolpartikel – also Feinstaub – aus gasförmigen Stoffen bilden. Dafür benutzen die Forschenden die kürzlich am PSI aufgebaute Smogkammer sowie eine Vielzahl analytischer Methoden, einschliesslich der Laser-Massenspektrometrie der ETH Zürich für die chemische Charakterisierung. Die Untersuchungen zeigten, dass Folgereaktionen im gebildeten Aerosol zu neuen Substanzen führen, die wesentlich weniger flüchtig sind als di

Biowissenschaften Chemie

RUB-Biologie: Blinder Krebs mit komplexem Gehirn

Remipeden sind kleine, augenlose Krebse, die erst 1979 entdeckt wurden. Bisher galten sie als besonders primitiv. Biologen der Ruhr-Universität und der Universität Ulm erbringen nun den Gegenbeweis: In einer Studie zeigen sie, dass die Strukturen des Gehirns hochkomplex sind und den Gehirnen von höheren Krebsen und sogar Insekten frappierend ähnlich sind. “Für die Zoologie könnte dies bedeuten, dass es die Krebse im herkömmlichen Sinne nicht gibt”, sagt Dr. Martin Fanenbruck (RUB). Vielmehr sei ein T

Biowissenschaften Chemie

Die Neandertaler haben den Großteil ihrer Gene für sich behalten

Genetische Analysen fossiler Proben zeigen, dass sich Neandertaler und moderne Menschen offenbar nicht miteinander vermischt haben. Bei der Analyse fossiler Überreste von Neandertalern und frühen modernen Menschen hat ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Prof. Svante Pääbo vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie (Leipzig) herausgefunden, dass die Neandertaler keinen grossen Beitrag zur genetischen Ausstattung des modernen Menschen geleistet haben können. Sie beric

Biowissenschaften Chemie

Online den Meeresgrund erforschen: Prototyp des ersten Internet-gesteuerten Tiefseeroboters fertig

An der International University Bremen wurde heute der Prototyp des ersten Internet-gesteuerten Tiefseeroboters vorgestellt. Der “Crawler” ist Bestandteil eines durch den Forschungsverbund IRCCM entwickelten Tiefseeobservatoriums, das für die Erforschung von Geologie und Ökologie des Meeresgrundes ebenso wie die Erdbebenüberwachung oder die Überwachung von Offshore-Anlagen der Erdöl- und Erdgasindustrie eingesetzt wird.

Das Tiefseeobservatorium besteht aus einem Landesystem mit einer zentra

Biowissenschaften Chemie

Infektionsvorgänge untersuchen an "künstlicher" Haut

Aus humanen Hautzellen haben Forscher am Fraunhofer IGB ein in-vitro-Infektionsmodell entwickelt, mit dem die Virulenz von verschiedenen Stämmen des humanpathogenen Pilzes Candida albicans, aber auch von anderen Krankheitserregern wie Bakterien, Viren oder Parasiten untersucht werden kann. Das Modell wurde auf der MEDTEC vom 9.-11. März 2004 in Stuttgart vorgestellt.

Infektion rekonstituierter Haut mit einem klinischen Isolat von Candida albicans. Der Pilz zerstört die schützende Ke

Biowissenschaften Chemie

Elektronische DNA Detektierung auf einem Transistornetzwerk

Ein Team von Physikern des „Pierre Aigrain Labors“ (gemeinsames Labor von Ecole Normale Supérieure, CNRS, Universitäten Paris 6 und 7) hat gerade bewiesen, dass es möglich ist, rein elektronisch DNA zu detektieren. Das angewandte Mittel für diese Detektierung ist ein Netzwerk von Silizium Transistoren. Übrigens ist die Detektierung auf der Ladung des biologischen Moleküls basiert, und braucht deshalb keine Markierung mit radioaktiven Isotopen, Fluoreszierenden Trägern, oder anderen Markierungsmittel

Biowissenschaften Chemie

Nervenzellen aus embryonalen Stammzellen gewonnen

Drei Forschungsgruppen des INSERM (Französisches Institut für Gesundheitswesen und medizinische Forschung – Institut national de la Santé et de la Recherche médicale) ist es gemeinsam gelungen, Nervenzellen aus embryonalen Stammzellen von Mäusen zu erzeugen. Sie benutzten zwei Peptide, die in der frühen Phase der Embryogenese herausgebildet werden, um so die Differenzierung der Stammzellen in funktionelle Neuronen zu erreichen.

Die Differenzierung von embryonalen Stammzellen von Mäuse

Biowissenschaften Chemie

Der Biorhythmus von Wildpferden

Wissenschaftler des IZW erforschen, wie Przewalski-Pferde auf ihre Umwelt reagieren. Neues Verbundjournal zum Schwerpunktthema Licht erschienen.

Licht spielt eine bedeutende Rolle für das Verhalten von Tieren. Sie passen ihre Aktivitäten an den Tag-und-Nacht-Rhythmus ebenso an wie an die Jahreszeiten. Eine Untersuchung am Berliner Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) zeigt beispielhaft die Bedeutung des Hell-Dunkel-Wechsels für Przewalski-Pferde. Dr. Klaus Scheibe und Dr. An

Biowissenschaften Chemie

Feuchtes REM-Verfahren für biologische Proben entwickelt

Biologische Proben – wie beispielsweise Zell- oder Gewebematerial – werden dazu mit einer dünnen Polymermembran versiegelt, die für die Elektronen durchlässig ist und die „wässrige“ Probe vor den herrschenden Vakuumbedingungen zuverlässig schützt. Mit dieser Hybrid-Technik gelingt es den Forschern, den Bedienungskomfort von optischen Mikroskopen mit der höheren Auflösung von Elektronenmikroskopen zu verbinden.

Die Bildgebung des Verfahrens realisiert eine etwas geringere Auflösung als mit h

Rückmeldung