Biowissenschaften Chemie

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Ein Fett für alle Fälle. Pharmakologen erforschen biochemischen Tausendsassa

Der Name klingt nach schwerer organischer Chemie: Lysophospholipide. Dahinter stecken verschiedene Fettmoleküle, die von Kopf bis Fuß Bestandteil unserer Zellmembranen sind. Das ist sicherlich nützlich, aber längst nicht alles. Tatsächlich scheinen Wissenschaftler einer Gruppe molekularer Tausendsassas auf der Spur zu sein, denn die Lipide sind an verblüffend vielen biologischen Prozessen beteiligt. Einer, der die Lysophospholipide sehr genau unter die Lupe genommen hat, ist Burkhard Kleuser vom

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Suche nach genetischer Ursache des Metabolischen Syndroms

Internationale Molekularmediziner kombinieren zwei Analysetechniken

Ein internationales Wissenschaftlerteam hat sich mit zwei völlig neuartigen Analysetechniken daran gewagt, die genetischen Ursachen für die Entstehung des metabolischen Syndroms zu finden. Von der Erkrankung ist in Deutschland ein Viertel der Bevölkerung betroffen, in den USA sind es 47 Mio. Menschen. Die Patienten haben eine Reihe verschiedener Erkrankungen, die sich gegenseitig hochschaukeln. Dazu zählen vor a

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Unschädlich gemachtes HIV kann Krebszellen zerstören

Angriffsziel des Virus auf Krebszellen umprogrammiert

Wissenschafter der University of California haben eine spezielle Version von HIV gefunden, die nachdem die Krankheit verursachenden Teile entfernt waren, Krebszellen bei Mäusen ausfindig machte. In einem nächsten Schritt soll ein Gen in das Virus eingebracht werden, das den Krebs bei Kontakt zerstört. Das Team erklärte gegenüber Nature Medicine, dass weitere Forschungen erforderlich seien, bevor dieses Verfahren an Menschen

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Gliazellen bei der Bildung von Synapsen entscheidend

Erkenntnisse sollen bessere Epilepsie-Behandlung ermöglichen

Wissenschafter der Stanford University School of Medicine haben entdeckt, dass auch Gliazellen eine entscheidende Rolle bei der Bildung von Synapsen während des Entwicklungsprozesses direkt nach der Geburt spielen. Bisher war nur bekannt, dass diese Zellen die Funktion der Neuronen im erwachsenen Gehirn unterstützen. Die neuen Einblicke in den normalen Vorgang der Bildung von Synapsen sollen eine verbesserte Behandlung von

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Seetiere produzieren Chemikalien

Schadstoffe im Tran von Walen sind natürlicher Art

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass giftige Chemikalien, die in Waltran gefunden wurden, nicht gänzlich künstlicher Art sind. Einige der Komponenten, die den umweltschädlichen, flammenhemmenden Chemikalien ähnlich sind, werden von Schwämmen und anderen Meereslebewesen produziert, berichtet Nature.

Es ist schon seit langem bekannt, dass sich bestimme künstliche Chemikalien in Tieren ansammeln können. Oft ist dies

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Forscher arbeiten an Barcode für alle Tiere

Revolution der Taxonomie und besseres Verständnis für Evolution

Wissenschaftler planen einen gigantischen Katalog aller Lebewesen der Erde zu schaffen. Damit wollen die Forscher die genetischen Unterschiede der einzelnen Spezies genau ausarbeiten. Die Initiative ist bei der Internationalen Konferenz für das Barcoding der Lebewesen vorgestellt worden. Die Daten werden in einer riesigen Datenbank des Consortium for the Barcode of Life (CBOL) gesammelt.

“Bis jetzt sind rund 1,

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Wenn Kobras spucken, bleibt kein Auge trocken

Speikobras spucken ihr Gift etwaigen Angreifern ins Gesicht – nach manchen Berichten sogar über eine Entfernung von mehreren Metern. Erstaunlich häufig trifft der ätzende Toxincocktail die Augen des Gegners und kann dort zur Erblindung führen. Zoologen der Universität Bonn haben herausgefunden, wie die Schlangen ihre Trefferquote maximieren: Während sie das Gift mit hoher Geschwindigkeit aus ihren Fangzähnen herausschießen, bewegen sie den Kopf kreisend oder wippend hin und her. Der ganze Vorgan

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Fruchtfliegen lieben anders

Männliche Fruchtfliegen übertragen beim Geschlechtsverkehr nicht nur Spermien, sondern auch den Wirkstoff “Sexpeptid”, der das Fortpflanzungsverhalten der Weibchen verändert. Fortpflanzungsbiologen der Universität Zürich haben die Übertragung des Wirkstoffs genauer untersucht. Ihre Ergebnisse werden heute in der Zeitschrift “Current Biology” veröffentlicht. Die Wirkungen von Sexpeptid finden sich nicht nur bei Fruchtfliegen, sondern in ähnlicher Form bei praktisch allen höheren Insekten. Deshalb

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Länger leben mit weniger Sauerstoff

Insekten atmen zyklisch, um Probleme hoher Sauerstoffkonzentration in den Zellen zu verhindern, fand ein Wissenschaftler der Humboldt-Universität heraus

Bisher wurde angenommen, dass die zyklische Atmungstätigkeit vieler Insektengruppen wie Schmetterlingen, Ameisen, Käfern, Fliegen oder Schaben eine Anpassung an Wasserersparnis oder hohe Umgebungskonzentrationen an Kohlendioxid seien. Versuche zeigten jedoch in der Vergangenheit widersprüchliche Ergebnisse. Stefan K. Hetz vom I

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Die Auswirkung ozeanischer Turbulenzen auf das Plankton

Die Rolle ihrer physikalischen und chemischen Prozesse wurde bereits tiefgründig erforscht, aber über die Auswirkung von Turbulenzen auf die biologischen Prozesse ist noch wenig bekannt. Dennoch sind biologische Prozesse unerlässlich für die Erhaltung gesunder Ozeane und Küstenlandschaften, von denen unter anderem die europäische Fisch- und Tourismusindustrie abhängig sind.

Turbulenzen können als unregelmäßige, zufällige Flüssigkeitsbewegungen definiert werden. Sie spielen ein

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Entwicklung neuer krankheitsresistenter Pflanzen

Die gelbe Kräuselkrankheit der Tomate wird durch eine Vielzahl von Geminivirusstämmen verursacht. Obwohl es gegen diese Krankheit resistente Kulturen gibt, ist ihre Selektion kostenintensiv und zeitaufwendig.

Ein neues Verfahren soll die Selektion von Pflanzenstämmen, die gegen Virusinfektionen resistent sind, verbessern. Das Team, das diese neue Methode entwickelt, hat viele infektiöse Virusklone isoliert, auf deren Basis kontrollierte Selektionsverfahren herausgearbeitet wurden.

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Die Zulassung neuer Arzneiwirkstoffe

Mit Hinblick auf die zellularen Komponenten und deren Funktion muss noch eine Menge entschlüsselt werden. Von besonderer Bedeutung sind dabei das Verhalten und die Rolle dieser Komponenten in pathologischen Stadien, die unerfüllte medizinische Anforderungen aufwerfen.

Das ORPHAN RECEPTORS-Projekt richtete sich auf die Charakterisierung von G-Protein-gekoppelten Rezeptoren (G-Protein Coupled Receptors – GPCR) und deren therapeutisches Potenzial als neuartige Arzneiwirkstoff

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Allergieauslösende aromatische Kohlenwasserstoffe

Allergien, die durch aromatische und als Duftstoffe verwendete Kohlenwasserstoffe, hervorgerufen werden, werden bald der Vergangenheit angehören. Im Rahmen des von der EU-finanzierten FRAGRANCE-ALLERGY-Projektes erhalten Wissenschaftler neue Erkenntnisse zu Wesen und Ausbruch der durch Duftstoffe verursachten Sensibilisierung.

Ungefähr 1 bis 2 Prozent der Europäer reagieren allergisch auf chemische Duftstoffe. Eine Allergie kann als abnorme Reaktion auf Stoffe, so genannte Allerg

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Die Natur erfindet das Rad nur einmal

Gene und Proteine, die Nerven wachsen lassen, steuern auch Blut- und Lymphgefäße, berichten Forscher des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie in Martinsried

Während der Entwicklung eines Lebewesens bilden sich aus einzelnen Zellen spezialisierte Gewebe und Systeme. Dazu müssen die Zellen Informationen erhalten, wo sie im Körper später ihre Funktionen ausüben und mit welchen Zellen sie ein gemeinsames Netzwerk oder Gefäßsystem bilden sollen. Das erfolgt über ein ausgeklügeltes Sig

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Göttinger Physiker entwickelt Korrekturbrille für Farbenblinde

Rot oder Grün? Rund 180 Millionen Menschen weltweit können Farben nicht richtig erkennen und unterscheiden. Die Ursache dieser Farbfehlsichtigkeit ist ein genetischer Defekt, der hauptsächlich bei Männern auftritt. Abhilfe könnte eine Farbkorrekturbrille schaffen, die ein Göttinger Physiker entwickelt hat.

“Das Problem ist die individuelle Ausprägung der Farbfehlsichtigkeit”, erklärt Dr. Markus J. Gregor. Im Idealfall kann ein Mensch bis zu 10000 Farbunterschiede erkennen. Bei M

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RUB-Biopsychologie: Vögel sind keine "Spatzenhirne" – und wir nicht die Krone der Schöpfung

Schlussstrich unter 100 Jahre falsche Annahmen – NATURE berichtet: Biopsychologen beginnen neue Ära

Mit über 100 Jahre alten falschen Vorstellungen räumen die Biopsychologen und andere Neurowissenschaftler um Prof. Dr. Onur Güntürkün (Fakultät für Psychologie der RUB) jetzt auf: Um 1900 hatte der damals führende Neuroanatom Ludwig Edinger in Frankfurt postuliert, die Evolution des Gehirns sei linear verlaufen mit dem Menschen am oberen Ende. Die Hirnregionen der einzelnen Wirb

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