Warum nehmen einige Menschen Bitterstoffe besser wahr als andere und bestimmen die Gene was wir schmecken? Neueste Studienergebnisse einer Forschergruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Meyerhof vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) Potsdam-Rehbrücke leisten einen wichtigen Beitrag zur Klärung dieser Fragen. Die Wissenschaftler zeigten, dass Variationen des humanen Bittergeschmacksrezeptorgens hTAS2R38 verschiedene Rezeptoren kodieren, deren “im Reagenzglas” gemessene
L1 heißt das Molekül, das einen neuen Ansatzpunkt für die Früherkennung von Darmkrebs bietet. Tumorimmunologen aus Israel und Deutschland beschreiben in einer kürzlich veröffentlichten Ausgabe des Journals of Cell Biology*, dass das Protein an den Grenzen eines Tumors gehäuft vorkommt und dadurch das Eindringen von Tumorzellen in benachbartes Gewebe (invasives Wachstum) und die Metastasenbildung begünstigt.
Das Adhäsionsmolekül L1 befindet sich auf der Oberfläche von Zellen und so
Bei Multiple Sklerose greift das Immunsystem Strukturen im Gehirn wie einen Fremdkörper an und richtet so schwere Schäden an. Forschern der Universität Zürich ist es gelungen, bislang unbekannte “Verräterzellen” an der Blut-Hirn-Schranke zu identifizieren, die dem Immunsystem die Angriffspunkte im Gehirn zeigen. Die Arbeit wird am 27. Februar 19:00 Uhr in der Fachzeitschrift “Nature Medicine” publiziert. Sie ist ein wichtiger Schritt für eine mögliche Bekämpfung der Multiple Sklerose, aber auch a
Eine seltene Krankheitskombination aus Schwerhörigkeit und Herzschwäche (Herzinsuffizienz) ist durch einen Gendefekt bedingt. Das hat der Mediziner Jost Schönberger von der Medizinischen Klinik der Uni Würzburg gemeinsam mit Kollegen aus den USA herausgefunden. Die Ergebnisse der Forscher sind jetzt in der Online-Ausgabe des Fachblatts “Nature Genetics” dokumentiert.
Der neu entdeckte Gendefekt tritt in einzelnen Familien gehäuft auf, ist also erblich. Wer davon betroffen ist, e
Methode bei ausgefallenen Haaren und bei geschädigtem DNA-Material geeignet – Vorgestellt beim 25. Spurenworkshop in Freiburg
Bei Vaterschaftstests, in der Verbrechensbekämpfung und zur Identifizierung von unbekannten Toten wie den Flutopfern in Asien kommt die DNA-Analyse zum Einsatz, eine vergleichsweise junge Methode zur Feststellung einer Person mit nahezu hundertprozentiger Genauigkeit. Voraussetzung für die Untersuchung ist das Vorhandensein von Körperzellen in ausreichender
Neue therapeutische Wirkstoffe auf der Basis von Mikroproteinen versprechen eine wirksame Unterstützung von Chemotherapien. Der von dem Göttinger Biotechnologie-Unternehmen Selecore entwickelte Wirkstoff verhindert die therapiebedingte Blutplättchenarmut und fördert die Bildung neuer Blutplättchen.
Selecore steht mit seinem mikroproteinbasierten Wirkstoff kurz vor dem Durchbruch. Das Unternehmen hat sich seit 2001 auf die Entwicklung passgenauer Mikroproteine für verschiedene Indik
Die Gefahr, die von krankheitserregenden Pilzen ausgeht, war Thema des Kolloqiums “Kolonisation und Infektion durch human-pathogene Pilze”, das heute am Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie (HKI) zu Ende geht. Das Kolloquium war eine Veranstaltung des gleichnamigen Schwerpunktprogrammes der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), dessen Koordinator der designierte Direktor des HKI, Prof. Dr. Axel Brakhage, ist.
Etwa 50 Wissenschaftler aus Deutschland, Ös
Die beiden Münchner Wissenschaftler und Mediziner Gunther Hartmann und sein Mitarbeiter Veit Hornung am Klinikum der Universität München (Abteilung Klinische Pharmakologie, Leitung Prof. Dr. med. Stefan Endres) berichten in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Nature Medicine über eine bislang nicht bekannte Eigenschaft des Immunsystems, mit der die Forscher den Weg bereiten für die Entwicklung von neuartigen Wirkstoffen für die Therapie von Erkrankungen.
Es geht dabei um eine bestimmte For
Wiener Forscherin entwickelt P-Glykoprotein-Computermodell
Der Wiener Forscherin Karin Pleban ist es gelungen, ein zukunftsweisendes Computermodell von P-Glykoprotein, das in der Tumortherapie eine wichtige Rolle spielt, zu entwickeln. Das Modell ist Ergebnis einer langjährigen Zusammenarbeit von vier Wiener Forschungsgruppen, berichtet die Universität Wien heute, Freitag.
Die vermehrte Produktion von Transportproteinen, wie etwa dem P-Glykoprotein, ist eine Ursache dafür,
Virologen aus der Arbeitsgruppe von Professor Hans-Georg Kräusslich aus dem Heidelberger Universitätsklinikum haben gemeinsam mit Professor Hanswalter Zentgraf, Abteilung Angewandte Tumorvirologie des Deutschen Krebsforschungszentrums, erstmals HI-Viren für visuelle Untersuchungen markiert, ohne die funktionellen Eigenschaften des Erregers zu hemmen. Die Markierung macht es möglich, das Verhalten der Viren beim Eintritt in die Wirtszelle, bei der Virusvermehrung und beim Zellaustritt zu beobachte
Molekulare Kapsel: Helixförmiges Band mit geschlossenen Enden nimmt Gastmoleküle auf
Kinder finden es meist lustig, wenn wir es schaffen, einen Apfel ohne Absetzen zu schälen: Die Apfelschale ringelt sich dann als spiraliges Band über unsere Hand und kann auch wieder um den Apfel herumgewickelt werden. Eine solche “Apfelschale” haben französische Forscher nun im molekularen Maßstab hergestellt. Darin lässt sich ein kleines Wassermolekül “einwickeln”, so dass es wie in einer Kapsel
Charakteristische Materialeigenschaften revolutionieren Krebsdiagnose und Stammzellforschung
Physiker der Universität Leipzig haben eine für Krebsdiagnose und Stammzellbiologie richtungweisende Entdeckung gemacht: Durch Laser induzierte Verformung von Zellen identifiziert Krebszellen und Stammzellen.
Physiker der Forschergruppe um Dr. Jochen Guck vom Institut für Experimentelle Physik der Universität Leipzig entwickelten einen sogenannten “Optical Stretcher” oder “optisch
Forscher fanden die Erklärung für eine wissenschaftliche Kontroverse
Bisher galt als sehr umstritten, ob sich adulte Stammzellen zu Zellen eines anderen Gewebes umwandeln können. Die Debatte betrifft die Frage, ob zum Beispiel Stammzellen aus dem Knochenmark gewebefremde Zelltypen, wie Leber-, Muskel- oder Hirnzellen bilden können. In Langzeitversuchen war dies zwar in gesonderter Nährlösung gelungen, bei kurzfristigeren Versuchen konnte dies aber bislang nicht bestätigt werden. Uni
Gewebshormon Angiotensin II wirkt auf AT1-Rezeptor in der männlichen Vorsteherdrüse – Klinische Studien könnten therapeutischen Effekt von Rezeptor-Antagonisten nachweisen – Veröffentlichung von Forschern der Philipps-Universität Marburg im British Journal of Pharmacology
Dr. Gunther Wennemuth und Professor Dr. Gerhard Aumüller vom Institut für Anatomie und Zellbiologie der Philipps-Universität Marburg haben durch in vitro-Untersuchungen an menschlichen Prostatazellen nachgewiesen, d
Team von Professor Andres Jäschke aus dem Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie der Universität Heidelberg entschlüsselt Strukturen künstlicher RNA, in der enzymatische Prozesse ablaufen – Weiterer Mosaikstein für die Existenz einer ursprünglichen “RNA-Welt” in “Nature Structural & Molecular Biology, Vol 12/3”
Obwohl vor wenigen Jahren das menschliche Genom entschlüsselt wurde und viele Vorgänge innerhalb der Zellen bekannt sind, gibt es immer noch viele ungeklärte Rä
Mosbacher Kolloquium “Molekularen Maschinen” mit zwei Nobelpreisträgern
Unter dem Thema Molecular Machines treffen sich vom 31. März bis zum 2. April 2005 rund 350 Teilnehmer aus Deutschland, Europa und Übersee in Mosbach (Baden) beim 56. Mosbacher Kolloquium der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM) e.V.. Die biochemische Forschung der letzten Jahre hat gezeigt, dass die meisten Proteine in der Zelle in großen Komplexen von bis zu über 20 Untereinheiten organisier