Kieler Biologen entdecken Algengen in Süßwasserpolyp Hydra
Der Süsswasserpolyp “Hydra viridis” enthält ein Pflanzengen. Diese neue Beobachtung, die in der aktuellen Ausgabe (20. Mai 2005) des amerikanischen Wissenschaftsjournals “Journal of Experimental Biology” durch Dr. Matthias Habetha und Professor Thomas Bosch von der Kieler Universität beschrieben wird, zeigt, dass der Transfer von Genen von einem Organismus in das Genom eines anderen Organismus weit häufiger stattfindet, als b
Einen wichtigen Baustein im Verständnis der Multiplen Sulfatasedefizienz (MSD), einer seltenen und tödlich verlaufenden Erbkrankheit bei Kindern, haben Mediziner, Biochemiker und Biologen der Universität Göttingen entschlüsselt:
Sie konnten die atomare Struktur eines Enzyms ermitteln, das die Sulfatasen in menschlichen Zellen aktiviert. Bei MSD kommt es zu einem Ausfall aller Sulfataseaktivitäten, der massive Funktionsstörungen zahlreicher Organe nach sich zieht. Die Suche nach Ur
Wie gelingt es biologischen Elementen in einer Größenordnung von einhundert Mikrometern (10-8 m, das 10.000fache eines Haarquerschnitts) chemische Energie für ihre Bewegung zu verwenden?
Französische Physiker der Ecole Normale Supérieure in Paris, ein Forscherteam unter der Leitung von François Heslot, haben diese Frage nun möglicherweise zum Teil beantwortet. Sie haben mit RNS-Polymerasen gearbeitet, Enzyme, die, als ersten Schritt für eine Proteinsynthese, auf der DNS die genetis
Lange Zeit wurde Fettgewebe als unschönes Fettdepot betrachtet. Seit kurzem erweist sich dieses Gewebe jedoch als wahres Stammzellenreservoir. Diese Stammzellen führen in besonderen Umgebungen zur Entstehung von Herz-, Gefäß-, Knochen- und Muskelzellen. Sie weisen große Vermehrungsfähigkeiten, normale Chromosomen und keine krebserzeugenden Eigenschaften auf. Die Forscher konnten außerdem feststellen, dass sie kaum Histokompatibilitätsantigene produzieren, die für Transplantationsabstoßungen verantwo
Eine Reihe von Konsequenzen für die Stammzellforschung und -therapie hat eine Studie von Wissenschaftlern des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), deren Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift “Science” veröffentlicht wurden.
Um das Verhalten von Blutstammzellen nach Knochenmarktransplantation besser erforschen zu können, werden seit Jahren so genannte retrovirale Vektoren (eine bestimmte Art von “
Maßgeschneiderte Stammzellen für elf Patienten geklont
Die Möglichkeit der Herstellung eigenen Gewebes oder eigener Organe für Transplantationszwecke ist einen Schritt näher gerückt. Wissenschafter der Seoul National University haben erfolgreich patientenspezifische Stammzellen geklont. Das Team um Woo Suk Hwang schuf mittels eines verbesserten Verfahrens zum Klonen von Embryos Stammzelllinien für elf Patienten, die an verschiedenen Krankheiten oder Verletzungen litten. Die Zelllin
BioProfil fördert Entwicklung eines neuen Bild gebenden Verfahrens
Eine Methode, die Körperzellen im lebenden Organismus beim Arbeiten zu beobachten, entwickelt jetzt die Göttinger Firma LaVision gemeinsam mit ihrer Bielefelder Tochter LaVisionBioTec. Das Unternehmen arbeitet bei diesem Projekt mit Physikern und Pharmakologen der Technischen Universität Braunschweig und der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF) zusammen. Das Verfahren soll den Wissenschaftlern die Mögli
Veterinärmediziner empfehlen, Hunde rechtzeitig vor Zeckenbefall zu schützen
Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) heißt die neue Zeckenart, die sich in Berlin-Brandenburg ausbreitet und beim Hund eine gefährliche Erkrankung, die Babesiose, überträgt. Sie ist in Ungarn, Österreich und Südpolen zu Hause und bevorzugt als Lebensraum feuchtere Gebiete wie Auwälder und Moore. In Deutschland trat die Auwaldzecke bislang hauptsächlich am Oberrhein, im Saarland und Rheinland-Pfalz auf. Au
Die Fischzucht stellt für viele europäische Gemeinden eine bedeutende Einkommensquelle dar. Darüber hinaus spielt sie sowohl in der europäischen Nahrungsmittelindustrie als auch bei der Verwaltung natürlicher Ressourcen eine wichtige Rolle. Deshalb könnte der Ausbau des Wissens rund um die Physiologie und die Ernährungsanforderungen von Zuchtfischen entscheidende finanzielle Auswirkungen haben.
Die europäische Fischzuchtindustrie konzentriert sich auf vier spezielle Spezies: Wolfsba
Mainzer Wissenschaftler fördern mit Winzereigenen Starterkulturen den individuellen Charakter des Weins
Wissenschaftler des Instituts für Mikrobiologie und Weinforschung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz bieten als Service die Isolierung und anschließende Beimpfung mit Winzereigenen Starterkulturen, um die alkoholische Fermentation und den biologischen Säureabbau im Wein zu unterstützen und gleichzeitig den individuellen Charakter eines Weines auszuprägen. Das Verfahren zur ge
Erstes internationales Treffen von Meeresbiologen und Bioinformatikern aus der EU und den USA im Bremer Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie
Mit den modernen Mitteln der Genomforschung ist es heutzutage möglich, einzelne Organismen in ihrer Umwelt mit ihren vielfältigen Vernetzungen und gegenseitigen Abhängigkeiten sehr genau zu studieren.
Die Wissenschaft hat im Laufe der letzten Jahre auf dem Gebiet der Genomanalyse und der Bioinformatik enorme Fortschritte
Neue Ansatzpunkte für die Brustkrebstherapie
Die Arbeitsgruppe “Breast Cancer Research” am Bonner Forschungszentrum caesar hat nachgewiesen, wie gesunde Zellen des Brustgewebes durch den körpereigenen Eiweißstoff YB-1 in Krebszellen umgewandelt werden. YB-1 löst fehlerhafte Zellteilungen aus, die zur Tumorbildung führen. In der aktuellen Ausgabe der renommierten amerikanischen Fachzeitschrift Cancer Research (Volume 65, Number 10, May 15, 2005, 4078 – 87) sind jetzt die Ergebniss
Ministerin Kraft weiht neues Biomolekulares NMR-Zentrum ein
Drei neue, hochleistungsfähige magnetische Kernresonanz-Spektrometer erlauben es Wissenschaftlern am Forschungszentrum Jülich seit heute, die räumliche Struktur von Proteinen noch umfassender zu untersuchen. Unter anderem erhoffen sich die Forscher, der Funktionsweise von krankmachenden Viren wie HIV auf die Spur zu kommen oder neue Diagnose- und Therapieverfahren für Krankheiten wie Alzheimer oder Rinderwahn entwickeln
Wissenschaftler der Universitäten Heidelberg und Tübingen zeigen, wie eine pH-Änderung in ein chemisches Signal umgesetzt werden kann (“The Structure of a pH Sensing Mycobacterial Adenylyl Cyclase Holoenzyme” von Ivo Tews, Felix Findeisen, Irmgard Sinning, Anita Schultz, Joachim E. Schultz & Jürgen U. Linder, veröffentlicht im Science Magazine, 13. Mai 2005, Vol. 308, No. 5724)
Der menschliche Körper reagiert auf eindringende Bakterien mit einer Abwehr durch das Immunsystem. Die so
Mischbarkeit nicht erforderlich: Chemische Reaktionen “an Wasser” rascher als in organischen Lösungsmitteln
Dass die Filetspitzen nicht mit sondern an Sauce Hollandaise serviert werden, daran haben wir uns gewöhnt. Was aber ist eine chemische Reaktion “an Wasser”? Diesen neuen Ausdruck hat ein Team um K. Barry Sharpless, Nobelpreisträger für Chemie 2001, nun für Reaktionen organischer Substanzen geprägt, die nicht in Wasser löslich sind, aber in Anwesenheit von Wasser gut und zuweil
Baumfrösche haben sensationelle Methode um Schlangen zu entkommen
Einen sensationellen Schutzmechanismus haben südamerikanische rote Baumfrösche entwickelt, bevor sie das Licht der Welt erblicken: Um sich vor Angriffen von Fressfeinden wie etwa Baumschlangen zu schützen, können die Embryos um bis zu 30 Prozent schneller schlüpfen. Die Vibrationen der Schlangen reichen nach Angaben von Forschern aus, diesen Mechanismus auszulösen, berichten sie im Fachmagazin Animal Behaviour.