Biowissenschaften Chemie

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Studie an der Uni Bonn stellt Existenz zirkulierender Stammzellen in Frage

Adulte Stammzellen aus Knochenmark sind die “shooting stars” ihrer Zunft. Viele Forscher spekulieren, dass die Zellen über das Blut in erkrankte Organe gelangen und dort defektes Gewebe ersetzen können. Auch bei der Behandlung von bestimmten Muskelerkrankungen galten sie als Hoffnungsträger. Eine aktuelle Studie am Universitätsklinikum Bonn bringt nun die Ernüchterung: Die Zellen können zwar in Muskelfasern einwandern, übernehmen aber meist keine gewebsspezifischen Aufgaben. Als Ersatz für defekt

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These erhärtet sich: Kupfermangel führt zu Alzheimer

Bei Alzheimer-Patienten fällt der Kupferspiegel im Hirngewebe weitaus niedriger aus als bei gesunden Personen. Deshalb vermuten Wissenschaftler: Ist der Kupferspiegel im menschlichen Gehirn zu niedrig, kann APP, das so genannte Amyloid-Vorläuferprotein, das das Gleichgewicht des zellulären Kupferstoffwechsels beeinflusst, keine Bindungen eingehen. APP bildet dann die schädlichen Amyloid-Aß-Proteine, also die Plaques-Ablagerungen, die die Hirnzellen zerstören. Die Annahme liegt nahe, dass eine Bes

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Stärke-Regulator in Pflanzen entdeckt

Golmer Max-Planck-Forscher identifizieren ungewöhnliches Zuckermolekül, das die Stärkespeicherung in Pflanzen reguliert

Wissenschaftlern des Max-Planck-Institutes für molekulare Pflanzenphysiologie in Golm bei Potsdam ist es gelungen, mit Hilfe gentechnischer und biochemischer Methoden ein Signal zu entschlüsseln, das die Speicherung von Stärke in Pflanzen reguliert. Stärke besitzt eine große wirtschaftliche Bedeutung, da sie einerseits Grundlage unserer Ernährung ist und andererseit

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Raupen fressen Medikamente gegen Parasiten

Selbstmedikation erzeugt Schädlingsgift

Wissenschaftler der University of Arizona in Tucson haben entdeckt, dass Raupen gezielt Medikamente in Form von giftigen Pflanzen fressen, wenn sie von Parasiten geplagt werden. Dabei ändern die Tiere ihren gesamten Speiseplan, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature. Offensichtlich verändern die Schädlinge sogar den Geschmackssinn der Raupen.

Das Verhalten der Raupen der Bärenspinner Grammia geneura (Bild) und Estigmene acrea, die

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Geweberegeneration verläuft anders als erwartet

Bad Nauheimer Max-Planck-Forscher decken Mechanismus auf, über den adulte Stammzellen in Skelett- oder Herzmuskelgewebe aufgenommen werden

Embryonale und adulte Stammzellen gelten als die Hoffnungsträger für neue Therapieformen, mit denen die Regeneration von zerstörten Geweben und Organen möglich werden soll. Zwar haben sich die Hinweise verdichtet, dass diese Zellen tatsächlich das Potential zur Reparatur zerstörter Gewebeteile haben, doch die dem zugrunde liegenden Mechanismen w

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Ein gemeinsames Gen für Fettleibigkeit und Diabetes des Typ II

Das Team um Prof. Philippe Froguel (CNRS, Universität Lille 2) hat, in Zusammenarbeit mit Forschern des Imperial College in London und der Kalifornien-Universität in Los Angeles, den ersten genetischen und physiologischen Zusammenhang zwischen der häufig auftretenden Fettleibigkeit bei Kindern, der schweren Fettleibigkeit bei Erwachsenen und der Diabetes des Typ II entdeckt. Es handelt sich dabei um das Gen ENPP1 (Ecto-Nucleotide Pyrophosphatase/Phosphodiesterase 1), einen Hemmstoff des Insulin-Reze

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Genetisch veränderte Schweineorgane für Transplantation

Protein soll vor Immunreaktion der menschlichen Patienten schützen

Bei vielen terminalen Organerkrankungen ist eine Transplantation die einzige lebensrettende Maßnahme. Immer noch aber stehen weltweit nicht genug Spenderorgane zur Verfügung. Eine seit einiger Zeit untersuchte Alternative ist die Xenotransplantation, also die Verwendung von tierischen Organen und Geweben für menschliche Patienten. Bei allen Transplantationen, besonders aber bei artfremden Verpflanzungen, tritt eine Ab

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Regulation von Tumorzelltod und Chemoresistenz

Sauerstoffmangel ist lebensbedrohlich und führt zum Tod. Als Schutzmechanismus besitzen Zellen einen Sauerstoffsensor, der bei reduzierter Sauerstoffversorgung (Hypoxie) aktiviert wird und nach Expression diverser Gene Zellen in die Lage versetzt, ihre Vitalität zu erhalten. Zentraler Regulator ist der Hypoxie-induzierbare Transkriptionsfaktor HIF (hypoxia inducible factor). Seit kurzem ist bekannt, dass HIF auch unter ausreichender Sauerstoffversorgung (Normoxie) durch Entzündungsmediatoren, wie Zy

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Neuer Diagnoseansatz für Prostatakrebs – Bessere Abgrenzung gegenüber gutartigen Veränderungen

Einfach und zuverlässig sollen Früherkennungsmaßnahmen bei Krebs sein. Im Fall des Prostatakarzinoms scheint das Protein S100A9 dem Prostata-spezifischen Antigen (PSA) als diagnostischer Marker ebenbürtig, wenn nicht sogar überlegen zu sein. Dies schreibt Alexander Hermani vom Deutschen Krebsforschungszentrum gemeinsam mit weiteren Forschern in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift Clinical Cancer Research*. Im Vergleich zum so genannten PSA-Test, der auch bei gutartigen Veränderungen der Prostata er

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Neue Insektenspezies in 250 Jahren entstanden

US-Forscher haben Geißblatt-Made entdeckt

In einem Zeitraum von maximal 250 Jahren ist eine neue Insekten-Spezies entstanden. Dieser Zeitraum entspricht evolutionär bloß einem Wimpernschlag. Forscher der Pennsylvania State University haben die neue Art entdeckt, die zur Gruppe der Fruchtmaden (Abbildung) gehört. Die Geißblatt-Made, sie trägt diesen Namen, weil sie asiatische Geißblatt-Büsche (Lonicera) befällt, ist vermutlich durch Fortpflanzung zwischen verschiedenen Spezies entsta

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Mehr Lebenszeit für Krebspatienten dank Antikörpertherapie

Rund 15.000 Menschen in Deutschland erkranken jedes Jahr an einer heimtückischen Krebsart – dem Lymphknotenkrebs (Fachausdruck Lymphom). Wodurch ein Lymphom entsteht ist weiterhin ungeklärt und unspezifische Symptome, ähnlich der vieler anderer Krankheiten, erschweren die Diagnose. In jüngster Zeit konnten jedoch vor allem durch die Antikörpertherapie große Fortschritte in der Behandlung erzielt werden. Aktuell bestätigen dies auch neue Studiendaten, die auf dem diesjährigen amerikanischen Krebskongr

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Höchstauflösendes Super-Lichtmikroskop für Uni Ulm

Das weltweit dritte kommerzielle 4Pi-Fluoreszenzmikroskop hat seinen Betrieb an der Universität Ulm aufgenommen. Es wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen der Großgeräteinitiative “Highlight2004” gefördert und Professor Gerd Ulrich Nienhaus von der Abteilung Biophysik für die Erforschung molekularer Prozesse in lebenden Zellen zur Verfügung gestellt.

Das Verständnis der molekularen Grundlagen der Lebensprozesse ist essentiell, um die Entstehung von Krankheiten

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Biodiversität und biologische Invasion

Goldrute und Co. verdrängen heimische Arten

Was versteht man unter “biologischer Invasion” und was bedeuten solche Invasionen für die Vielfalt an heimischen Organismen? Biologische Invasionen, darunter werden die durch Menschen ermöglichte Vermehrung und Ausbreitung von Organismen außerhalb ihrer natürlichen Herkunftsgebiete verstanden. Sie gelten weltweit als wesentlicher Gefährdungsfaktor der Biodiversität und verursachen Kosten in Milliardenhöhe. Beeinträchtigungen der natürlich

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Synthetische Moleküle in Gen-Soja entdeckt

Wissenschaftlicher Support für gentechnikfrei-Politik der NÖM

Vor kurzem hat das Wissenschaftsteam um Andreas Rang vom Institut für Risikobewertung in Berlin vier neue synthetische Moleküle (RNA) in der transgenen Roundup Ready Sojabohne entdeckt. Roundup Ready ist seit zehn Jahren als Lebens- und Futtermittel in der EU und auch in Österreich zugelassen. “Bis jetzt ist nicht klar, welche Funktion diese RNA-Moleküle haben und wie der Organismus darauf reagiert”, so Werner Müller, Gen

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Aus zwei mach’ eins – Zwei Tierarten zu einer neuen verschmolzen

Zwei Tierarten können entgegen der bisherigen Lehrmeinung zu einer dritten, neuen Art verschmelzen. US-Forscher haben dieses Phänomen bei Fruchtfliegen erstmals nachgewiesen. Voraussetzung dafür ist, dass die neue Art in einen anderen Lebensraum umzieht, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt “Nature” (Bd. 436, S. 546). Von Pflanzen ist das auch Hybridisierung genannte Phänomen bereits bekannt, bei Tierarten ist es bislang noch nicht zweifelsfrei nachgewiesen worden. Normalerweise entstehen Tier

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Prohibitin bremst die Aktivität von Krebszellen

Das ungebremste Wachstum von Krebszellen und die Bildung von Metastasen lassen sich durch das körpereigene Protein Prohibitin kontrollieren. Darüber berichten Forscher von der Uni Würzburg mit Kollegen aus Berlin in der Zeitschrift “Nature Cell Biology”. Ihre Erkenntnis könnte eine Grundlage für neue Therapiemöglichkeiten darstellen.

Krebs entsteht zumeist durch eine Schädigung des Erbguts. Als Folge davon sind Proteine und Signalwege so verändert, dass sich daraus eine unkontrollier

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