Alle Neuigkeiten

Materialwissenschaften

Standardisierung für Recycling von PV-Modulen

Solarenergie spielt im erneuerbaren Energiemix für Deutschland, aber auch weltweit, eine große Rolle. Bereits heute sind verschiedene, mehr oder weniger effiziente Verfahren und Konzepte zum Recycling von ausgedienten PV-Modulen im Einsatz. Um diese zu beurteilen, fehlt es jedoch an Standardisierung und Normung von Recyclingprozessen für PV-Module, damit das volle Potenzial des Recyclings ausgeschöpft werden kann. Diesem Ziel hat sich nun das Projekt »Standardisierung und Normung von Recyclingprozessen für Silizi-umsolarmodule – ReSi-Norm« angenommen. Solarenergie spielt im erneuerbaren Energiemix für Deutschland, aber…

Medizin Gesundheit

MHH entwickelt neue Behandlung gegen Hirnentzündung

Erfolgreicher Heilversuch mit Abwehrzellen gegen JC-Virus … Das John-Cunningham-(JC-)Virus infiziert etwa 70 bis 90 Prozent aller Menschen weltweit, ohne dass die meisten es überhaupt bemerken. Doch einmal in den Körper gelangt, schlummert das Erbgut des Erregers dort weiter. Ist das Immunsystem durch eine schwere Erkrankung oder das Immunsystem unterdrückende (immunsuppressive) Medikamente geschwächt oder stillgelegt, wird das Virus reaktiviert und vermehrt sich. Über das Blut kann es in das Zentralnervensystem einwandern. Dann besteht die Gefahr einer seltenen Gehirninfektion, die häufig innerhalb…

Materialwissenschaften

»Fusion Bionic« lasert Lotuseffekte

Fraunhofer IWS Dresden gründet Lasertech-Unternehmen aus Ein Team aus Forschern des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik IWS und aus der Wirtschaft gründen mit »Fusion Bionic« ein Hightech-Unternehmen aus. Dieses will mit weltweit führenden Lösungen zur Laserinterferenz-Technologie Lotuseffekte und weitere funktionale Mikrostrukturen der Natur auf technische Oberflächen wie Tragflächen und Implantate bringen. Unterstützung erhielt das Team vom AHEAD-Programm der Fraunhofer-Gesellschaft, das sich auf den Technologietransfer spezialisiert hat. Moderne Lichtinterferenz-Technologien aus Dresden machen es möglich: Durch »Direct Laser Interference Patterning« (kurz: DLIP,…

Biowissenschaften Chemie

Schweizer Bauern trugen zur Domestizierung des Schlafmohns bei

Wo heute Zürichs Opernparkhaus steht, blühten einst Schlafmohnfelder. Forschende der Universität Basel konnten anhand einer neuen Analyse archäologischer Samen die Vermutung untermauern, dass prähistorische Bauern rund um die Alpen an der Domestizierung des Schlafmohns beteiligt waren. Was heute vor allem als Quelle für Opium und Opiatdrogen bekannt ist, ist auch eine wertvolle Nahrungs- und Heilpflanze: Aus den Samen des Schlafmohns lässt sich Brei bereiten und Speiseöl gewinnen. Von früh domestizierten Nutzpflanzen wie Getreide, Hülsenfrüchten und Flachs nimmt man an, dass…

Energie & Elektrotechnik

LED-Signalsäulen für mehr Sicherheit

Neue Lösung an der Schnittstelle Mensch-Maschine Die Betriebszustände von Maschinen und Anlagen müssen schnell und klar erkennbar sein. Signalsäulen helfen, um etwa auf Störungen sofort reagieren zu können. Voraussetzung: Sie müssen auch unter anspruchsvollen Industriebedingungen sicher funktionieren und wartungsfrei sein. Für mehr Sicherheit im Industriebetrieb sorgen die neuen Signalsäulen von Rittal. Mit Schutzart IP 65 und wartungsfreier LED-Technik sind sie auch für staubige und feuchte Industrieumgebungen gerüstet. Das Portfolio der Rittal Signalsäulen besteht aus einem anschlussfertigen und einem modularen System….

Biowissenschaften Chemie

Rotierende Kräfte bringen Embryos in Form

Dresdner Forscher entdecken, wie ein Protein Rotationskräfte erzeugt, die für die Entwicklung von Tieren wichtig sind. Von außen betrachtet sieht unser Körper symmetrisch aus. Wenn man jedoch einen Blick ins Innere wirft, sind unsere Organe keineswegs symmetrisch angeordnet. Das Herz zum Beispiel befindet sich auf unserer linken Seite. Diese Unterschiede, die als Links-Rechts-Asymmetrie bezeichnet werden, bilden sich schon in der frühen Entwicklung eines Embryos aus, und sind entscheidend dafür, dass sich ein Embryo ordentlich und korrekt entwickeln kann. Forscher haben…

Biowissenschaften Chemie

Eine Haarnadel gegen Krebs

Bizyklische Protein-Mimetika inhibieren das Onkogen β-Catenin. Die Hemmung krankmachender Protein-Protein-Wechselwirkungen ist ein vielversprechender therapeutischer Ansatz für eine Vielzahl von Krankheiten, einschließlich vieler Formen von Krebs. Ein Forschungsteam hat jetzt ein bizyklisches Peptid entwickelt, das β-Catenin bindet, ein Protein, das mit bestimmten Tumorarten in Verbindung steht. Erfolgsgeheimnis sind die zyklische Struktur und die Haarnadelform des Peptids, die eine natürliche Proteinstruktur nachahmt, wie das Team in der Zeitschrift Angewandte Chemie berichtet. Aufgrund der an Protein-Protein-Wechselwirkungen beteiligten ausgedehnten Protein-Bereiche sind therapeutische Ansätze mit…

Biowissenschaften Chemie

Neue Methode zur hochgenauen Vorhersage von NMR-Parametern

MPI Forschern gelingt Vorhersage von NMR-Parametern mit DLPNO-Näherung … Die Kernresonanzspektroskopie (“Nuclear Magnetic Resoncance” – NMR) ist eine der wichtigsten analytischen Techniken in der Chemie, die in der pharmazeutischen Industrie, der Biomedizin oder den Materialwissenschaften nicht fehlen darf. Sie dient dazu, die Struktur und Dynamik von Molekülen aufzuklären. NMR-Spektren allein genügen jedoch oft nicht für eine vollständige Strukturbestimmung und so müssen Forscher quantenchemische Berechnungen zur Ergänzung und Interpretation nutzen. Doch die bisher genutzten Methoden gelangten immer wieder an Grenzen. Bisherige…

Materialwissenschaften

Die neue Versiegelung für Polymer-Textil-Verbunde

Dauerhaft dicht – flexibel – antimikrobiell … INNOVENT e.V. hat zusammen mit Projektpartnern eine neue Versiegelungstechnologie für die Kanten von Transportbändern entwickelt. Vor allem in der Lebensmittelindustrie werden hohe hygienische Anforderungen an Transportbänder gestellt, deren größter Schwachpunkt bislang die offenen Kanten der Seitenränder waren. Mit der neuen Technologie, welche für alle Verbundmaterialien aus Polymeren mit Gewebe-Einlage anwendbar ist, lassen sich solche Kanten versiegeln. Basierend auf dieser Technologie ist auch eine nachträgliche Konfektionierung von Transportbändern einfach und dauerhaft realisierbar. Das Projekt…

Geowissenschaften

Grundwasserüberwachung mit Erdbebenmessgeräten

Wie lässt sich in schwer zugänglichen Gebieten ermitteln, wie leer oder voll der Bodenspeicher ist? Forschende des Deutschen GeoForschungsZentrums (GFZ) haben jetzt gemeinsam mit Kollegen aus Nepal demonstriert, mit Erdbebenmessgeräten die Grundwasserdynamik in Hochgebirgen zu verfolgen: Sie nutzen seismische Wellen, wie sie bei Bodenerschütterungen entstehen. Die Forschenden um Luc Illien, Christoph Sens-Schönfelder und Christoff Andermann vom GFZ berichten darüber im Fachjournal AGU Advances. Wasser im Hochgebirge hat viele Gesichter. Gefroren im Boden ist es wie ein Zementfundament, das Hänge stabil…

Biowissenschaften Chemie

Synaptische Übertragung: Keine Einbahn-Straße

Als Neurowissenschaftler am Institute of Science and Technology (IST) Austria die exakten Eigenschaften von Nervenverbindungen im Gehirn analysierten, machten sie eine verblüffende Beobachtung: An einer wichtigen Verbindung, Synapse genannt, werden Nachrichten gegen den üblichen Informationsstrom gesendet. In einer Studie, soeben erschienen im Fachmagazin Nature Communications, berichten sie, dass der Botenstoff Glutamat wahrscheinlich eine Rolle bei dieser ungewöhnlichen Übertragung spielt. Im Gehirn fließen Informationen in eine genau definierte Richtung: Chemische und elektrische Signale werden von einer Nervenzelle, einem sogenannten Neuron, zur…

Biowissenschaften Chemie

Neue Technologie bringt Tumor dazu, sich selbst zu eliminieren

Eine neue Technologie von UZH-Forschenden ermöglicht dem Körper, therapeutische Wirk-stoffe auf Abruf an genau der Stelle herzustellen, an der sie benötigt werden. Die Innovation könnte die Nebenwirkungen einer Krebstherapie reduzieren und dabei helfen, Covid-Behandlungen besser in die Lunge zu verabreichen. Forschende der Universität Zürich haben ein weit verbreitetes Atemwegsvirus, Adenovirus genannt, so modifiziert, dass es wie ein trojanisches Pferd funktioniert und Gene für therapeutische Wirkstoffe direkt in Tumorzellen transportiert. Im Gegensatz zur Chemo- oder Strahlentherapie schadet dieser Ansatz den normalen,…

Biowissenschaften Chemie

Bislang größte genetische Studie zur bipolaren Störung

Wie tragen genetische Faktoren zur Entstehung der bipolaren Störung bei? Um mehr darüber herauszufinden, haben rund 320 Forschende rund um den Globus mehr als 40.000 Betroffene und 370.000 Kontrollen untersucht. Die Federführung lag unter anderem bei der Icahn School of Medicine, New York, der Universität Oslo und dem Universitätsklinikum Bonn. Die Studie erscheint in der Zeitschrift „Nature Genetics“. Genetische Faktoren tragen erheblich zur Entstehung der bipolaren Störung bei. Nun ist die bislang wohl größte Analyse zu den beteiligten Erbanlagen erschienen….

Biowissenschaften Chemie

Gleiche Nervenzelle – unterschiedlicher Einfluss auf die Nahrungsaufnahme

Forschende enthüllen die Vielfalt unserer Neuronen… Die Nervenzellen, auch Neuronen genannt, in unserem Gehirn steuern alle grundlegenden Vorgänge in unserem Körper. Aus diesem Grund gibt es verschiedene Typen von Neuronen, die über bestimmte Regionen des Gehirns verteilt sind. Forschende des Max-Planck-Instituts für Stoffwechselforschung und des Exzellenzclusters für Alternsforschung CECAD der Universität zu Köln haben einen Ansatz entwickelt, mit dem sie zeigen können, dass vermeintlich gleiche Neuronen in Wirklichkeit sehr unterschiedlich sind: Sie nehmen nicht nur unterschiedliche Hormone für den Energiezustand…

Geowissenschaften

Welternährung: Neue Sorten für Anpassung an den Klimawandel erforderlich

Der LMU-Geograph Dr. Florian Zabel hat mit einem internationalen Forscherteam die globalen Auswirkungen des Klimawandels auf den Anbau der vier wichtigsten Nutzpflanzen simuliert. Mit Hilfe angepasster Sorten können klimawandelbedingte Ertragsminderungen aufgewogen und die globale Produktion sogar deutlich gesteigert werden. Dafür würden auf bis zu 40% der globalen Ackerflächen neue, lokal angepasste Sorten benötigt. Mit zunehmender Erwärmung steigt allerdings das Risiko, dass keine angepassten Sorten zur Verfügung stehen. Die Landwirtschaft ist nicht nur einer der größten Verursacher des Klimawandels, sondern auch…

Biowissenschaften Chemie

Forscher entdecken neue Nasenkröte am Straßenrand

Auf einer Expedition nach Peru im November 2019, also kurz vor Ausbruch der Coronapandemie, entdeckten Forscher um Dr. Jörn Köhler, Zoologe am Hessischen Landesmuseum Darmstadt, eine neue Froschart aus der Gruppe der ‚Nasenkröten‘. Die neue Art aus der Cordillera Azul zeichnet sich, wie der deutsche Name vermuten lässt, durch eine besonders lange ‚Nase‘ aus. Anders als die meisten Krötenarten sind die Tiere nicht braun, sondern vornehmlich grün gefärbt, aber entscheidend für ihre Identifizierung waren genetische Untersuchungen, wie Köhler berichtet. Das…

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