Alle Neuigkeiten

Biowissenschaften Chemie

Zucker enttarnt Bakterien

Wie Biologen und Chemiker aus Israel und Deutschland potentiell gefährliche Bakterien sichtbar machen. Wie kann man virulente Bakterien ausfindig machen? Die Antwort ist: mit Zucker, genauer gesagt, mit modifiziertem Zucker. Dieser kommt in einer neuen Methode zum Einsatz, die ein deutsch-israelisches Team entwickelt hat: der Chemiker Professor Daniel B. Werz von der TU Braunschweig und Professor Micha Fridman von der Tel Aviv University, dessen Gruppe sich auf chemische Biologie spezialisiert hat. „Alleine hätte das keiner von uns geschafft – weder…

Kommunikation Medien

TV-Doku: Vulkaneruption im Labor

Unser Wissen darüber, was in Vulkanen passiert, ist bis heute immer noch dürftig, obwohl Vulkanologen inzwischen unterschiedliche Methoden zur Verfügung stehen. Zur ganz traditionellen Analyse des Gesteins ist seit Jahrzehnten auch die Auswertung von Daten aus Messinstrumenten hinzugekommen, aber auch Simulationen unterschiedlicher Fragestellungen helfen inzwischen, die Kenntnisse über das Innere von Vulkanen systematisch zu verbessern. Am schwierigsten ist es, Experimente im Labor nachzustellen, um etwas über die Vorgänge im Inneren von Vulkanen zu ergründen. Doch auch damit nicht genug: Wissenschaftler…

Materialwissenschaften

Neue REBOWL bald auch aus Biokunststoff?

IfBB entwickelt nachhaltiges Material für neue Mehrweg-Schale. Das IfBB – Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe an der Hochschule Hannover entwickelt in Zusammenarbeit mit dem Startup für messbar nachhaltige Produkte Crafting future für das Münchner Startup re-Cup ein nachhaltiges biobasiertes Material für die neue Mehrweg-Schale „REBOWL“ für „to go“-Lebensmittel. Nachhaltigkeit auf drei Ebenen: Vermeidung von Verpackungen, Wiederverwendung im Pfandsystem und baldmöglichst der Einsatz biobasierter Materialien. Die Pfandschale „REBOWL“ wurde im April erfolgreich von re-Cup GmbH in Zusammenarbeit mit ihrem Partner Crafting…

Physik Astronomie

Erstmals chemische Bindungen zu künstlichen Atomen gemessen

Rasterkraftmikroskopie untersucht die Bindungseigenschaften des Quantencorrals. Physiker:innen der Universität Regensburg ist es gelungen, erstmals chemische Bindungen zu einem künstlichen Atom zu vermessen. Ihre Ergebnisse wurden in der Online-Ausgabe der Zeitschrift Science veröffentlicht. Atome bestehen aus einem sehr kleinen Kern, der von einer etwa 100.000 Mal größeren Elektronenhülle umgeben wird. Diese Elektronen haben quantisierte Energiezustände und bestimmen die mechanischen, elektronischen und optischen Eigenschaften der Materie. Künstliche Atome sind vom Menschen geschaffene Strukturen, die ebenfalls eine gewisse Zahl von Elektronen in quantisierte…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Kohlenstoff-Emission von Talsperren bislang deutlich unterschätzt

Talsperren dienen unter anderem als Reservoire für Trinkwasser, die landwirtschaftliche Bewässerung oder den Betrieb von Wasserkraftanlagen. Bisher ging man davon aus, dass Talsperren ungefähr so viel Kohlenstoff speichern, wie sie in Form von Treibhausgasen an die Atmosphäre abgeben. Forscher des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) am Standort Magdeburg konnten in Kooperation mit spanischen Wissenschaftlern des Katalanischen Instituts für Wasserforschung (ICRA) in Girona sowie der Universität Barcelona nun aber zeigen, dass Talsperren zweimal mehr Kohlenstoff freisetzen als sie speichern. Die Studie ist…

Physik Astronomie

Spuren(elemente) kosmischer Explosionen

Ein internationales Forschungsteam unter Leitung von Prof. Anton Wallner vom HZDR hat neue Beweise für eine Serie von Supernova-Ereignissen gefunden, die in den letzten 10 Millionen Jahren in relativer Nähe zur Erde stattgefunden haben. Anstatt den Himmel nach Spuren dieser Sternexplosionen zu scannen, haben sie am Meeresboden gesucht – und wurden fündig. Im Fachmagazin Science berichten sie von ihrer akribischen Fahndung nach zwei verschiedenen Isotopen, die beide nicht natürlich auf der Erde vorkommen und die ihren Ursprung im explosiven Ende…

Physik Astronomie

Social Distancing im Nanokosmos

Forscher:innen an der Universität Regensburg konnten zum ersten Mal die Bewegung von Elektronen von einer atomar dünnen Schicht in eine andere mit Nanometer-Auflösung beobachten. Und das kontaktfrei. Das neue Nanoskopie-Verfahren, das großes Potential in der Untersuchung von leitenden, nichtleitenden und supraleitenden Materialien hat, wird in der neuesten Ausgabe des Wissenschaftsjournals Nature Photonics vorgestellt. Nanotechnologie klingt manchmal wie Science Fiction, dabei ist sie bereits fester Bestandteil moderner Elektronik in unseren Computern, Smartphones oder im Auto. Strukturgrößen elektronischer Bauteile, wie Transistoren oder…

Studien Analysen

Verkehrslärm beeinträchtigt das Gesangslernen von Vögeln

Verkehrslärm führt bei Jungvögeln zu Ungenauigkeiten und Verzögerungen beim Erlernen ihres Gesangs. Die Jungvögel leiden auch unter einem unterdrückten Immunsystem, was ein Indikator für chronischen Stress ist. Die neue Studie von Forscher:innen des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Seewiesen zeigt, dass junge Zebrafinken genau wie Kinder besonders anfällig sind für die Auswirkungen von Lärm, weil er das Lernen in einer kritischen Entwicklungsphase beeinträchtigen kann. Verkehrslärm ist eine allgegenwärtige Umweltbelastung, welche die Gesundheit und das Wohlbefinden von Millionen von Menschen beeinträchtigt. Neben…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Ist die Klimasensitivität höher als gedacht?

Metastudie zu Edelgaskonzentrationen im Grundwasser rekonstruiert Klima der letzten Eiszeit. Eine internationale Metastudie, die mit Beteiligung des Heidelberger Umweltphysikers Prof. Dr. Werner Aeschbach durchgeführt wurde, deutet darauf hin, dass die letzte Eiszeit vor rund 20.000 Jahren kälter war als dies bisherige Rekonstruktionen der globalen Temperatur in diesem Zeitraum vermuten lassen. Zusammengefasst sind darin die Ergebnisse aus über 30 Einzelstudien. Die daraus hervorgehenden kalten eiszeitlichen Temperaturen weisen auf eine höhere Klimasensitivität hin. Das könnte bedeuten, dass die Erderwärmung höher ausfallen könnte…

Biowissenschaften Chemie

Mechanismus entschlüsselt: Wie organische Säuren in der Atmosphäre entstehen

Der Säuregehalt der Atmosphäre wird zunehmend von Kohlendioxid und organischen Säuren wie Ameisensäure bestimmt. Letztere tragen zur Bildung von Aerosol-Partikeln als Vorläufer von Regentropfen bei und beeinflussen damit Wachstum von Wolken und den pH-Wert von Regenwasser. In bisherigen Modellen der Atmosphärenchemie zur Säurebildung spielte Ameisensäure eine eher kleine Rolle – die chemischen Prozesse ihrer Entstehung waren zu wenig bekannt. Einem internationalen Team von Forschenden unter Jülicher Ägide gelang es jetzt, diese Lücke zu schließen und den dominanten Mechanismus der Bildung…

Informationstechnologie

Maschine löst Zauberwürfel in einer Sekunde

Studierende vom Campus Gütersloh der FH Bielefeld bauen Automat, der den Zauberwürfel auf Knopfdruck bewältigt. Wie spannend eine Projektarbeit in Mechatronik sein kann, zeigt eine Maschine zum Lösen des legendären „Rubik‘s Cube“, entwickelt von Studierenden im praxisintegrierten Studiengang Mechatronik/Automatisierung am Campus Gütersloh der Fachhochschule (FH) Bielefeld. Lehrveranstaltung für selbst entwickelte Konstruktionen Ziel des Moduls „Mechatronische Systeme“ ist, ein mechatronisches System bestehend aus Software-, Mechanik- und Elektronikelementen von Grund auf zu planen, zu dokumentieren, umzusetzen und zu demonstrieren. Matthias Risse, Laurids…

Geowissenschaften

Erdbeobachtung mit Drohnenschwärmen

Neues Graduiertenkolleg zur Radarfernerkundung bewilligt … In Zukunft sollen mit Radarsensoren ausgestattete Drohnenschwärme Verborgenes sichtbar machen. Die technischen Grundlagen werden im nun bewilligten Graduiertenkolleg (GRK) „Kooperative Apertursynthese für Radar-Tomographie“ gelegt. Ab dem Wintersemester entwickeln Promovierende, Postdocs und etablierte Forschende der Universität Ulm und der FAU Erlangen-Nürnberg im GRK neue Konzepte der Radarfernerkundung für die Geowissenschaften. Das Graduiertenkolleg wird für zunächst viereinhalb Jahre mit rund 2,8 Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Nichts weniger als eine neue Qualität der…

Interdisziplinäre Forschung

Forschungsteam untersucht Ursachen der Tuberösen Sklerose

Ein interdisziplinäres Forschungsteam hat das „Tumorsuppressor-Protein“ TSC1 untersucht und erstmals Einblicke in seine bisher unklare Funktionsweise gewonnen. Das Team hat einen neuen Mechanismus in einem zentralen zellulären Prozess identifiziert, der die Zellteilung und das Zellwachstum reguliert. Die Erkenntnisse können auch helfen, die Entstehung der Tuberösen Sklerose zu verstehen. Die Krankheit „Tuberöse Sklerose Complex“ (TSC) betrifft etwa eins bis zwei von 10.000 Neugeborenen. Bei dieser genetisch bedingten Erkrankung kommt es zur Bildung gutartiger Tumore. Diese können die Funktionsweise von lebenswichtigen Organen…

Biowissenschaften Chemie

Übersehenes Protein wirkt im Hintergrund embryonaler Stammzellen

Verloren im Buchstabensalat: Ein bislang übersehenes Protein ist daran beteiligt, Gene zu hemmen, die zur Reifung von embryonalen Stammzellen beitragen. Das hat ein internationales Forschungsteam unter der Leitung Marburger Lebenswissenschaftler herausgefunden, nachdem es das Protein SAMD1 in Datenbanken aufspürte. Die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen berichten in der Wissenschaftszeitschrift „Science Advances“ über ihre Ergebnisse. Das Vererbungsmolekül DNA, Trägerin der Erbinformation eines Organismus, besteht aus vier Bausteinen, abgekürzt A, C, G und T. Die Kombination dieser vier Moleküle reicht aus, um die Baupläne…

Interdisziplinäre Forschung

Müllverbrennungs-Aschen für ressourcenschonende Betonherstellung

Rückstände aus der Müllverbrennung werden bislang nicht hochwertig weiterverarbeitet und verbleiben größtenteils ungenutzt auf Deponien. Bestimmte Anteile des Stoffgemischs haben allerdings ähnliche Eigenschaften wie Bestandteile von Beton. Die TH Köln entwickelt im Forschungsprojekt ASHCON daher ein Verfahren für den Einsatz von aufbereiteten Müllverbrennungsaschen (MV-Aschen) für die Betonherstellung. „Durch die Verbrennung von Siedlungsabfällen fallen in Deutschland pro Jahr etwa 5,2 Millionen Tonnen Müllverbrennungsaschen an. Ein Großteil davon gelangt bisher auf Deponien und sollte stattdessen aus Gründen der Ressourceneffizienz und zur Einsparung…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Globale Landnutzungsänderungen größer als gedacht

Der Mensch hinterlässt weltweit seine „Fußabdrücke“ auf der Landoberfläche. Diese Landnutzungsänderungen spielen eine wichtige Rolle für Ernährung, Klima und Biodiversität. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben Satellitendaten mit Statistiken der vergangenen 60 Jahre kombiniert und herausgefunden, dass globale Landnutzungsänderungen rund 32 Prozent der Landoberfläche umfassen. Damit sind sie etwa viermal so groß wie bisher angenommen. Über ihre Ergebnisse berichten die Forschenden im Wissenschaftsmagazin Nature Communications. Der Mensch hinterlässt weltweit seine „Fußabdrücke“ auf der Landoberfläche. Diese Landnutzungsänderungen…

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