Hirntumorzellen, die eine bestimmte, häufige Mutation tragen, programmieren einwandernde Immunzellen um und lähmen dadurch im Gehirn die körpereigene Abwehr gegen den Tumor. Das entdeckten Wissenschaftler aus Heidelberg, Mannheim und Freiburg und fanden gleichzeitig einen Weg, wie sie das lahmgelegte Immunsystem wieder gegen den Tumor aktivieren können. Diese Ergebnisse bestätigen, dass therapeutische Impfungen oder Immuntherapien gegen Hirntumoren besser wirken, wenn gleichzeitig das unterdrückte Immunsystem mit Wirkstoffen unterstützt wird. Gemeinsame Pressemitteilung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD), des Universitätsklinikums Freiburg…
Dresdner und Kopenhagener Forscher entwickeln Zellkultur, um Entwicklung der menschlichen Bauchspeicheldrüse zu untersuchen. Die Bauchspeicheldrüse ist ein kleines Organ hinter dem Magen mit zwei Hauptfunktionen – Verdauung und Blutzuckerregulation. Wie sich die menschliche Bauchspeicheldrüse entwickelt, war bisher aus ethischen und praktischen Gründen weitgehend unerforscht. Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) in Dresden, des Novo Nordisk Foundation Center for Stem Cell Biology (DanStem) in Kopenhagen, Dänemark, und mehreren anderen internationalen Kooperationspartnern, darunter das CIC bioGUNE in Bilbao, Spanien,…
Verbundprojekt „zUCKERrübe“ erforscht autonome, umweltfreundliche Anbauverfahren. Im Rahmen der WIR! Initiative des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) verfolgt ein neues Verbundprojekt namens „zUCKERrübe“, das Ziel, einen nachhaltigen und pestizidfreien Anbau von Feldfrüchten am Beispiel von Zuckerrüben in der Uckermark zu ermöglichen. Hierfür sollen Feldroboter, UAS-Technologie (UAS = unmanned aerial system) und Verfahren der Künstlichen Intelligenz (KI) sowie das Zusammenspiel dieser Komponenten untersucht werden. Ein Meilenstein des auf zwei Jahre angelegten und mit 540kEUR geförderten Projektes wird dabei die Entwicklung…
Moderne landwirtschaftliche Betriebe erhöhen ständig das Tempo und das Produktionsvolumen. Ein daraus resultierender Qualitätsverlust der erhaltenen Produkte ist allerdings nicht akzeptabel. Die Zunahme der Intensität der Produktionsprozesse wird durch den Einsatz der neuesten technischen Entwicklungen kompensiert. Dies erklärt die Notwendigkeit, Mulcher zu verwenden, deren Technik auf den neuesten Weiterentwicklungen basiert. Zweck der Mulcher Große Betriebe stehen vor der Herausforderung, Pflanzenreste zu ernten, die nach der Ernte der meisten Pflanzen zurückbleiben. Einige von ihnen können auf dem Feld bleiben. Beim Pflügen…
Wissenschafter_innen am IST Austria entdecken, wie ein Hochrisiko-Gen für eine Autismus-Spektrum-Störung die Gehirnentwicklung beeinflusst. Studie erschienen in Nature Communications. Obwohl angenommen wird, dass viele Formen von Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) genetische Ursachen haben, bleibt unklar, wie die identifizierten Gene auf zellulärer und molekularer Ebene funktionieren. Wissenschafter_innen am Institute of Science and Technology (IST) Austria haben ein Hochrisiko-Gen untersucht und dabei dessen wichtige Rolle während einer kritischen Phase der Gehirnentwicklung entdeckt. Allein innerhalb der Europäischen Union sind etwa drei Millionen Menschen von einer…
… laden schneller auf und werden umweltverträglicher. In einem richtungsweisenden internationalen Forschungsprojekt entwickeln Forschende des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU neuartige Leichtbaubatterien für Elektrofahrzeuge. Zusammen mit 15 Partnern aus acht Nationen arbeiten sie daran, dass E-Autos zukünftig keine Nachteile bei der Reichweite im Vergleich zu Fahrzeugen mit klassischem Verbrennungsmotor mehr haben. Außerdem sollen die Ladezeiten deutlich sinken. Zugleich werden die neuen Batterieantriebe sicherer und umweltverträglicher. Ein Schlüssel dafür ist recycelbarer Metallschaum, der die Wärmeregulation vereinfacht, das Gewicht der Batterien…
Komplizierter als gedacht laufen chemische Reaktionen an der Oberfläche von Nanoteilchen ab, die man als Katalysatoren verwendet. Das zeigte ein Team der TU Wien im Magazin „Science“. Die meisten Chemikalien, die industriell hergestellt werden, entstehen mit Hilfe von Katalysatoren. Meist bestehen diese Katalysatoren aus winzigen Metall-Nanoteilchen, die auf Trägeroberflächen festgehalten werden. Ähnlich wie ein geschliffener Diamant, dessen Oberfläche aus verschiedenen Facetten besteht, die in unterschiedliche Richtungen orientiert sind, kann auch ein katalytisches Nanoteilchen unterschiedliche Facetten haben – und diese Facetten…
Exzellenzinitiative am LIKAT erfolgreich abgeschlossen. Mit einer Promotion und drei Masterarbeiten haben Nachwuchsforscher am Leibniz-Institut für Katalyse, LIKAT, ihren Part an der Landes-Exzellenzinitiative PePPP abgeschlossen. Sie erkundeten photochemische Mechanismen zur Synthese von Therapeutika gegen die sogenannte Kupferspeicherkrankheit. Dabei beeinträchtigen z.B. fehlgefaltete Proteine die Aufnahme von Kupfer und begünstigen oxidativen Stress in den Körperzellen. LIKAT-Chemiker testeten u.a. katalytische Verfahren um die Proteine bei der exakten Faltung zu unterstützen und wieder funktionstüchtig zu machen. In dem Forschungsverbund sollten Nachwuchskräfte aus der Pharmazeutik,…
Das sechste Massensterben: Wenige hundert Jahre menschengemachten Rückgangs der Biodiversität fordern Millionen Jahre der Erholung – Internationale Studie unter Federführung der Universität Gießen. Das derzeitige Artensterben übertrifft jenes am Ende der Kreidezeit, als die Dinosaurier ausgelöscht werden. Dies ist das alarmierende Ergebnis einer internationalen Studie unter Federführung der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU). Die biologische Vielfalt in Süßwasser-Ökosystemen geht dramatisch zurück; zahlreiche Arten sind vom Aussterben bedroht, meist als direkte oder indirekte Folge menschlicher Einflüsse. Lebensraumzerstörung, Klimawandel, Übernutzung, Umweltverschmutzung und invasive Arten…
Neutronen zeigen Zusammenhang zwischen Lithiumkonzentration und Depression. Depressive Störungen gehören in Deutschland zu den häufigsten Erkrankungen. Die Ursachen sind komplex und bisher nur teilweise verstanden. Eine Rolle scheint das Spurenelement Lithium dabei zu spielen. Mit Neutronen der Forschungs-Neutronenquelle der Technischen Universität München (TUM) konnte ein Forschungsteam nun zeigen, dass sich das Lithium im Gehirn eines depressiven Menschen anders verteilt als bei einem gesunden Menschen. Lithium ist vielen aus wieder aufladbaren Batterien bekannt. Mit dem Trinkwasser nehmen die meisten Menschen täglich…
Expedition in das Langzeitobservatorium zwischen Grönland und Spitzbergen. Am Pfingstmontag, den 24. Mai 2021 startet die Polarstern Richtung Arktis. In der Framstraße zwischen Grönland und Spitzbergen werden gut 50 wissenschaftliche Fahrtteilnehmende die seit über 20 Jahren laufenden Langzeitbeobachtungen im sogenannten AWI HAUSGARTEN fortsetzen. Sie erforschen hier den Einfluss von Umweltveränderungen auf das arktische Tiefseeökosystem. Die Arktis verändert sich: Steigende Wassertemperaturen und der Rückgang des Meereises bewirken dadurch Ökosystemverschiebungen im offenen Wasser und im tiefen Ozean. „Wir wollen die Änderungen im…
Ein bestimmter Typ der zum Immunsystem zählenden dendritischen Zellen ist bei Mäusen und Menschen verantwortlich für die Gewebeschäden, die bei der Leberentzündung NASH (nicht-alkoholische Steato-Hepatitis) auftreten. Die dendritischen Zellen stiften T-Zellen zu aggressivem, entzündungsförderndem Verhalten an. Dies entdeckten nun Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum gemeinsam mit Kollegen von israelischen Forschungseinrichtungen. Bei Mäusen lindert eine Blockade dieser dendritischen Zellen die Krankheitssymptome. Ein solcher Ansatz könnte auch verhindern, dass sich bei NASH-Patienten schwere Leberschäden entwickeln. Fettleibigkeit ist in der westlichen Welt extrem verbreitet,…
– mit nachwachsenden Rohstoffen raus aus dem fossilen Zeitalter. Am 5. Juni startet das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft in Hamburg seine diesjährige Tour durch rund 30 Städte in Deutschland und Österreich. An Bord des umgebauten Frachtschiffs ist eine interaktive Ausstellung zum Thema Bioökonomie zu sehen. Der Eintritt ist frei. T-Shirts aus Holz, Strümpfe aus Chicorée und Burger aus Insekten: Im Wissenschaftsjahr 2020|21 – Bioökonomie zeigt das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft, dass eine nachhaltige Wirtschaft auf Grundlage nachwachsender Rohstoffe möglich ist. Aus Pilzen…
Aktiviert schädigen sie die Gehirnentwicklung … Forschende konnten erstmals zeigen, dass die Aktivierung bestimmter humaner endogener Retroviren, die sich in unseren Genen befinden, die Gehirnentwicklung massiv beeinträchtigt. Diese Erkenntnis könnte dabei helfen, die Forschung an Therapien für neurodegenerative Erkrankungen voranzutreiben. Die Studie entstand in einer internationalen Zusammenarbeit unter Leitung des Helmholtz Zentrums München. Seitdem sich unsere Vorfahren vor Jahrmillionen mit Retroviren infizierten, tragen wir Elemente dieser Viren in unseren Genen – bekannt als humane endogene Retroviren oder kurz HERVs. Diese…
Netzwerk LITHME veröffentlicht ersten Bericht … Ob lebensechte Chat-Bots oder intelligente Kopfhörer und Okulare: Das „Mensch-Maschine-Zeitalter“ steht vor der Tür, in dem Technologie mit menschlichen Sinnen interagieren wird. Wie werden sich unsere alltägliche Kommunikation und die Sprache verändern, wenn Sprachtechnologien immer komplexere Unterhaltungen mit uns führen? Dieser Frage geht das Forschungsnetzwerk „Language in the Human-Machine Era“ (LITHME) mit Mitgliedern aus 52 Ländern nach. Forschende der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und der Universität Hamburg leiten zwei Arbeitsgruppen des Netzwerkes. Die im…
Die erste Entwicklung von selbst-organisierenden Herz-Organoiden am IMBA – Institut für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften – setzt neue Maßstäbe für die Erforschung von Herzkreislauf- Erkrankungen, angeborenen Gendefekten und Entwicklungsstörungen des Herzens, wie das Fachmagazin Cell aktuell berichtet. Herzkreislauferkrankungen sind global gesehen ein enormes Problem für unsere Gesellschaft. 18 Millionen Menschen sterben jährlich in Folge einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, viele hundert Millionen Menschen sind von Herzschwäche betroffen, was nicht nur die Lebensqualität von Betroffenen senkt, sondern auch die staatliche Gesundheitssysteme…