Informationstechnologie

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VoluProf ermöglicht individuelle und interaktive Online-Vorlesung

Mit der AR-Brille in die Online-Vorlesung. Online-Angebote der Universitäten beschränken sich zumeist auf die Wiedergabe von Videos mit den Vorträgen der Dozentinnen und Dozenten. Möglichkeiten zur direkten Interaktion gibt es nicht. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI wollen das im Projekt VoluProf ändern. Dabei nehmen 32 Kameras den Vortrag der Dozentin oder des Dozenten von allen Seiten auf. Aus den Videodaten wird ein fotorealistischer animierter Avatar generiert, der lebensecht via AR-Brille erscheint und sogar individuelle Fragen beantworten…

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Initiative QuNET: Der hochsicheren Quantenkommunikation wieder ein Stück näher

Forschende aus Jena, Berlin, Erlangen-Nürnberg und Wessling haben erfolgreich Quantenschlüssel zwischen zwei Punkten mit einer Kombination aus Freistrahl- und Faserverbindungen unter Alltagsbedingungen ausgetauscht. Auf einer heterogenen Teststrecke in Jena erreichten sie bei Tageslicht Schlüsselübertragungsraten im Kilobit-Bereich pro Sekunde. Umgesetzt wurde das Experiment im Rahmen der QuNET-Initiative, einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Pilotprojekt zur Entwicklung hochsicherer Kommunikationssysteme basierend auf Quantentechnologien. Die Kommunikation der Zukunft soll mithilfe von Lichtteilchen sicherer werden. Dafür setzt sich die vom BMBF ins…

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Jeder Paradigmenwechsel bringt Sicherheitsprobleme mit sich

Studie zur Sicherheit von Satelliten. Raumfahrt zum Mond (und darüber hinaus) zieht schon immer die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich. Die eigentliche Eroberung des Alls findet jedoch in der erdnahen Umlaufbahn (Low Earth Orbit, LEO) statt. Mit einer Entfernung zwischen 200 km und 1.000 km befindet sich LEO vergleichsweise nah an der Erde und beherbergt eine rasant wachsende Zahl relativ kleiner, relativ günstiger Satelliten. In ihrer Studie “Space Odyssey: An Experimental Software Security Analysis of Satellites” haben die beiden CISPA-Faculty Ali…

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In die Tiefen des Netzwerks geblickt

Göttinger Forschungsteam ergründet Informationsverarbeitung in Deep Neural Networks. Künstliche neuronale Netze sind in Forschung und Technik ebenso wie in Technologien des Alltags heute allgegenwärtig, zum Beispiel bei der Spracherkennung. Trotzdem ist bislang unklar, was genau in den tieferen Bereichen dieser Netzwerke passiert. Um dies zu ergründen, haben Forschende des Göttingen Campus Instituts für Dynamik biologischer Netzwerke (CIDBN) der Universität Göttingen und des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation (MPI-DS) eine informationstheoretische Analyse des Deep Learning, einer speziellen Form des maschinellen Lernens,…

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ChatGPT & Co. – Alleskönner der KI?

Mit ChatGPT ist Künstliche Intelligenz (KI) in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Weltweit haben Millionen Menschen das Sprachmodell bereits ausprobiert, viele nutzen es regelmäßig. Neben diesem sind eine Reihe weiterer so genannter generativer KI-Systeme verfügbar, die Text, Bilder, Musik, Audio oder Videos nach individuellen Vorgaben erzeugen. Wie funktioniert und lernt generative KI? Wo liegen Grenzen und Herausforderungen? Der neue Erklärfilm der Plattform Lernende Systeme erläutert dies anschaulich. Die neue Generation von KI-Sprachassistenten antwortet ausführlich auf komplexe Fragen, verfasst Aufsätze und…

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Augmented Reality trifft industrielle Services

Forschende der Frankfurt UAS entwickeln Fernservice-Konzept mittels erweiterter Realität. Augmented-Reality (AR), die sogenannte erweiterte Realität, hat in den letzten Jahren einen hohen Bekanntheitsgrad in der Unterhaltungsbranche erlangt, etwa durch das interaktive Spiel Pokémon Go. Auch bei Fernsehübertragungen von Fußballspielen wird AR genutzt, um zum Beispiel die Abseitslinie visuell hervorzuheben. AR erweitert somit die reale Welt, indem es zusätzliche Informationen oder virtuelle Objekte über die realen Bilder projiziert. Doch die Technologie der erweiternden Realität birgt noch viel mehr Potenzial für die…

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Mit „ARGUS-Augen“

Künstliche Intelligenz revolutioniert Lagebeurteilung für Rettungskräfte bei Flächenbränden. Langanhaltende Trocken- und Hitzephasen nehmen aufgrund des Klimawandels immer weiter zu. Damit steigt auch die Wahrscheinlichkeit für Wald- und Flächenbrände, die das Leben von Mensch und Tier gefährden. Ein Forschungsteam der Westfälischen Hochschule hat mit ARGUS nun eine hochleistungsfähige Künstliche Intelligenz entwickelt, die die Arbeit von Feuerwehr und Rettungskräften bei der Lagebewertung um ein Vielfaches beschleunigt. Im Juni 2023 waren in der EU 118.000 Hektar Land von Waldbränden betroffen – damit liegt…

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Quantentechnologie: Meister der Defekte

Bruno Schuler startet mit seinem jungen Team ein ehrgeiziges Forschungsprojekt: Er wird atomlagendünne Halbleiterschichten gezielt mit Defekten versehen und versuchen, deren Quanteneigenschaften mit Pikosekunden zeitlicher Auflösung und zugleich aufs Atom genau zu messen und zu kontrollieren. Daraus soll Grundlagenwissen für künftige Quantencomputer entstehen. Der Begriff Molybdändisulfid kommt manchen Autofahrern und Mechanikern vielleicht bekannt vor. Kein Wunder: Der Stoff, den der US-Chemiker Alfred Sonntag in den 1940er-Jahren entdeckte, wird bis heute als Hochleistungsschmiermittel in Motoren und Turbinen, aber auch bei Bolzen…

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Matrixproduktion und SWAP-IT

– vielseitig wie ein Schweizer Taschenmesser, Chance in Zeiten des Fachkräftemangels. Auslastungsoptimierte, flexibel angeordnete Fertigungsmodule, die durch fahrerlose Transportsysteme bestückt werden und eine Vielzahl von Produkten fertigen können. Eine Fertigungsplanung und -steuerung, die diese Module flexibel belegen und dank Segmentierung und intelligenter Verteilung von Fertigungsumfängen auch große Bauteile in kleinen Anlagen herstellbar macht: Matrixproduktion und SWAP-IT ergeben eine Produktionsinfrastruktur, die die hocheffiziente Fertigung auch kleinerer Stückzahlen ermöglicht. Aber nicht nur. Eine solche Infrastruktur gibt auch den Anstoß zu neuen Arbeitsweisen,…

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Künstliche Intelligenz transparenter & nachhaltiger machen

Tensor AI Solutions entwickelt rechtssichere KI-Lösungen. Tensor AI Solutions ist eine Ausgründung der Universität Ulm. Das Startup hat sich spezialisiert auf erklärbare und zuverlässige KI-Lösungen, um Prozesse effizient und zugleich kontrollierbar zu automatisieren. Die Systeme sind individuell auf den Kunden zugeschnitten und erfüllen bereits jetzt zukünftige gesetzliche Anforderungen der EU nach dem sogenannten AI-Act. Die Technologie des Ulmer Startups erleichtert nicht nur Zertifizierungsprozesse, sondern sie hilft den Unternehmen auch dabei, wertvolle Ressourcen einzusparen. Künstliche Intelligenz ist ein mächtiges Universalwerkzeug, als…

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Mit Deep Learning gegen Impfskepsis

Forschende der TU Darmstadt nutzen Sprachmodelle, um Impfskepsis besser zu verstehen. Impfskepsis stellt eine gewaltige Herausforderung für Gesundheitssysteme weltweit dar. Eines der effektivsten Gegenmittel sind persönliche Gespräche zwischen Patient:innen und medizinischem Fachpersonal. Ein internationales Team, zu dem auch Forschende der TU Darmstadt zählen, versucht mittels Deep Learning Antworten darauf zu geben, wie solche Gespräche am besten gelingen können. Impfungen sind eine der wirksamsten medizinischen Innovationen der Weltgeschichte. Sie haben dazu beigetragen, Infektionskrankheiten wie die Pocken auszurotten, die Verbreitung von Masern…

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Tanzende Magnonen

HZDR-Team geht nächsten Schritt zum neuromorphen Rechnen. Neuromorphe Computer rechnen nicht mit Nullen und Einsen. Sie nutzen stattdessen physikalische Phänomene, um rasend schnell und äußerst energieeffizient Muster in großen Datenströmen zu erkennen. Mit ihrem Projekt NIMFEIA haben Katrin und Helmut Schultheiß gemeinsam mit ihrem Team vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) diese Technologie jetzt einen großen Schritt vorangebracht. Und sie haben gezeigt, dass sich ihr Ansatz nahtlos in herkömmliche Chip-Fabriken integrieren lässt, wie sie Im Forschungsmagazin Nature Communications (DOI: 10.1038/s41467-023-39452-y) darstellen. Was…

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Maschinelles Lernen: Künstliche neuronale Netze lokalisieren Herzstolpern

Zusätzliche Herzschläge aus den Hauptkammern des Herzens, sogenannte ventrikuläre Extrasystolen, können mit ernsthaften Erkrankungen zusammenhängen. Forschende am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) nutzen Maschinelles Lernen, um den Ursprungsort der Extrasystolen nichtinvasiv zu bestimmen. Dies könnte künftig die Diagnose und Therapie erleichtern und verbessern. Dazu setzen sie künstliche neuronale Netze ein, die auf synthetischen Daten aus einem realistischen Simulationsmodell trainiert sind. Die Forschenden berichten in der Zeitschrift Artificial Intelligence in Medicine (DOI: 10.1016/j.artmed.2023.102619) Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind weltweit für mehr als 17 Millionen…

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Magnetwirbel maßgeschneidert

HZDR-Team nimmt besondere Quasiteilchen unter die Lupe. Skyrmionen sind mikroskopisch kleine, magnetische Wirbel, die sich in bestimmten Materialien ausbilden können und 2009 erstmals nachgewiesen wurden. Sie sind deshalb interessant, weil sie für neue Formen der Datenspeicherung in Frage kommen. Die Theorie hatte zudem die Existenz sogenannter Antiskyrmionen vorhergesagt, die schließlich zehn Jahre nach den Skyrmionen entdeckt wurden. Forschende des HZDR, dem MPI CPfS, dem IFW Dresden und der University of South Florida sind dem Ursprung dieses komplexen Phänomens mittels Ionenstrahlsäge…

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Robotik: Neue hautähnliche Sensoren passen fast immer

Neuer Ansatz ermöglicht, unterschiedliche Objekte mit smarten Sensoren auszustatten. Zum Einsatz kommen sollen die neuen weichen Sensoren in der Robotik und speziell der Prothetik. In der nahtlosen und individuell einsetzbaren Sensorik sehen die Forschenden den großen Vorteil gegenüber bestehenden Ansätzen. Forschende aus dem Robotik- und KI-Institut MIRMI der Technischen Universität München (TUM) haben ein automatisiertes Verfahren entwickelt, mit dem sie weiche Sensoren herstellen können. Diese Messzellen sind universell und lassen sich an nahezu allen Objekten anbringen. Besonders in der Robotik…

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Neuer Standard IEEE 802.11bb für globale Lichtkommunikation

Die weltweit tätigen LiFi-Technologieunternehmen Fraunhofer HHI und pureLiFi begrüßen die Ratifizierung des neuen globalen Standards IEEE 802.11bb für Lichtkommunikation (LiFi), die dadurch erstmals ein Teil des Wi-Fi-Standards IEEE 802.11 wird. Der neue Standard ist ein wichtiger Meilenstein für den LiFi-Markt, da er einen weltweit anerkannten Rahmen für den Einsatz dieser neuen Technologie bietet. LiFi ist eine drahtlose Technologie, die zur Datenübertragung Licht statt Funkfrequenzen nutzt. Durch die Übertragung im Lichtspektrum ermöglicht LiFi eine schnelle und zuverlässige drahtlose Kommunikation mit unübertroffener…

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