Wie denkt die deutsche Bevölkerung über die Nutzung von Erdwärme? Dieser Frage ist die Universität Leipzig in einer Teilstudie eines von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) geleiteten Forschungsprojekts nachgegangen. Ziel der bundesweiten Befragung war es, den Status quo der öffentlichen Wahrnehmung und Akzeptanz der Oberflächennahen Geothermie zu erfassen – also jener Form der Erdwärmenutzung, bei der bis zu 400 Meter tiefe Sonden das thermische Potenzial des Erdreichs zum Heizen und Kühlen von Gebäuden nutzbar machen….
DFG-Forschungsgruppe 2895 misst im kryogenen Windkanal erstmals detailliert den Druck auf Flügel und Leitwerk. Im Kampf gegen den Klimawandel arbeitet die Flugbranche intensiv an der Senkung ihres fossilen Energieverbrauchs. Neben alternativen Treibstoffkonzepten suchen die Hersteller nach Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung. Dafür müssen Flugzeuge künftig unabhängig von der Antriebsart bereits in der Entwurfsphase besser auf zu erwartende Lasten im Reiseflug oder auch in Extremsituationen ausgerichtet werden. Genau dies ist das Ziel der DFG-Forschungsgruppe 2895 an der Universität Stuttgart: Die Forschenden wollen die…
Planungssicher, effizient und flexibel: Das Fraunhofer IPA hat mehrere Tools für eine systematische und vereinfachte Montageautomatisierung auch bei Herausforderungen wie einer variantenreichen Produktion entwickelt. Die Lösungen werden vom 4. bis 10. Oktober 2022 auf der Fachmesse »Motek« in Stuttgart präsentiert. Die Montage ist noch immer der Produktionsschritt, in dem vergleichsweise wenig Roboter im Einsatz sind. Nur deutlich unter 20 Prozent aller 2020 verkauften Industrieroboter werden für Fügeprozesse genutzt. Zwar möchten viele Unternehmen hier gerne mehr auf Robotik setzen. Sie stehen…
Mit dem Flugzeug reisen – und trotzdem kein zusätzliches CO2 ausstoßen. Möglich wäre das mit synthetischen Treibstoffen, die mittels erneuerbarer Energien aus Wasser und Umgebungsluft gewonnen werden. Allerdings müssten enorme Mengen produziert werden. Ein neues Herstellungsverfahren aus dem Forschungsprojekt KEROGREEN nutzt eine innovative Plasmatechnologie, mit der dies gelingen könnte. Eine erste Anlage haben die Forschungspartner am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) errichtet. Zum Abschlussevent mit Besichtigung am 27. September 2022, ab 08:45 Uhr, am Campus Nord des KIT, sind die…
Um mit Forschung und Entwicklung zur Verringerung des CO2-Fußabdrucks digitaler Technologien beizutragen, bauen die in der Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland kooperierenden Fraunhofer- und Leibniz-Institute gemeinsam ein standortübergreifendes Kompetenzzentrum für eine ressourcenbewusste Informations- und Kommunikationstechnik (Green ICT @ FMD) auf. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt das am 1. August 2022 gestartete Vorhaben mit einer Fördersumme von 34 Millionen Euro im Rahmen der Initiative Green ICT, die Bestandteil des Klimaschutzprogramms 2030 der Bundesregierung ist. Die Digitalisierung durchdringt im schnellen Tempo die…
Internationale Studie des Fraunhofer IAO untersucht Wahrnehmung von Nachhaltigkeit im Fahrzeuginnenraum. Wer die kommenden Konsumentengenerationen für sich gewinnen will, muss auch den Fahrzeuginnenraum im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft denken. Das Fraunhofer IAO hat im Rahmen des Projekts »futureFlexPro« eine internationale Studie mit einem design-orientierten Ansatz durchgeführt, um zielgruppenspezifischen Materialempfindungen zu untersuchen und Handlungsempfehlungen abzuleiten. Aspekte wie die Lebensdauer und Recyclingfähigkeit von Produkten gewinnen im Zuge der steigenden gesellschaftliche Relevanz von Nachhaltigkeit an Bedeutung und werden sich langfristig in deren Nachfrage…
Damit die Energiewende gelingen kann, soll die Offshore-Windenergie massiv ausgebaut werden. Das geht nicht ohne genaue Kenntnisse über den Baugrund. Forschende aus der U Bremen Research Alliance haben ein speziell auf die Anforderungen von Nord- und Ostsee zugeschnittenes Verfahren entwickelt, das mithilfe seismischer Messmethoden den Untergrund erfasst und charakterisiert. So kann effizienter und kostengünstiger gebaut werden. Von außen wirkt das armdicke Kabel, das aufgerollt auf einer Trommel auf das Vermessungsschiff „Fugro Searcher“ in Bremerhaven geladen wird, wie eine x-beliebige Leitung….
In einer aktuellen Studie der TU Dresden und der DEKRA zum automatisierten Fahren analysierten Verkehrs- und Ingenieurpsycholog:innen die Reaktionen auf mögliche Störungen dieser zukünftigen Mensch-Maschine-Schnittstelle. Die Untersuchung verschiedener Übernahmeszenarien zeigt, dass Menschen im Fall von technischen Störungen nur teilweise in der Lage sind, das Steuer schnell und sicher zu übernehmen. Mal eben während der Autofahrt die E-Mail checken, Nachrichten lesen oder einen Film schauen. Beim automatisierten Fahren ist es den fahrenden Personen unter bestimmten Umständen erlaubt, Nebentätigkeiten auszuführen. Gleichzeitig muss…
Projekt »Verteilte Fertigung für neuartige und vertrauenswürdige Elektronik T4T« Ein Verbund aus Fraunhofer-Instituten und namhaften deutschen Industrieunternehmen entwickelt im Projekt »Verteilte Fertigung für neuartige und vertrauenswürdige Elektronik T4T« einen Split-Manufacturing-Ansatz für die Halbleiterfertigung. Damit wird die sichere Montage von Teilsystemen in Deutschland möglich und Lieferketten abgesichert. Die sichere Versorgung mit elektronischen Bauteilen ist von wachsender strategischer Bedeutung für den Industriestandort Deutschland. Durch die zunehmende Verlagerung der Fertigung von integrierten Schaltkreisen (IC) in außereuropäische Regionen steigt die Anfälligkeit für das Einbringen…
Das Projekt HyAfrica befasst sich mit der Erforschung der Vorkommen von natürlichem Wasserstoff in mehreren afrikanischen Ländern, um alternative Energie für lokale Gebiete bereitzustellen. Die langfristige gemeinsame Forschungs- und Innovationspartnerschaft zwischen der Europäischen Union und der Afrikanischen Union im Bereich der erneuerbaren Energien (LEAP-RE) fördert das Projekt mit einem Budget von fast einer Million Euro. HyAfrica ist das erste internationale Forschungsprojekt, das sich mit der Erforschung und dem Potenzial von natürlichem Wasserstoff als neue Energiequelle befasst. HyAfrica steht für „Towards…
Eine neues Designprinzip kann nun die Eigenschaften von bisher kaum erforschbaren Quantenmaterialien vorhersagen: So wurde erstmals mit dem Computer ein hochkorreliertes topologisches Halbmetall entdeckt. Wie findet man neuartige Materialien mit ganz bestimmten Eigenschaften – zum Beispiel einem speziellen Zusammenspiel von Elektronen, wie man es für Quantencomputer benötigt? Meist ist das eine sehr komplizierte Aufgabe: Man produziert verschiedene Verbindungen, in denen potenziell erfolgversprechende Atome in bestimmten Kristallstrukturen angeordnet sind und untersucht das Material dann, etwa im Tieftemperaturlabor der TU Wien. Nun…
Aus erneuerbaren Quellen hergestellte synthetische Kraftstoffe, sogenannte reFuels, gelten als möglicher Gamechanger im Kampf gegen den Klimawandel. Sie versprechen nicht nur eine bis zu 90-prozentige CO2-Reduktion gegenüber herkömmlichen Treibstoffen, sie erlauben auch die Nutzung der bestehenden Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor – und der gesamten Tank-Infrastruktur von der Herstellung über den Transport bis zum Vertrieb. Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben jetzt mit Partnern aus der Wirtschaft in umfangreichen Anwendungstests in Flotten bewiesen, dass reFuels in fast allen Fahrzeugen eingesetzt…
Wissenschaftler entwickeln Plattform, die Messdaten zur Oberflächentopographie in einem digitalen Zwilling vereint. Mit der kostenfreien Softwareplattform contact.engineering lassen sich Oberflächeneigenschaften vorhersagen Die Plattform ermöglicht es, industrielle Endbearbeitungsprozesse systematisch zu optimieren Nutzer*innen können über contact.engineering Messdaten veröffentlichen Wissenschaftler der Universität Freiburg und der University of Pittsburgh/USA haben eine kostenfreie Softwareplattform entwickelt, welche die Analyse von Oberflächen erleichtert und standardisiert. Die Plattform contact.engineering ermöglicht es Benutzer*innen, einen digitalen Zwilling einer Oberfläche zu erstellen und so etwa vorherzusagen, wie schnell diese verschleißt, wie…
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) arbeiten daran, Holz als Baumaterial zu einer Renaissance zu verhelfen. Sie entwickeln statische Berechnungswerkzeuge für Holzhochbauten, optimieren historische Bautechniken und vereinfachen die Holzverarbeitung durch digitale Tools. Um ihre Erkenntnisse in die Anwendung zu bringen und die Holzbranche in Mitteldeutschland besser zu vernetzen, organisieren Forschende der Hochschule am 22. und 23. September 2022 zum zweiten Mal die EASTWOOD-Konferenz in Leipzig. Holz bindet Kohlenstoff, lässt sich klimaneutral entsorgen und…
… im Langzeitbetrieb in einer Miniplant. Methanol spielt als Basischemikalie eine wichtige Rolle für die Industrie und wird als einer der zentralen Energieträger der sich entwickelnden Wasserstoffwirtschaft gehandelt. Bei seiner konventionellen Herstellung aus Kohle und Erdgas fallen allerdings große Mengen an Treibhausgasemissionen an. Im Rahmen des Projekts »Carbon2Chem®« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE zusammen mit Partnern aus Industrie, Forschung und Lehre Verfahren zur Herstellung von Methanol aus Abgasen der Industrie am Beispiel der Stahlindustrie. Erstmals konnte nun in…
Im Projekt «FOXIP» haben zwei Empa-Teams mit Forschungspartnern versucht, Dünnfilm-Transistoren mit Metalloxiden auf hitzeempfindliche Materialien wie Papier und PET zu drucken. Das Ziel wurde letztlich nicht erreicht, doch die Beteiligten werten das Projekt als Erfolg – wegen einer neuen Druckertinte und eines Transistors mit Memory-Effekt. Die Latte war ohne Zweifel hochgelegt: Im Forschungsprojekt «Functional Oxides Printed on Polymers and Paper» – kurz: «FOXIP» – sollte es gelingen, Dünnfilm-Transistoren auf Papierträger oder PET-Folien zu drucken. Elektronische Schaltungen mit solchen Elementen spielen…
Im Forschungsprojekt Providentia++ haben Forschende der Technischen Universität München (TUM) zusammen mit Industriepartnern eine Technologie entwickelt, die Fahrzeugperspektive auf Basis von Bordsensoren durch eine Sicht aus der Vogelperspektive zu ergänzen. Das erhöht die Sicherheit im Verkehr – auch für das autonome Fahren. Die Erwartungshaltung an das autonome Fahren ist klar: „Ein Fahrzeug muss nicht nur bei geringem Tempo sicher fahren, sondern auch bei hoher Geschwindigkeit“, sagt Jörg Schrepfer. Liegt etwa verloren gegangene Ladung auf der Autobahn, reicht die „Ego“-Perspektive des…