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Landwirtschaft & Umwelt

Hat Die Steinnelke Ein Rezept Gegen Den Klimawandel?

Eine Alpenpflanze könnte über den Schlüssel für ihr Fortbestehen in einem sich stetig erwärmenden Klima verfügen. Forschende der ETH Zürich haben nämlich den Ursprung von zwei uralten Genvarianten in der Pflanze geklärt. Diese Varianten steuern den Zeitpunkt des Blühens. Das Klima erwärmt sich immer schneller, besonders in den Alpen. Das fordert Organismen heraus. Wenn sie sich nicht in grössere Höhen ausbreiten, müssen sie sich an ihrem bisherigen Standort sehr rasch an höhere Temperaturen anpassen, oder ihre Populationen werden geschwächt und…

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Alle Neuigkeiten

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Weltkarte der wichtigsten Schutzgebiete zur Abwendung einer Klimakatastrophe

Eine Studie von Conservation International beschreibt die entscheidenden Ökosysteme auf der Erde, die die Menschheit schützen muss, um eine Klimakatastrophe zu vermeiden. Diese Ökosysteme enthalten so dichte Kohlenstoffspeicher, dass sie bei Zerstörung und Freisetzung nicht rechtzeitig wiederhergestellt werden könnten, um die gefährlichsten Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern. Diese von den Forschenden als “unwiederbringlicher Kohlenstoff” bezeichneten Speicher sind vor allem Mangroven, tropische Wälder und Torfgebiete sowie alte Wälder in den gemäßigten Breiten. Der besondere Schutz dieser entscheidenden Gebiete birgt noch einen…

Geowissenschaften

Antarktischer Eisschild baute sich in einem Jahrzehnt ab

Studie der Universität Bonn liefert kritische Erkenntnisse zum Eismassenverlust in der Antarktis. Nach der natürlichen Erwärmung, die der letzten Eiszeit folgte, gab es wiederholte Phasen, in denen von der Antarktis massenhaft Eisberge in den Südlichen Ozean abbrachen. Eine neue geowissenschaftliche Studie unter der Federführung der Universität Bonn zeigt nun, dass es lediglich ein Jahrzehnt gedauert hat, diesen Kipppunkt im Klimasystem in Gang zu setzen und dass der Eismassenverlust dann für viele Jahrhunderte anhielt. Begleitende Modellstudien legen den Schluss nahe, dass…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Regenfälle verursachen Mikroplastik-Transport in die Atmosphäre

Ozeane, Seen und Flüsse enthalten an ihrer Oberfläche oft eine große Zahl von Mikroplastik-Partikeln. Einschlagende Regentropfen bewirken, dass viele Tröpfchen mit einer fast ebenso hohen Mikroplastik-Konzentration in die Luft geschleudert werden. Verdunsten sie in der Luft, gelangen die Partikel in die Atmosphäre. Diese Prozesse beschreiben Forscher*innen der Universität Bayreuth in einer neuen, in „Microplastics and Nanoplastics“ veröffentlichten Studie. In einer ersten, in mehrfacher Hinsicht noch mit Unsicherheiten behafteten Abschätzung kommen sie zu dem Ergebnis: Weltweit könnten infolge von Regenfällen jährlich…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Afrikas „Grüne Mauer“ ist auch ökonomisch sinnvoll

Vor 15 Jahren beschloss die Afrikanische Union ein ambitioniertes Projekt: Teile der Sahelzone sollen sukzessive renaturiert werden, um die Ernährung der dort lebenden Menschen zu sichern und den Boden gegen weitere Degradation zu schützen. Zugleich ist die African Great Green Wall ein wichtiger Beitrag gegen den Klimawandel. Eine Studie der Universität Bonn und der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) belegt nun, dass sie auch ökonomisch sinnvoll ist – allerdings nicht überall in der Sahelzone. Die Analyse zeigt zudem,…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Über 50 Prozent aller Schildkröten bedroht

Ein Team internationaler Wissenschaftler aus den USA, Frankreich, Australien und Deutschland, unter ihnen Senckenberger Uwe Fritz, hat heute die 9. Auflage des Atlas „Turtles of the World“ veröffentlicht. In der Publikation finden sich nicht nur detaillierte Beschreibungen aller 357 Schildkrötenarten, sondern auch Informationen zum Gefährdungsstatus aller Arten sowie ein Vergleich ihrer heutigen und ursprünglichen Verbreitungsgebiete. Die Ergebnisse der Forscher rund um Erstautor Anders G.J. Rhodin sind alarmierend: Etwa die Hälfte der Schildkrötenarten sind vom Aussterben bedroht. Mit 226 Zentimetern Panzerlänge…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Wie Korallen auf den Klimawandel reagieren

Wie Korallen auf veränderte Umweltbedingungen reagieren und wie ihre Stressreaktion beim Überleben der Riffe helfen könnte, hat Doktorand Fabian Gösser vom Lehrstuhl für Evolutionsökologie und Biodiversität der Tiere untersucht. Im Fokus der Forschung des RUB-Biologen steht das Phänomen des Polyp-Bailouts, zu Deutsch der Ausbürgerung von kleinen, knospenähnlichen Einzelkorallen, den sogenannten Polypen. Bei Stress löst sich der Verbund der Polypen auf. Die einzelnen Polypen können sich andernorts ansiedeln und neue Korallenkolonien bilden. Das Phänomen des Polyp-Bailouts wurde bislang wenig erforscht –…

Geowissenschaften

Zermalmter Widerstand

Geophysiker erklären mithilfe eines neuen Modells, wie sich eine in einer Subduktionszone abtauchende Platte im Erdmantel verhält: weil Mineralienkörner auf der Unterseite der Platte verkleinert werden, wird diese schwach und somit besser verformbar. Unsere Erdoberfläche besteht aus wenigen grossen und zahlreicheren kleinen Platten, die die sich fortlaufend und äusserst langsam voneinander weg oder aufeinander zu bewegen. An den Grenzen zweier Platten taucht die schwerere ozeanische unter die leichtere kontinentale Platte ab. Subduktion nennen die Fachleute diesen Vorgang. Schon lange rätseln…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Sekundärrohstoffe zur Ressourcen- und CO2-Einsparung

IN4climate.NRW entwickelt Lösungen für eine Circular Economy. Eine Circular Economy kann wesentlich zur Defossilisierung und zur Erreichung der Ziele des Pariser Klimaabkommens beitragen. Gleichzeitig spart sie wertvolle Ressourcen ein. In ihrem aktuellen Diskussionspapier „Circular Economy in der Grundstoffindustrie: Potenziale und notwendige Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Transformation“ gibt die Landesinitiative IN4climate.NRW einen Überblick über den aktuellen Stand und zeigt eine Vision der Circular Economy in der energieintensiven Industrie auf. Darauf aufbauend leitet sie konkrete Maßnahmenvorschläge sowie regulatorische und politische Handlungsempfehlungen zur…

Agrar- Forstwissenschaften

Sechs Richtige für Europas Äcker

Neues EU-Projekt will wenig genutzte Kulturen zurück auf die Felder bringen. Forschende des JKI am Horizon 2020-Projekt CROPDIVA zur Förderung der Fruchtartenvielfalt beteiligt. Koordination für das Züchtungsarbeitspaket an den sechs Kulturarten Hafer, Nacktgerste, Triticale, Buchweizen, Ackerbohne und Lupine liegt beim JKI. Hafer, Nacktgerste, Triticale, Buchweizen, Ackerbohnen und Lupinen, diese sechs Ackerkulturen sollen wieder häufiger auf europäischen Feldern wachsen. Die sechs sind nicht mehr so häufig in den Fruchtfolgen zu finden, u. a. weil sie züchterisch wenig bearbeitet wurden oder ihr…

Agrar- Forstwissenschaften

Russischer Löwenzahn auf dem Weg zum heimischen Kautschuklieferanten

Neues Projekt „DandelionDataBase“ am JKI gestartet. 10 Jahre Forschungsarbeit zur agronomischen Verbesserung des Löwenzahns bilden die Grundlage. Seit 2012 ist das Julius-Kühn Institut (JKI) federführend in die Anbauforschung zum Russischen Löwenzahn (Taraxacum koksaghyz) involviert. Anfang Oktober startete nun das Projekt „DandelionDataBase“. Ziel ist es, eine Datenbank zu entwickeln, die auch komplexe Fragestellungen zum Anbau der Kautschuk-Alternative beantworten kann. „Die Idee besteht darin, all die Daten, die wir innerhalb, teilweise aber auch abseits unser wissenschaftlichen Fragestellung über die Jahre und Standorte…

Agrar- Forstwissenschaften

Auch Witterung außerhalb der Vegetationsperiode von großer Bedeutung für den Getreideertrag

Witterungsbedingungen im Winter sowie in den Übergangsphasen von Herbst zu Winter und von Winter zu Frühjahr beeinflussen die Ertragsleistung wichtiger Getreidearten wie Wintergerste und Winterweizen maßgeblich. Dies ist das Ergebnis der Forschungsarbeit eines Wissenschaftsteams am Lehrstuhl für Pflanzenernährung an der Technischen Universität München (TUM). Der globale Klimawandel wird den Vorhersagen zufolge die Temperaturen erhöhen und die Verteilung der Niederschläge verändern. Noch ist unsicher, wie sich die Klimaveränderungen regional auswirken und welche Intensität sie haben werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Lehrstuhl…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Bewertung und Monitoring von Moorflächen

Forschung für den Klimaschutz… Moorböden sind die effektivsten Kohlenstoffspeicher aller Landlebensräume. In dem von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) betreuten Verbundprojekt BEWAMO* werden derzeit wichtige Grundlagen für einen effektiven Moorbodenschutz gelegt. Mit seiner Entwicklungsarbeit ermöglicht das Konsortium aus der Humboldt-Universität Berlin, der Christian-Albrechts-Universität Kiel, der Universität Potsdam, dem Thünen-Institut sowie der EFTAS Fernerkundung Technologietransfer GmbH, dass Moorbodenschutz künftig auf eine hohe Klimawirksamkeit ausgerichtet und der Maßnahmenerfolg fernerkundungsbasiert per Satellit erfasst werden kann. Berliner und Kieler Forschende entwickeln derzeit…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Tiefgreifender ökologischer Wandel im östlichen Mittelmeer

Unterschiedliche ökologische Nischen Tropische Arten verändern die Funktionsweise der Ökosysteme im östlichen Mittelmeer tiefgreifend – mit kaum abschätzbaren Folgen. Gemeinschaften aus eingeschleppten tropischen Arten unterscheiden sich in ihren biologischen Eigenschaften deutlich von der heimischen Tierwelt im östlichen Mittelmeer, wie ein internationales Forscherteam um Jan Steger vom Institut für Paläontologie herausfand. Dadurch – und durch den fortschreitenden Kollaps mediterraner Arten – verändern sich die Flachwasser-Ökosysteme in der Region besonders tiefgreifend. Die Studie wurde im Fachjournal Global Ecology and Biogeography veröffentlicht. Das…

Geowissenschaften

Mäander helfen dem Klima

Flussläufe, die sich natürlich verlagern können, sind effizientere Kohlenstoffsenken als begradigte Flüsse. Rund 8500 Jahre dauert es, bis ein Sandkorn aus den Anden über das argentinische Tiefland in den Río Paraná gespült wird. Die 1200 Kilometer weite Reise in dem Fluss namens Río Bermejo wird von vielen Pausen in Flussauen unterbrochen, wo das Körnchen zum Teil über Jahrtausende abgelagert und dann wieder weiter transportiert wird. Begleitet wird der Sand von organischem Kohlenstoff, eingespült aus Boden und Pflanzen. Damit gewinnt der…

Geowissenschaften

Wechselwirkungen zwischen Mineralen und Fluiden im Gestein

Heidelberger Geowissenschaftler erproben neuen Methoden, um die Auswirkungen von Bruchprozessen im Erdinneren zu untersuchen. Mit spontan auftretendem Wachstum und Zerfall von Mineralen im Gestein der Erdkruste stehen Vorgänge im Fokus eines neuen Forschungsvorhabens an der Universität Heidelberg, die bisher nur zufällig beobachtet und noch nie beschrieben oder systematisch untersucht wurden. Ziel des am Institut für Geowissenschaften angesiedelten Projektes ist es, Bedingungen, die natürlichen Bruchprozessen im Gestein ähneln, kontrolliert im Labor zu reproduzieren. „Der Ausgang unserer Experimente ist ungewiss“, betont Dr….

Geowissenschaften

Erdbeben auf der Spur: Bohrprojekt STAR in Italien gestartet

Mit dem neuen wissenschaftlichen Bohrprojekt STAR sind GFZ-Forschende mit internationalen Kolleg*innen im italienischen Apennin den Ursachen besonderer Erdbeben auf der Spur. Hier lassen sich an einer Störung sowohl seismisches als auch aseismisches Verhalten beobachten. Das Verständnis der dahinter liegenden physikalischen Zusammenhänge hat Auswirkungen auf die Bewertung seismischer Gefährdungen und Risiken in Störungszonen der ganzen Welt. Der rund 1500 Kilometer lange Gebirgszug Apennin in Italien bildet eine tektonisch aktive Grenze zwischen der eurasischen und der adriatischen Platte und macht Italien anfällig…

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