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Landwirtschaft & Umwelt

Hat Die Steinnelke Ein Rezept Gegen Den Klimawandel?

Eine Alpenpflanze könnte über den Schlüssel für ihr Fortbestehen in einem sich stetig erwärmenden Klima verfügen. Forschende der ETH Zürich haben nämlich den Ursprung von zwei uralten Genvarianten in der Pflanze geklärt. Diese Varianten steuern den Zeitpunkt des Blühens. Das Klima erwärmt sich immer schneller, besonders in den Alpen. Das fordert Organismen heraus. Wenn sie sich nicht in grössere Höhen ausbreiten, müssen sie sich an ihrem bisherigen Standort sehr rasch an höhere Temperaturen anpassen, oder ihre Populationen werden geschwächt und…

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Alle Neuigkeiten

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Jungkorallen geben Einblick in die Erholung nach Korallenbleiche

Wie sich Riffe von Korallenbleichen erholen, kann die Anzahl an Jungkorallen verraten. Das zeigt eine neue Studie der Universität Bremen, die kürzlich in der Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlicht wurde. Die durch den Klimawandel verursachte Ozeanerwärmung und die dadurch steigende Frequenz und Schwere von Korallenbleichen stellen weltweit die größte Bedrohung für Korallenriffe dar. Wie schnell sich Korallenriffe von solchen Bleichen erholen können ist daher von großem Interesse – die Anzahl an Jungkorallen gibt dabei einen guten Einblick. Wissenschaftler:innen eines internationalen Forschungsprojekts…

Geowissenschaften

Erdbeben und Tsunamis in Europa?

Positionspapier gibt Empfehlungen zur Reduzierung geologischer Risiken. Erdbeben und Tsunamis bedrohen nicht nur weit entfernte Küsten, sondern auch Häfen, Städte und Küsten in Europa. Ein neues Positionspapier des European Marine Board, dessen Erstellung am GEOMAR koordiniert wurde, informiert erstmals umfangreich über die marinen geologischen Gefahren, von denen alle europäischen Staaten betroffen sein können. Die vielfältigen Risiken sollten bei politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen stärker berücksichtigt werden. Spätestens seit dem Tsunami, der im Dezember 2004 die Küsten um den Indischen Ozean verwüstete,…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Empa Zukunftsfonds: Klimaschutz durch intelligente Baustoffe

Wissenschaftler sind Visionäre. Bisweilen reichen ihre Ideen weiter, als ein Industriepartner zu gehen bereit ist. Durch den Empa Zukunftsfonds sollen gerade solch visionäre Projekte gefördert werden, bei denen trotz hohem Risiko – oder gerade deswegen – durchschlagende Erfolge zu erwarten sind. Neustes Beispiel ist ein Forschungsprojekt zu vorgespanntem Hochleistungsbeton, das durch Förderung der Ernst Göhner-Stiftung nun umgesetzt werden kann. Die Herstellung von Beton trägt rund neun Prozent zum weltweiten CO2-Ausstoss bei. Wenn wir den Klimawandel bekämpfen wollen, brauchen wir also…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Zu trocken, zu heiß, oder zu nass

Mehr lang anhaltende Wetterlagen im europäischen Sommer… Die globale Erwärmung macht es wahrscheinlicher, dass Wetterlagen in den Sommermonaten der Nord-Halbkugel länger anhalten, was dann zu mehr extremen Wetterereignissen führt. Dies zeigt eine neuartige Analyse von langjährigen Atmosphärendaten. Zu diesen Ereignissen gehören Hitzewellen, Dürreperioden und intensive Regenfälle. Vor allem in Europa, aber auch in Russland, haben die anhaltenden Wetterlagen in den letzten Jahrzehnten an Zahl und Stärke zugenommen. Dabei treten die Wetterextreme oft an verschiedenen Orten gleichzeitig auf.   “In unserer…

Geowissenschaften

Neue Art von Erdbeben entdeckt

Eine neue Art von Erdbeben hat ein kanadisch-deutsches Forschungsteam in Britisch Kolumbien entdeckt. Anders als herkömmliche Erdbeben der gleichen Stärke verlaufen sie langsamer und dauern länger an. Bei den untersuchten Ereignissen handelte es sich um sogenannte induzierte Erdbeben, die durch Fracking ausgelöst werden, eine Methode, die in Westkanada zur Öl- und Gasgewinnung genutzt wird. Mit einem Netz aus acht seismischen Stationen rund um das Bohrloch zeichneten die Forschenden des Geological Survey of Canada, der Ruhr-Universität Bochum und der McGill University…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Blauer Wasserstoff kann das Klima schützen

Eine internationale Gruppe von Forschenden unter Leitung des Paul Scherrer Instituts PSI und der Heriot-Watt-Universität haben die Klimawirkungen von sogenanntem blauem Wasserstoff umfangreich analysiert. Er wird aus Erdgas gewonnen, wobei die dabei entstehenden CO2-Emissionen abgeschieden und gespeichert werden. Die Studie zeigt, dass blauer Wasserstoff unter bestimmten Voraussetzungen eine positive Rolle bei der Energiewende spielen kann. Sie erscheint im Fachmagazin Sustainable Energy & Fuels der Royal Society of Chemistry. Wasserstoff gilt als Energieträger der Zukunft, denn bei seiner Nutzung – ob…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Mikroplastikabrieb von Abwasserrohren aus Kunststoff

Das Kanalnetz in Deutschland erstreckt sich im öffentlichen Bereich über eine Länge von 594 000 Kilometern. Im Privatbereich kommt die anderthalb- bis zweifache Strecke dazu. Fraunhofer UMSICHT hat im Auftrag der Fachvereinigung Betonrohre und Stahlbetonrohre e.V. abgeschätzt, welche Menge an Mikroplastikpartikeln durch den Verschleiß von Abwasserrohren aus Kunststoff in die Umwelt gelangen. Die Überlegungen zeigen: Die freigesetzte Abriebmenge liegt in ähnlicher Größenordnung wie die von Rasentrimmern. Kunststoffe sind in unserer Gesellschaft allgegenwärtig. Auch der Anteil an Kunststoffrohren im Abwassersystem steigt…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Müllschlucker: Korallen filtern Mikroplastik aus Meerwasser

Riffbildende Korallen bauen kleine Kunststoffpartikel dauerhaft in ihr Kalkskelett ein – Studie in Gießener Meerwasser-Aquarien erbringt ersten Nachweis für Lebewesen, die langfristig Mikroplastik aus der Umwelt entfernen In den Weltmeeren findet man immer mehr winzige Partikel aus Kunststoff, das sogenannte Mikroplastik. Wo sich diese Abfallteilchen aus Autoreifen, Windeln, zerfallenden Plastiktüten und anderen Produkten langfristig einlagern, ist nicht abschließend erforscht. Bislang standen vor allem unbelebte Speicherorte im Fokus wie das arktische Eis, Sedimente in küstennahen Bereichen und die Tiefsee. Doch auch…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Mikroplastik in der Antarktis auf der Spur

Mikroplastik findet sich überall, selbst in Gebieten, in denen sich kaum Menschen aufhalten. Woher kommen die winzigen Kunststoffpartikel? Forschende der Universität Basel und des Alfred-Wegener Institutes zeigen, dass nur präzise Analysen diese Frage beantworten können. Mikroplastik ist ein Problem für die Umwelt, weil die kleinen Partikel von Organismen aufgenommen werden und sie schädigen können. Auch entlegene Regionen sind davon betroffen, beispielsweise die Antarktis. Um herauszufinden, wie gross die Belastung ist und woher die Kleinstteile stammen, untersuchte ein Forschungsteam des Departements…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Wie der Klimawandel unsere Gewässer verändert

3 Fragen an 3 Forschende… Vor kurzem ging der Weltklimagipfel in Glasgow zu Ende und auch in Deutschland soll der Klimaschutz einen höheren Stellenwert bekommen. Prof. Rita Adrian, Prof. Sonja Jähnig und Prof. Mark Gessner vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) beleuchten, wie sich der Klimawandel auf die Binnengewässer und ihre Artenvielfalt auswirkt und ob der aktuelle politische Diskurs Anlass zur Hoffnung gibt. Frau Adrian, Sie können als Mitautorin des Weltklimaberichts sowohl die wissenschaftlichen als auch die politischen Diskussionen…

Geowissenschaften

Katastrophenschutz durch Simulation

Die Zahl der Gletscherseen hat sich in den letzten 40 Jahren verdoppelt. Für Menschen, die in Hochgebirgstälern leben, bilden sie eine Gefahr: Bei Gletschersee-Ausbrüchen entsteht eine schlammige Sturzflut, die sich mit hoher Geschwindigkeit talabwärts bewegt. Forschende der Hochschule München haben erstmals simuliert, was in einem Himalaya-Tal im Königreich Bhutan im Katastrophenfall passiert. Weltweit schmelzen die Gletscher in Folge des Klimawandels. „Dies führt nicht nur zu einem Anstieg des Meeressspiegels, sondern erhöht auch die Zahl der Gletscherseen“, erklärt Wilfried Hagg, Professor…

Geowissenschaften

Vibrationen offenbaren Mars-Untergrund

Analyse der durch Wind ausgelösten Vibrationen des Mars offenbart die Beschaffenheit des Untergrunds. Seismologische Untersuchungen im Rahmen der NASA-Marsmission InSight zeigen abwechselnde Lagen von Basalt und Sedimenten in der Region Elysium Planitia und erlauben so Rückschlusse auf die Beschaffenheit und Tragfähigkeit des Untergrunds / Veröffentlichung in ‘Nature Communications’ Seismische Daten aus Elysium Planitia, der zweitgrößten Vulkanregion des Mars, zeigen unter der Oberfläche eine dünne Sedimentschicht zwischen zwei erkalteten Lavaflüssen. Die Ergebnisse stammen aus Forschungen im Rahmen der NASA-Mission InSight (Interior…

Agrar- Forstwissenschaften

Der Mikroben-Schatz im Gerstensamen

– neue Ansätze für die Züchtungsforschung? JKI-Studie weist Effekt des Genotyps auf das Mikrobiom im Gerstenkorn nach. Das könnte neue Ansätze für die Züchtung neuer Sorten mit höherer Widerstandskraft gegen Krankheiten und verringertem Düngebedarf liefern. Das Mikrobiom des Gerstensamens hängt in seiner Zusammensetzung und Diversität stark vom Genotyp der Gerste ab. Das zeigt eine Studie des JKI und der Universität Kopenhagen, die das Samenmikrobiom von sieben verschiedenen Gerste-Genotypen unter die Lupe genommen hat. Neben den genannten Unterschieden konnte darüber hinaus…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Meeresspiegelanstieg an der deutschen Ostseeküste

Schon heute wird ein Großteil der deutschen Ostseeküste durch die Kraft des Meeres abgetragen. In den vergangenen Jahren haben zudem hohe Sturmfluten große Schäden verursacht. Durch den Meeresspiegelanstieg kann sich dies verstärken. Daher müssen Küstengemeinden rechtzeitig Konzepte erarbeiten, die ihre langfristige Entwicklung sicherstellen. Als Basis für diese Planung ist jetzt im Rahmen des Forschungsverbundes Küstenmeerforschung Nordsee-Ostsee (KüNO III) eine Broschüre entstanden, die einen Einstieg in die Thematik bietet. Herausgegeben wird sie von Dr. Insa Meinke, Leiterin des Norddeutschen Küsten- und…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Logistische Herkulesaufgaben

Die Frage nach den Ursachen des Artensterbens stellt die Wissenschaft vor komplexe Aufgaben. Dr. Sarah Redlich vom Biozentrum über die Herausforderung, ein Studiendesign zu erstellen. Weltweit bemühen sich Forschungsgruppen, die Ursache für den Artenschwund aufzuspüren. Wobei klar ist: Die eine Ursache gibt es nicht. Hinter dem Rückgang der Artenvielfalt steckt ein komplexes Ursachenbündel. Darum ist die Forschung auf diesem Feld enorm aufwändig. Das zeigt Dr. Sarah Redlich vom Biozentrum der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) am Beispiel des Verbundprojekts LandKlif, das die…

Geowissenschaften

Stalagmiten als Kronzeugen des Monsuns

Grönländisches Schmelzwasser stoppte Golfstrom und schwächte Indischen Sommermonsun vor mehr als 100.000 Jahren. Die Eisschilde Grönlands schmelzen massiv. Dadurch fließen große Mengen an Süßwasser in den Nordatlantik und verlangsamen den Golfstrom. Forschende fürchten spürbare Auswirkungen auf das Klima weltweit. Als besonders gefährdet gelten dicht besiedelte, tropische Gebiete, die für ihre Süßwasserversorgung auf Monsunregenfälle angewiesen sind. Um verlässliche Prognosen für zukünftige Klimabewegungen treffen zu können, blicken Klimaforscher weit zurück in die Vergangenheit. Ein internationales Team um Jasper Wassenburg vom Max-Planck-Institut für…

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