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Landwirtschaft & Umwelt

Hat Die Steinnelke Ein Rezept Gegen Den Klimawandel?

Eine Alpenpflanze könnte über den Schlüssel für ihr Fortbestehen in einem sich stetig erwärmenden Klima verfügen. Forschende der ETH Zürich haben nämlich den Ursprung von zwei uralten Genvarianten in der Pflanze geklärt. Diese Varianten steuern den Zeitpunkt des Blühens. Das Klima erwärmt sich immer schneller, besonders in den Alpen. Das fordert Organismen heraus. Wenn sie sich nicht in grössere Höhen ausbreiten, müssen sie sich an ihrem bisherigen Standort sehr rasch an höhere Temperaturen anpassen, oder ihre Populationen werden geschwächt und…

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Alle Neuigkeiten

Geowissenschaften

Alpengestein verrät Dynamik von Plattenbewegungen im Erdinnern

Wie sich Platten im Erdmantel bewegen und wie sich Gebirge bilden, ist nicht ganz leicht zu untersuchen. Spezielle Gesteine, die tief ins Erdinnere hinabgesunken und von dort wieder zurückgekehrt sind, können Antworten liefern. Einem internationalen Geologenteam ist es nun unter Federführung des Instituts für Geowissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt gelungen, einen Weißschiefer aus den Alpen mittels Computermodellierung so genau zu analysieren, dass sich eine bisherige Theorie über die Bewegung von Platten in Frage stellen lässt. Geowissenschaftler:innen untersuchen Gesteine in Gebirgsgürteln, um…

Agrar- Forstwissenschaften

Erkenntnisse für die Pflanzenzüchtung

Mit Mikroorganismen Weizenpflanzen gegen Klimastress wappnen. Im von der Leibniz-Gemeinschaft geförderten Verbundvorhaben VolCorn unter Leitung des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) hat ein Forschungsteam grundlegende Erkenntnisse darüber gewonnen, wie Weizenpflanzen im Zusammenspiel mit Mikroorganismen in Pflanze und Boden auf Stressfaktoren wie Trockenheit, Überflutung oder Schädlinge reagieren. Die Erkenntnisse sind wichtig für die Züchtung widerstandfähigerer Sorten und das generelle Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Pflanze und Mikroorganismen. Die Landwirtschaft in Europa ist zunehmend von Wetterextremen betroffen, die zu Ertragseinbußen führen. Im Jahr 2018…

Geowissenschaften

Rätsel um historischen Tsunami entschlüsselt

GEOMAR-Forschende rekonstruieren Vulkanausbruch mithilfe von 3D-Seismik. Die Explosion des Unterwasservulkans Kolumbo in der Ägäis hat im Jahr 1650 einen Tsunami ausgelöst, von dessen Riesenwellen und gewaltigem Zerstörungspotential Zeitzeugen eindrückliche Berichte hinterlassen haben. Eine Gruppe von Forschenden unter der Leitung von Dr. Jens Karstens vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel hat den Krater nun mit Spezialtechnik vermessen und die historischen Ereignisse am Computer rekonstruiert. Dabei fanden sie heraus, dass nur die Kombination aus einer Hangrutschung, gefolgt von einer explosiven Eruption die…

Geowissenschaften

Rätsel um Kern des Mars gelöst

Der Marskern aus flüssigem Eisen ist kleiner und dichter als gedacht. Darüber gibt es eine Schicht aus flüssigem Mantelmaterial. Das schliessen ETH-​Forscher aufgrund von seismischen Daten der Sonde InSight. Vier Jahre lang registrierte die Nasa-​Sonde InSight mit ihrem Seismometer auf dem Mars Beben. Forschende an der ETH erfassten und analysierten die zur Erde übermittelten Daten, um die innere Struktur des Planeten zu bestimmen. «Obwohl die Mission bereits im Dezember 2022 beendet wurde, haben wir jetzt etwas sehr Interessantes entdeckt», sagt…

Geowissenschaften

Ändert sich der Jetstream?

Forschende der JGU analysieren den Jetstream und untersuchen, wie sich Änderungen auf mögliche Wetterextreme in Europa auswirken. Starkregen, Stürme und Hitzewellen – nach solchen Extremwetterereignissen heißt es oft, diese seien auf einen welligeren Jetstream zurückzuführen. Also auf Veränderungen des Starkwindfeldes, das in der oberen Troposphäre verschiedene Temperaturzonen und Luftdruckzonen ausgleicht. Doch ändert sich der Jetstream tatsächlich? Und wenn ja, wie und in welchem Ausmaß? „Viele Theorien stellen Vermutungen dazu an, was für den Jetstream zukünftig zu erwarten ist – allerdings…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Neues Frühwarnsystem soll besser vor brennenden Lithium-Ionen-Batterien schützen

Elektromobilität: Brennende Lithium-Akkus in Autos können schnell zur Gefahr für Menschen und die Umwelt werden. Bisherige Warnsysteme reagieren erst wenige Minuten vor der Selbstentzündung einer Batterie, dem sogenannten thermischen Durchgehen. Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) entwickelt zusammen mit Vitesco Technologies, einem international führenden Anbieter von modernen Antriebstechnologien und Elektrifizierungslösungen, ein Frühwarnsystem, das schon Wochen vorher auf mögliche gefährliche Schädigungen des Akkus hinweist und so hilft, Menschen zu schützen. Gesetzliche Vorschriften in der Europäischen Union regeln, dass ein Elektroauto…

Agrar- Forstwissenschaften

Laser für die Landwirtschaft

LZH zeigt innovative Ideen auf der AGRITECHNICA. Nachhaltiger, effizienter, zukunftsfähiger: Photonische Anwendungen können dazu beitragen, die Agrarwirtschaft zu modernisieren. Ideen dazu zeigen das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) und Niedersachsen ADDITIV auf der Agritechnica vom 12. bis zum 18. November in Hannover. Im Fokus stehen die lichtbasierte Schädlings- und Unkrautbekämpfung mit dem Laser sowie die Additive Fertigung. Das LZH wird gemeinsam mit Niedersachsen ADDITIV am Gemeinschaftsstand des Agrotech Valley in Halle 24, Stand A08 ausstellen. Keine Chemie, keine Resistenzen: Unkrautbehandlung…

Agrar- Forstwissenschaften

Impulse für die Züchtung von Kulturpflanzen

… angesichts des Klimawandels. Mithilfe neuer statistischer Verfahren ergründen Forschende das komplexe Wechselspiel zwischen Lebenszyklus, Umweltfaktoren und Erbinformation am Beispiel von Weizen. Getreidepflanzen wie Weizen reagieren empfindlich auf den Klimawandel. Viele Studien zeigen, dass ihr Ertrag mit steigenden Temperaturen und zunehmenden Extremwetterereignissen sinkt. Ein Team um den Agrarwissenschaftler Prof. Dr. Tsu-Wei Chen von der Humboldt-Universität zu Berlin hat ein neues statistisches Verfahren entwickelt, mit dem die Forschenden nachweisen konnten, dass es bestimmte Zeitfenster im Lebenszyklus der Pflanzen gibt, in denen…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Zwischen arktischem Land und Meer

Neuer Atlas dokumentiert das Auftauen des Permafrosts und seine Folgen. Der Untergrund im hohen Norden der Erde verändert sich rasant. Typisch für weite Regionen der Arktis sind Böden, die im Sommer ein Stück weit auftauen, ansonsten das ganze Jahr hindurch gefroren bleiben. Steigende Temperaturen setzen diesem sogenannten Permafrost immer mehr zu. Welche Folgen hat das für das Klima, die Wirtschaft und die Menschen, die dort leben? Solchen Fragen ist das vom Alfred-Wegener-Institut koordinierte EU-Projekt Nunataryuk nachgegangen. Die Erkenntnisse sind in…

Geowissenschaften

El Niño: Menschlicher Einfluss und natürliche Variabilität

Zwei aktuelle wissenschaftliche Studien unter der Leitung von Dr. Paul Wilcox vom Institut für Geologie an der Universität Innsbruck liefern neue Einblicke in die Dynamik des Erdklimas und fokussieren auf das El Niño-Phänomen. Die Ergebnisse zeigen, wie El Niño über längere Zeiträume auf natürliche Faktoren reagiert und unterstreichen die wachsende Rolle menschlicher Aktivitäten bei der Formung dieses klimatischen Phänomens seit den 1970er Jahren. El Niño bezeichnet die warme Phase des El Niño/Southern Oscillation-Phänomens (ENSO), einem der wichtigsten Klimaphänomene, das alle…

Geowissenschaften

ETH-Forschende untersuchen einen der dunkelsten Flüsse der Welt

Sie wollten den Kohlenstoffkreislauf des Kongobeckens erforschen und stiessen dabei auf einen der dunkelsten Schwarzwasserflüsse der Welt: den Ruki. Wieso das Wasser so dunkel ist und was dies über den CO₂-Haushalt des Flusssystems aussagt, beschreibt ein internationales Forschungsteam unter Federführung der ETH Zürich in der ersten Studie über den Dschungelstrom. Die Forschenden staunten, als sie auf den Ruki-​Fluss stiessen: Das Wasser dieses Stromes, ein Nebenfluss des mächtigen Kongo-​Flusses, ist so dunkel, dass man die Hand vor Augen nicht mehr sieht….

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Viren-Route nachgewiesen

Vom Meer über die Luft in den Niederschlag… Wie Mikroben sich über den kompletten natürlichen Wasserkreislauf verbreiten, konnte Umweltmikrobiologin Dr. Janina Rahlff von der Universität Duisburg-Essen (UDE) mit einem internationalen Team erstmals nachvollziehen. Ihre Ergebnisse sind in der aktuellen Ausgabe von Nature Communications zu finden. Mikroben bewegen sich zwischen dem marinen und den atmosphärischen Ökosystemen, also Meer sowie Luft und Niederschlägen, hin und her. Bisher fehlte jedoch der Nachweis des kompletten Kreislaufs für die mikrobiologische Verbreitung. Dieser ist UDE-Biologin Dr….

Geowissenschaften

Können Austernriffe dem Meeresspiegelanstieg standhalten?

Ein Kooperationsprojekt hat untersucht, ob sich Austernriffe und Muschelbänke an der deutschen Küste an den klimawandelbedingten Meeresspiegelanstieg anpassen können. Ein Forschungsverbund der Leibniz Universität Hannover (LUH), der Technischen Universität Braunschweig und dem Forschungsinstitut Senckenberg am Meer hat Austernriffe und Muschelbänke im deutschen Wattenmeer untersucht. Ziel war es, herauszufinden, ob sich Ausbreitung und Wachstum der Austernriffe den Tideverhältnissen anpassen können und sie sich infolgedessen an den derzeitigen Meeresspiegelanstieg adaptieren können. Austernriffe haben eine wichtige unterstützende Küstenschutzfunktion im Wattenmeer. Die Ergebnisse der…

Geowissenschaften

Die Vermessung der Stadt per Rad

In den kommenden Monaten wird ein ungewöhnliches Lastenrad in Würzburg unterwegs sein. Ausgestattet mit zahlreichen Sensoren ermöglicht es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Würzburg, wichtige Umweltparameter in einer hohen räumlichen Auflösung zu kartieren. Deutschlands Bevölkerung lebt überwiegend in Städten, für die eine enge Bebauung und eine hohe Bevölkerungsdichte charakteristisch sind. Verkehrsprobleme und urbane Hitzeinseln sind häufig damit einhergehende Begleiterscheinungen. Dabei zeigt sich allerdings eine hohe Variabilität: So ist der urbane Hitzeinseleffekt zwar grundsätzlich in hoch verdichteten Innenstädten stärker ausgeprägt, aber…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Klein und oho: Mikroorganismen und ihre Bedeutung für unsere Gewässer

Ohne Kleinstlebewesen geht in Ökosystemen nichts: Pilze verdauen Nahrung vor, Parasiten dämmen Blaualgen ein, Wasserflöhe halten aquatische Nahrungsnetze zusammen. Am IGB arbeiten zahlreiche Forschende zu unterschiedlichen Mikroorganismen und erkunden dabei ebenso die Ökologie dieser Lebewesen als auch die Frage, inwieweit sie durch den Klimawandel und andere menschengemachte Veränderungen gefährdet sind. Die Ergebnisse faszinieren, zeigen aber auch, wie bedroht das vielfältige Leben in unseren Gewässern ist – selbst die von Mikroben. Trifft man sich mit Hans-Peter Grossart zum Videocall, landet man…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Mit der Protonenpumpe zu mehr Wachstum

Mechanismus zur Anpassung an den Klimawandel in Mikroalgen entdeckt. Mikroalgen kompensieren Nährstoffmangel mithilfe einer lichtgetriebenen Protonenpumpe, womit sie sich auch an die Auswirkungen des Klimawandels anpassen können. Diesen Mechanismus haben Forschende des GEOMAR Helmholtz Zentrums für Ozeanforschung Kiel, der Universität von East Anglia (UEA) und der Universität Würzburg entdeckt. Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichen sie heute in der Zeitschrift Nature Microbiology. Die Entdeckung öffnet den Weg für biotechnologische Entwicklungen, die den negativen Auswirkungen veränderter Umweltbedingungen wie der Erwärmung der Ozeane und sogar…

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