Geowissenschaften

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Riffhöhlen des Great Barrier Reef

von Joachim Reitner
Korallen-Gemeinschaft des offenen Wassers (Hicks Reef, nördliches äußeres Great Barrier Reef)
Ein Grundproblem geobiologischer und paläontologischer Forschung ist, dass die Bearbeiter auf Spuren und Reste angewiesen sind, ähnlich wie es bei den Gerichtsmedizinern der Fall ist, und direkte Einblicke in das vergangene erdgeschichtliche Geschehen nich

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Deutsche und amerikanische Forscher am Nordpol

Gemeinsame Expedition von “Polarstern” und “Healy”: Beide Schiffe untersuchen den bisher nahezu unerforschten Meeresboden des Gakkel-Rückens und der angrenzenden Gebiete des Amundsen- und Nansenbeckens. Nach schwerer Eisfahrt erreichten das größte deutsche Forschungsschiff “Polarstern” und der US-amerikanische Eisbrecher “Healy” am 6. September den Nordpol. Das Polarversorgungs- und Forschungsschiff “Polarstern” des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Brem

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Bonner entlocken Wolken ihre Geheimnisse

Klima- und Wettervorhersagemodelle berücksichtigen derzeit die Wolken und ihr Eigenleben nur in sehr rudimentärer Weise. Der Lebenszyklus von Wolken und ihr Einfluss auf Wetter und Klima sind noch nicht ausreichend verstanden; außerdem lassen sie sich nur durch eine ausgefeilte Messstrategie ihre Geheimnisse entlocken. Genau das versucht momentan Prof. Dr. Clemens Simmer vom Meteorologischen Institut der Universität Bonn. Im Rahmen des Verbundprojekts “4D-WOLKEN”, das vom BMBF mit etwa 4 Mio. DM

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Altsteinzeit im Achtal und die ersten modernen Menschen in Europa

In den Höhlen des Achtals wird seit dem 19. Jh. die Altsteinzeit erforscht. Seit dem 18. Juni dieses Jahres wird im Hohle Fels bei Schelklingen und im Geißenklösterle bei Blaubeuren wieder ausgegraben. Eine internationale Mannschaft aus mehr als 20 Archäologen, Studierenden und Auszubildenden ist unter der Leitung von Nicholas Conard und Hans-Peter Uerpmann vom Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters der Universität Tübingen täglich im Gelände und im Labor tätig. Was

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Forschungseisbrecher treffen sich kurz vor dem Nordpol

Die drei international bedeutendsten Forschungseisbrecher aus Deutschland, Schweden und den USA trafen sich am Donnerstag, dem 23. August, im Nordpolarmeer, nur etwa 500 Kilometer vom Nordpol entfernt, um Treibstoff umzuverteilen und Forschungsergebnisse auszutauschen. Das einzigartige Treffen wurde mit einer Feier und sportlichen Wettkämpfen auf einer großen Eisscholle begangen. Der deutsche Forschungseisbrecher “Polarstern” des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in

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Veröffentlichung im NATURE-Magazin

Elektromagnetische Messungen mit Göttinger Mess-Cluster bestätigen geophysikalische Besonderheit unter der Australischen Lithosphärenplatte Die ehemalige Göttinger Geophysikerin Dr. Fiona Simpson hat in der NATURE-Ausgabe vom 9. August 2001 einen Artikel über das eigensinnige Verhalten von Kristall-Mineralien im Erdmantel veröffentlicht. Die untersuchten kristallinen Verbindungen richten sich entgegen bisheriger Annahmen nicht entlang der Bewegung der Erdplatten aus, sondern weichen von diesen s

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Tropische Klimageheimnisse entschleiert – "Science"-Studie wirft neues Licht auf El Nino

Seit dem Ende der letzten Eiszeit wird das Auf und Ab des Klimas im tropischen Südamerika von der Lage der Innertropischen Konvergenzzone gesteuert. Verschiebungen dieses äquatorialen Wettergürtels hängen wiederum mit pazifischen El Nino-Ereignissen zusammen. Das ergaben Untersuchungen an einem Sedimentkern, der im Küstenmeer vor Venezuela erbohrt wurde. Die Ergebnisse der Studie werden in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsjournals “Science” (Freitag, 17. August 2001) veröffentlicht. Besonders b

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ICE-Trasse: Neue Ausstellung von Fossilien aus dem Siebengebirge

Auf der neuen ICE-Trasse durch Siebengebirge, Westerwald und Taunus kann man bald nicht nur schneller von Köln nach Frankfurt reisen, durch das Großprojekt wissen wir nun auch mehr über die erdgeschichtliche Vergangenheit dieser Gegenden. Vielfach fündig wurden Bonner Wissenschaftler bei den Tunnelbauarbeiten für die neue Eisenbahnlinie. Ab Ende August sind die ihre Entdeckungen im Rahmen der Ausstellung “Seeskorpione und gepanzerte Fische” im Goldfuß-Museum der Universität Bonn, Nussallee 8, zu

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Verband deutscher Schulgeographen (VDSG) besorgt über die Situation des Schulfaches Geographie.

Forderungen zu einer neuen Oberstufe von Anette Schavan stoßen beim VDSG auf Unverständnis. Der Verband Deutscher Schulgeographen kritisiert Äußerungen der baden-württembergischen Kultusministerin und stellvertretenden Bundesvorsitzenden der CDU Anette Schavan zur “Neuordnung der Oberstufe” an Gymnasien. Die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz hat sich in der Presse dafür ausgesprochen, dass künftig sieben Fächer verbindlich bis ins Abitur belegt werden müssten: Deutsch, Mathematik,

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Zehn Jahre deutsche Arktisstation

Am 10. August 1991 wurde die deutsche Arktisstation in Ny-Ålesund eingeweiht. Das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung war das erste nicht-norwegische Institut, das eine ständig besetzte Station auf Spitzbergen einrichtete. Durch seine Polarstationen verfügt das Alfred-Wegener-Institut über kontinuierliche Beobachtungen für die Klima- und Atmosphärenforschung sowohl in der Arktis als auch in der Antarktis. Diese gleichzeitig erhobenen Messreihen sind ein einzigartiges Datenarch

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Bisher zuverlässigste Altersbestimmung in Dehnungsstrukturen der tibetanischen Kruste

Fossile Höhenmessung Bisher zuverlässigste Altersbestimmung in Dehnungsstrukturen der tibetanischen Kruste Das Alter des tibetanischen Hochplateaus konnte durch die bisher zuverlässigste Datierung einer Dehnungsstruktur in Tibet auf mindestens 13,5 Millionen Jahre bestimmt werden. Das berichtet eine internationale Arbeitsgruppe um Peter Blisniuk aus dem Institut für Geowissenschaften der Universität Potsdam in der neuen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins “Nature” (Nr. 412, 9. August 2001).

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Den Magmaquellen auf der Spur

von Gerhard Wörner
Unter den zahlreichen geologischen Phänomenen hat es der Vulkanismus den Menschen besonderes angetan. Es gibt auf der Welt etwa 1.300 bekannte Vulkane, die seit der letzten Eiszeit aktiv gewesen sind, davon allerdings nur 21 in Europa. Die mit Abstand größte Zahl an Vulkanen findet sich im pazifischen “Ring des Feuers” (Abb. 1) entlang der Nahtstellen der pazifischen Ozeanplatten.

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Das Ökosystem des Brachiosaurus

Nicht erst seit Jurassic Park faszinieren Dinosaurier die Menschen. Über das Aussehen, das Verhalten und sogar über die Biologie von Dinosauriern ist eine Fülle von Informationen vorhanden. Doch in welcher Umwelt lebten die Riesen der Vorzeit? Wissenschaftler der TU Berlin wollen in einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Gemeinschaftsprojekt mit dem Naturkundemuseum Berlin mehr über die Lebensbedingungen vor Millionen von Jahren erfahren. Anfang des 20. Jahrhunderts s

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Mit "geologischer Uhr" das Erdalter neu berechnen

In den Geowissenschaften spielt die Zeit eine zentrale Rolle. Anders als im normalen Leben wird die Zeit in Größenordnungen von Millionen und Milliarden Jahren gemessen. Nur in solchen Zeitdimensionen kann man Fragen beantworten wie: Wie alt ist die Erde? Wann ist das Leben entstanden? Seit wann gibt es Meere und Kontinente? Den Geologen stehen für solche Zeitmessungen mehrere “Uhren” zur Verfügung, die auf dem Zerfall von natürlich vorkommenden radioaktiven Isotopen beruhen. So zerfällt etwa das Is

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Dinosaurier im Röntgenstrahl

Dinosaurier faszinieren jung und alt. Demnächst startet Jurassic Park III, schon der dritte Teil des Auferstehungsepos der legendären Erdbewohner. Auch die Saurierforschung wartet mit einem spektakulären Fund auf: Ein in der Region Eichstätt entdecktes, etwa 151 Millionen Jahre altes Dinosaurier-Skelett konnte mit Hilfe von Röntgen-Computertomographie teilweise sichtbar gemacht und genau lokalisiert werden. Eine Steinplatte röntgen? Wer kommt denn auf so eine Idee? Die Forscher aus dem F

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Ausbruch zwischen Himmel und Erde

Meteorologen und Vulkanologen beenden erfolgreiche Kooperation, von der VolkswagenStiftung mit rund einer Million Euro unterstützt. Seit Tagen schon stößt der Ätna glühende Lava aus, noch aus großer Höhe zeigen Satellitenbilder die Ausbreitung der Rauchfahne über dem Mittelmeerraum. Der Ätna spielt wieder einmal Schicksal, und wie immer, wenn das Schicksal zuschlägt, ist der Zeitpunkt wenig vorhersehbar. Wird der Vulkan richtig ausbrechen? Was schleudert er dabei alles in die Umgebung

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