Mit einer kleinen Sonderausstellung über Entwicklung und Comeback des vor 370 Jahren ausgerotteten Auerochsen informiert das Geologisch-Paläontologische Museum der Westfälischen Wilhelms-Universität in Zusammenarbeit mit dem Züchter Martin Kockmeyer aus Münster über die Vorfahren der heutigen Hausrindrassen. Daneben geht es um die Eigenschaften und den Nutzen der seit einigen Jahrzehnten durch Rückkreuzung entstandenen “neuen Wildrinder” bei der Erhaltung historischer Kultur- und Naturlandschaften
NWO-Forscher der Universität von Amsterdam haben nachgewiesen, dass nach dem Zusammenbruch des Mayareiches sich das Klima in Südmexiko geändert hat. Aus erhalten gebliebenen Blütenstaubkörnern konnten die Paläo-Ökologen ableiten, dass das Klima schnell trockener wurde. Das rauer werdende Klima erklärt die Abnahme der Bevölkerung nach dem Zusammenbruch des Mayareiches. Die Klimaforscher halfen so ein Rätsel aus der Archäologie zu lösen. Die Paläo-Ökologen aus Amsterdam konnten anhand d
Wenn die Freisetzung von Treibhausgasen auf der Erde weiter steigt, dann ist im kommenden Jahrhundert mit einer spürbaren globalen Erwärmung zu rechnen. Das besagt eine durch Klimamodelle gewonnene Prognose. Welche Auswirkungen die Erwärmung in einzelnen Erdregionen nach sich ziehen wird, ist bislang aber kaum bekannt. Vor diesem Hintergrund nimmt die Diplom-Geographin Elke Hertig von der Universität Würzburg den Mittelmeerraum unter die Lupe. Dieses Gebiet gilt als besonders empfindlich
Seit Donnerstag vergangener Woche sind 300 000 Menschen auf der Flucht vor den Lavaströmen des Nyiragongo. Der Vulkan im Dreieck zwischen der Demokratischen Republik Kongo, Ruanda und Uganda gehört zu den gefährlichsten Afrikas. 1977 starben bei einem Ausbruch 2000 Menschen. Erst im März 2001 hatte ein weiterer Ausbruch Tausende Menschen aus ihren Dörfern vertrieben. Der Geowissenschaftler Prof. Gerhard Wörner, Geochemiker am Geowissenschaftlichen Zentrum Göttingen (GZG), hat bei Forschungsarbeiten
Die Mineralogen Prof. Stephen Foley (Tel. 03834-86-4589, Fax 86-4572, sfoley@uni-greifswald.de ) und seine Mitarbeiter Thomas Platz und Sebastian Tappe untersuchen (und untersuchten während des Ausbruchs) die chemischen Besonderheiten der Laven, um die Bildung der Schmelzen in etwa 100 km Tiefe im Erdmantel erklären zu können. Der Vulkan Nyiragongo gehört zum Vulkanfeld Virunga im Dreiländereck Kongo, Uganda und Ruanda. Zwei aktive Vulkane,
Forscher des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) konnten anhand von Computersimulationen zeigen, dass stochastische Resonanz vermutlich eine auslösende Rolle bei der Berg- und Talfahrt des Klimas während der letzten großen Eiszeit gespielt hat. Dies veröffentlichen die beiden Forscher Andrey Ganopolski und Stefan Rahmstorf am 21. Januar 2002 in Physical Review Letters. Während der letzten großen Eiszeit, die vor 120.000 Jahren begann und vor 10.000 Jahren endete, gab es minde
EPICA: Klima-Vergangenheit der Erde Der Eispanzer der Antarktis wird von europäischen Wissenschaftlern komplett durchbohrt, um Eisproben aus einer Tiefe von bis zu 3000 Metern zu gewinnen. Dieses alte Eis erlaubt präzise Rückschlüsse auf das Klima der letzten 500.000 Jahre. Das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) nimmt mit dem Betrieb einer Bohrstation in Dronning Maud Land eine zentrale Rolle im Projekt “EPICA” (European Project for Ice Coring in Antarctica) ein
Erste Zentralveranstaltung des Jahres der Geowissenschaften 2002 Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn eröffnet am 17.01.2002 um 19 Uhr in der Urania in Berlin das “Jahr der Geowissenschaften”. Das Thema der Auftaktveranstaltung heißt “system erde”. Vom 16. bis 19. Januar 2002 präsentieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Forschung für Jedermann: Informativ, spannend und kontrovers. Die Forschungsstelle Potsdam des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschun
Die meisten Wissenschaftler sind sich einig: Das Klima ändert sich, es wird langsam wärmer. Aber immer noch fehlt es an genauen Daten, viele Vorhersagen beruhen auf Modellen und Berechnungen. Zumindest für ein Gebiet, das für das Weltklima wichtig, aber bisher nur unzureichend erforscht ist, soll sich dies in Kürze ändern: Sibirien. Die riesigen Wälder und Sümpfe von Tundra und Taiga reagieren nämlich besonders empfindlich auf einen Wechsel des Klimas. Die Europäische Union hat deshalb das Klima
In der von ISI (Institute for Scientific Information, Philadelphia, USA), einer Einrichtung zur Gewinnung und Verarbeitung wissenschaftlicher Information, herausgegebenen Zeitschrift “ScienceWatch”, Ausgabe November/Dezember 2001, wurde eine auf der ESI (Essential Science Indicators)-Datenbank basierende Analyse des Fachgebietes Geowissenschaften veröffentlicht. Es wurden die meist zitierten Zeitschriften, Institutionen und Autoren der letzten zehn Jahre (1991-2001) ermittelt. Die Auswertung von Ver
Auricher Schüler forschen gemeinsam mit Wissenschaftlern an Bord der Polarstern Am 23. Januar 2002 beginnt in Punta Arenas in Südchile die Forschungsreise einer Schülergruppe aus Aurich. An Bord des Eisbrechers Polarstern werden die Jugendlichen mit den Wissenschaftlern zusammen arbeiten und hier ihre Facharbeiten erstellen. Damit erreicht die langjährige Zusammenarbeit zwischen dem Alfred-Wegener-Institut und dem Gymnasium Ulricianum in Aurich einen besonderen Höhepunkt. Um wissensch
Das Ergebnis ihrer Untersuchungen ist für die Wissenschaftler alarmierend: Je mehr Bäume in Tropischen Regenwäldern abgeholzt werden, desto größer ist die Gefahr von Waldbränden und den damit verbundenen katastrophalen Schäden für die Umwelt. Die bislang weltweit größten Waldbrände auf Borneo 1997/1998, die mit einer starken Dürre einhergingen, haben dies deutlich belegt. Das ist das Fazit eines Forschungsprojekts, über das Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universität München in der Zeitsc
Bohren nach Methanhydrat im Permafrost Kanadas Wissenschaftliches Programm zur Erforschung von Gashydraten Zu Weihnachten auf der Suche nach brennendem Eis Potsdamer Geoforscher verbringen die Weihnachtstage im Permafrost GFZ Potsdam – Rund zehntausend Kilometer von zu Hause entfernt verbringen Professor Michael Weber und ein Wissenschaftlerteam vom GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ) die Weihnachtsfeiertage bei klirrender Kälte im äußersten Nordwesten Kanadas. Der Grund dafür: b
Sie heißen “Klapperschlangen-Canyon” (Rattle Snake Canyon) oder “Bachlauf der Dornbüsche” (Briar Creek), und sie beherbergen einen riesigen Schatz uralter Wirbeltier-Fossilien: Die Grabungsstätten im nordtexanischen Archer County. In den letzten 30 Jahren sind die Fundstellen kaum erforscht worden; selbst eine detailgenaue Kartierung steht noch aus. Wissenschaftler der Universität Bonn planen, die Fossilfundstellen genauer unter die Lupe zu nehmen, und hoffen auch auf spektakuläre Neufunde. Doch
Bundesforschungsministerin Bulmahn zieht positive Bilanz zum “Jahr der Lebenswissenschaften” Im Rahmen der Initiative “Wissenschaft im Dialog” wird im kommenden Jahr bundesweit das “Jahr der Geowissenschaften” stattfinden. Das kündigten heute bei einer gemeinsamen Pressekonferenz Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn und der Vorsitzende der Initiative “Wissenschaft im Dialog”, Joachim Treusch, in Berlin an. Mit dem “Jahr der Geowissenschaften”, in dem der Planet Erde im Mittelpunkt
Überraschende Dinge erfährt der Leser des Buches “Namibia – Eine Landschaftskunde in Bildern”, das jetzt in den Buchhandel gekommen ist. Zum Beispiel, dass in einer Epoche der Erdgeschichte, als die Landmassen der Südhalbkugel noch den “Superkontinent” Gondwana bildeten, manche der heute wüstenhaften Täler Namibias von Gletschern erfüllt waren; oder dass die Fahrt im ausgetrockneten Bett des Swakop-Flusses durch die Reste eines uralten Gebirges führt, das Wind und Wasser in Jahrmillionen abgetragen