Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Legionärskrankheit, Cholera, Pest – diese und viele andere Erkrankungen werden von Bakterien verursacht. Immer sind es besondere Gene und deren Produkte, mit deren Hilfe die Erreger den Menschen infizieren und krank machen. Ihrer habhaft zu werden ist jedoch schwierig, weil sie sich oft und gerne verändern. Den aktuellen Wissensstand auf diesem Gebiet fassen Wissenschaftler von der Uni Würzburg in der neuesten Ausgabe von “Science” zusammen.
Die Würzburger Infektionsbiologen wurden v
Ökonomisch und explosionsfrei
Wasserstoffperoxid (H2O2) ist ein wichtiges technisches Reagenz, das beispielsweise zum umweltfreundlichen Bleichen von Papier oder zur Abwasserbehandlung eingesetzt wird. Die bisherigen großtechnischen Herstellungsmethoden sind allerdings sehr engergieaufwendig und kostenintensiv. Eine neue Methode, die von japanischen Forschern entwickelt wurde, könnte als Basis für ein wesentlich ökonomischeres Verfahren dienen.
Das Team um Ichiro Yamanaka set
Ein wirtschaftliches und leicht anwendbares System für die so genannte zelluläre Immuntherapie entwickeln: Das ist der Auftrag des neu gestarteten InnoNet-Verbundprojekts “Geschlossenes System für zelluläre therapeutische Impfstoffe”. Gemeinsam mit Krankenhäusern, Hochschulen und Biotech-Unternehmen will die Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF) in den kommenden Jahren ein neues Standardverfahren für die Gewinnung solcher Impfstoffe ausarbeiten. Dies soll neue Perspektiven im Kampf ge
Augentumoren bedrohen nicht nur das Sehvermögen, sondern sie können auch – wie im Falle des häufigsten Tumores des Augeninneren, dem Aderhautmelanom – das Leben des Patienten bedrohen. Seit 1998 setzt das Team um Prof. Dr. Michael H. Foerster von der Charité – Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin (ehemals Universitätsklinikum Benjamin Franklin der Freien Universität Berlin, UKBF), in Kooperation mit dem Hahn-Meitner-Institut die so genannte Protonentherapie ein. Einmalig in Deutsch
Wie Kopierfehler bei Gen-Abschriften beseitigt werden
Die menschliche Erbinformation ist in der DNA gespeichert. Wie ein Bauplan muss sie aber auch umgesetzt werden: Einzelne DNA-Abschnitte, die Gene, werden in der lebenden Zelle in Proteine übersetzt. Die RNA-Polymerase II (Pol II) übernimmt dabei einen entscheidenden Teil, nämlich den Prozess der so genannten Transkription. Das Enzym liest also einzelne Gene ab und erstellt eine Kopie, die aus der Nukleinsäure RNA besteht. Dabei ka
Wie das Gehirn statische Bilder animiert, haben Bochumer Neurobiologen zusammen mit einem internationalen Forscherteam herausgefunden: Anders als bisher angenommen, sind dabei Nervenzellen aktiv, die sonst für die Verarbeitung von Bewegungswahrnehmungen zuständig sind. Über die Ergebnisse berichten die Forscher in NATURE vom 7. August 2003.
Wenn der Comic-Superheld seinen Düsenantrieb anwirft, wird’s rasant – und das obwohl sich im Bild eigentlich gar nichts bewegt. Die Animation st
Eine markierungsfeie und direkte Methode zur Analyse einer erfolgreichen und stabilen Hybridisierung / Wechselwirkung von Nukleinsäuren ist mit dem Prinzip der Oberflächenplasmonresonanz (SPR: surface plasmon resonance) möglich.
Bei Hybridisierungsexperimenten mit Nukleinsäuren sind folgende Parameter von grossem Interesse:
Länge und Sequenz der zu hybridisierenden Nukleinsäuren
der Einfluss von Basenaustauschen bzw. Punktmutationen
die Zusammensetzun
Ozon belastet den Körper bereits bei niedrigen Konzentrationen und nicht erst bei 180 Mikrogramm je Kubikmeter Luft. Darauf weist der VDI jetzt hin. Epidemiologische Studien belegen, dass sich Wirkungen auf den menschlichen Organismus bis in einen Bereich von 100 Mikrogramm je Kubikmeter Luft hinunter beobachten lassen, wenn gleich auch der Einfluss von Ozon hier nicht eindeutig von dem weiterer Bestandteile des photochemischen Smogs abzugrenzen ist. Deswegen empfiehlt der VDI bereits bei einem Mitt
Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz haben entscheidende Bedeutung von IL-10 bei Mäusen festgestellt. Botenstoff soll jetzt auch beim Menschen getestet werden.
Nicht bei allen Menschen führt der Kontakt mit Stoffen, die Allergien auslösen, auch zu einer allergischen Erkrankung, wie zum Beispiel einem allergischen Kontaktekzem. Hautärzte gehen davon aus, dass hierfür häufig eine längere Auseinandersetzung des Körpers mit solchen Stoffen in niedrigsten Mengen verantwortlic
Wissenschaftler des Uni-Klinikums Magdeburg stellen in der aktuellen Ausgabe der neurologischen Zeitschrift BRAIN Ergebnisse vor, die die bisherigen Erkenntnisse der Krankheitsentstehung im Hinblick auf die Beteiligung der unterschiedlichen Bereiche des Gehirns bei Multipler Sklerose wesentlich voranbringen.
Die Multiple Sklerose ist in Mitteleuropa die häufigste entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Sie tritt bei jungen Menschen auf und kann zu dauerhaften schweren Be
Gesundheitsexperten entwickeln Strategie zur effektiven medizinischen Behandlung
Internationale Gesundheitsexperten tagen zurzeit in Brisbane, um eine globale Roadmap für effektive medizinische Behandlungsweisen zu entwickeln. Ziel ist es, einen weltweiten Leitfaden für Krankheitsbekämpfung in Entwicklungsländern zu ermitteln. Die Ergebnisse sollen für Organisationen wie die WHO und die Weltbank wissenschaftliche Grundlagen zur Entscheidungsfindung in der globalen Gesundheitspolitik l
Biowissenschaftler der Universität Witten/Herdecke finden auf molekularer Ebene Zusammenhänge zwischen Krebsverbreitung und Stress
Die Wissenschaft weiß es seit Jahren: Bei Krebserkrankungen ist in 95 Prozent aller Fälle nicht der Primärtumor tödlich, sondern die Metastasenbildung, die ab einem bestimmten Zeitpunkt einsetzt. Bisher waren Wissenschaftler häufig davon ausgegangen, dass diese Metastasenbildung sich mehr oder weniger zufällig vollzieht.
Forschungen der Fakultät
Wissenschaftler am Fraunhofer IGB haben ein Interferon-beta entwickelt, das löslicher, bioverfügbarer und pharmakokinetisch stabiler ist als das herkömmliche Protein. Das US-Patent für dieses lösliche Interferon-beta ist nun erteilt, das Europäische Patent in Aussicht gestellt.
Vergleich der Oberflächen von herkömmlichem Interferon-beta (links) und der neuen löslichen Variante (rechts). Regionen veränderter Hydrophobizität sind mit Pfeilen markiert. Hydrophobe Regionen sind blau, hydrophile
Wissenschaftler aus Paris, Haifa und Leipzig haben herausgefunden, dass Gliazellen die Netzhaut des Auges vor Folgen mangelnder Blutzufuhr schützen. Sie kamen dem Mechanismus auf die Spur, wie die dafür notwendigen Membran-Proteine an der richtigen Stelle platziert werden. Die Ergebnisse ihrer Arbeit wurden jetzt im “Human Molecular Genetics” publiziert.
Einer der Forschungsschwerpunkte der Arbeitsgruppe um Prof. Andreas Reichenbach vom Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung sind die Müll
Mediziner der Universität Bonn haben zusammen mit amerikanischen Kollegen ein neues Präparat entwickelt, mit dem sich bestimmte Krebserkrankungen wirksamer als bislang bekämpfen lassen.
Die radioaktive Substanz reichert sich besonders in Tochtergeschwülsten in den Knochen an und zerstört sie teilweise. Bislang sind derartige Knochenmetastasen nicht heilbar. Bei wiederholter Anwendung des neuen Medikaments überleben bestimmte Patienten aber durchschnittlich knapp doppelt so lang wie b
Die Softdrink-Herstellung zählt zu den profitabelsten Industriezweigen der Welt. Die globalen Produzenten greifen immer noch auf zum Teil 100 Jahre alte Rezepte zurück. Nun sagen ihnen Zahnärzte den Kampf an: wenn nämlich die Rezepturen nicht schleunigst verändert werden, droht den Konsumenten eine rasante Zunahme von Zahnerkrankungen. Grund dafür sind die zum Teil hohen Säuregehalte der süßen Getränke, berichtet BBC-Online.
Zumindest Kalzium müsste in den meisten der international